Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

VUCA (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity) bestimmt unsere Umwelt, im privaten wie im Unternehmenskontext. Krisen stehen auf der Tagesordnung, so dass Krisenantizipation,Anpassung, Regeneration von und Lernen aus der Krise immer wichtiger für eine erfolgreiche Lebens- und Arbeitsgestaltung werden. Diese Krisenkompetenz heißt Resilienz. Coachs, Führungskräfte und UnternehmerInnen erhalten in diesem Sammelband einen umfassenden Überblick über die Herangehensweisen an Resilienz.
Denn Resilienz ist einerseits die Fähigkeit, flexibel mit Krisen und Dauerbelastung umzugehen. Andererseits ermöglicht Resilienz aber auch, sensibel auf Warnzeichen für künftige Krisen zu reagieren sowie nach der Krise schneller wieder handlungsfähig zu werden. Resilienz ist für Individuen und Organisationen gleichermaßen eine wichtige Fähigkeit geworden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Ganzheitliche Ansätze individueller und organisationaler Resilienz

Frontmatter

Kapitel 1. Resilienz-Coaching: Zwischen „Händchenhalten“ für Einzelne und Kulturentwicklung für Organisationen

Resilienz umfasst die Fähigkeit von Individuen, situationselastisch Herausforderungen nicht nur zu meistern – ohne Schaden dabei zu nehmen –, sondern bestenfalls daran zu wachsen und zu reifen. Dies bedeutet, dass im Resilienz-Coaching die Handhabung konkreter Belastungs- und Krisensituationen im Fokus steht. Relevant ist dabei der Zeitpunkt der Betrachtung, da Menschen anders reagieren: vor einer Krise, in einer Krise oder nach einer Krise. Komplex wird es jedoch, da die Betroffenen oftmals einige kleine und größere Krisen parallel erleben und Krisen in einem Kontext Auswirkungen auf andere Kontexte haben können. – Wenn es um Resilienz geht, sollte daher immer auch die Kulturentwicklung von Organisationen mitgedacht werden, damit wir Organisationen entwickeln, die erfolgreich sind und denen Menschen angehören wollen. Dabei geht es u. a. um Werthaltungen, gelebte Führung und um erfolgreiches Agieren in der VUCA-Welt. Dieser Beitrag will konkrete Ansatzpunkte für die Coaching-Arbeit liefern, so dass individuelle und organisationale Resilienzentwicklung zusammenkommen können. – In diesem Beitrag geht es zuerst darum, wie sich Belastung beim Menschen insbesondere im beruflichen Umfeld auswirkt. In diesem Zusammenhang wird die Rolle von Krisen betrachtet: die persönliche Krise als Folge hoher Belastung oder extremer Erlebnisse und die Unternehmenskrise als Kontext- oder auslösender Faktor. Danach werden die Möglichkeiten einer resilienten Reaktion im Krisenverlauf beschrieben, und es wird auf die Rolle von Coaching bei Individual- und Unternehmenskrisen eingegangen. Schließlich gehen wir auf die Notwendigkeit einer Kulturentwicklung hin zu einer resilienz- und werteorientierten Unternehmenskultur ein, zu der Resilienz-Coaching in vielen unterschiedlichen Aspekten unterstützend wirkt.
Jutta Heller, Nina Gallenmüller

Kapitel 2. Das FiRE®-Modell

Was Führungskräfte über Resilienz wissen sollten
Wie gelingt es Menschen, in schwierigen Situationen auf Kurs zu bleiben? Wenn man mit Persönlichkeiten spricht, die in ihrem Leben ein ausgesprochen hohes Maß an Selbstführung unter Beweis gestellt haben, empfinden diese ihre Leistung zumeist als normal und als nichts Besonderes. Sie sind sich häufig ihrer Kompetenz nicht bewusst, sondern meistern eben ihr Leben, so gut sie können, und ergreifen die Chancen, die sich ihnen bieten. Das zeigt: Es braucht meist einiges an Zeit und Reflexion, um die eigene Fähigkeit wahrzunehmen. Wer diese Zeit und Reflexion aufbringt, der entwickelt sich zum Meister in der Kunst der Selbstführung, und dem gelingt es, seine innere Kraft sinnvoll zu lenken und sie dort einzusetzen, wo sie wirklich einen spürbaren Unterschied macht.
Karsten Drath

Kapitel 3. Ruhe, Kraft und Klarheit in Zeiten ständigen Wandels: Persönliche und organisationale Resilienz durch ganzheitliches Training und Coaching stärken

In diesem Beitrag wird eine Methode vorgestellt, die über Jahrzehnte stetig weiterentwickelt wurde. Das HBT Human Balance Training fördert Resilienzprozesse für Geschäftsführer, Führungskräfte, Teams und Mitarbeiter sowie die Integration von Resilienzmanagement im Arbeitsleben und in allen relevanten Arbeitsstrukturen. – Im Fokus steht die Begleitung von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen über alle Hierarchieebenen hin zu einer agilen, flexiblen und gleichzeitig widerstandfähigen und veränderungskompetenten Organisation. Durch Vorträge, Prozessberatung, Führungskräfte- und Mitarbeitertrainings, Teamentwicklung, Einzelcoachings und digitale Lernparcours befähigen wir Menschen und Organisationen, den Herausforderungen und Belastungsfeldern unserer Zeit konstruktiv zu begegnen. – Den Kern dieser Methode bilden verschiedene Resilienz-Trainingsparcours, deren Inhalte in Präsenztrainings und/oder digitalen Lernparcours vermittelt werden.– Langjährige, branchenübergreifende Erfahrungen führten zu der Überzeugung, dass die Klarheit und Wiederholbarkeit der Übungen des HBT Trainings maßgeblich zu einer nachhaltigen Resilienzkultur in Unternehmen und Organisationen beitragen können.
Sylvia Kéré Wellensiek

VUCA-Welt als Konstante zukünftiger Arbeitswelten

Frontmatter

Kapitel 4. Coaching im Kontext der VUCA-Welt: Der Umbruch steht bevor

In Zeiten des tiefgreifenden Unternehmenswandels, der u. a. durch hybride Kundenanforderungen und Digitalisierung getrieben wird, stehen Geschäfts- und Organisationsmodelle sowie bisheriges Führungsverhalten zur Disposition. Führungskräfte benötigen ein hohes Maß an Resilienz, um diesen tiefgreifenden Wandel für sich selbst und ihre Mitarbeitenden erfolgreich zu gestalten. Dementsprechend steht auch Coaching vor einem Umbruch, bis hin zur Überprüfung bisher nicht hinterfragter Grundannahmen. Nach einer Ausgangsanalyse wird in diesem Beitrag theoriegeleitet und anwendungsorientiert ein integratives Coaching-Konzept entwickelt, das geeignet ist, die Veränderungen in der VUCA-Welt wirkungsvoll zu begleiten. Coachende sind aufgefordert, zu neuen Ufern aufzubrechen, auch was die eigene Haltung betrifft. Dieser Beitrag ist eine Navigationshilfe in das noch nebulöse Business Coaching in der VUCA-Welt.
Ulrich Lenz

Kapitel 5. Leadership-Coaching in der VUCA-Welt

Führungskräfte sollten der VUCA-Welt mit Offenheit begegnen. Mit agilen Strategien und Methoden können sie Entwicklungsräume für eine innovative Zukunft gestalten. Das Chancenmanagement liefert einen strategischen Rahmen und das Da-Vinci-Prinzip Methoden zur Teamarbeit in der VUCA-Welt. Auf dieser Basis kann auch das klassische Coaching-Format über sich hinauswachsen. Coaching als metaphorischer Turbo, als agiler Inkubator und als Multi-Level-Intervention.
Jens Braak, Klaus Elle

Kapitel 6. Resilienz im Zeitalter der Mobilität

Dieser Beitrag befasst sich mit den psychosozialen Belastungen, Ressourcen und Bewältigungsstrategien bei Auslandsentsendungen. Auf der Basis des Konzepts der kritischen Lebensereignisse wirft er einen Blick hinter den Vorhang und beleuchtet die emotionalen, persönlichen und partnerschaftlichen Herausforderungen, aber auch die Wachstumspotenziale. Themen wie ein verringertes Selbstwertgefühl im Ausland, Unsicherheiten oder Beziehungskonflikte, die bislang eher selten reflektiert wurden, werden offen angesprochen, um den Boden für ihre Akzeptanz und damit auch für Lösungsmöglichkeiten und den Erhalt oder die Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit und Einflussnahme zu bereiten.
Urte Reckowsky

Messung der Resilienzstärke von Individuen, Teams und Organisationen

Frontmatter

Kapitel 7. Stark im Arbeitsleben – Instrumente zur Erfassung und Förderung von Resilienz

Bereit für Turbulenzen? Wie Beschäftigte durch individuelle und organisationale Resilienz auf ihrem Weg durch unbeständige Zeiten gestärkt werden können
Gerade in komplexen und unbeständigen Zeiten gewinnt die Resilienz von Beschäftigten und Organisationen an Bedeutung. Resilienz unterstützt die erfolgreiche Bewältigung von Krisen und setzt an verschiedenen Ebenen im Unternehmen an. Zur systematischen Erschließung von Resilienz im Arbeitsleben stellen wir neu entwickelte Instrumente zur Erfassung und Förderung von Resilienz vor. Zum einen betrifft dies eine webbasierte Plattform, auf der die eigene Resilienz ermittelt und mit einem Benchmark verglichen werden kann. Zum anderen werden webbasierte Trainings zur Förderung von Resilienz und ihre Wirksamkeit vorgestellt. Diese Instrumente werden um präsenzbasierte Interventionsformate ergänzt, und abschließend wird die Umsetzung eines betrieblichen Resilienzmanagements vorgestellt.
Roman Soucek, Christian Schlett, Nina Pauls

Kapitel 8. Resilienzdiagnostik und neue Coaching-Ansätze für die VUCA-Welt

Für ein selbstbestimmtes Leben im Spannungsfeld zwischen Agilität und Stabilität
Alltag und Arbeitswelt sind für Klienten immer weniger planbar. Die Anforderungen an Reaktionsgeschwindigkeit und Anpassungsprozessen nehmen zu. Mit dem Resilienzmodell nach dem Bambus-Prinzip® und dem VUCA-, SSEE- und REAL-World-Modell bieten wir Klienten einen schlüssigen Ansatz, mit dem sich diese Phänomene im Resilienzcoaching leichter nachvollziehen und Coaching-Aufträge klarer positioniert werden können. – Mit dem Einsatz einer dualen Persönlichkeits- und Resilienz-Kompetenz-Diagnostik von SIZE Prozess® werden für Klienten nicht nur individuelle Stress- und Verstimmungsmuster klar ersichtlich, sondern darüber hinaus auch die spezifischen Interventionsansätze für die Stärkung des Klienten direkt nachvollziehbar. Hypothesen und subjektive Einschätzungen des Coaches werden durch eine konkrete Datenlage konkretisiert. Zudem hilft die duale Resilienz-Kompetenz-Diagnostik dem Coach, eigene Stressmuster von denen des Klienten klarer abzugrenzen und damit Übertragungen vorzubeugen.
Ella Gabriele Amann

Kapitel 9. Messung organisationaler Resilienz: Zentrale Elemente, Schutz- und Risikofaktoren

Berichtet wird über die Entwicklung und erste Überprüfungsphase eines Diagnoseinstruments (Fragebogen) zu organisationaler Resilienz, entwickelt vom Expertengremium des Verbands für Organisationale Resilienz ORES in Anlehnung an die Elemente organisationaler Resilienz der ISO 22316. Organisationale Resilienz wird verstanden als das Zusammenwirken von verschiedenen Qualitäten einer Organisation auf der Mikro-, Meso- und Makroebene, die das Unternehmen widerstandsfähig und flexibel für die Handhabung von Belastungen und Krisen machen. Die Studie mit den Daten einer internationalen Stichprobe (N = 146, Herkunftsländer DE, AT, CH, UK, USA, CN) zeigt für 77 der 83 Items eine deutliche Beziehung zur organisationalen Resilienz und gibt Anstöße für die Inklusion weiterer Themenbereiche.
Jutta Heller, Brigitte Huemer, Ingrid Preissegger, Karsten Drath, Fritz Zehetner, Ella Gabriele Amann

Neurobiologische und medizinische Grundlagen der Resilienz

Frontmatter

Kapitel 10. Neuroresilienz aus medizinischer Sicht verstehen und messen

Resilienz aus medizinischer Sicht kann als Selbstregulation des Organismus auf biosozialer Ebene verstanden werden. Diese Aufgabe übernimmt unser hochkomplexes Nervensystem. Mit seinem weitgehend unbewussten und unwillkürlichen Anteil, dem autonomen (vegetativen) Nervensystem, sorgt es für die Vitalfunktionen im Körper. Faszinierend ist die Erkenntnis, wie dieses auch entscheidenden Einfluss auf unser menschliches Sozial- und Kommunikationsverhalten hat. Das Verständnis der Polyvagaltheorie (Stephen Porges), die international immer mehr Beachtung findet, eröffnet neue Perspektiven im Umgang mit Patienten, Klienten und Kunden. Dieses gilt auch für das Messverfahren zur Bestimmung der Herzratenvariabilität (HRV). Die HRV bildet den Funktionszustand im autonomen (vegetativen) Nervensystem ab und gibt so einen Überblick über die Neuroresilienz des Organismus.
Petra Golenhofen

Kapitel 11. Stress objektiv messen – der neue holistische Ansatz

Die neue holistische Grundlage für innovative Prävention und effektives Stressmanagement
Stress, der alltägliche Begleiter unserer Leistungsgesellschaft. Stress ist eine subjektive Empfindung. Allerdings unabhängig von dieser individuellen Bewertung, können die stets stattfindenden körperlichen Stressreaktionen objektiv durch zwei wissenschaftlich fundierte Verfahren gemessen werden: Stresshormone und Herzratenvariabilität. Wird diese Datenbasis integriert, ergeben sich effektivere Ansatzpunkte für das Stressmanagement. Das folgende Kapitel informiert über Funktion, Zusammenspiel und Nutzen subjektiver und objektiver Messdaten: Der Einzelne erhält Informationen über seine körperliche Stressbelastung und seinen Grad der Entspannungsfähigkeit. Aufgrund dieser Datenbasis werden individuelle Aktivitäten erarbeitet und Mikronährstoffe empfohlen, um langfristig Gelassenheit, Vitalität und Lebensqualität zu steigern. Unternehmen können aus den anonymisierten Messergebnissen geeignete Maßnahmen zur Prävention und zur Senkung des Krankenstands ableiten.
Silvia Balaban

Kapitel 12. Körperorientiertes Coaching für ressourcenschonendes Auflösen chronischer Stressreaktionen

In den letzten Jahren wurden zunehmend die Grenzen der „Talking Cures“ deutlich, insbesondere bei Stressverarbeitungsstörungen. Deshalb wurden in den letzten 30 Jahren viele Therapietechniken entwickelt, die die körperlichen Erfahrungen systematisch in den therapeutischen Prozess einbeziehen, um somit schneller und nachhaltiger Verbesserungen im Befinden zu erreichen. Eines dieser neuen Verfahren sind die TRE Tension, Stress and Trauma Releasing Exercises: Sie basieren auf dem natürlichen menschlichen Reflex, sich bei Gefahr und Bedrohung in die Fötus-Position zu begeben („fetal response“) und nach Ende der Gefahr diese Anspannung wieder aufzulösen und durch Muskelzittern abzuschütteln. – Mit unseren Befragungen können wir zeigen, dass diese Traumafolgen nicht unspezifisch den subjektiven Gesundheitszustand beeinträchtigen, sondern sehr spezifisch bestimmte Körperteile und Funktionen in Mitleidenshaft gezogen werden, insbesondere Knie und Füße, Herz, Magen, Kopfschmerzen, Schlaf und Müdigkeit. Die Anwendung der TRE führen zur Verminderung dieser Beschwerden, sowohl bei den befragten TraumatherapeutInnen im deutschsprachigen Raum als auch bei Soldaten im Kriegsgebiet in der Ostukraine. Die Daten sind konsistent mit den Vorhersagen, die die Polyvagaltheorie von Porges oder die Defense Cascade von Kozlowska und Kollegen machen.
Hildegard Nibel, Andreas Herold

Kapitel 13. Suizide hochrangiger Firmenchefs – Konsequenzen für mein Coaching

Nach der Finanzkrise 2008 stieg die Suizidrate hochrangiger Führungskräfte deutlich an. Die VUCA-Welt selbst birgt schon genug Risiken zum Scheitern. Kommt noch eine Krise dazu, wird es eng. Was kann man als Coach tun, wenn ein Kunde Suizidabsichten andeutet? So etwas ist doch Sache von Spezialisten! – könnte man denken. Man kann aber jetzt schlecht aufstehen und sagen, man sei für diesen Fall nicht zuständig. Der § 323c StGB verpflichtet uns unter Strafandrohung zur Hilfeleistung, wenn Gefahr für Leib und Leben eines anderen Menschen besteht. Es geht also darum, zu wissen, was man jetzt unternimmt. Die 110/112 wählen und den Fall melden kann für den ohnehin angeschlagenen Klienten höchst fatal sein: Blaulicht, Zwangseinweisung – privat und beruflich verheerend! – In diesem Kapitel werden Suizidfälle dargestellt und die narzisstische Störung mit ihrer hohen Anfälligkeit für Kränkungsreaktionen als Hauptursache für Suizidhandlungen beleuchtet. Detaillierte Handlungsanweisungen und alltagstaugliche Übungen, durch die man lernen kann, im Ernstfall „geerdet“ zu bleiben und sich nicht von der eigenen Angst hinwegreißen zu lassen, bilden den Hauptteil dieses Kapitels.
Erwin Schmitt

Individuelle Resilienzstärkung

Frontmatter

Kapitel 14. „Coaching to go“ – die Kraft der grünen Resilienz nutzen

Um seelisch stabil und körperlich gesund zu bleiben sowie Krisen kraftvoll zu bewältigen, brauchen Menschen die Verbindung zur Natur. Innere Resilienzfaktoren wie Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit, soziale Kontaktfähigkeit, Lösungsorientierung, Akzeptanz oder realistischer Optimismus lassen sich besonders gut durch den Kontakt zur Natur steigern. Grüne Resilienz bedeutet, gezielt physische und psychische Lebenskraft aus dem Draußensein zu ziehen. Entsprechende Forschungen der Umweltmedizin, Natursoziologie und Naturpsychologie sind noch relativ jung. Sie unterstreichen die These, dass innere Stabilität durch die Natur zu steigern ist. Personen, denen die gesundheitsfördernde Wirkung der Natur bewusst ist, gewinnen zusätzliche Handlungsoptionen, um Krisen und Belastungen besser zu bewältigen. Hier setzt ein erwünschter Lernprozess an, der im Coaching initiiert und praktiziert wird. Vereinfacht gesagt macht Natur gesund, gelassen, glücklich. Diese drei Kerneffekte körperlicher, seelischer und sozialer Gesundheit können unter dem Begriff der grünen Resilienz in Coaching und Beratungsprozessen eingespielt und den Klienten erfahrbar und zugänglich gemacht werden.
Beate Hofmann, Olaf Hofmann

Kapitel 15. Innere Ruhe durch stärkenorientierte Selbstwahrnehmung

In Zeiten von Veränderungen, Dynamik und Disruption ist es gut, ein klares Bild von sich und seinen Stärken zu haben. Dieses Bewusstsein vermittelt Sicherheit und Stabilität. Doch nicht jeder weiß, was seine Stärken sind. Viele Methoden können einem helfen, sich besser zu verstehen, wie beispielsweise der VIA-Charakterstärken-Test. Doch werden Stärken erst durch ihre Anwendung und ihre Umsetzung wirksam. Deshalb ist es notwendig, beispielsweise im beruflichen Alltag zu überprüfen, wie wir unsere Tätigkeiten unseren Stärken entsprechend anpassen können. Dies ist auf unterschiedlichen Ebenen möglich. Und auch auf der Ebene der Zusammenarbeit ist es wichtig und hilfreich, die Stärken des Teams zu nutzen, damit die Herausforderungen in einer sich kontinuierlich wandelnden Welt mit innerer Ruhe und Gelassenheit gemeistert werden können.
Teresa Keller

Kapitel 16. Widerstandskraft entwickeln statt Widerstand leben

Wie Führungskräfte und Mitarbeiter durch Encouragement Coaching in ihre volle Kraft kommen
Der größte Feind der Resilienz und unserer mentalen Widerstandskraft ist Angst. Veränderungen, die in Systeme eingreifen, sie eventuell sogar völlig auflösen und eine Neuformierung nötig machen, lösen Widerstände in uns Menschen aus. Gelebter Widerstand wirkt auf unser mentales Immunsystem und senkt unsere Resilienz. Das kostet immense Energien, Ressourcen, Gesundheit und auch Geld. Organisationen müssen zu lebenden Organismen mit Organisation werden. Das ist Aufgabe der Führungskräfte. In Zeiten von VUCA ist deshalb eine Stärkung der Kraft von innen durch Führungskräfte in Unternehmen von besonders großer Bedeutung. Wie das gelingen kann, beschreibt dieses Kapitel mit Ableitungen aus der Individualpsychologie Alfred Adlers und dem Leadership-Programm iLEAD BEings®.
Karin Lohner

Kapitel 17. Systemische Konfliktbewältigung

In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Konflikte definiert werden und auf welcher Grundlage diese überhaupt entstehen. Sie bekommen einen ersten Einblick, wie die simple Tatsache, dass ein Mensch nicht nur beobachten kann, sondern gleichzeitig auch immer eine Bewertung der Beobachtung vornimmt, zu der Entstehung von Konflikten beiträgt.
Anja Mumm

Praxisbeispiele zur Resilienzförderung

Frontmatter

Kapitel 18. Praxisnahe Strategien und Umgang mit Problemen aus der VUCA-Welt von Einsatzleitern am Beispiel von Feuerwehreinsätzen – was kann man von Feuerwehr-Einsatzleitern lernen?!

Im folgenden Kapitel werden die theorisierten Punkte der VUCA-Welt auf praktische Einsatzszenarien sowie Überlegungen aus der Feuerwehrwelt übertragen und aufgezeigt welche Strategien zur Bewältigung in der Ausbildung, in der Vorbereitung und bei den schwierigen Einsätzen von Feuerwehreinsatzleitern verwendet werden. Auch werden sowohl Methoden zur Identifizierung von Schwierigkeiten und wiederkehrenden Problemen am Beispiel von hoch dynamischen Situationen vorgestellt als auch die unterschiedlichen Lehrmethoden und Praxisstrategien um diese zu bewältigen praxisnah dargestellt. Die Mechanismen, die hinter den Überlegungen stehen werden sowohl auf die Kernaussagen extrahiert als auch in übertragbare und nachvollziehbare Empfehlungen für Sie und Ihr Unternehmen dargestellt.
Andreas Gattinger

Kapitel 19. Critical Incident Stress Management – wie professionelle Krisenintervention die Luftfahrt resilienter macht

Das Flugzeug zählt nach wie vor zu den sichersten Transportmitteln. Doch auch in der Luftfahrt gibt es immer wieder Vorfälle, bei denen das Leben eines Crewmitglieds selbst oder einer Person in unmittelbarer Umgebung unmittelbar bedroht ist oder scheint. Die Betroffenen haben zwar neben einer entsprechenden Ausbildung auch persönliche Kompetenzen, um diese herausfordernden Situationen für sich zu bewältigen. Doch auch hier gibt es Grenzen. Die Auseinandersetzung mit aggressiven Passagieren, kranken oder sterbenden Gästen oder schweren Turbulenzen geht auch an sehr erfahrenen Besatzungsmitgliedern nicht spurlos vorbei. Bei der Stressverarbeitung nach belastenden Ereignissen geht man davon aus, dass auch Mitglieder einer Crew nach schwerwiegenden Vorfällen psychisch belastende Reaktionen zeigen können. Entscheidend hierfür ist weniger die objektive Schwere des Ereignisses als vielmehr die subjektiv wahrgenommene Gefährdung und die Möglichkeit, dieses Ereignis aktiv bewältigen zu können. Hierbei können geschulte Kollegen, die gesamte Organisation und Fachleute entscheidend unterstützen. Der folgende Beitrag beschreibt das Critical Incident Stress Management als ein Konzept für in der Luftfahrt operationell tätiges Personal, das konkrete Maßnahmen einer psychischen Ersten Hilfe nach belastenden Ereignissen aufzeigt.
Stephanie Rascher, Gerhard Fahnenbruck
Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Wieviel digitale Transformation steckt im Informationsmanagement? Zum Zusammenspiel eines etablierten und eines neuen Managementkonzepts

Das Management des Digitalisierungsprozesses ist eine drängende Herausforderung für fast jedes Unternehmen. Ausgehend von drei aufeinander aufbauenden empirischen Untersuchungen lesen Sie hier, welche generellen Themenfelder und konkreten Aufgaben sich dem Management im Rahmen dieses Prozesses stellen. Erfahren Sie hier, warum das Management der digitalen Transformation als separates Konzept zum Informationsmanagement zu betrachten
und so auch organisatorisch separiert zu implementieren ist. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise