Im April 2002 nahmen Bankkunden einen Grundstückskredit über 98.000 Euro auf. Der Zinssatz war bis zum 30. März 2012 festgeschrieben. Am 13. Februar 2004, als das Darlehen noch mit 96.056,47 Euro zu Buche stand, vereinbarten die Vertragsparteien eine Aufstockung des Kredits auf 102.622,74 Euro und einen neuen Festzinssatz von 4,75 Prozent jährlich bis 30. September 2013. Die Kunden wurden über ein Widerrufsrecht belehrt. Am 13. Oktober 2015 erklärten sie den Widerruf. Die Vereinbarung aus dem Jahr 2004 konnte jedoch nur insoweit widerrufen werden, als die Kläger zusätzliches Kapital erhielten. Die Prolongation des Anfangskredits zu neuen Bedingungen hingegen war nicht widerruflich.
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