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21.11.2016 | Rennwagen | Nachricht | Onlineartikel

Ein neuer Porsche 911 RSR zur neuen Saison

Autor:
Benjamin Auerbach

Mit dem neu entwickelten GT-Rennwagen startet Porsche in die Saison 2017. Der neue 911 RSR setzt neben Leichtbau auf die Anordnung des frei saugenden Sechszylinder-Boxermotors vor der Hinterachse.

Porsche hat der Öffentlichkeit den neuen GT-Rennwagen für die kommende Saison vorgestellt. Seine Rennstreckenpremiere feiert der neue 911 RSR im Januar 2017 beim 24-Stunden-Rennen in Daytona. Der neue 911 RSR setzt neben konsequentem Leichtbau auf die Anordnung des hochmodernen frei saugenden Sechszylinder-Boxermotors vor der Hinterachse. Das vier Liter große, äußerst leichte Aggregat, verfügt über Benzin-Direkteinspritzung sowie einen starren Ventiltrieb. Der neue 911 RSR mit einem Gewicht von 1243 Kilogramm ist nach Angaben Porsches eine komplette Neuentwicklung: Fahrwerk, Karosseriestruktur, Aerodynamikkonzept, Motor und Getriebe wurden von Grund auf neu konstruiert. 

Größte Evolution des GT-Modells

"Unter Beibehaltung des typischen 911-Designs ist dies die bisher größte Evolution in der Geschichte unseres GT-Top-Modells", sagt Porsche Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser. Das neue Motorenkonzept hat es den Konstrukteuren beispielsweise ermöglicht, einen besonders großen Heckdiffusor zu verbauen. In Kombination mit einem an den LMP1-Rennwagen 919 Hybrid angelehnten, hängend angebundenen Heckflügel konnten das Abtriebsniveau sowie die aerodynamische Effizienz signifikant verbessert werden.

"Wir haben beim 911 RSR bewusst auf einen besonders modernen und leichten Saugmotor gesetzt, denn dieser gab unseren Ingenieuren bei der Entwicklung des Fahrzeugs große Freiheiten", erklärt Walliser. Der neue Saugmotor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS) und verteilt seine Kraft mittels eines per Schaltwippen betätigten sequenziellen Sechsganggetriebes mit Magnesiumgehäuse an die 31 Zentimeter breiten Hinterräder. Nach 911 GT3 R und 911 GT3 Cup nutzt nun auch die Speerspitze der GT-Rennwagen Porsches die gleiche Sechszylinder-Boxer-Motorenfamilie.

Rennwagen mit Assistenzsystem

Erstmals halten auch Assistenzsysteme in einen Porsche GT-Rennwagen Einzug: Der 911 RSR verfügt über ein radargestütztes Kollisionswarnsystem. So lassen sich auf einem Monitor im Cockpit selbst im Dunkeln die schnelleren LMP-Prototypen frühzeitig erkennen und Missverständnisse vermeiden. Auch ein neues Konzept des Sicherheitskäfigs sowie ein neuer, fest verschraubter Rennsitz sollen die Sicherheit für die Fahrer erhöhen. Weil der Sitz fest mit dem Fahrzeug verbunden ist, lässt sich nun die Pedalbox verschieben und der Statur des Fahrers anpassen. Auch die Servicefreundlichkeit des neuen 911 RSR wurde signifikant verbessert: Komplette Elemente der Kohlefaserhaut lassen sich dank Schnellverschlüsse in kürzester Zeit komplett tauschen.

In der Saison 2017 wird der neue 911 RSR voraussichtlich 19 Werkseinsätze mit mehr als 140 Stunden Renndauer bestreiten. Mit jeweils zwei Werksautos wird Porsche in der FIA World Endurance Championship (WEC) inklusive der 24 Stunden von Le Mans sowie in der amerikanischen IMSA Weathertech Championship antreten. 

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