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Über dieses Buch

Dieses Buch thematisiert die vielfältigen Rechtsfragen, die sich mit Einführung der Systemmedizin in das Gesundheitssystem stellen. Die Systemmedizin gilt als Schlüssel zu einer modernen Medizin, deren Vorzeichen personalisiert, präventiv, prädiktiv sowie partizipierend sind. Der Erhalt von Gesundheit und die Entstehung von Krankheit beruhen meist nicht auf einer einzigen Ursache, sondern sind das Ergebnis komplexer dynamischer Interaktionen – von der Ebene der molekularen Netzwerke der Zelle bis hin zu den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt. Ziel der Systemmedizin ist es, diese Zusammenhänge zu verstehen und daraus neue Möglichkeiten für die Erkennung und Behandlung von Krankheiten abzuleiten. Der angemessene Schutz der Persönlichkeitsrechte des Einzelnen stellt hierbei die grundlegende rechtliche Herausforderung dar. Es werden deshalb neben datenschutzrechtlichen Aspekten insbesondere auch die Auswirkungen auf das Arzt-Patienten-Verhältnis eingehend analysiert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Digitalisierung erhält in nahezu alle Bereiche des öffentlichen, wirtschaftlichen und privaten Lebens Einzug; sie ist allgegenwärtig. Moderne Informationsund Kommunikationstechnologien werden sowohl im privaten Raum als auch zur Optimierung zahlreicher Arbeitsprozesse eingesetzt. Ein Stichwort, das in untrennbarem Zusammenhang mit dieser Entwicklung steht, ist Big Data.
Anna Maria Ernst

Kapitel 2. Begriff und Bedeutung der Systemmedizin

Zusammenfassung
Der Erhalt von Gesundheit und die Entstehung von Krankheit beruhen meist nicht auf einer einzigen Ursache, sondern sind das Ergebnis komplexer dynamischer Interaktionen – von der Ebene der molekularen Netzwerke der Zelle bis hin zu den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt. Die Systemmedizin will diese Zusammenhänge verstehen und daraus neue Möglichkeiten für die Erkennung und Behandlung von Krankheiten ableiten. Zu diesem Zweck führt sie die moderne biologische Forschung und Medizin, die Möglichkeiten der Informationswissenschaften und die Vorhersagekraft mathematischer Modelle zusammen.
Anna Maria Ernst

Kapitel 3. Herausforderungen und Voraussetzungen der Integration systemmedizinischer Ansätze in das Gesundheitssystem

Zusammenfassung
Der rechtswissenschaftliche Erkenntnisstand im Hinblick auf das systemmedizinische Konzept ist derzeit noch gering. Den durch die Systemmedizin eröffneten Möglichkeiten begegnen Unsicherheiten im geltenden Rechtssystem, teilweise sind bestehende Normen nicht anwendbar, stellenweise fehlen rechtliche Regelungen vollständig. Deshalb sollen im Folgenden einige rechtliche Herausforderungen erörtert werden, die sich bei der Integration systemmedizinischer Ansätze in das deutsche Gesundheitssystem ergeben.
Anna Maria Ernst

Kapitel 4. Auswirkungen der Systemmedizin auf das Verhältnis von Arzt und Patient

Zusammenfassung
Die für den systemmedizinischen Ansatz charakteristische Aufbereitung, Zusammenführung und Interpretation großer Datenmengen aus vielfältigen Datensätzen erfordert die Kooperation von Ärzten und Naturwissenschaftlern. Es sind grundsätzlich zwei Formen der disziplinübergreifenden Zusammenarbeit denkbar: In einer ersten Konzeption findet eine arbeitsteilige Rollentrennung statt, der Forscher fungiert als Dienstleister für den Arzt, der wiederum als transnationaler, interdisziplinär kompetenter Mediziner gegenüber dem Patienten auftritt. Die zweite Konzeption ist demgegenüber durch eine weitgehende Aufhebung der klassischen Rollenmodelle charakterisiert; Forscher und Ärzte agieren hier als interdisziplinäres Team.
Anna Maria Ernst

Kapitel 5. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Der Begriff Systemmedizin steht für einen interdisziplinären Ansatz, dessen Ziel es ist, die medizinische Forschung (d. h. das Verständnis komplexer Krankheitsprozesse, Krankheitsbilder und Gesundheitszustände sowie innovative Ansätze der Arzneimittelforschung) und Gesundheitsversorgung (d. h. Prävention, Prädiktion, Diagnose und Behandlung) zu optimieren. Hierfür werden zahlreiche unterschiedliche Daten, neben biologischen und neuropsychologischen etwa auch soziale Daten, zusammengeführt. Für die Analyse, Integration und Anwendung dieser Daten werden insbesondere systemorientierte sog. omics-Technologien und bioinformatorische Analysen eingesetzt.
Anna Maria Ernst

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