Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Anhand differenzierter Betrachtungsdimensionen des Konzeptes Verantwortung gehen die Autoren des vorliegenden Sammelbandes unterschiedlichen Ausprägungsformen verantwortungsvoll agierenden Unternehmertums nach. Dabei diskutieren sie Ansätze, wie ökonomische, ökologische und soziale Handlungsweisen im Kontext des Entrepreneurship nicht nur miteinander vereinbar sind, sondern darüber hinaus Mehrwert schaffen. Somit werden Unternehmern Möglichkeiten aufgezeigt, an sie gestellten Forderungen nach verantwortungsvollen Handlungsmustern gerecht zu werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Responsible Entrepreneurship – Verantwortlich handeln in einer globalisierten Welt: eine Einführung

Zusammenfassung
In dieser Einleitung umreißen die Autoren das Spannungsfeld des vorliegenden Sammelbandes von Unternehmertum und Verantwortung. Dazu zeigen sie neben der aktuellen Bedeutung verantwortlichen Unternehmertums, theoretische Ansätze auf, sich diesem komplexen Thema anzunähern. Die Autoren enden mit einem Überblick über die Beiträge des vorliegenden Bandes.
Sebastian Speer, Harald Pechlaner

Welche Freiheit benötigen verantwortliche Unternehmer?

Zusammenfassung
Alle Verantwortung setzt Freiheit voraus. Verantwortliche Unternehmer und Unternehmerinnen benötigen etwa unternehmerische Freiheit, um sich in ihrem Wirkungsfeld verantwortlich zu betätigen. Diese Freiheit ihrerseits muss nicht nur deskriptiv angemessen erfasst werden, z.B. hinsichtlich ihres faktischen Spielraums, sondern sie bedarf auch einer normativen, kontrafaktischen Ausrichtung. Dieser doppelten Herausforderung lässt sich, so werde ich argumentieren, nur durch eine Theorie der Freiheit gerecht werden, die umstellt von einer rein quantitativen Logik, welche nur auf die Masse ökonomischer Optionen achtet, auf eine qualitative Perspektive, die zuerst die Art sowie Beschaffenheit derselben in Augenschein nimmt. Die Konsequenzen jener Umstellung der Freiheitslogik ist dann zu skizzieren in Hinblick auf unternehmerische Freiheit nicht von, sondern zur Verantwortungsübernahme. Ich beginne (1) mit einer kurzen Synopsis der von mir andernorts entwickelten Konzeption „qualitativer Freiheit“, gleiche diese dann (2) mit empirischen Studien zum Freiheitsverständnis von Unternehmern ab und leite daraus (3) einige Konsequenzen für die Wirtschaftsethik und Wirtschaftspädagogik ab.
Claus Dierksmeier

Vom verantwortlichen Handeln. Ein philosophischer Blick auf verantwortliches Entrepreneurship

Zusammenfassung
Dieser Beitrag nimmt eine philosophische Betrachtung und Analyse personenimmanenter Vorgänge hinter unternehmerischem Handeln vor. Ausgehend von einer einleitenden Verortung der Konzepte des Handelns und der Verantwortung im philosophischen und ökonomischen Kontext, wird sich der konkreten Anwendung mithilfe der Gedanken des Thomas von Aquin und von Hans Jonas angenähert. Über das Aufzeigen des Weges, wie aus Intentionen tatsächliche Handlungen folgen, wird der Blick auf das Handeln selbst gelenkt. Dabei wird zunächst der Akt des Handelns beleuchtet, bevor in einem zweiten Schritt Bewertungsmaßstäbe und Beurteilungsgrundlagen für das Handeln aufgezeigt werden. In diesem Zusammenhang wird kontextuellen Faktoren und handlungsbegleitenden Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle zugeschrieben, die Einfluss auf die Bewertung einer Handlung als verantwortlich oder unverantwortlich nehmen können. Auf dieser Basis des zukunftsethischen Verantwortungsverständnisses von Hans Jonas wird abschießend Bilanz gezogen, die einen Beitrag zum besseren Verständnis der Intention, Umsetzung und Bewertung einer Handlung im Allgemeinen und (verantwortlichen) unternehmerischen Handelns im Besonderen leistet.
Sebastian Speer

Betriebswirtschaftslehre als Gestaltungswissenschaft? Neue Ansätze und empirische Erkenntnisse.

Zusammenfassung
Bei den großen gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte werden immer stärker auch (wieder) Unternehmen mit in die Verantwortung genommen. In diesem Beitrag wird untersucht, inwieweit die an Hochschulen vermittelte Betriebswirtschaftslehre (BWL) inhaltlich wie auch methodisch auf ein verantwortungsvolles Unternehmertum ausgerichtet ist. Das Paradigma der traditionell gelehrten BWL, lange Zeit geprägt durch Optimierungsansätze individualrationaler, nicht-kooperativer Entscheidungsträger, wird in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend gesellschaftlich kritisiert aber auch wissenschaftlich durch alternative Perspektiven in Frage gestellt. Wie gut diese neuen Ansätze durch den „Transfer über die Köpfe“ in die Gesellschaft gelangen, hängt ab von der Aufnahmebereitschaft der aktuellen Generation von BWL-Studierenden. Im Rahmen dieser Arbeit durchgeführte empirische Studien liefern erste Einsichten, aus denen sich Implikationen für die BWL-Ausbildung ableiten lassen.
Sebastian Oelrich, Anne Chwolka, Matthias Raith

The Responsible Innovation - Entrepreneurship Nexus

Zusammenfassung
This article connects the concept of responsible innovation to entrepreneurship research. To unite the two domains, we illustrate responsible innovation as a composition of three aspects - designing innovation, normative ends and collaborative reflection - and connect these with entrepreneurship research. We furthermore outline a theoretical framework of how to integrate normative ends and collaborative reflection into the entrepreneurial process which we understand as the design process transforming opportunity into innovation. The article emphasizes the potential of collaboration to take normative aspects into account making the entrepreneurial process more inclusive and outcome more sustainable and societal desirable by moderating the process. Due to its epistemological interest, the article also contributes to the discussion on the operationalization of responsible innovation and its relation to the concept of sustainable development.
Karsten Bolz, Christine Volkmann

Crowdfunding for Responsible Entrepreneurship

Zusammenfassung
This chapter introduces the key ideas and mechanisms of crowdfunding. On this basis, it highlights how crowdfunding can serve financing and marketing responsible entrepreneurship, paying particular attention to success factors responsible entrepreneurs should consider when conducting a crowdfunding campaign. For illustration, the case of fairafric, a fair-trade and organic chocolate producer that successfully made use of crowdfunding multiple times, is introduced. Building on this case and the empirical literature at the intersection between crowdfunding and responsible entrepreneurship, propositions are formulated. These highlight the growing importance of crowdfunding for responsible entrepreneurs, the increasing professionalization of crowdfunding as well as obstacles for the future development of the phenomenon.
Isabell Tenner, Jacob Hörisch

Responsible Entrepreneurship – Katalysator für die Etablierung nachhaltiger Produktions- und Konsummuster

Zusammenfassung
Ausgehend von der Feststellung, dass zwischen von Unternehmen eingeforderter Verantwortungsübernahme und verantwortungsbezogener Handlungsgpraxis eine Lücke klafft, ist es Ziel dieses Artikels, zu deren Schließung beizutragen. Dazu wird sich der Entrepreneuren zugeschriebenen Rolle als Katalysatoren bedient, um ein konzeptuelles Modell zu entwickeln, welches die Person des Unternehmers, dessen Verantwortungsbewusstsein, seine Werte und Überzeugungen sowie sein Handlungsumfeld als integrierte Wirkungseinheit bei der Etablierung von nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern begreift. Ausgehend von den theoretischen Überlegungen werden Erfolgsfaktoren für die Praxis abgeleitet.
Sebastian Speer

Resilienz als Merkmal verantwortlicher Unternehmensführung

Zusammenfassung
Verantwortliche Unternehmensführung zeichnet sich vor allem in Phasen disruptiver Störungen oder systemischer Krisen aus und erfährt über den Begriff der resilienten Ausrichtung von Unternehmen eine neue Bedeutung im Kontext der Nachhaltigkeitsorientierung. Es existieren nur wenige ganzheitliche Erklärungsansätze und Modelle der organisatorischen Resilienz; diese werden kurz erläutert und der Forschungsbedarf aufgezeigt. Zwei empirische Untersuchen verdeutlichen die Relevanz der Notwendigkeit einer stärkeren resilienten Ausrichtung von Unternehmen. Experten verweisen auf eine teilweise bereits vorhandene partielle Resilienz in Unternehmen. Die gewonnenen Erkenntnisse münden in ein ganzheitliches Modell der unternehmerischen Resilienzgestaltung bzw. -ausrichtung.
Martin Fontanari, Theresa Reiche

Responsible entrepreneurship in the tourism industry: the state of the art on CSR diffusion among tourism businesses

Zusammenfassung
CSR has become increasingly urgent in the tourism industry, since the competitiveness of tourism businesses strongly depends on sustainability. The present chapter, therefore, investigates the application of CSR in the tourism industry, discussing specificities, challenges and issues about the application of responsible practices by tourism companies.
Erica Mingotto, Mara Manente

Corporate Social Responsibility im Tourismus - der Einsatz von CSR-Aktivitäten in familiengeführten touristischen Unternehmen

Zusammenfassung
Nachfolgender Beitrag beschäftigt sich mit Corporate Social Responsibility in familiengeführten touristischen Unternehmen. Zunächst wird über die allgemeine Bedeutung von CSR im Tourismus gesprochen, dann wird auf Besonderheiten von Familienunternehmen eingegangen. Letztlich werden verschiedene Handlungsfelder aufgezeigt sowie Vorteile aber auch Herausforderungen diskutiert, die mit CSR-Aktivitäten in familiengeführten touristischen Unternehmen verbunden sind.
Anita Zehrer, Frieda Raich

Responsible Tourism Entrepreneurship nach COVID-19: Neue Wege im Tourismus

Zusammenfassung
Touristische Überentwicklungen können positive oder negative Auswirkungen in Destinationen mit sich bringen und somit den ursprünglichen Lebensraum beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang ist eine verantwortungsvolle touristische Entwicklung getragen von UnternehmerInnen und somit von Entrepreneurship, für die Destinationsentwicklung von zentraler Bedeutung. Hinzu kommt die Forderung nach verantwortungsvollem Unternehmertum, nach Responsible Entrepreneurship. Nur durch die Berücksichtigung dieser Verantwortung kann der Tourismus adäquat auf die derzeitige Stagnation der Globalisierung, ausgelöst durch die COVID-19 Krise, reagieren.
Responsible Tourism Entrepreneurship zeigt, dass in den Bereichen: Wirtschaft, Soziales, Kultur, Ökologie und Governance Verantwortung übernommen werden soll. Diese Verantwortungsbereiche werden im Rahmen dieses Beitrags im Detail beschrieben, um Leitlinien für Responsible Tourism Entrepreneurship ableiten und Mechanismen für dessen Umsetzung aufzeigen zu können.
Sarah Eichelberger, Mike Peters

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise