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2022 | OriginalPaper | Buchkapitel

2. Ressourcen, Konflikt und Entwicklung im Übergang zum Frieden

verfasst von : Dr. Dorothea Hamilton

Erschienen in: Andengold

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Obwohl es sich bei den Zusammenhängen zwischen Ressourcen, Entwicklung, Konflikt bzw. Frieden um ein Thema zwischen Menschen, lokalisierter Natur und Raum, und damit um ein zutiefst geographisches Thema handelt, gibt es in der deutschsprachigen geographischen Literatur eine wenig ausgeprägte „Ressourcengeographie“, wie bestätigen
Fußnoten
1
„Unser Reichtum hat immer unsere Armut produziert, um den Wohlstand anderer zu nähren (…). In der kolonialen und neokolonialen Alchemie wird Gold zu Schrott“
 
2
Im Folgenden wird unter Ressourcen immer natürliche Ressourcen verstanden. Ein erweiterter Ressourcenbegriff in Richtung von personellen Ressourcen oder weiteren externen Faktoren sind unter dem Begriff in der vorliegenden Bezeichnung nicht eingeschlossen.
 
3
Bei den zitierten Autoren werden diese jedoch Ressourcen genannt, da sie dich Unterscheidung nach Materialität und sozialer Konstruktion nicht machen.
 
4
Bei den spirituellen Werten sollte jedoch hinterfragt werden, ob die betroffenen Gruppen diese „Ressourcen“ als solche betrachten, da sie nicht mit einem ökonomischen Zweck verbunden sind.
 
5
Der Ursprung dieses Satzes ist jedoch weiterhin unklar. Nach Angaben der Antonio Raimondi Gesellschaft habe der italienische Entdecker Antonio Raimondi diesen Satz niemals gesagt (Instituto de Ingenieros de Minas de Perú 2017). In Ekuador wird der Satz Alexander von Humboldt in den Mund gelegt. Der Literaturwissenschaftler und Humboldtexperte Dr. Frank Holl geht aufgrund der Wortwahl davon aus, dass auch Alexander von Humboldt dies auch nicht gesagt habe (Interview: 27.9.2018). Die Wortwahl passt eher zu Raimondi, die vielfach abschätzigen und rassistischen Kommentare gegenüber der Lokalbevölkerung machte (z. B. “In Lima und generell in ganz Peru ist die schwarze Rasse eine Plage für die Gesellschaft […]. Die fehlende Ehrlichkeit scheint Teil ihrer Rasse zu sein […]. Meiner Meinung nach sind die Schwarzen in Bezug auf den geistigen Status weit hinter den Europäern […]. Schon an der Kopfform der Schwarzen erkennt man die Ähnlichkeit zu Tieren.“ Oder „Die Indios sind von ihrer Natur aus argwöhnisch und unter Alkoholeinfluss werden sie noch fauler und interpretieren alles schlecht in diesem Kontext“ (zitiert nach Castro & Silva Ruete 2005: 18/19))
 
Metadaten
Titel
Ressourcen, Konflikt und Entwicklung im Übergang zum Frieden
verfasst von
Dr. Dorothea Hamilton
Copyright-Jahr
2022
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-38065-6_2