Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Kapitel dieses Buchs durch Wischen aufrufen

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Realitäten der Einwanderung

Der deutsch-türkische Dokumentarfilm seit den 1960er Jahren

share
TEILEN

Der Dokumentarfilm ist als Teil der deutsch-türkischen Filmkultur bis heute kaum betrachtet worden. Der Text gibt kursorische Einblicke in die Dokumentarfilmgeschichte und fragt nach dokumentarfilmischen Strategien, mit denen Realitäten im Kontext der türkisch-deutschen Einwanderungsgeschichte geschaffen werden. Beginnend mit Kenan Ormanlars 1969 gedrehten Film Gastarbeiter aus der Türkei wird die deutsch-türkische Migration als eine Geschichte mit den unterschiedlichsten soziopolitischen Facetten erzählt. Die Untersuchung zeigt auf, dass die Filme von den 1970er Jahren bis heute ihre sozialkritische Haltung wahren, unabhängig davon ob die Filmemacher_innen über eine eigene familiäre Migrationsgeschichte verfügen oder nicht. Die meisten Dokumentarfilme zum Thema werden in den 1990er und 2000er Jahren produziert und offenbaren eine vielfältigere Grundhaltung als die hauptsächlich auf Fremdheits- und Ausbeutungserfahrung fokussierenden Filme der 1970er.

Metadaten
Titel
Realitäten der Einwanderung
verfasst von
Inga Selck
Copyright-Jahr
2017
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-15352-6_5