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Open Access 2023 | Open Access | Buch

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Resilienz

Leben - Räume - Technik

herausgegeben von: Volker Wittpahl

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

​Resilienz ist in aller Munde. Egal, ob es sich um gesellschaftliche, wirtschaftliche, technologische oder ökologische Themen handelt: Der Begriff bestimmt zunehmend den Diskurs über die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und den Zustand unseres Planeten.

Der fünfte Open-Access Themenband des Instituts für Innovation und Technik (iit) gibt einen interdisziplinären Einblick in das Thema und zeigt auf, was unter Resilienz verstanden wird – und welche Konzepte in den vergangenen Jahren entstanden sind. In insgesamt zwölf Beiträgen beleuchten Expert:innen resiliente Pflegesettings und robuste KI-Technologien, die Anpassungsfähigkeit der Biosphäre sowie die Resilienz von Lieferketten, Infrastrukturen und kommunaler Daseinsvorsorge.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Open Access

1. Resilienz: Zur Einordnung eines allgegenwärtigen Begriffs
Zusammenfassung
Das gesellschaftliche Bewusstsein für Gefährdungen und Krisen ist angesichts großer sozialer Herausforderungen im beginnenden 21. Jahrhundert zunehmend geschärft. Trotz aller Bemühungen Gefährdungen vorzubeugen, wird deutlich, dass Prävention und Vorsorge Krisen und ihre Folgen nicht ausschließen oder umfänglich abwenden können. Neben Begriffen wie Risiko und Krise hat vor allem der Resilienzbegriff in diesem Zusammenhang im wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskurs enorm an Bedeutung gewonnen. In dem Beitrag werden verschiedene konzeptionelle Zugänge und Anwendungen des Resilienzbegriffs vorgestellt und mögliche Strategien zur Stärkung von Resilienz diskutiert.
Andrea Kölbel, Melanie Erckrath

Leben

Frontmatter

Open Access

2. Resilienz der Biosphäre
Zusammenfassung
Der Mensch verändert seine Umwelt in nie dagewesenem Ausmaß. Die ökologischen Belas-tungsgrenzen der Erde im Bereich der biologischen Vielfalt sind bereits weit überschritten, wodurch die Resilienz der gesamten Biosphäre bedroht ist – und damit auch die Lebensgrundla-gen der Menschheit auf der Erde. Für unsere Gesundheit und unser Überleben auf der Erde brauchen wir Menschen funktionsfähige, vielfältige Ökosysteme. Welchen konkreten Gefahren ist die Biosphäre ausgesetzt? Und welche Möglichkeiten bestehen, vor dem Hintergrund der ak-tuellen Biodiversitätskrise, die Resilienz unserer Biosphäre zu stärken?
Felix P. Frey, Cristina Krahl Perez, Rainer Schliep

Open Access

3. Auf dem Weg zu resilienten Pflegesettings: Soziotechnische Faktoren digitaler Transformationsprozesse
Zusammenfassung
Um bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege zu schaffen, bietet die Digitalisierung eine Fülle neuer Chancen. Bei der Einführung digitaler Technologien, die Resilienz in der Pflege stärken können, gilt es jedoch zu vermeiden, dass deren Anwendung zu einer zusätzlichen Belastungsquelle für das Pflegepersonal wird. Eine Analyse der komplexen Beziehungen in der Pflege verdeutlicht das Ausmaß der Herausforderung, eine pflegespezifische Resilienz zu verwirklichen. Denn der bisherige Fokus, der auf die Ausbildung individueller Resilienz liegt, ist unzureichend und muss um organisationale und systemische Aspekte ergänzen werden.
Maxie Lutze, Bettina Schmietow, Marius Müller

Open Access

4. Open Public Data, Medienkompetenz und die Resilienz der Gemeinschaft vor Ort
Zusammenfassung
Öffentliche Diskurse finden zunehmend in digitalen Medien statt. Häufig entfalten sie hier Dynamiken, die einer gemeinsamen Willensbildung, der Verlässlichkeit geteilter kommunikativer Praktiken und nicht zuletzt der Wahrheitsfindung abträglich sind. In der Folge leidet die Fähigkeit lokaler Gemeinschaften, gemeinsam Lösungen etwa für die Bewältigung von Krisen und disruptiven Entwicklungen zu finden. Diskursive Resilienz wird somit zu einem notwendigen Faktor von Gemeinschaftsresilienz. Der Beitrag diskutiert diese Zusammenhänge und zeigt auf, wie die Resilienz von Gemeinschaften – insbesondere mit Blick auf Fragen einer diskursiven Resilienz – gestärkt werden kann. Im Fokus stehen dabei partizipative Verfahren und innovative Maßnahmen auf Basis von Open Public Data (OPD). So adressiert dieses Kapitel die Potenziale und Herausforderungen, welche die Verfügbarkeit und Nutzung dieser Daten für lokale Kontexte bereithalten. Dabei betont der Beitrag Daten- und Medienkompetenz als Voraussetzungen für eine zielführende Verwendung von OPD zur Stärkung von Gemeinschaftsresilienz.
Lukas Lehning, Henry Schweigel, Niklas Creemers

Open Access

5. Kommunale Resilienz als Innovationsmotor und Garant künftiger Daseinsvorsorge
Zusammenfassung
Digitalisierung, Klimaschutz und Pandemiebekämpfung: Große Herausforderungen und enzgrenzte Krisen rufen immer häufiger nach großen Lösungen. Ein erheblicher Anteil der Umsetzung von Maßnahmen dieser großen Lösungen findet jedoch vor Ort in den mehr als 10.000 Kommunen in Deutschland statt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen wird in dem Beitrag aufgezeigt, was resiliente Kommunen auszeichnet, wie sich ihre Resilienz messen lässt – und welche Rolle Resilienz als innovatives Momentum für die kommunale Daseinsvorsorge spielt.
Désriée Tillack, Lorenz Hornbostel

Räume

Frontmatter

Open Access

6. Die Resilienz von Unternehmen und Wirtschaft in Zeiten externer Schocks
Zusammenfassung
Eine weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise gegen Ende der 2000er Jahre, wenige Jahre später die Corona-Pandemie und aktuell kaum zu kalkulierende Auswirkungen eines Krieges auf dem europäischen Kontinent: drei markante Beispiele für externe Schocks, die auf Unternehmen und Wirtschaft einwirken und denen sie standhalten müssen. Da ist es hilfreich, einen Blick auf Theorien, Modelle und Operationalisierungen von Resilienz zu werfen – sowohl aus arbeits- und organisationssoziologischer als auch aus betriebswirtschaftlicher und innovationspolitischer Perspektive.
Anne Busch-Heizmann, Stefan Krabel, Leo Wangler

Open Access

7. Regional verortet. Gemeinsam stark und resilient – Netzwerke als Impulsgeber
Zusammenfassung
Aufgrund von regionalen Entwicklungs- und Wandlungsprozessen und immer häufiger auf-tretender Krisenphänomene gewinnt der Resilienz-Ansatz in der Regionalentwicklung zu-nehmend an Bedeutung. Netzwerke sind wegen ihrer regionalen Verbundenheit, gefestigten Kooperationskultur, hohen Innovationsfähigkeit und komplementären Kompetenzen der Netzwerkakteure in der Lage auf externe Schocks schnell und koordiniert zu reagieren. Damit bilden sie eine ideale Basis, die Vulnerabilität in ihrer Region zu verringern, deren Regenerationsfähigkeit zu stärken und Impulse auch für andere Regionen zu setzen.
Claudia Martina Buhl, Claudia Ritter

Open Access

8. Lieferkettenresilienz: Krisenfest oder effizient?
Zusammenfassung
Globale Lieferketten sind sensibel und vulnerabel. Jederzeit. Das haben die Erfahrungen während der COVID-19-Pandemie 2020 noch einmal deutlich vor Augen geführt. Rein auf Effizienz ausgerichtete Lieferketten bieten weder Sicherheit noch die notwendige Flexibilität, um zeitnah und angemessen auf Störungen reagieren zu können. Auch hat sich gezeigt, dass branchenübergreifende Gesamtlösungen aufgrund unterschiedlicher Lieferkettenstrukturen keine Option sind. Wie aber lassen sich Lieferketten resilient gestalten? Mit einem Wort: Weitsicht ist das A und O.
Anne Schmidt, Stefan Wolf, Jochen Kerbusch

Open Access

9. Resiliente und agile Mobilitätssysteme der Zukunft
Zusammenfassung
Mobilität ist Grundvoraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Was es bedeutet, wenn persönliche Bewegungsfreiheit eingeschränkt oder Mobilität gar unmöglich ist, zeigte sich überdeutlich während der COVID-19-Pandemie. Für die Aufrechterhaltung systemrelevanter Dienste ist somit ein robustes Verkehrssystem mit vielfältigen Mobilitätsangeboten vor allem in urbanen Räumen eine Grundvoraussetzung. Die an Nachhaltigkeit orientierte Mobilitätswende ist mit einer Abkehr vom motorisierten Individualverkehr verbunden und erfordert die Umsetzung neuer Konzepte und Lösungen – wie gestaltet sich der Weg in eine resiliente Mobilitätszukunft?
Benjamin Wilsch, Martin Martens

Technik

Frontmatter

Open Access

10. Resiliente kritische und sensible Infrastrukturen im Kontext moderner Kommunikationssysteme
Zusammenfassung
Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind das zentrale Nervensystem weltweiter Wirtschaftskreisläufe, des gesellschaftlichen Zusammenlebens und staatlichen Han-delns. Sie sind einerseits eine Errungenschaft, ohne die wir unser Leben nicht so führen könnten, wie wir es kennen. Andererseits können schon kleinste Störungen in den unzähligen mit IKT hoch-gradig vernetzten Systemen ernsthafte Probleme bereiten. Wie also lassen sich vernetzte Systeme, bei deren Ausfall die Gefahr von Versorgungsengpässen oder Störungen der öffentlichen Sicherheit bestehen, resilient machen?
Kai Börner, Dimitar Kroushkov, Jan-Ole Malchow

Open Access

11. Die Energiewende als Sprungbrett in ein resilientes Energiesystem
Zusammenfassung
Energiesysteme sind essenziell für Sicherheit und Wohlstand und zählen zu Recht zu den kritischen Infrastrukturen in Deutschland. Gegenwärtig erzwingt die Energiewende ihren auf vielfältige Weise herausfordernden Umbau – verbunden unter anderem mit einer starken Kopplung der Teilsysteme, beherrschbar nur auf Basis umfassender Digitalisierung. Aber trotz dieser absehbar gewaltigen Komplexität künftiger Systeme darf die Versorgungssicherheit nicht leiden. So sollen die Energiesysteme sich an immer neue Anforderungen automatisch anpassen und auch hohen Belastungen standhalten können bzw. nach Versagen schnell wiederherstellbar sein. Mit einem Wort: Sie sollen resilient sein.
Roman Korzynietz, Frauke Bierau-Delpont, Rainer Moorfeld

Open Access

12. Resiliente und robuste KI-Systeme im praktischen Einsatz
Zusammenfassung
Die vielfältigen neuen Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz (KI) faszinieren in Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen – von der Produktion bis hin zu Bereichen, die von lebensverändernden und risikoreichen Entscheidungen geprägt sind, wie dem Gesundheitswesen oder auch dem autonomen Fahren. Mit dem praktischen Einsatz steigen die Anforderungen an KI-Systeme im Hinblick auf ihre Robustheit und Resilienz.
Nicole Wittenbrink, Stefanie Demirci, Steffen Wischmann

Open Access

13. Resilienz von Bildungssystemen: Wie Digitalisierung zur Sicherung des Bildungserfolgs beitragen kann
Zusammenfassung
In der nun schon mehr als zwei Jahre andauernden Corona-Krise lässt sich sozusagen unter dem Mikroskop beobachten, wie die mit den Auswirkungen der Pandemie einhergehenden extremen Stressbelastungen auf die Bildungssysteme in Deutschland einwirken, welche Schwachstellen sich zeigen und welche Maßnahmen nötig sind, um sie resilienter gegen Störungen zu machen. Welche Lehren halten die Pandemie-Erfahrungen bereit und wie können digitale Medien und Techniken dazu beitragen, unser Bildungssystem insgesamt und uns als Lernende individuell krisenfester zu machen?
Arno Wilhelm-Weidner, Uwe Rotter
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Metadaten
Titel
Resilienz
herausgegeben von
Volker Wittpahl
Copyright-Jahr
2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-66057-7
Print ISBN
978-3-662-66056-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-66057-7

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