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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Vorwort

Vorwort

Zusammenfassung
Die Globalisierung wird Wirklichkeit. Junge und ehrgeizige Volkswirtschaften fordern den Standort Deutschland heraus, der sich auf die neuen Bedingungen einstellen muss. Vorschläge zu weitreichenden Reformen der Sozialsysteme und Wirtschaftsabläufe liegen auf dem Tisch oder sind ansatzweise bereits umgesetzt. Während die Vertreter der Wirtschaft diese Reformen eher als Chance betrachten, ist die Unsicherheit unter weiten Teilen der Bevölkerung immens. Ihr Informationsdefizit über das, was geplant ist und auf sie zukommt, ist groß — neben unzulänglichem Faktenwissen treten diffuse, emotional begründete Ängste und negative Gefühle auf.
Claudia Mast, Klaus Spachmann

Zu diesem Buch

Frontmatter

Fragen und Antworten

Zusammenfassung
Deutschland steht derzeit vor zwei sich gegenseitig bedingenden Entwicklungen. Zum einen verändert die Wirtschaft wegen des weltweiten Wettbewerbs immer schneller Strukturen und Wertschöpfungstiefe. Was vor wenigen Jahren als richtig galt, wird heute in Frage gestellt und ist morgen vergessen. Andererseits entsteht Veränderungsdruck durch neue Technologien und neue Arbeitsverfahren. Die Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind bekannt und bedingen Reformen: deutlich, schnell, nachhaltig. Unsere Standortbedingungen müssen den globalen Anforderungen angepasst werden, um die Unternehmen für die Zukunft fit zu halten.
Jörg Menno Harms

Kommunikation im Spannungsfeld zwischen Bevölkerung, Medien und Wirtschaft. Eine Einführung in das Untersuchungsprogramm

Zusammenfassung
Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland unterliegen einem tief greifenden Wandel. Junge, wachstumshungrige und ehrgeizige Volkswirtschaften setzen das Thema „Kernkompetenzen des deutschen Standortes“auf die Tagesordnung der öffentlichen Diskussion. Innovationen, neue Technologien, Flexibilität der Wirtschaftsunternehmen wie auch der Arbeitnehmer, Selbstständigkeit und Selbstverantwortung sind die Themen der Zukunft. Die Osterweiterung der Europäischen Union trägt die Globalisierung vor die Haustür der Bundesbürger. Lohngefälle, Standortverlagerungen und neue Märkte werden nicht mehr als abstrakte, geografisch wie kulturell weit entfernte Herausforderungen empfunden, sondern dringen in das Alltagsleben eines jeden ein. Spektakuläre Auseinandersetzungen über Personalreduzierungen bei Opel, Karstadt und anderen Unternehmen lösen in der Bevölkerung tiefe Betroffenheit aus. Analog hierzu impliziert auch die öffentliche Reformdiskussion schmerzhafte Einschnitte für die meisten gesellschaftlichen Gruppen und tangiert alle sozialen Systeme. Selten wurde die Gesellschaft mit mehr Schlagwörtern und programmatischen Ansätzen konfrontiert (und überfordert) als in dem derzeitigen politischen Reformdiskurs. Die Suche nach einer neuen deutschen Standortidentität ist angelaufen.
Claudia Mast, Klaus Spachmann

Ergebnisse im Überblick

Zusammenfassung
Reformen kommen in Deutschland nur langsam voran. Umsetzungs- und Akzeptanzprobleme zeigen deutlich: Die Politik allein ist mit der gesellschaftlichen Verständigung überfordert. Die vorliegende Studie fragt nach der Rolle der Wirtschaft im gesellschaftlichen Wandel und untersucht die Beziehungen zwischen Wirtschaft, Medien und Bevölkerung in der öffentlichen Kommunikation. Unternehmer ebenso wie Akteure aus Wissenschaft und Forschung besitzen für die gesellschaftliche Verständigung ein großes Potenzial, das sie bislang aber zu wenig nutzen. Gleichzeitig kommt den Medien eine Schlüsselrolle zu: Die Redaktionen müssen ausgetretene Pfade verlassen und sich in der Berichterstattung häufiger den bislang vernachlässigten Gruppen zuwenden, insbesondere wirtschaftlichen Akteuren. Nur wenn Medien ökonomische Themen auch außerhalb des Wirtschaftsressorts aufgreifen, finden sie Beachtung bei der Bevölkerung. Dies sind zentrale Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen der vorliegenden Untersuchung.
Claudia Mast, Klaus Spachmann

Theoretische Annahmen und empirische Befunde zum Verständigungsprozess

Frontmatter

1. Kommunikation in der Gesellschaft

Zusammenfassung
Unter den Bedingungen der modernen Gesellschaft ist es notwendig, sich um Verständigung zu bemühen; ebenso steigt der Bedarf an Orientierung erheblich. In diesem Kapital verfolgen wir das Ziel, grundlegende Herausforderungen der Informationsgesellschaft zu beschreiben und den Rahmen für die Analyse der Kommunikationsbeziehungen zwischen Medien, Wirtschaft und Bevölkerung abzustecken. Neben der Erzeugung und Verbreitung von Wissen ist die Schaffung von Vertrauen die Schlüsselgröße für gesellschaftliche Verständigung.
Claudia Mast, Klaus Spachmann

2. Wirtschaft als Medienthema

Zusammenfassung
Medien haben die Aufgabe, Öffentlichkeit herzustellen. Sie berichten aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft und anderen Bereichen und machen so die Komplexität der Gesellschaft für die Menschen erfahrbar. Allerdings gibt es eine große Bandbreite journalistischer Gattungen und Angebotsformen. Ökonomische Akteure und Aspekte werden darin in zahlreichen Kontexten sowie ganz unterschiedlich in Umfang und Form behandelt.
Claudia Mast, Klaus Spachmann

3. Wirtschaft und Öffentlichkeit

Zusammenfassung
Unternehmen können sich mehr oder weniger der Öffentlichkeit gegenüber öffnen. Ihre Beziehungen zu den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft — politische Entscheidungsträger, Medien, Finanzwelt, Kunden, Geschäftspartner u. a. — sind in wenigen Fällen durch Gesetze festgelegt (z. B. Publizitätspflichten von Aktiengesellschaften). In den meisten Fällen entscheiden die Unternehmen selbst, wie offensiv und aktiv sie ihre Öffentlichkeitsarbeit betreiben, ob sie einseitige Kommunikationsvorgänge der Information favorisieren oder zweiseitige Prozesse des Gesprächs und des Austauschs. Forderungen nach aktiver und/oder dialogischer Kommunikation von Seiten der Gesellschaft (z. B. bei Unfällen, Skandalen, Produktfehlern) haben ebenfalls Einfluss darauf, wie Unternehmen ihre Beziehungen zur Öffentlichkeit gestalten. Offenheit und wechselseitiger Austausch gelten häufig als normatives Ziel einer erfolgreichen Unternehmenskommunikation. Das nachfolgende Kapitel diskutiert theoretische Grundlagen für die Kommunikationspraxis im Verständigungsprozess zwischen Wirtschaft und Gesellschaft.
Claudia Mast, Klaus Spachmann

4. Bevölkerung und Wirtschaft

Zusammenfassung
Wie stark interessieren sich die Bundesbürger für Wirtschaft? Welche Medien nutzen sie, um etwas über diese Themen zu erfahren? Wie ist das Wissen über wirtschaftliche Grundbegriffe und Zusammenhänge ausgeprägt? Wie groß ist das Verständnis für die Forderungen der Wirtschaft? Wie stehen die Deutschen der Globalisierung und der Europäischen Union gegenüber? Wie sind die Meinungen der Deutschen im internationalen Vergleich einzuschätzen?
Claudia Mast, Klaus Spachmann

Anlage der Untersuchung

Frontmatter

5. Fragestellung und Methodik

Zusammenfassung
Die vorangegangenen Ausführungen haben verdeutlicht, dass die Kommunikationsstile der wirtschaftlichen und medialen Eliten nicht ohne weiteres miteinander vereinbar sind. Zudem bestehen in der Bevölkerung Orientierungsdefizite. Sowohl die Wertestrukturen der Gesellschaft als auch die wirtschaftlich-technischen Rahmenbedingungen der Wirtschaft und der Medien waren in den vergangenen Jahrzehnten einem grundlegenden Wandel unterworfen. Welche Folgen dies fur Wirtschaft, Medien und Gesellschaft unter dem Gesichtspunkt der Kommunikation hat, soll im empirischen Teil dieser Studie mittels Leitfadengesprächen und quantitativen Befragungen geklärt werden. Dabei steht folgende Leitfrage im Vordergrund: Welche Kommunikationsbeziehungen und Wahrnehmungsmuster existieren zwischen Unternehmen, Medien und Bevölkerung?
Claudia Mast, Klaus Spachmann

Wirtschaft — Medien — Bevölkerung: Empirische Befunde

Frontmatter

6. Wie sehen Chefredakteure den Verständigungsprozess?

Zusammenfassung
Ein wichtiger Baustein des Forschungsdesigns ist die Befragung von Chefredakteuren der Presse mit einem halbstandardisierten Leitfaden. In Kombination mit der in der zweiten und dritten Phase des Projekts vorgenommenen Befragung ist diese Methode besonders geeignet, um die komplexen Kommunikationsprozesse zwischen Wirtschafts- und Medieneliten eingehend zu untersuchen: Leitfadengespräche gewähren Einblicke in neue oder wenig bekannte Probleme und ermöglichen es, die in standardisierten Erhebungen gewonnenen Ergebnisse zu vertiefen.
Claudia Mast, Klaus Spachmann

7. Wie sieht die Wirtschaft den Verständigungsprozess?

Zusammenfassung
Neben den Medien sind Unternehmen und deren Repräsentanten am Verständigungsprozess zwischen Wirtschaft und Gesellschaft beteiligt. Aus diesem Grund wurden im Zuge des Forschungsprojektes außer den Chefredakteuren auch Unternehmer und Manager befragt, wie sie das Verständigungsproblem einschätzen. Bei den Gesprächspartnern handelt es sich vornehmlich um die Vorstandsvorsitzenden von Großunternehmen sowie die Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen. In einigen Fällen standen die persönlichen Berater, Assistenten bzw. Pressesprecher für das Gespräch zur Verfügung. Insgesamt wurden 19 Gespräche in 13 Städten der Bundesrepublik Deutschland geführt. Eine Liste der Gesprächspartner ist dem Anhang zu entnehmen. Ergänzt wird diese Teilanalyse durch eine schriftliche Umfrage bei Unternehmern und Managern.
Claudia Mast, Klaus Spachmann

8. Reformdiskussion aus Sicht der Bevölkerung

Zusammenfassung
Die mangelhafte Kommunikation über Ziele und Nutzen der Reformen ist ein Kernproblem und wichtige Ursache des Verständigungsproblems zwischen Wirtschaft, Politik und Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die Bevölkerungsbefragung auf Aspekte, welche die kommunikative Vermittlung der Reformen betreffen: Wie kommt die Diskussion bei den Bürgerinnen und Bürgern an? Welches Gewicht wird dabei einzelnen politischen und gesellschaftlichen Gruppen bzw. Akteuren beigemessen? Der Inhalt der Fragen lehnt sich an die der Befragung der Medien- und Wirtschaftseliten an, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.
Claudia Mast, Klaus Spachmann

Überwindung der Kommunikationsbarrieren

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9. Reformen in Deutschland — Wege aus den Kommunikationsdefiziten

Zusammenfassung
Informationsgesellschaft und Globalisierung bringen große wirtschaftliche und soziale Herausforderungen mit sich. Junge, wachstumshungrige und ehrgeizige Volkswirtschaften sind als Konkurrenten zunehmend ernst zu nehmen und fordern den Wirtschaftsstandort Deutschland. Vorschläge zu weitreichenden Reformen der Sozial- und Wirtschaftsordnung liegen auf dem Tisch oder sind ansatzweise bereits umgesetzt. Während die deutschen Wirtschaftseliten die neu gestalteten Rahmenbedingungen vor allem als Chance betrachten, ist die Unsicherheit in weiten Teilen der Bevölkerung immens. Das Informationsdefizit ist groß — neben unzulängliches Faktenwissen treten diffuse, emotional begründete Ängste und negative Gefühle.
Claudia Mast, Klaus Spachmann

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