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Über dieses Buch

In dieser Festschrift für Prof. Dr. Carl-Christian Freidank zeigen renommierte Fachvertreter aus der Wissenschaft und Praxis aktuelle Problemfelder auf und geben Handlungsempfehlungen zu den Bereichen Rechnungslegung, Steuern, Corporate Governance, Wirtschaftsprüfung und Controlling. Das sehr breite Spektrum an Aktivitäten und Tätigkeitsfeldern des Jubilars spiegelt sich auch in den Beiträgen wider.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Rechnungslegung

Frontmatter

Neue Ansätze zur Schätzung stiller Rücklagen und Lasten im HGB-Abschluss

Der Jahresabschluss ist zentrales Instrument zur Unterrichtung über die wirtschaftliche Lage von Unternehmen. Es braucht aber eine kompetente Analyse, um die gebotenen Informationen entscheidungsbezogen zu erschließen. Die Möglichkeiten der Analyse sind dabei stark abhängig von den bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zu beachtenden Angabepflichten.

Laurenz Lachnit, Stefan Müller, Inge Wulf

Bilanztheorie - (k)ein Fall für die Praxis?

Zumindest jene Fachleute des Rechnungswesens, die in einem betriebswirtschaftlichen Studium die externe Rechnungslegung als Vertiefungsfach wählten, werden sich noch mehr oder weniger gut an die (Teil-)Vorlesung zur Bilanztheorie erinnern können. Weniger präsent mögen dagegen die Inhalte dieser Vorlesung sein. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass das Wissen über die verschiedenen Bilanztheorien in der Praxis selten abgerufen wird (werden muss).

Joachim S. Tanski

DRSC – Aktuelle Trends in der Standardsetzung

Unsere Zeit ist durch große soziale und ökonomische Umwälzungen gekennzeichnet. Neben der unsicheren geopolitischen Lage infolge der Verhältnisse in den Vereinigten Staaten, in Großbritannien sowie im Nahen und Fernen Osten – um nur einige Brennpunkte zu nennen – greifen Megatrends wie der Klimawandel, die Digitalisierung, das Netz der Dinge, die Blockchain-Technologie u.v.a.m. grundlegend in unser wirtschaftliches Handeln und das soziale Miteinander ein. Da mutet es erstaunlich an, dass grosso modo bislang weder die mit diesen Entwicklungen einhergehenden Herausforderungen noch anderweitige Zukunftsthemen von den Standardsetzern auf dem Gebiet der Rechnungslegung aufgegriffen werden – das schließt das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) als deutschen Normengeber grundsätzlich mit ein (wenngleich dieser durch seine begrenzte Mandatierung im Aufgriff von Themen nicht gänzlich frei ist).

Andreas Barckow

Der Einfluss des IFRS 16 zur Leasingbilanzierung auf Abschlusspolitik und -analyse

Mit der Veröffentlichung des IFRS 16 „Leases“ im Januar 2016 schloss das IASB seine langwierige Überarbeitung der Regelungen zur Leasingbilanzierung ab. Die Neuregelungen sollen zu einem Paradigmenwechsel in der bilanziellen Behandlung von Leasingverhältnissen führen und die derzeitige Kategorisierung von Leasingverträgen in Finance und Operate Lease beim Leasingnehmer aufheben. Auf diese Weise soll insbesondere die in der Praxis weit verbreitete außerbilanzielle Erfassung von Leasingverträgen unterbunden werden.

Adolf G. Coenenberg, Christian Fink

Zusammenschlüsse im öffentlichen Sektor nach IPSAS 40 – Schließung einer Regelungslücke?

Der öffentliche und der private Sektor unterscheiden sich nach herrschender Meinung so sehr, dass für den öffentlichen Sektor eigene doppische Rechnungslegungsgrundsätze geschaffen werden müssen. Die Gründe dafür, dass die Bilanzregime des privaten Sektors nicht auf den öffentlichen Sektor angewandt werden können, liegen in den zentralen Charakteristika des öffentlichen Sektors, wie etwa die fehlende Gewinnerzielungsabsicht, eine Vielzahl an Transaktionen ohne Gegenleistung und die Verpflichtung zur Leistungserstellung aufgrund gesetzlicher Vorschriften, ohne dass hierfür ein Markt existiert.

Ellen Haustein, Peter C. Lorson, Horst Zündorf

Umsetzungsmöglichkeiten Integrierter Berichterstattung im internationalen Vergleich – Südafrika, USA und Deutschland

Integrated Reporting hat in den vergangenen Jahren große Aufmerksamkeit erlangt. Mit einer ganzheitlichen Herangehensweise adressiert dieser Ansatz verschiedene Schwachpunkte der aktuellen Finanzberichterstattung kapitalmarktorientierter Unternehmen. Diese Schwächen betreffen einerseits die Verständlichkeit der veröffentlichten Berichte, was sich etwa in schlechter Lesbarkeit, dem Auftreten von Redundanzen oder in einem Information Overload durch eine unermessliche Menge an Detailinformationen zeigt.

Peter Kajüter, Stefan Hannen

Tax Accounting of the Future

Kurz vor dem Jahr 2000 ist vielen Unternehmen in Deutschland deutlich geworden, was für sie Tax Accounting, früher noch eher einfach „Bilanzierung latenter und laufender Steuern“ bedeutet. Die Welle, die auf sie bei den Umstellungsprojekten auf International Financial Reporting Standards (IFRS) überrollte, war erheblich. Das Gebiet war eines der wesentlichsten Umstellungsgebiete auf IFRS.

Rüdiger Loitz

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Frontmatter

Teilgewinnrealisierung im Bilanzsteuerrecht

Im Rahmen seines umfangreichen OEuvres hat sich Carl-Christian Freidank auch mit Fragen der Gewinnrealisierung, der Steuerbilanzkonzeption und der Steuerbilanzpolitik über einen weitgespannten Zeitraum intensiv auseinandergesetzt. Realisationsfragen stellen sich im Sinne wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritte am Ende einer langen und erfolgreichen akademischen Laufbahn. Bei Carl-Christian Freidank, der hoffentlich noch viele Jahre wissenschaftlich tätig sein wird, können es heute daher nur Fragen der Teilgewinnrealisierung sein.

Franz Jürgen Marx

Steuerliches und öffentliches Country by Country Reporting – Anspruch und Wirklichkeit

Das Country by Country Reporting ist aus freiwilligen Offenlegungsinitiativen im Bereich der Rohstoffindustrie in den 2000ern entstanden. Diese Konzeption zur Herstellung von Transparenz über bestimmte Faktoren wirtschaftlicher Aktivität, die sich – insbesondere aus Gründen der Korruptionsbekämpfung – zunächst auf Zahlungsströme von multinationalen Unternehmen in bestimmten rohstoffreichen Staaten beschränkte, wurde Anfang der 2010er von den USA und der Europäischen Union aufgegriffen, um für ihre jeweils ansässigen Unternehmen eine vergleichbare weltweite Berichtspflicht im Bereich der Rohstoffindustrie einzuführen. Durch diese auf wenige Branchen ausgerichtete Transparenzinitiative kam in der öffentlichen Diskussion der Gedanke auf, ein öffentliches Country by Country Reporting für multinationale Unternehmen aller Branchen einzuführen, wie dies bereits Anfang der 2000er von Richard Murphy und John Christensen von Tax Justice Network vorgeschlagen worden war.

Siegfried Grotherr, Patrick Wittenstein

Unternehmensnachfolge aus steuerlichen Gesichtspunkten

Der Begriff der Unternehmensnachfolge ist weder gesetzlich definiert, noch erfährt er eine einheitliche Abgrenzung innerhalb des Schrifttums. Während bspw. Spielmann („Prozess des Übergangs von führungs- und kapitalmäßiger Verantwortung auf die nachfolgende Unternehmergeneration“) und Freund („Generationenwechsel in Familienunternehmen und damit die Übertragung der Leitungsmacht und der kapitalmäßigen Verantwortung“) den Begriff der Unternehmensnachfolge in einem rein familieninternen Kontext sehen, bemüht Olbrich eine allgemeinere Begriffsbestimmung als „Übergang des Eigentums an einem Betrieb sowie der damit verbundenen Leitungsmacht“. Obschon die Bedeutung der Unternehmensnachfolge im Hinblick auf Familienunternehmen eine besondere Rolle einnimmt, so erscheint eine Einschränkung auf rein familieninterne Nachfolgelösungen doch eher willkürlich, weshalb im Rahmen dieses Beitrags dem Begriff der Unternehmensnachfolge sowohl familieninterne als auch familienexterne Lösungen subsumiert werden.

Heinz Kußmaul, Bela Berens

Gesetz zur Anpassung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts – Eine Analyse vor dem Hintergrund des Gleichheitsgrundsatzes und der Unternehmensfortführung

Mors ultima linea rerum est. Ob mit dem Tod des Unternehmers das Ende seines Unternehmens einhergeht, hängt maßgeblich von der erbschaftsteuerlichen Belastung ab. Mit seinem Urteil vom 17.12.2014 hatte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Bestimmungen über die Befreiung von der Erbschaft- und Schenkungsteuer (ErbStG) für Betriebsvermögen, Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Anteile an Kapitalgesellschaften in §§ 13a und 13b ErbStG in Verbindung mit der Tarifvorschrift des § 19 Abs. 1 ErbStG in ihrer im Jahre 2009 maßgeblichen Fassung für mit dem Grundgesetz (GG) unvereinbar erklärt.

Martina Corsten, Hans Corsten

Der Grundsatz der umfassenden Kenntnis gem. § 1 Abs. 1 Satz 3 AStG im Spiegel von Steuerrecht und Betriebswirtschaftslehre

Carl-Christian Freidank hat sich in seinem wissenschaftlichen Wirken stets auch steuerlichen Fragenstellungen gewidmet. Zu nennen sind hierbei insbesondere die Veröffentlichungen an der Schnittstelle zwischen handels- und steuerlicher Rechnungslegung, zur Erfolgsbesteuerung von Personengesellschaften sowie zum Steuercontrolling. Der folgende Beitrag betrachtet sowohl aus juristischer als auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine Regelung, die bei der Einkunftskorrektur zwischen international verbundenen Unternehmen und im Rahmen des Authorized OECD Approach (AOA) bei der Gewinnabgrenzung zwischen Stammhaus und Betriebsstätte große Bedeutung hat und deren Reichweite derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden kann.

Gerrit Frotscher, Bert Kaminski

Einfluss von Steuerreformen auf die Aussagekraft steuerlicher Rechtsformvergleiche

Eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Gründung eines Unternehmens ist die Wahl der Rechtsform. Das deutsche Recht sieht neben dem Einzelunternehmen zahlreiche Formen von Personengesellschaften (z.B. GbR, OHG, KG, GmbH & Co. KG) und Kapitalgesellschaften (z.B. AG, GmbH, UG) vor. Bei der Bestimmung der optimalen Rechtsform sind zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen, insbesondere Haftungsfragen, die Ausgestaltung der Geschäftsführung, die Finanzierungsmöglichkeiten, Veröffentlichungs- und Prüfungspflichten, die Regelungen zur Mitbestimmung der Arbeitnehmer und die Besteuerung. Häufig wird dabei den steuerlichen Aspekten besonders große Bedeutung zugesprochen, was sich auch an der sehr umfangreichen Literatur zur steuerlich optimalen Rechtsformwahl zeigt.

Andreas Lühn

Zur (zukünftigen) Bedeutung von Hybrid Mismatches für das Steuercontrolling

Neben rechnungslegungsbezogenen Fragestellungen hat sich der Jubilar sowohl im Rahmen quantitativer als auch qualitativer Analysen mit der Untersuchung der Implikationen nationaler sowie internationaler Steuernormen auf die Aufbau- und Ablauforganisation des Risikomanagementsystems, insbesondere der Konkretisierung der für die steuerliche Zweckerfüllung notwendigen Modifikation des Controllings, beschäftigt. Im Rahmen quantitativer Analysen wurden so beispielsweise die Auswirkungen steuerlicher Normen auf konkrete unternehmerische Entscheidungen, respektive der Ausgestaltung der Jahresabschlusspolitik im Rahmen einperiodiger sowie mehrperiodiger Modelle untersucht. Zudem systematisierte sowie konkretisierte Carl-Christian Freidank die Aufgabeninhalte des Steuercontrollings im Hinblick auf die zu übernehmende Steuerverwaltungs-, Steuerplanungsund Steuerkontrollfunktion.

Volker Endert, Andreas Mammen

Corporate Governance

Frontmatter

Weiterentwicklung der Vorstandsvergütungssysteme im Rahmen der Sustainable Corporate Governance

Unser akademischer Lehrer Prof. Dr. Carl-Christian Freidank hat im Rahmen seiner Forschungs-, Lehr- und Transferaktivitäten vielfältige Aspekte der Corporate Governance behandelt. Seine beeindruckende Anzahl von Veröffentlichungen, Herausgeberschaften von Sammelbänden und Zeitschriften, Betreuungen von Dissertationen und Ausrichtung von Fachkonferenzen zu dieser Thematik wurde durch die Leitung des Arbeitskreises Corporate Governance Reporting der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. in den Jahren 2014 bis 2017 gekrönt. Uns ist es eine besondere Freude, Prof. Dr. Carl-Christian Freidank mit einem Beitrag zu ehren, der eine aktuelle Thematik der Sustainable Corporate Governance behandelt: die Einbeziehung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren im Rahmen der Vorstandsvergütungssysteme.

Patrick Velte, Stefan C. Weber, Thies Lentfer

Zur Professionalisierung des Aufsichtsrats

„Aufgrund der hohen Anforderungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats ist eine weitergehende Professionalisierung des Aufsichtsrats zu fordern“ formuliert der Jubilar Carl- Christian Freidank in seinem Standardwerk „Unternehmensüberwachung“. Im Jahr 2002 wurde der Verfasser dieses Beitrags vom Jubilar zur „1. Hamburger Revisions-Tagung“ zu einem Vortrag zu „Vorstand und Aufsichtsrat im Zentrum der Reformbestrebungen“ eingeladen. In Hinblick auf die - seinerzeit ersten - Ansätze zu einem „Deutschen Corporate Governance Kodex“ wagte ich die These.

Manuel René Theisen

Pflichten des Aufsichtsrats bei der Rechnungslegung

Mit Rechnungslegung bezeichnet man die Aufstellung und Offenlegung von Finanzberichten der Unternehmen und Konzerne, vornehmlich in Form von Jahresabschlüssen und Lageberichten. Ihr Hauptzweck ist die systematische Information über die finanzielle Lage des Unternehmens zu einem bestimmten (Bilanz-)Stichtag und über dessen geschäftliche Entwicklung im vorangegangen Berichtszeitraum (i.d.R. Geschäftsjahr). Ihr Inhalt und Umfang sind weitgehend kodifiziert, um sie transparent, verlässlich und vergleichbar zu machen.

Eberhard Scheffler

Corporate Governance Reporting – Grundsatzfragen, Stand und Fortentwicklung

Die Berichterstattung zur Unternehmensführung und -überwachung findet ihren Ausgangspunkt in der Corporate-Governance- Bewegung, die in Europa mit dem britischen Cadbury Report von 1992 ihren Anfang nahm. Dort ist die zwischenzeitlich von der Europäischen Kommission übernommene Definition, „Corporate Governance is the system by which companies are directed and controlled“, zu finden. Die von der Cadbury-Kommission vorgeschlagene Verpflichtung zur Berichterstattung über die Corporate Governance ist heute unionsrechtlich verfestigt.

Patrick C. Leyens, Ellen Simon-Heckroth

Corporate Governance bei Banken: Opazität, Regulierung und Arbitrage

Carl-Christian Freidank hat im Rahmen seines wissenschaftlichen Wirkens zahlreiche Publikationen zur Corporate Governance veröffentlicht und dabei durchaus auch einen Blick auf das (nicht nur hamburgische) Bankwesen geworfen. Der Verfasser hatte das Vergnügen, mehrere Publikationen gemeinsam mit Carl-Christian Freidank auf den Weg zu bringen und begleitete ihn darüber hinaus langjährig in der Lehre an der Universität Hamburg. Vor allem seine rigorosen, nicht nachlassenden Ansprüche an Qualität und sein Zuspruch im Zuge der Habilitation des Verfassers bleiben diesem unvergessen.

Karsten Paetzmann

Adaption des Governance-Ansatzes auf den öffentlichen Sektor

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich unterschiedliche Governance-Systeme entwickelt. Als Basis für weitere Untersuchungen sollen zunächst die grundlegenden Begrifflichkeiten der verschiedenen Modelle sowie die Funktion des Deutschen Corporate Governance Kodex dargestellt werden. Des Weiteren soll veranschaulicht werden, inwieweit sich die Systeme unterscheiden.

Lothar Streitferdt, Marco Becker, Hela Schwerdtfeger

Entwicklungstendenzen der Internen Revision

Für die Vergangenheit lassen sich unterschiedliche Entwicklungsformen der Internen Revision herausarbeiten. Über die frühzeitlichen Entwicklungsformen, das Financial Auditing und Operational Auditing hin zum Management Auditing verlief die Entwicklung der Internen Revision. Heute erwarten 80 % der Revisionsleiter substanzielle Änderungen der Revisionsfunktion in ihren Unternehmen.

Volker H. Peemöller

Wirtschaftsprüfung

Frontmatter

Neue Entwicklungen im Qualitätsmanagement von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Die Formulierung von Qualitätszielen gehört zum Kern der Unternehmensstrategie von Wirtschaftsprüfern, da eine hohe Leistungsqualität Voraussetzung für den nachhaltigen unternehmerischen Erfolg ist. Qualität ist eine notwendige Bedingung dafür, dauerhaft zufriedene Mandanten zu halten, diesen Mehrwerte und Wertschöpfung zu schaffen und fachliche Reputation aufzubauen. Darüber hinaus ist sie ausschlaggebend für die Rechtfertigung des Vertrauens der Öffentlichkeit und des öffentlichen Interesses in die Leistungen des Berufsstands (Vertrauensdienstleistungen).

Klaus-Peter Naumann, Ulrich Schneiß

Die Berufsaufsicht der Wirtschaftsprüfer

Vor dem Hintergrund der präventiven Wirkung der Abschlussprüfung gegen Finanzkrisen erwarten Wirtschaft und Öffentlichkeit vom Berufsbild eines Wirtschaftsprüfers (WP) eine hohe Professionalisierung. Im Fokus steht die Anforderung der Unabhängigkeit, damit das abgegebene Testat über die geprüften Abschlüsse als glaubhaft und verlässlich durch die Rechnungslegungsadressaten eingestuft werden kann. Die Notwendigkeit begründet sich in der internationalen Harmonisierungsbestrebung zur Stärkung der Qualität als ein Aspekt der Unabhängigkeit des Berufsstandes.

Claus Brandt, Dirk Burschel, Maximilian Behrmann, Cristina Müller-Burmeister

Joint Audits

Gemeinschaftsprüfungen von Abschlüssen (Joint Audits) sind innerhalb der Europäischen Union (EU) seit vielen Jahren ein anerkanntes Instrument im Rahmen der Abschlussprüfung. In Frankreich beispielsweise sind sie seit 1966 für börsennotierte Unternehmen verpflichtend vorgeschrieben. Im deutschen Rechtsraum sind sie seit 1999 in der Berufsauffassung in IDW PS 208 Zur Durchführung von Gemeinschaftsprüfungen (Joint Audit) verankert und bislang freiwilliger Natur. Erst im Rahmen der Abschlussprüfungsreform der EU haben Joint Audits eine neue Relevanz erhalten.

Dirk Driesch

Abschlussprüfung 2.0

Die Dienstleistung Wirtschaftsprüfung befindet sich international in einer Phase des fortwährenden Umbruchs. Die Gründe hierfür sind in kontinuierlich und fundamental veränderten Rahmenbedingungen der Prüfung sowie in der zunehmenden Internationalisierung des Berufsstandes zu suchen. Vor dem Hintergrund umfassender Digitalisierungsstrategien der Unternehmen (digitale Transformation 2.0) sowie von Industrie 4.0 stehen auch sämtliche prüferische Dienstleistungen vor grundlegenden Veränderungen.

Philipp E. Zaeh

Auswirkungen der Unterschiede zwischen den Rechtssystemen des Common Law und Civil Law auf die Entwicklung der International Standards on Auditing

Das Rechts- und Normensystem der westlichen Länder wird überwiegend von den beiden Ausprägungsformen des Common Law und Civil Law geprägt. Die aus diesen unterschiedlichen Rechtssystemen resultierenden Divergenzen haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf Gesetze und Rechtsprechung sowie letztlich auch auf den Detaillierungsgrad von fachlichen Verlautbarungen. Aus diesem Grund erscheint es wenig verwunderlich, dass hieraus auch Auswirkungen auf die Rechnungslegung, die Wirtschaftsprüfung sowie die Entwicklung von Verlautbarungen in den einzelnen von Civil Law oder von Common Law geprägten Ländern resultieren können.

Kai-Uwe Marten, Wolfgang Böhm

Aktuelles aus der DPR Enforcement Prüfung

In den vergangenen zwölf Jahren (2005-2017) hat die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) über 1.300 Verfahren abgeschlossen, davon endeten ca. 260 mit einer Fehlerfeststellung. Dies entspricht einer durchschnittlichen Fehlerquote von ca. 20 %. Die durchschnittliche Zustimmungsquote zu den von der DPR festgestellten Fehlern betrug in diesem Zeitraum ca. 76 %. Während in den ersten Jahren nach Tätigkeitsaufnahme der DPR relativ hohe Fehlerquoten von bis zu 27 % zu verzeichnen waren, lag die Fehlerquote in den letzten fünf Jahren bei durchschnittlich ca. 14 %.

Bettina Thormann, Daniela Barth

Beziehung zwischen Interner Revision und Abschlussprüfung

Die unternehmerische Überwachung ist in den letzten Jahren zu einem äußerst bedeutsamen Thema sowohl in der Unternehmenspraxis als auch in der Wissenschaft geworden. Ein Grund hierfür liegt sicherlich in den teilweise gravierenden unternehmerischen Verfehlungen der zurückliegenden Zeit, die eine Verbesserung der Unternehmensüberwachung notwendig machen. Dabei spielen die Abschlussprüfung und die Interne Revision als Bestandteile des unternehmerischen Überwachungssystems eine wichtige Rolle.

Nyls-Arne Pasternack

Controlling

Frontmatter

Regulierung des Controllings vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher Zielsetzungen

Aus volkswirtschaftlicher Perspektive zielen regulierende Eingriffe des Staates insbesondere auf eine Verhinderung von Marktversagen oder -störungen sowie damit einhergehend eine Maximierung des gesamtgesellschaftlichen Wohlstands ab. Weitere wichtige Argumente für eine Regulierung sind der Schutz des öffentlichen Interesses und eine Minimierung von Risiken. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Bewusstseins der Gesellschaft für die Bedeutung sozialer und ökologischer Auswirkungen wirtschaftlichen Handels rücken in diesem Zusammenhang vermehrt auch nachhaltigkeitsorientierte Zielsetzungen in den Fokus des Gesetzgebers.

Remmer Sassen, Anne-Kathrin Hinze, Mario Henry Meuthen

Risikomanagementsysteme – Herausforderungen und Gestaltungsansätze

Unternehmerische Aktivitäten sind insbesondere aufgrund der mangelnden Vorhersehbarkeit zukünftiger Entwicklungen grundsätzlich mit der Gefahr verbunden, die mit ihnen verfolgten Ziele nicht zu erreichen. Dem gegenüber steht oft auch die Chance, diese Ziele mehr als zu erfüllen. Was für einzelne Aktivitäten gilt, trifft auch auf Unternehmen insgesamt zu: Auch diese sehen sich der Gefahr ausgesetzt, die gesetzten Ziele zu verfehlen, was letztlich auch zur Gefährdung ihrer Existenz führen kann.

Uwe Götze, Barbara Mikus

Strategisches Kostenmanagement – Stand der Umsetzung und neue Methoden

In den 1990er Jahren entwickelte sich im Controlling mit dem strategischen Kostenmanagement ein Arbeitsgebiet für Controller, das bis dahin nicht existierte. Die Auslöser hierzu waren äußerst vielfältig. Zu nennen sind hierbei insbesondere ein starker Wettbewerbsdruck durch die Globalisierung und die Auflösung der politischen Blöcke, der zu einem verstärkten Kostendruck auf die Unternehmen in der ersten Welt führte, eine tiefe Unzufriedenheit mit dem Nutzen etablierter Rechnungswesen- und insbesondere Kostenrechnungssysteme sowie die Analyse anderer, vor allem mehr wirkungsorientierter Managementmethoden asiatischer, insbesondere japanischer Unternehmen.

Thomas Günther

Kostenmanagement mit Prozesskostenrechnung und Target Costing

Prozesskostenrechnung und Target Costing werden im deutschen Sprachraum bereits länger diskutiert. Im Rahmen eines strategischen Kostenmanagements werden diese Instrumente auch in Unternehmen unterschiedlicher Branchen eingesetzt. Aufgrund deren hoher Komplexität und einer entsprechend aufwändigen Implementierung findet sich eine Anwendung jedoch vornehmlich in Großunternehmen, während kleinere und mittelgroße Unternehmen vor einer Umsetzung zurückscheuen.

Sven Fischbach

Wertorientierte Steuerung von Fußballunternehmen

Im Fokus des Forschungsinteresses des Jubilars steht die wertorientierte Unternehmenssteuerung. Diese hat im Zuge der in den achtziger Jahren aufgekommenen Diskussionen um eine Shareholder Value-Maximierung zuerst in börsennotierten Unternehmen und später auch in mittelständischen Unternehmen zunehmend Verbreitung gefunden. Die von den aktuellen und potentiellen Eigentümern angestrebte Maximierung des Anteilseignervermögens kann durch die traditionell im Rahmen des unternehmerischen Zielsystems verfolgte Gewinnmaximierung nicht erfüllt werden.

Ziad Bakhaya, Konstantin Druker

Konzeption eines Systems operativer Ziele der integrierten Betriebsführung

Institutionen zur Erstellung und Verwertung von Leistungen unter Verwendung knapper Ressourcen, die unter marktwirtschaftlichen Verhältnissen wirtschaftlich autonom handeln, sind Legitimationserwartungen von externen Akteuren ausgesetzt, die durch die Tätigkeit der Institution in ihren auf die Institution bezogenen Motiven betroffen werden.

Manfred Layer

„Green“ Controlling - Umweltorientierung in der Unternehmenssteuerung

Das Thema der ökologischen Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren in Wissenschaft und Praxis große Bedeutung erlangt. Von einem Randthema hat es sich auch in der Betriebswirtschaftslehre zum „Mainstream“ entwickelt. Eingebettet in die Diskussion zu Corporate Social Responsibility (CSR) geht es heute in den meisten Unternehmen nicht mehr allein um die reagierende Einhaltung von Nachhaltigkeitsnormen, sondern um die aktive Entwicklung von nachhaltigkeitsbasierten Unternehmensstrategien.

Péter Horváth

Controlling-Lehre in Deutschland

„Die Hochschulen […] bereiten auf berufliche Tätigkeiten und Aufgaben vor, für die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und wissenschaftlicher Methoden […] erforderlich oder nützlich ist.“

Wolfgang Berens, Thorsten Knauer, Friedrich Sommer, Arnt Wöhrmann

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