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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Frontmatter

Disputation des Akademischen Senats der Martin-Luther-Universität an der Stiftung LEUCOREA

Zusammenfassung
Die traditionell am Reformationstag in der Lutherstadt Wittenberg veranstaltete Disputation des Akademischen Senats der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg richtet sich einerseits an die Öffentlichkeit und dient andererseits der Selbstverständigung der Universität über ein Thema, das von besonderem akademischem oder aktuellem Interesse ist — und möglichst beides gleichzeitig. Dabei stehen in der Regel die Fragen zum Thema im Vordergrund, Antworten können oft nur angedeutet oder the-senhaft gegeben werden, wäre es doch vermessen anzunehmen, an einem Nachmittag ein bedeutendes Thema abschließend behandeln zu können.
Gunnar Berg

Eröffnung

Frontmatter

Prof. Dr. Wilfried Grecksch, Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Zusammenfassung
Herr Ministerpräsident, Herr Staatssekretär, Herr Oberbürgermeister, Herr Kollege Slesina, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Bundes- und Landtages, Magnifizenzen, Spectabilitäten, verehrte Festversammlung!
Wolfgang Slesina

Eckhard Naumann, Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg

Zusammenfassung
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, Magnifizenz, sehr geehrte Disputanten, meine Damen und Herren, als Oberbürgermeister begrüße ich Sie zur elften Disputation „Reformierung des Gesundheitswesens — oder: In welchem Gesundheitssystem wollen wir leben?“ am Reformationstag in Wittenberg. Elfmal ein Themenstrauß, der schon viele Bereiche berührt hat. Immer wieder stellt diese Disputation aufs Neue eine Attraktion in Wittenberg dar. Ich hoffe, wir hören an diesem Tag nicht nur Argumente, sondern gewinnen Klarheit — Klarheit bei einem Thema, das im Moment alle interessiert und viele verwirrt.
Wolfgang Slesina

Wolfgang Slesina, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Zusammenfassung
Magnifizenz, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren!
Wolfgang Slesina

Disputation

Frontmatter

In welchem Gesundheitswesen wollen wir leben?

Zusammenfassung
Nach der Einführung von Herrn Professor Grecksch kann ich es mir relativ leicht machen. Einen großen Teil der Zielkonflikte hat er ja schon genannt. Wenn ich mein Thema mit denen der anderen Disputanten vergleiche, habe ich das einfachste aufgetragen bekommen — nur aufzuzählen, worüber wir uns streiten. Das ist natürlich noch keine Lösung, das weiß ich auch.
Wolfgang Böhmer

Gesundheitsreform aus Sicht der gesetzlichen Krankenversicherung: Was sollte sich ändern?

Zusammenfassung
Ich freue mich, in gesundheitspolitisch so bewegten Zeiten an diesem Meinungsaustausch teilnehmen zu können. Dass immer noch ein derart großer Diskussionsbedarf besteht, mag fast erstaunen, denn schließlich ist die aktuelle Gesundheitsreform gerade eben erst in trockenen Tüchern. Dennoch wird an allen Fronten und auf allen Ebenen heftig weiter diskutiert. Die alte Fußballerweisheit „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ scheint auch auf das Gesundheitswesen zuzutreffen — nach der Reform ist vor der Reform!
Doris Pfeiffer

Gestaltung eines patientenorientierten Gesundheitssystems

Zusammenfassung
Die wissenschaftliche Disputation am Reformationstag im Auditorium Maximum der Stiftung Leucorea geht zurück auf eine Tradition der altehrwürdigen, 1502 gegründeten Universität zu Wittenberg, im Jahre 1993 neu belebt durch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die große Disputation von 1519, allerdings in Leipzig abgehalten, zwischen Johann Egk, Theologieprofessor in Ingolstadt, als Vertreter päpstlicher Standpunkte auf der einen Seite sowie dem Wittenberger Professor Karlsstadt (eigentlich Andreas Bodenstein, geboren in Karlstadt/Unterfranken) und dessen Doktorsohn Martin Luther als Repräsentanten der Reformation auf der anderen Seite, dauerte 17 Tage und das „Tournier der Doktoren“ wurde dabei von Herzog Georg vorzeitig beendet, als fürstlicher Besuch aus Brandenburg herannahte. In der Disputation ging es um die Willensfreiheit des Menschen, um Gnade, Seelenheil, die Autorität des Papstes und den Ablass und damit indirekt auch um Geld.
Johannes G. Gostomzyk

Repliken

Frontmatter

Ethik im Gesundheitswesen — Anforderungen aus der Sicht der Diakonie

Ohne Zusammenfassung
Reinhard Turre

Können wir uns Krankheit in Zukunft überhaupt noch leisten? Gedanken zur Gesundheitsreform aus der Sicht des Krankenhausarztes

Zusammenfassung
Wie in den vorangegangenen Ausführungen bereits erläutert, steht unser Gesundheitssystem mehr denn je auf dem Prüfstand. Die Ausgaben im Gesundheitssystem sind von 2 020 Euro pro Einwohner im Jahr 1992 auf 2 740 Euro im Jahr 2001 angestiegen. Können wir uns Krankheit in Zukunft überhaupt noch leisten? In der Tat — wir brauchen eine Gesundheitsreform, die diesen Namen wirklich verdient. Die Gesundheitsreform hat sich zum Ziel gesetzt, eingefahrene und nicht mehr zeitgemäße Strukturen zu verändern und die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Krankenhäusern und anderen Leistungsanbietern im Gesundheitswesen zu verbessern. Zugleich möchte sie mehr Transparenz schaffen und den Wettbewerb um Qualität in Gang setzen. Aus meiner Sicht als Arzt ist dies längst überfällig und begrüßenswert.
Peter M. Jehle

Was müssen wir tun, damit unsere Gesundheit bezahlbar bleibt?

Zusammenfassung
Das Thema der heutigen Disputation lautet „... in welchem Gesundheitssystem wollen wir leben?“ Die Frage nach dem Ziel — Was sollte das Gesundheitssystem hierzu beitragen? — hat, so glaube ich, Professor Wolfgang Böhmer ganz treffend beantwortet. Er sagte: „Jedem jederzeit das medizinisch Notwendige bieten, solidarisch finanziert“. Er hat dann auch die Frage gestellt, wie entschieden werden kann, was „medizinisch notwendig“ ist. Hier lässt sich ein Vergleich zur Industrie herstellen. Zu unseren Aufgaben gehört auch die Gesundheitsvorsorge, wobei bestimmte Standards gefordert werden. Da heißt es: Wir müssen uns nach dem derzeitigen Stand der Technik richten, was man so interpretieren kann: Es sollte fast immer das Beste geboten werden. Und das wird sicherlich auch generell dem Wunsch der Patienten gerecht.
Georg Frank

Erwiderungen

Frontmatter

Stärkere, im System verankerte Eigenverantwortung

Zusammenfassung
Mir ist beim Zuhören so manches durch den Sinn gegangen. Ich hatte es am Anfang einfach und musste nur die Zielkonflikte beschreiben. Jetzt will ich es mir nicht so einfach machen, deshalb sage ich: Für mich ergeben sich einige Konsequenzen, die sicherlich die Probleme für die nächsten Jahrzehnte nicht alle lösen werden — das weiß ich wohl -, aber es sind Konsequenzen, die in der nächsten Zeit unverzichtbar sind.
Wolfgang Böhmer

Mehr Information und Transparenz im Gesundheitswesen

Zusammenfassung
In einem Punkt sind wir uns alle einig: Die Prävention muss gestärkt werden. Das neue Gesetz bietet dazu weitere entscheidende Möglichkeiten: durch Boni für Prävention, durch Zuzahlungsermäßigungen bei der Teilnahme an strukturierten Behandlungsprogrammen, etwa zur Behandlung von Diabetes, einschließlich ihrer motivierenden Wirkung zur Verhaltensänderung. Künftig kommen noch weitere Krankheiten hinzu, für die solche Programme angeboten werden. Dies ist sicher ein guter Weg, um Anreize zu setzen, und hier erscheint der Appell an die Selbstverantwortung auch richtig. Doch bei der Forderung „Anreize setzen“ stört mich etwas, dass sie sich stets auf die Patienten bezieht. Ich möchte auch bei allen anderen Beteiligten im Gesundheitssystem die Anreize gern so setzen, dass sie ebenfalls nur das tun, was notwendig und sinnvoll ist.
Doris Pfeiffer

Demographische Aspekte der Prävention

Zusammenfassung
In der Disputation und den Repliken wurden insbesondere zwei Aspekte angesprochen, die demographische Entwicklung mit ansteigendem Altersdurchschnitt der Bevölkerung und die wachsende Bedeutung der Prävention. Erlauben Sie mir einige Anmerkungen zum Thema Prävention, eine Aufgabe, mit der ich mich als Vorsitzender der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern befasse.
Johannes Gostomzyk

Schlusswort

Frontmatter

Wolfgang Slesina, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Ohne Zusammenfassung
Wolfgang Slesina
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