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Bei Bewerbern sind überfachliche Skills gefragt

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Unternehmen suchen nach Kandidaten, die mehr mitbringen als Fachexpertise. Wie eine Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ergibt, werden in Stellenanzeigen besonders häufig überfachliche Kompetenzen gefordert.  

Experte auf einem Gebiet zu sein, reicht nicht mehr. Wie Stellenanzeigen zeigen, sollten Kandidaten Fähigkeiten besitzen, die über die Fachkompetenz hinaus gehen.

Zu den wichtigsten Schlüsselkompetenzen im Beruf gehören offenbar überfachliche Kompetenzen. Sie sind in 64 Prozent der Stellenanzeigen Teil des Anforderungskatalogs von Unternehmen an Bewerber. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. 

Besonders wichtig an künftigen Mitarbeitern sind Arbeitgebern demnach personale Kompetenzen (44 Prozent) wie etwa Loyalität, normativ-ethische Einstellungen, Glaubwürdigkeit oder Eigenverantwortung. Aber auch sozial-kommunikative Kompetenzen (43 Prozent) wie Konfliktlösungs-, Team-, Problemlösungs- oder Kommunikationsfähigkeit haben eine hohe Priorität.

Konkret nennen 26 Prozent der Unternehmen in Stellenanzeigen Zuverlässigkeit als Auswahlkriterium, dicht gefolgt von Teamfähigkeit (22 Prozent). Weit weniger interessant sind Entscheidungsfähigkeit (20 Prozent) oder Organisationsgeschick (elf Prozent). Die Studienautoren subsummieren die beiden letztgenannten Eigenschaften unter dem Begriff "Aktivitäts- und Handlungskompetenzen". 

Soft Skills für große Unternehmen besonders wichtig

Insgesamt zeige sich bei größeren Unternehmen mehr Bedarf nach den so genannten Soft Skills. So nehmen kleine Betriebe mit bis zu neun Beschäftigten im Durchschnitt etwas mehr als eine überfachliche Kompetenz in ihre Stellenanzeigen auf. Bei großen Betrieben mit mindestens 500 Beschäftigten sind es mehr als zwei. "Wenn Betriebe mit überfachlich kompetenten Belegschaften tatsächlich wandlungsfähiger sind, könnte es auch für viele kleinere Betriebe vorteilhaft sein, neben den fachlichen auch stärker auf die überfachlichen Kompetenzen von Bewerberinnen und Bewerbern zu achten und Stellenausschreibungen entsprechend zu formulieren", erklärt in diesem Zusammenhang IAB-Forscher Michael Stops. 

Hintergrund für diese Einordnung ist eine Studie der Unternehmensberatung Mercer aus dem Jahr 2021, die überfachliche Kompetenzen als wichtiger einstuft als fachliche Kompetenzen. Firmen, die über Beschäftigte mit vielfältigen Fähigkeiten verfügen, sind demzufolge für organisatorische Veränderungen besser gerüstet. Zudem profitieren solche Beschäftigte auf Dauer durch bessere Erwerbschancen auf dem Arbeitsmarkt. 

Die IAB-Studie weist zudem nach, dass die Nachfrage nach weiterem Know-how steigt, je höher das Anforderungsniveau für eine ausgeschriebene Position ist. So liegt sie im Durchschnitt bei 1,3 überfachlichen Kompetenzen je Stelle für Helfer- und Anlerntätigkeiten und erhöht sich auf 2,0 für hochkomplexe Aufgaben. Aber auch die Höhe des Entgelts treibt offenbar die Zahl der gewünschten Skills nach oben.

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