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Über dieses Buch

Barbara Weig schlägt im vorliegenden Buch eine Brücke zwischen Theorie und Empirie, indem sie zunächst das Konzept der Evolutionären Wirtschaftsgeographie kritisch diskutiert und um einen konzeptionellen Ansatz zur Analyse Regionaler Resilienz erweitert. Im zweiten Teil des Buches untersucht die Autorin am Fallbeispiel Brunsbüttel, welches Systemverhalten und welche Systemeigenschaften förderlich und welche hinderlich für den Aufbau von Regionaler Resilienz sind. In Zeiten von Wandel und Unsicherheit ist eine Eigenschaft komplexer Regionalsysteme von besonderer Bedeutung: die Fähigkeit, Resilienz zu entwickeln. Resilienz bedeutet flexibel auf Überraschungen reagieren zu können, anpassungsfähig zu sein und sich endogen weiter zu entwickeln. Dies trifft insbesondere auf regionale Wirtschaftssysteme zu.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Wir leben in einer Zeit des Wandels und der Unsicherheit. Langfristige Herausforderungen sind unsere permanenten Begleiter, kurzfristige Schocks kommen als zusätzliche Belastungen hinzu. Die Globalisierung, der Klimawandel und der demographische Wandel sind nur einige Beispiele langsamer, fortschreitender Prozesse. Die Auswirkungen betreffen sowohl einzelne Personen und Gemeinden als auch Unternehmen, Regionen, Nationen und die Weltgemeinschaft. Hinzu kommen plötzliche, oft eher geographisch begrenzte Schocks.
Barbara Weig

2. Die Evolutionäre Wirtschaftsgeographie

Zusammenfassung
Der Begriff Evolution stammt von dem lateinischen Verb „evolvere“ ab, was so viel bedeutet wie „sich in eine bestimmte Richtung entwickeln oder entfalten“ (HODGSON & KNUDSEN 2006: 1). Evolutionstheorien werden in erster Linie mit der Biologie und insbesondere mit dem Namen Charles Darwin in Verbindung gebracht.
Barbara Weig

3. Methodische Vorgehensweise: Methodenmix in der Systemanalyse

Zusammenfassung
Multiagenten-Simulationen stellen in der sozialwissenschaftlichen Komplexitätsforschung die bedeutendste Methode dar, um Vorhersagen über das Systemverhalten machen zu können (PORTUGALI 2006: 651). In der vorliegenden Arbeit geht es allerdings nicht darum, Prognosen über das zukünftige Verhalten des Systems zu erstellen. Vielmehr werden das System, seine Teilsysteme und Elemente untersucht, um daraus abzuleiten, wie resilient das System in Bezug auf zukünftige Herausforderungen ist.
Barbara Weig

4. Die Region Brunsbüttel: Ein komplexes System im Wandel

Zusammenfassung
Brunsbüttel liegt nördlich der Elbe, direkt an deren Mündung in die Nordsee. Entlang der Nordseeküste gelten die Beziehungen zwischen Mensch und Natur als besonders eng. Seit Beginn der Besiedelung dieser Landstriche sind die Menschen abhängig von den Launen der Natur und ihren Gewalten. Allerdings passten sich die Küstenbewohner dieser Situation an und lernten mit der Zeit, sich durch den Bau von Wurten und Deichen vor dem Wasser zu schützen.
Barbara Weig

5. Die Regionale Evolutionäre Wirtschaftsgeographie (REW)

Zusammenfassung
Die von BOSCHMA & FRENKEN (2006a) konzipierte Evolutionäre Wirtschaftsgeographie ist auf die Analyse einzelner Unternehmen, Branchen und Technologien ausgerichtet. In Bezug auf die Evolution von Regionalsystemen weist sie jedoch blinde Flecken auf. Komplexe Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen Agenten des Wirtschaftssystems und anderer Subsysteme finden keine Berücksichtigung.
Barbara Weig

6. Fazit

Zusammenfassung
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Evolutionäre Wirtschaftsgeographie um einen geeigneten Ansatz zur Analyse von Regionen zu erweitern. Im Rahmen der dazu hier entwickelten Regionalen Evolutionären Wirtschaftsgeographie werden Unternehmen und Unternehmensnetzwerke als komplexe (Teil-)Systeme innerhalb eines ebenfalls komplexen, evolutionären Regionalsystems verstanden. Diese Konzeption ermöglicht es, Unternehmen nicht isoliert, sondern im Wechselspiel miteinander und mit ihrer gesellschaftlichen, politisch-institutionellen und natürlichen Umwelt zu untersuchen.
Barbara Weig

Backmatter

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