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Über dieses Buch

In Zeiten der Megatrends „Globalisierung“ und „Demografischer Wandel“ stehen neben Unternehmen auch Regionen zur Erreichung ihrer Wachstumsziele im Wettbewerb um wertvolle Ressourcen. Um die Attraktivität des Standortes zu erhöhen und somit Anreize für Unternehmen, (hochqualifizierte) Erwerbstätige und Selbstständige zu schaffen, müssen die Stärken und Schwächen der eigenen Region bekannt sein. In dieser Arbeit werden für die Europäische Metropolregion Rhein-Neckar kritische Erfolgsfaktoren der unternehmerischen Standortwahl identifiziert und mit den vorherrschenden Bedingungen verglichen. Weiterhin werden Faktoren ermittelt, die den Anteil der Hochqualifizierten bzw. Selbstständigen am Arbeits- und Wohnort beeinflussen. Hierdurch können Handlungsempfehlungen zur Steigerung der regionalen Attraktivität und somit der Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion Rhein-Neckar abgeleitet werden.
Die Arbeit richtet sich an Regionalplaner und Unternehmensvertreter aus der Metropolregion sowie an interessierte Studierende, die sich mit regionalpolitischen und regionalökonomischen Fragestellungen auseinandersetzen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
In Zeiten der Globalisierung stehen Regionen – ebenso wie Unternehmen – zur Erreichung ihrer Wachstumsziele im Wettbewerb um Ressourcen, der sich nicht nur international, sondern auch innerhalb Deutschlands zwischen den einzelnen Bundesländern und Regionen zusehends verschärft. Besonders betroffen sind hierbei ländliche Gebiete, in denen sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern. Zusätzlich zu den Auswirkungen der Globalisierung werden Unternehmen und Regionen in den kommenden Jahrzehnten verstärkt durch den demografischen Wandel betroffen sein, der eine „umfassende[..] Veränderung der Bevölkerungsstruktur und der Zahl der Einwohner“ bewirkt.
Eva M. Brüning

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen zur Bestimmung von regionalen Wettbewerbsvorteilen

Zusammenfassung
Der Fokus des ressourcenbasierten Ansatzes, dessen Wurzeln unter anderem in der Arbeit von Edith Penrose zu finden sind, liegt auf den durch interne Ressourcen erzielten nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen eines Unternehmens. Dadurch soll erklärt werden, warum spezielle Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähiger sind als andere, obwohl die äußeren Faktoren für beide Unternehmen identisch sind und sie sich im gleichen Industriezweig befinden. Diese Innenansicht unterscheidet den Resource-Based-View (RBV) von den traditionellen Managementansätzen, die sich eher mit den äußeren Einflussfaktoren als den internen Ressourcen des Unternehmens beschäftigen.
Eva M. Brüning

Kapitel 3. Entwicklung strategisch wertvoller Ressourcen in der Metropolregion Rhein-Neckar – Deskriptive Analyse des Arbeitsmarktes

Zusammenfassung
Den Ausgangspunkt der Analyse zur Entwicklung des Humankapitals (Arbeitsangebotsanalyse) stellt die Gesamtbevölkerung (B) der Metropolregion Rhein-Neckar dar, die von den Faktoren Fertilität, Mortalität und Wanderungen beeinflusst wird. Da die Bevölkerung dem Arbeitsmarkt jedoch nicht in vollem Umfang zur Verfügung steht, wird weiterhin die Anzahl der potenziellen Arbeitskräfte, die so genannte erwerbsfähige Bevölkerung, bestimmt. Hierunter werden alle Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren (B15–64) verstanden, die sowohl in der Lage als auch berechtigt sind zu arbeiten.
Eva M. Brüning

Kapitel 4. Die Attraktivität der Region für Unternehmen – Kritische Standortfaktoren und Zukunftsbranchen der MRN

Zusammenfassung
Um zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren, hat sich im Bereich der wissenschaftlichen Zukunftsforschung ein breites Spektrum an methodischen Ansätzen und Instrumenten herausgebildet. Die am häufigsten angewandte Methode zur intuitiven Bestimmung von Zukunftsentwicklungen ist die Delphi-Befragung. Sie wird als „Eckpfeiler langfristiger Prognosen bzw. der Zukunftsforschung“ angesehen und seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMFT) als „eine Ideenfindungs-, Meinungsbildungs- und Prognosemethode, welche die Einsichten und Zukunftseinschätzungen ausgewählter Fachleute systematisch erhebt und ausmittelt“, definiert.
Eva M. Brüning

Kapitel 5. Attraktivität der Region für Hochqualifizierte und Selbstständige – Ökonometrische Analyse der Einflussfaktoren

Zusammenfassung
Insbesondere Großstädte nehmen eine ökonomische Schlüsselrolle für die Regionalentwicklung ein, da sich in ihnen mehr als ein Drittel aller Arbeitsplätze befindet. Ein regionaler Arbeitsmarkt wird jedoch nicht ausschließlich durch das Arbeitsmarktzentrum charakterisiert, sondern ebenfalls durch das meist als Wohnstandort genutzte Umland, aus dem die Arbeitnehmer in das Zentrum einpendeln. Eine wesentliche Herausforderung bei der Analyse regionaler Fragestellungen besteht somit in der vollständigen Erfassung der Untersuchungsregion.
Eva M. Brüning

Kapitel 6. Implikationen zur Steigerung der regionalen Attraktivität der MRN

Zusammenfassung
Im Zuge des demografischen Wandels wird sich sowohl die Alters- als auch die Bevölkerungsstruktur verändern, was vor allem auf dem Arbeitsmarkt zu spüren sein wird. Aus diesem Grund sind sowohl die Regionalplaner aber auch Unternehmen gezwungen, Lösungsstrategien für eine älter werdende Bevölkerung und Belegschaft zu entwickeln. Im Rahmen einer bundesweiten Analyse zur Entwicklung des Bevölkerungspotenzials landet der Kreis Karlsruhe, zu dem in diesem Ranking der Kreis Germersheim gezählt wird, von insgesamt 147 Plätzen auf dem 25.
Eva M. Brüning

Kapitel 7. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Den Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit bildet die Zielsetzung der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar „bis 2025 als eine der attraktivsten und wettbewerbsfähigsten Regionen in Europa bekannt und anerkannt zu sein.“ Wie zu Beginn der Arbeit gezeigt wurde, nimmt die Metropolregion Rhein-Neckar in vergleichenden nationalen und internationalen Studien in den meisten der analysierten Bereiche lediglich eine mittlere Positionierung ein. Um zukünftig Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Regionen erzielen zu können, muss die Region daher sowohl Unternehmen als auch hochqualifizierte Personen an sich binden.
Eva M. Brüning

Backmatter

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