Skip to main content
main-content

24.11.2017 | Ressource | Infografik | Onlineartikel

Umweltbundesamt veröffentlicht Strategie gegen Obsoleszenz

Autor:
Julia Ehl

Elektroaltgeräte sorgen für einen der am schnellsten wachsenden Abfallströme in der EU. Das Umweltbundesamt legt eine 7-Punkte-Strategie vor und zeigt, wie längere Produktnutzungen erreicht werden können.

Das Handy ist nicht mehr das neueste Modell, funktioniert aber noch? Dennoch greifen Verbraucher immer häufiger zum neueren Modell. Der Fernseher ist defekt, die Reparatur ist kompliziert und lohnt sich daher wirtschaftlich nicht. Beispiele aus dem täglichen Leben für die vorzeitige Entsorgung von Elektrogeräten gibt es viele, aber kurze Produktlebensdauern und der kurze Produktnutzen sind eine Belastung für Umwelt und Ressourcen. Abfallvermeidung durch längere Nutzungsdauern und ein geändertes Nutzerverhalten kann durch einige Rahmenbedingungen unterstützt werden.

Das Umweltbundesamt hat dazu eine 7-Punkte-Strategie mit Handlungsempfehlungen veröffentlicht, die dem vorzeitigen Austausch von Produkten entgegenwirken soll. Folgende Kernempfehlungen werden gegeben:

  • Festlegung von Produktstandards zur Mindestlebensdauer. Dabei ggf. zunächst auch Festlegungen für Produktkomponenten treffen.
  • Hersteller müssen über die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Reparaturservice informieren
  • Hersteller sollen zur Angabe der garantierten Lebensdauer verpflichtet werden (Herstellergarantieaussagepflicht).
  • Rahmenbedingungen für Reparaturen müssen verbessert werden. Dabei sollen auch nicht herstellergebundene Reparaturen gefördert werden.
  • Reduzierten Mehrwertsteuersatz auch für Reparaturdienstleistungen anwenden.
  • Reparaturen von Geräten, die außerhalb des Haushalts ausgeführt werden, sollten auch von der Steuer abgesetzt werden können.
  • Änderung des Nutzungsverhaltens der Verbraucher durch die Stärkung der Wertschätzung für die Produkte.

Ein wichtiger Baustein hin zu weniger Obsoleszenz ist auch ein Umdenken beim Produktdesign. Neben einer längeren Mindestlebensdauer müssen Produkte einfach repariert werden können.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Abfallvermeidung

Quelle:
Einführung in die Kreislaufwirtschaft

11.09.2017 | Originalarbeit | Ausgabe 11-12/2017 Open Access

Elektrokleingeräte – Von der Sammlung zur Sekundärressource

Das könnte Sie auch interessieren

24.02.2016 | Ressourceneinsatz | Im Fokus | Onlineartikel

Wann haben Sie das letzte Handy gekauft?

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Unsicherheitsabschätzung für die Berechnung von dynamischen Überschwemmungskarten – Fallstudie Kulmbach

Das vom BMBF geförderte Projekt FloodEvac hat zum Ziel, im Hochwasserfall räumliche und zeitliche Informationen der Hochwassergefährdung bereitzustellen. Im hier vorgestellten Teilprojekt werden Überschwemmungskarten zu Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten unter Angabe der Modellunsicherheiten berechnet.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise