Skip to main content

10.09.2021 | Rennfahrzeuge | Nachricht | Online-Artikel

Porsche-Konzeptstudie Mission R mit 800 kW vorgestellt

verfasst von: Christiane Köllner

2:30 Min. Lesedauer

Aktivieren Sie unsere intelligente Suche um passende Fachinhalte oder Patente zu finden.

search-config
print
DRUCKEN
insite
SUCHEN
loading …

Porsche zeigt auf der IAA Mobility 2021 die Konzeptstudie Mission R, einen rein elektrischen Rennwagen. Porsche gibt mit dem Mission R einen Ausblick auf den Kunden-Motorsport der Zukunft. 

Mit der Studie Mission R teilt Porsche auf der IAA Mobility 2021 seine Vision vom rein elektrischen Kunden-Motorsport der Zukunft. Der Porsche Mission R misst in der Länge mit 4.326 mm etwas kürzer als die aktuelle 718 Cayman-Baureihe, ist mit 1.990 mm aber breiter und mit einer Außenhöhe von 1.190 Millimetern auch flacher. Über dem Kopf des Fahrers verbindet sich ein Überrollbügel mit der Carbon-Dachhaut, von Porsche "Exoskelett" genannt.

Zwei neu entwickelte Elektromotoren

Die beiden neu entwickelten Elektromotoren im Porsche Mission R leisten im sogenannten Qualifying-Modus bis zu 800 kW (1.088 PS). Die Batteriekapazität von rund 80 kWh sowie Rekuperation sollen Sprintrennen ohne jegliche Leistungsverluste ermöglichen. Der Allradler beschleunigt in weniger als 2,5 s von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 300 km/h. Auf der Rennstrecke soll der Elektrorennwagen die gleiche Rundenzeit-Performance wie der aktuelle Porsche 911 GT3 Cup erreichen. Mithilfe der Elektromotoren und Batteriezellen – alle mit einer Öldirektkühlung ausgestattet – stellt die Konzeptstudie Porsche Mission R im Rennmodus eine konstante Leistung von 500 kW (680 PS) zur Verfügung. Das sogenannte "Derating", also das Nachlassen der Batterieleistung aufgrund thermischer Voraussetzungen, entfalle, so Porsche. 

An der Vorderachse arbeitet eine E-Maschine mit bis zu 320 kW (435 PS), am Heck sind es maximal 480 kW (653 PS). Mithilfe von 900-V-Technologie und Porsche Turbo Charging soll dem Akku eine 15-minütige Rennpause reichen, um von fünf auf 80 % SoC (State of Charge/Ladezustand) aufzuladen. Das Laden kann mit bis zu 340 kW erfolgen. Der Mission R zeigt zudem eine Weiterentwicklung der Porsche Active Aerodynamics (PAA) mit Drag Reduction System (DRS) an Bugteil und Heckflügel. Es umfasst je drei Lamellen in den beiden seitlichen Lufteinlässen am Bugteil sowie einen verstellbaren, zweiteiligen Heckflügel.

Karosserie aus Naturfaser-verstärktem Kunststoff

Die Karosserie der Konzeptstudie besteht zu großen Teilen aus Naturfaser-verstärktem Kunststoff (NFK). Die Grundlage liefern Flachsfasern aus der Landwirtschaft. Dieser ökologische Werkstoff findet auch für den Frontsplitter, den Diffusor und die Seitenschweller Verwendung. Im Interieur des Mission R kommt NFK ebenfalls großflächig zum Einsatz, so etwa für die Türinnenschalen, die hintere Schottwand und den Sitz.

Im Innenraum zeigt ein Display zwischen den Lenkhörnern während des Rennbetriebs relevante Daten an. Der Monitor oberhalb der Lenksäule bildet die Aufnahmen der seitlichen Spiegel- und der zentralen Heckkamera ab. Über ein Touchdisplay rechts vom Sitz lassen sich unter anderem biometrische Daten des Fahrers abrufen. Zahlreiche weitere Kameras im Innenraum sollen Signale für eine Livestream-Übertragung liefern. 

print
DRUCKEN

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2021 | OriginalPaper | Buchkapitel

Rennfahrzeuge

Quelle:
Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik

2020 | OriginalPaper | Buchkapitel

Elektrische Fahrzeugantriebe

Quelle:
Grundlagen der Elektromobilität

Das könnte Sie auch interessieren

Premium Partner