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Über dieses Buch

Dieses Praxishandbuch unterstützt Praktiker im Steuerrecht und Steuerverfahrensrecht dabei, den steuerrechtlichen Rechtsschutz kompetent und erfolgreich zu bestreiten oder zu gewähren. Sowohl der Steuerrechtsweg vom Einspruch bis zum Prozess als auch die relevanten Klagearten bis zum Revisionsverfahren werden umfassend dargestellt. Auch die wichtigsten steuerlichen und verfahrensrechtlichen Regelungen aus AO und FGO sowie die wesentlichen Entscheidungen und tragende Rechtssätze werden erläutert. Der häufige Wechsel zwischen Lehrbuch, Gesetz und Rechtsprechungssammlung kann dadurch vermieden werden. Das Buch bietet einen schnellen und fundierten Einstieg und zeigt Handlungsoptionen auf. In einem abschließenden Kapitel gibt der frühere Finanzrichter Wolf-Dieter Butz prozesstaktische Hinweise sowohl für Berufseinsteiger als auch für erfahrene Berufsträger. Ergänzende Musterformulierungen machen das Buch besonders praxisnah.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Vorprozessuale Einflussmöglichkeiten des Steuerpflichtigen

Dieses Arbeitshandbuch will in erster Linie den normalen Verlauf eines einzelnen Steuerstreits erläutern. Er beginnt mit der Prüfung eines Steuerbescheids und einem Einspruch gegen eine von der Steuererklärung abweichende rechtswidrige Steuerfestsetzung bzw. einen falschen belastenden Feststellungsbescheid. Wer sich als Berater eines Steuerbürgers damit zufrieden gibt, hat möglicherweise ein früheres Eingreifen in den Umgang mit dem Finanzamt und seinem vielfältigen belastenden und rechtswidrigen Verwaltungshandeln versäumt; denn schon vor der eigentlichen Steuerfestsetzung können vom Finanzamt Ermittlungen angestellt oder Bescheide erlassen werden, die sich wegen unterlassener Anfechtung oder unterlassenen Antrags später als kaum noch reparabel herausstellen.
Wolf-Dieter Butz, Rainer Hartmann, Paul-Frank Weise

Kapitel 2. Verfahrensgrundlagen

Im vorangegangenen Kapitel haben wir einige vorprozessuale Einflussmöglichkeiten des Steuerpflichtigen skizziert. Dabei sollte die besondere Bedeutung grundlegender verfahrensrechtlicher Bestimmungen deutlich geworden sein. Die Kenntnis von und der Umgang mit diesen Verfahrensgrundlagen können maßgeblich für Erfolg oder Misserfolg eines Rechtsmittels sein.
Wolf-Dieter Butz, Rainer Hartmann, Paul-Frank Weise

Kapitel 3. Exkurs: Die wichtigsten Reformvorschriften der AO ab dem 01.01.2017 aus dem Gesetz zur Modernisierung der Besteuerung vom 18.07.2016 (veröffentlicht am 22.07.2016 im BGBl. I 2016, S. 1679)

Leider war es uns nach Abschluss der wesentlichen Arbeiten zu diesem Buch nicht mehr möglich, die wichtigsten Reformvorschriften der AO ab dem 01.01.2017 aus dem Gesetz zur Modernisierung der Besteuerung vom 18.07.2016 in die jeweiligen Textstellen in diese Auflage dieses Buches einzuarbeiten. Andererseits hielten wir es angesichts der absehbaren praktischen Konsequenzen dieses Gesetzes für den Zeitraum nach dem 31.12.2016 für angezeigt, die Auswirkungen und Änderungen dieses Gesetzes im Verfahrensrecht wie folgt zumindest kurz zu skizzieren.
Wolf-Dieter Butz, Rainer Hartmann, Paul-Frank Weise

Kapitel 4. Mitwirkung bei der Außenprüfung

Wie bereits in der Einleitung ausgeführt worden ist, ist im Einspruchsverfahren durch § 367 Abs. 2 Satz 1 AO angeordnet, dass zur Rechtmäßigkeitskontrolle des angefochtenen Verwaltungsakts auch die Überprüfung des Sachverhalts in vollem Umfang gehört. Deshalb liegt es nahe, in diese Darstellung auch die Vorschriften über die Außenprüfung aufzunehmen; denn diese verpflichten den Außenprüfer (vgl. § 199 Abs. 1 AO) die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse zugunsten wie auch zuungunsten des Steuerpflichtigen zu prüfen. Zum Untersuchungsgrundsatz gehören aber auch die Vorschriften über die Mitwirkungspflichten nach den §§ 93, 93a und 200 AO, weil ansonsten dem Finanzamt eine Überprüfung in vollem Umfang nicht gelingen könnte.
Wolf-Dieter Butz, Rainer Hartmann, Paul-Frank Weise

Kapitel 5. Das außergerichtliche Rechtsbehelfsverfahren – §§ 347 bis 367 AO

Ein Rechtsbehelf ist das Begehren eines Steuerpflichtigen, die Rechtmäßigkeit eines Verwaltungsaktes der Finanzbehörden prüfen zu lassen. Unterschieden werden das außergerichtliche Rechtsbehelfsverfahren und das gerichtliche Rechtsbehelfsverfahren. Da die Finanzämter eine Flut von Steuerbescheiden erlassen müssen, ist ein hoher Prozentsatz davon rechtswidrig.
Wolf-Dieter Butz, Rainer Hartmann, Paul-Frank Weise

Kapitel 6. Der Finanzgerichtsprozess (FGO)

Artikel 19 Abs. 4 GG eröffnet den Rechtsweg allen Bürgern, die sich durch die öffentliche Gewalt in ihren Rechtenverletzt sehen und garantiert somit den wirksamen Individualrechtsschutz ohne überlange Verfahrensdauer. Der Gerichtsschutz ist Teil des effektiven Grundrechtsschutzes. Artikel 103 Abs. 1 GG gewährt den Anspruch auf rechtliches Gehör für jedermann; und Absatz 2 enthält letztlich das auch im Steuerrechtsschutz unverzichtbare Rückwirkungsverbot für belastende Gesetze, mit dem sich das Bundesverfassungsgericht seit 2010 häufiger auseinandergesetzt hat.
Wolf-Dieter Butz, Rainer Hartmann, Paul-Frank Weise

Kapitel 7. Kostenvorschriften der FGO – §§ 135 bis 138 FGO

Grundsätzlich gilt zunächst, dass Schuldner der Gerichtskosten im Allgemeinen – und damit auch in der Finanzgerichtsbarkeit – derjenige ist, der das Verfahren beantragt hat (§ 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 i. V. m. § 1 Abs. 2 Nr. 2 Gerichtskostengesetz – GKG). Diese Regelung betrifft nur das Verhältnis zwischen der Staatskasse und dem verfahrensrechtlichen Schuldner. Die spätere gerichtliche Kostenentscheidung regelt demgegenüber das Verhältnis zwischen den Verfahrensbeteiligten. Dazu dienen der Kostenansatz (§ 19 Abs. 1 Nr. 1 GKG) und die Festsetzung der Kostenerstattungsansprüche nach den §§ 139 und 149 FGO.
Wolf-Dieter Butz, Rainer Hartmann, Paul-Frank Weise

Kapitel 8. Die Revision beim Bundesfinanzhof

Die FGO sieht als Rechtsmittel die Revision (§§ 115–127 FGO) und Beschwerde (§§ 128–132 FGO) beim Bundesfinanzhof vor. Die Revision richtet sich gegen Urteile und Gerichtsbescheide des Finanzgerichts. Gegen andere finanzgerichtliche Entscheidungen, z. B. einen Beschluss über die Aussetzung der Vollziehung, kommt die Beschwerde in Betracht (§ 128 FGO).
Wolf-Dieter Butz, Rainer Hartmann, Paul-Frank Weise

Kapitel 9. Die Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht

Art. 92 des Grundgesetzes (GG) vertraut die rechtsprechende Gewalt den Richtern an: „…sie wird durch das Bundesverfassungsgericht, durch die in diesem Grundgesetz vorgesehenen Bundesgerichte und durch die Gerichte der Länder ausgeübt“. Art. 93 GG überträgt dem Bundesverfassungsgericht enumerativ und abschließend sehr unterschiedliche Aufgaben. Sie reichen von den selteneren, quasi-strafrechtlichen Verfahren aus § 13 BVerfGG (Verwirkung von Grundrechten durch Art. 18 GG, Feststellung der Verfassungswidrigkeit von Parteien – Art. 21 GG, der Präsidentenanklage – Art. 61 GG und der Richteranklage – Art. 98 Abs. 2 GG) bis hin zu Wahlprüfungssachen – Art. 41 Abs. 2 GG.
Wolf-Dieter Butz, Rainer Hartmann, Paul-Frank Weise

Kapitel 10. Die Klage beim Europäischen Gerichtshof

Die neue EU-Verfassung seit Lissabon (2009) enthält in Art. 2 EUV das Bekenntnis zu den Werten, auf denen sich die Europäischen Mitgliedstaaten gründen, nämlich die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören.
Wolf-Dieter Butz, Rainer Hartmann, Paul-Frank Weise

Kapitel 11. Prozesstipps für Steuerberater und Rechtsanwälte

Die nun folgenden Prozesstipps dienen verschiedenen Zwecken. Sie sollen Ihnen die Führung Ihres Finanzgerichtsprozesses erleichtern; außerdem: sie sollen Ihnen helfen, zu erkennen, wann sich ein Prozess nicht lohnt und schließlich sollen sie Ihnen helfen, ihren Prozess auch zu gewinnen.
Wolf-Dieter Butz

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