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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) stellt die weitreichendste Änderung des Handelsbilanzrechts seit 1985 dar und bewirkt eine Annäherung der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften an die internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards, IFRS). Weitere Annäherungen oder Anpassungen des Handelsbilanzrechts an die für die Kapitalmarktberichterstattung konzipierten IFRS könnten folgen und die künftige Fortentwicklung der deutschen Rechnungslegungskonzeption prägen. Die Rahmenbedingungen für die Fortentwicklung der deutschen Rechnungslegungskonzeption bilden dabei kein klares Bild. Aus der mit dem BilMoG erfolgten stärkeren Betonung der Informationsfunktion handelsrechtlicher Abschlüsse ergeben sich insbesondere Fragen bezüglich des künftigen Verhältnisses des Handelsbilanzrechts zu anderen Rechtsgebieten.
Marius Gros

2. Rechnungslegungszwecke, Bilanztheorie und Corporate Governance

Zusammenfassung
Der Begriff der Rechnungslegung bezeichnet die Dokumentation der betrieblichen Vorgänge für externe Zwecke und ist abzugrenzen vom Begriff des internen Rechnungswesens bzw. von dem des Controllings. Auch wenn eine Nutzung von Rechnungslegungsinformationen für interne Zwecke wie die Selbstinformation nicht ausgeschlossen wird, fokussiert die Rechnungslegung im Unterschied zum internen Rechnungswesen die Berichterstattung an Unternehmensexterne. Eine einheitliche Definition für den Begriff der Rechnungslegung und dessen Inhalt findet sich indes nicht. Beispielsweise versteht Moxter unter Rechnungslegung, die Information über die finanziellen Konsequenzen realisierter oder geplanter Dispositionen, wohingegen z.B. nach Schneider unter dem Begriff der Rechnungslegung weitverstanden auch die Berichterstattung über nicht finanzielle Sachverhalte subsumiert werden kann. Abschlüsse sind dabei ein Instrument der Rechnungslegung, welches vorrangig der Abbildung finanzieller Sachverhalte dient. Diese Arbeit konzentriert sich auf die durch Abschlüsse verkörperte Rechnungslegung, die der Generierung von Rechnungslegungsinformationen über finanzielle Sachverhalte dient.
Marius Gros

3. Rechnungslegungspublizität in Deutschland und den USA

Zusammenfassung
Grundsätzlich können unter dem Begriff der (Unternehmens-)Publizität alle von Unternehmen veröffentlichten Informationen zusammengefasst werden. Im Handels- und Gesellschaftsrecht sowie im Kapitalmarktrecht findet sich weder eine Legaldefinition noch wird eine Abgrenzung von den Begriffen Offenlegung, Bekanntmachung und Veröffentlichung vorgenommen. Die genannten Begriffe werden stattdessen synonym verwendet. Im Rahmen dieser Arbeit werden unter den Begriffen Publizität und Rechnungslegungspublizität Unternehmensberichte im Sinne von Einzel- und Konzernabschlüssen, (Konzern-)Lageberichten und Mitteilungen auf kapitalmarktrechtlicher Grundlage (z.B. Ad-hoc-Mitteilungen) verstanden, die einem unbestimmten Personenkreis gegenüber offen gelegt werden bzw. für diesen zugänglich sind. Unterschieden werden dabei Publizitätspflichten und die freiwillige Publizität.
Marius Gros

4. Rechnungslegung in Deutschland bis zum BilMoG

Zusammenfassung
Zur Verwirklichung des Ziels eines vollendeten gemeinsamen Binnenmarkts wird in den römischen Verträgen und den folgenden Vertragswerken die Beseitigung von Rechtsunterschieden zwischen den Mitgliedstaaten als eine der Kernaufgaben der EU erachtet (Art. 3h und 94, 95 des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EGV)). Im Hinblick auf die Schaffung eines liquiden europäischen Kapitalmarkts erfüllen der Rat und die Kommission diese Aufgabe, indem gemäß Art. 44 Abs. 1, Abs. 2 lit. g) die Schutzbestimmungen, die in einzelnen Mitgliedstaaten den Gesellschaften im Sinne des Art. 48 Ab. 2 im Interesse der Gesellschafter sowie Dritter vorgeschrieben sind, soweit erforderlich koordiniert werden. Diese Schutzbestimmungen umfassen auch die Rechnungslegungssysteme, welche in den Mitgliedstaaten (soweit erforderlich) möglichst gleichwertig gestaltet werden sollen.
Marius Gros

5. Rechnungslegung in den USA

Zusammenfassung
Um mögliche Implikationen der US-amerikanischen Rechnungslegungskonzeption für die Fortentwicklung der deutschen Rechnungslegungskonzeption gewinnen zu können, ist es notwendig die grundlegenden Unterschiede der Konzeptionen und der angewendeten Rechnungslegungssysteme herauszuarbeiten. Die Unterschiede betreffen sowohl die Informations-, die Ausschüttungs-, als auch die Steuerbemessungsfunktion. Auch ergeben sich bereits grundlegende Differenzen bei der Verpflichtung der Unternehmen zur externen Rechnungslegung an sich, sowie bei den Offenlegungsanforderungen.
Marius Gros

6. Zweckadäquate Fortentwicklung der deutschen Rechnungslegungskonzeption ab BilMoG

Zusammenfassung
Aufbauend auf den in Kapitel 2.3 erzielten Ergebnissen spricht einiges für eine Konvergenz des deutschen und des US-amerikanischen Corporate Governance-Systems, wobei eine Annäherung des deutschen Corporate Governance-Systems kapitalmarktorientierter Unternehmen an das outsider-System, wie es in den USA für kapitalmarktorientierte Unternehmen besteht, im Vordergrund steht. So könnte die Fortentwicklung der Kapitalmärkte mittel- bis langfristig zu einer Angleichung des deutschen bzw. kontinental europäischen Corporate Governance-Systems an das US-amerikanische bzw. anglo-amerikanische Corporate Governance-System für kapitalmarktorientierte Unternehmen führen. Als Begründung für diese Auffassung wird u.a. darauf verwiesen, dass die Globalisierung zu Veränderungen geführt habe, die nationale Sonderwege ineffizient werden ließe. Die zunehmende Vernetzung der Kapitalmärkte würde dazu führen, dass der Wettbewerbsdruck auf das deutsche Corporate Governance-System im Ergebnis eine Annäherung an ein marktorientiertes Corporate Governance-System bewirke.
Marius Gros

7. Thesenförmige Zusammenfassung

Zusammenfassung
Der Rechnungslegungszweck ist maßgebend für die Ausgestaltung des Rechnungslegungssystems und die Auslegung der konkreten Rechnungslegungsvorschriften. Insbesondere bei Rechnungslegungssystemen, die keinen Rechnungslegungszweck benennen und nicht darauf ausgelegt sind, einzelne, konkret bestimmte Sachverhalte durch Rechnungslegungsvorschriften zu regeln, sondern primär Prinzipien im Sinne einer Generalnorm vorgeben, bedarf es einer Konkretisierung des Rechnungslegungszwecks, um die dem Rechnungslegungssystem innewohnenden Prinzipien inhaltlich ausfüllen zu können. Der Rechnungslegungszweck verkörpert hierbei die Deduktionsbasis für die einem Rechnungslegungssystem zugrunde liegenden Prinzipien. Mögliche Rechnungslegungszwecke unterscheiden sich untereinander im Wesentlichen durch den vom Rechnungslegungssystem geforderten Grad an Entscheidungsrelevanz und Objektivierung sowie durch die Berücksichtigung zukünftiger Ereignisse. Diese Unterscheidungskriterien lassen sich z.B. aus den nationalen und internationalen Bilanztheorien herleiten.
Marius Gros

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