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Über dieses Buch

Die vollständig überarbeitete zweite Auflage bietet eine umfassende Einführung in die grundlegenden Technologien wie auch in die vielfältigen Anwendungsgebiete rekombinant hergestellter und verbesserter Antikörper und ihrer unzähligen Varianten. Die einzelnen Kapitel gehen detailliert auf die Herstellung, die Charakterisierung, die Produktion und die Anwendungsgebiete für rekombinante Antikörper in Forschung, Diagnostik und Therapie ein. Die LeserInnen werden schrittweise an die zugrunde liegenden Prinzipien herangeführt und erhalten so einen leichten Zugang zu den komplexen Themen. Zahlreiche anschauliche Abbildungen, die einem ausgereiften didaktischen Farb- und Formenschema folgen, helfen dabei, die Zusammenhänge nachzuvollziehen. So können sich auch LeserInnen mit wenigen Vorkenntnissen die komplexe Welt der rekombinanten Antikörper in der Tiefe erschließen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Was sind Antikörper und wie funktionieren sie?

Zusammenfassung
Emil von Behring und Shibasaburō Kitasato haben als erstes nachgewiesen, dass eine Substanz im Blut existiert, die Toxine neutralisieren kann (von Behring und Kitasato von Behring and Kitasato 1890). Diese Substanz wurde damals als „Antitoxin“ bezeichnet. Durch die aus dieser Erkenntnis abgeleitete Serumtherapie konnte erstmals die Diphtherie (Krupphusten) behandelt werden.
Stefan Dübel, Frank Breitling, André Frenzel, Thomas Jostock, Andrea L. J. Marschall, Thomas Schirrmann, Michael Hust

Kapitel 2. Wie werden rekombinante Antikörper generiert und charakterisiert?

Zusammenfassung
Der Begriff „rekombinante Antikörper “ bezeichnet Immunglobuline oder antigenbindende Fragmente, welche in heterologen Produktionssystemen hergestellt werden. Da die Voraussetzung der heterologen Produktion eine Transformation mit bekannter DNA ist, sind rekombinante Antikörper stets durch ihre bekannte Sequenz – dem Bauplan – definiert, und unterscheiden sich so grundsätzlich von den polyklonalen Antiseren und den monoklonalen Antikörpern aus Hybridomen. Rekombinante Antikörper sind also auch stets gentechnologische Produkte und in aller Regel durch antibody engineering (eine sinnvolle deutsche Übersetzung gibt es nicht) hergestellt.
Stefan Dübel, Frank Breitling, André Frenzel, Thomas Jostock, Andrea L. J. Marschall, Thomas Schirrmann, Michael Hust

Kapitel 3. Antikörper-Engineering: Maßgeschneiderte Reagenzien für jede Anwendung

Zusammenfassung
Durch die Möglichkeit, rekombinante Antikörper herzustellen, anstatt auf die Produktion von Antikörpern in einem Versuchstier oder in Hybridomen angewiesen zu sein, wird der molekulare Aufbau von Antikörpern steuerbar. Das kann beispielsweise genutzt werden, um Antikörper mit verschiedenen Molekülgrößen und Formaten herzustellen (Frenzel et al. 2013).
Stefan Dübel, Frank Breitling, André Frenzel, Thomas Jostock, Andrea L. J. Marschall, Thomas Schirrmann, Michael Hust

Kapitel 4. Wie werden rekombinante Antikörper produziert und aufgereinigt?

Zusammenfassung
Ihren Durchbruch verdankte die Technologie rekombinanter Antikörper vor allem dem Bedarf an menschlichen Antikörpern für die Therapie – durch den Bedarf für Klonierung und genetische Modifikation von Maus-Hybridom-Antikörpern. Es folgten bald darauf revolutionäre neue Selektionsmöglichkeiten für komplett menschliche Antikörper durch Phagendisplay oder transgene Mausstämme. In den 1990er Jahren zeigte sich sehr schnell, dass E. coli für die Produktion größerer Mengen nicht immer der geeignete Organismus ist, insbesondere nicht für die größeren Immunglobulinformate wie komplette IgG.
Stefan Dübel, Frank Breitling, André Frenzel, Thomas Jostock, Andrea L. J. Marschall, Thomas Schirrmann, Michael Hust

Kapitel 5. Anwendungsgebiete für rekombinante Antikörper

Zusammenfassung
Antikörper werden seit Jahrzenten in zahlreichen unterschiedlichen Assays eingesetzt. Der wohl meistverbreitete Assay in der Forschung und Diagnostik ist der Immunblot , auch häufig als Westernblot bezeichnet. Hier werden zuerst Proteine mittels SDS-PAGE aufgetrennt, dann auf eine Nitrocellulose- oder PVDF-Membran übertragen und die nachzuweisenden Proteine mit Hilfe eines Detektionsantikörpers gefärbt.
Stefan Dübel, Frank Breitling, André Frenzel, Thomas Jostock, Andrea L. J. Marschall, Thomas Schirrmann, Michael Hust

Backmatter

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