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02.03.2018 | Rechnungswesen | Im Fokus | Onlineartikel

Einflussfaktoren für die Zentralisierung im Finanzbereich

Autor:
Sylvia Meier

Immer mehr Prozesse in der Finanzabteilung sollen zentralisiert werden. Doch mit welchem Ziel, und welche Faktoren beeinflussen die Zentralisierung?

Ein wichtiger Schritt bei der Digitalisierung von Finanzabteilungen ist die Veränderung von Prozessen. Als Basis für die Digitalisierungen sollen die Prozesse standardisiert und automatisiert werden, wie auch Daniel Asbach und Alexander Haselhorst in ihrem Beitrag "Welche Faktoren Zentralisierung beeinflussen" beschreiben. Sie stellen die Ergebnisse einer Studie vor, für die 455 Personen in Führungspositionen – schwerpunktmäßig aus den Bereichen Finanzen, IT, Strategie und General Management –befragt wurden. Untersucht wurde, welche Einflussfaktoren zur Bildung von zentralen Strukturen in den Finanzbereichen der Unternehmen führen, welche Zielsetzungen diese haben und inwieweit die Zentralisierung in den Firmen bereits fortgeschritten ist. Das Ergebnis zeigt:

  • 89 Prozent der Befragten gaben an, bereits diverse Funktionen und Aktivitäten in zentralen Organisationen zu bündeln. 
  • 85 Prozent zentralisieren gerade die Finanzfunktion, insbesondere das Controlling (36 Prozent) und Accounting (63 Prozent). 
  • Fünf Prozent organisieren die Funktionen dezentral.

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Zentralisierung ist Teil der Digitalisierungsstrategie 

Vor allem große Unternehmen nutzen laut der Analyse von Asbach und Haselhorst zentrale Strukturen und bündeln die Aufgaben im Finanzwesen. In kleineren Unternehmen scheint dies momentan noch weniger der Fall zu sein. Ein wesentlicher Treiber für die Zentralisierung scheint die Digitalisierung zu sein (76 Prozent). Doch auch steigenden Kundenerwartungen von außen beeinflussen die Entwicklung. Die Autoren führen außerdem an: "Interne Veränderungen können ebenfalls Auslöser für organisationale Umstrukturierungen sein. So führen stetig veränderte Systeme und deren durchgehende Erreichbarkeit dazu, dass die Komplexität in bestimmten Unternehmensfunktionen steigt."

Welche Ziele mit zentralisierten Prozessen verfolgt werden 

Es kann viele Gründe geben, die für eine Standardisierung in der Finanzabteilung sprechen können. Mirko Waniczek, Rita Niedermayr, Martin Graumann erläutern in ihrem Beitrag "Need for Speed – Controlling muss schneller werden", dass sie in mangelnder Standardisierung das größte Hemmnis für ein schnelleres Controlling sehen. Welche Zielsetzungen die Unternehmen mit der Zentralisierung verfolgen, zeigen die Autoren anhand einer Grafik:

 

Ein wesentliches Ziel sticht hervor: 95 Prozent der Unternehmen wollen mit der Zentralisierung im Finanzbereich ihre Kosten reduzieren. Auch auf die notwendigen Veränderungen im Berichtswesen verweisen Asbach und Haselhorst: "Im Controlling-Bereich geht der Trend in Richtung einheitliches Reporting, was dazu führt, dass ein individuelles Reporting immer weiter zurückgehen wird." 

Mitarbeiter scheinen weniger Einfluss auf den Zentralisierungsprozess zu haben. Doch gerade Mitarbeiter spielen für das Gelingen von Veränderungsprozessen eine große Rolle. Die Autoren empfehlen deshalb, die Mitarbeiter über eine frühzeitige Kommunikation mitzunehmen und am Change-Prozess aktiv zu beteiligen.

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