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Über dieses Buch

essentials liefern aktuelles Wissen in konzentrierter Form. Die Essenz dessen, worauf es als „State-of-the-Art“ in der gegenwärtigen Fachdiskussion oder in der Praxis ankommt. essentials informieren schnell, unkompliziert und verständlich

als Einführung in ein aktuelles Thema aus Ihrem Fachgebiet

als Einstieg in ein für Sie noch unbekanntes Themenfeld

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Die Bücher in elektronischer und gedruckter Form bringen das Expertenwissen von Springer-Fachautoren kompakt zur Darstellung. Sie sind besonders für die Nutzung als eBook auf Tablet-PCs, eBook-Readern und Smartphones geeignet. essentials: Wissensbausteine aus den Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften, aus Technik und Naturwissenschaften sowie aus Medizin, Psychologie und Gesundheitsberufen. Von renommierten Autoren aller Springer-Verlagsmarken.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Dieser Band widmet sich der Raumwende in den Internationalen Beziehungen (IB). Obwohl sowohl theoretische als auch empirische Fragen zum Thema ‚Raum‘ für die IB wesentlich sind, haben sie innerhalb der Disziplin bislang nur sehr wenig konzeptionelle Aufmerksamkeit erfahren. Die ‚Raumwende‘ (engl. spatial turn) bezeichnet eine Neukonzeption des Raumes in den Kultur- und Sozialwissenschaften, eine Wende von einem absolutistischen Raumverständnis, in dem Räume als fixe, permanent existierende Behälter verstanden werden, hin zu einem relationalen Verständnis, das die Konstituiertheit von Raum durch soziale Interaktion in den Fokus nimmt.
Susanne Buckley-Zistel

Kapitel 2. Raumwende

Zusammenfassung
Wie eingangs erwähnt erfordert eine Neukonzeption und explizite Reflexion von ‚Raum‘ im Sinne der Raumwende, Raum nicht länger als Behälter zu verstehen, in dem sich Prozesse entfalten, von denen dieser völlig unberührt und unverändert bleibt. Vielmehr gilt es, auf Basis eines relationalen Raumverständnisses anzuerkennen, dass Raum und Gesellschaft miteinander in Beziehung stehen und sich wechselseitig beeinflussen. Die Idee des spatial turn wurde erstmalig von dem Geographen Edward W. Soja (Soja 1989) artikuliert, um die Wende von einer ausschließlich materiellen Betrachtung von Raum hin zu einer sozialen zu markieren.
Susanne Buckley-Zistel

Kapitel 3. IB im Raum

Zusammenfassung
In den IB ist die Frage der räumlichen Ordnung eine zentrale, bezeichnet doch der Name der Disziplin an sich, dass etwas – ursprünglich territorial verfasste Nationalstaaten – zueinander in räumlicher Beziehung steht und sich dieses Etwas im Internationalen – ebenfalls einer räumlichen Sphäre – abspielt. So werden Konzepte wie System oder Gemeinschaft kurzerhand von der nationalen auf die internationale Ebene übertragen (Albert und Buzan 2017, S. 909). Bezüge auf das Internationale verstanden als eine Staatenwelt waren vor allem bei der Gründung der Disziplin von Relevanz und werden heute historisiert und in ihrem spezifischen Entstehungskontext verortet.
Susanne Buckley-Zistel

Kapitel 4. Raumanalysen in den IB

Zusammenfassung
Dies führt zu der Frage, wie sich Raum in den IB analysieren lässt. Mit Blick auf die Geschichtswissenschaften schlägt Susanne Rau vor, bei Raumanalysen vier miteinander verknüpfte Perspektiven zu unterscheiden (Rau 2017, Kap. 3): Raumtypen und -formationen, Raumdynamiken, Raumwahrnehmung sowie Raumnutzung und -praktiken. Dieses von Rau vorgeschlagene analytische Vorgehen – in Gänze oder in Teilen – kann auch für eine Raumanalyse in den IB fruchtbar verwendet werden, wie die folgenden interdisziplinären Beispiele illustrieren.
Susanne Buckley-Zistel

Kapitel 5. Methoden der Raumanalyse in den IB

Zusammenfassung
Wie lässt sich eine Raumanalyse in den IB umsetzen? Da Raum selten wahrgenommen oder gar thematisiert wird, sind Eindrücke, Deutungen aber auch Prozesse nur schwer zu erheben. Zu sehr werden Räume als Hintergrund des Alltäglichen verstanden, zu wenig wird ihre konstitutive Kraft realisiert (Löw 2016, S. 79). Nichtsdestotrotz haben sich in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wie der Humangeographie, Ethnologie und Soziologie Methoden entwickelt, die vorwiegend qualitativ vorgehen und von denen einige hier kurz umrissen werden sollen.
Susanne Buckley-Zistel

Kapitel 6. IB zwischen lokal und global

Zusammenfassung
Nachdem die Relevanz von Raum für die IB herausgestellt wurde, beschäftigt sich dieses Kapitel mit den räumlichen Markern global / lokal. Zunächst werden diese Raumtypen gemäß aktuellen Diskursen der IB analysiert, um dann in Abgrenzung die Konstitution von Räumen aus einer relationalen, raumtheoretischen Perspektive zu reflektieren. Damit soll eine alternative Sichtweise auf Raumdynamiken – also der Entstehung und Veränderung von Räumen – angeboten werden, in der das Lokale nicht länger nur Opfer des Globalen ist, sondern selbst über Handlungsmacht verfügt.
Susanne Buckley-Zistel

Kapitel 7. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Dieses essential hat das programmatische Ziel verfolgt, Raum als analytische Kategorie für die IB darzustellen und fruchtbar zu machen. Die oben skizzierten Perspektiven auf Raumtheorie stellen nur einen möglichen Zugang dar. Doch vor allem das Argument der Relationalität scheint für die aktuellen Debatten der IB von großer Bedeutung, da es einen Perspektivenwechsel weg von einem statischen und fixen Raumverständnis hin zu einem kontingenten Verständnis von Räumen ermöglicht und – wie hier gezeigt wurde – neue Perspektiven u. a. auf die Beziehung von global und lokal öffnet.
Susanne Buckley-Zistel

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