Ressourcenmanagement in Militärorganisationen
Eine Einführung in das Streitkräftemanagement
- 2023
- Buch
- Verfasst von
- Andreas H. Glas
- Jürgen Schnell
- Buchreihe
- essentials
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Die aktuelle sicherheitspolitische Lage mit neuen Krisen und zwischenstaatlichen Kriegen führt zu hohen Investitionen in die Streitkräfte (u.a. 100 Mrd. Euro Sondervermögen für die Bundeswehr). Damit rückt ein eigentlich altes Thema erneut in den Fokus: Das „Ressourcenmanagement in Militärorganisationen“ ist ein vielschichtiges Thema an der Schnittstelle politisch-ethischer, militärisch-operationeller und ökonomisch-rationaler Disziplinen. Zudem sind von je her situative Bedingungen, zeitliche Dynamik sowie ein hohes Maß an Unsicherheit und Risiko besonders bedeutsam. Dieses essential beschreibt die Grundlagen des Streitkräftemanagement als Ressourcenmanagement in Militärorganisationen. Es bietet damit allen an der Militärökonomik Interessierten einen raschen Zugang zur Problematik und Lösung von Engpässen in Streitkräften.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Kapitel 1. Über den Bedarf eines Streitkräftemanagements
Andreas H. Glas, Jürgen SchnellZusammenfassungNähert man sich der ökonomischen Bedeutung von Streitkräften vom Beispiel der deutschen Bundeswehr aus an, so kann man feststellen, dass im Jahr 2022 über 183.000 Soldatinnen und Soldaten sowie etwa 81.000 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter also insgesamt rund 264.000 Menschen für die Streitkräfte ihren Dienst versehen. Damit ist die Bundeswehr im Vergleich mit wichtigen Unternehmen der deutschen Industrie der in Deutschland tätigen Mitarbeiter der größte Arbeitgeber. Berücksichtigt man darüber hinaus die Beschäftigten der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, dann kommen nochmals rund 98.000 direkte Erwerbstätige und 218.000 indirekte Beschäftigungsverhältnisse hinzu. Allein dadurch ergibt sich ein hoher Managementanspruch, da eine solche Großorganisation (Streitkräfte) mit ihren industriellen Lieferanten den Einsatz zeitgemäßer und aktueller Steuerungsmethoden erforderlich macht. -
Kapitel 2. Ausrichtung des Streitkräftemanagments am Konflikt
Andreas H. Glas, Jürgen SchnellZusammenfassungStreitkräfte dienen in erster Linie politischen Zielsetzungen, denn es ist die Politik, welche den konkreten Auftrag an Streitkräfte zum Beispiel in einer Verfassung oder in einer politischen Richtlinie formulieren. Grundsätzlich gilt also weiterhin die These von Clausewitz über den Krieg als ein Mittel der Politik. Dabei wird ganz grundsätzlich von Streitkräften erwartet, dass sie den eigenen Staat und seine Angehörigen vor äußeren Feinden, welche Streitkräfte für aggressive politische Zwecke nutzen, schützen. -
Kapitel 3. Begriffe, Ziele und Aufgaben des Streitkräftemanagements
Andreas H. Glas, Jürgen SchnellZusammenfassungStreitkräftemanagement ist die Lehre vom wirtschaftlichen Handeln mit und in der spezifischen Organisation „Streitkräfte“. Ihr Erkenntnisinteresse leitet sich aus der übergeordneten Frage nach den Zusammenhängen zwischen knappen Gütern und Ressourcen einerseits und dem Erreichen sicherheitspolitischer Ziele mittels der Institution von Streitkräften andererseits ab. -
Kapitel 4. Perspektiven auf das Streitkräftemanagement
Andreas H. Glas, Jürgen SchnellZusammenfassungStreitkräftemanagement orientiert sich an dem zu untersuchenden institutionellen Analyseobjekt, welches aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann. Ein gängiger und seit langem bewährter Gliederungsansätze ist die Prozessperspektive, welches zu Beginn dieses Kapitels vorgestellt wird. Anschließend wird die Systemperspektive als maßgebliche Betrachtungsperspektive dieser Arbeit ausführlich erläutert. -
Kapitel 5. Elemente des Ressourcenmanagements für Streitkräfte
Andreas H. Glas, Jürgen SchnellZusammenfassungIn diesem Buch sollen Ressourcen zunächst grundsätzlich unterschieden werden in finanzielle, materielle und immaterielle Ressourcen. Immaterielle als auch materielle Ressourcen können sowohl innerhalb des Streitkräftesystems als auch von außen zugeführt werden. Dabei denkt man in erster Linie an materielle Ressourcen, z. B. Ausrüstung oder Betriebsmittel, welche durch Lieferanten und die Industrie in das Streitkräftesystem zugeführt werden (Materielle Kraftquellen liegen in den Fabriken). -
Kapitel 6. Über die weitere Entwicklung des Streitkräftemanagements
Andreas H. Glas, Jürgen SchnellZusammenfassungDieses essential bietet einen komprimierten ersten Einblick in die Thematik des Streitkräftemanagements. Insgesamt ist dies ein Themenkomplex, der so großen Unsicherheiten, Zielkonflikten und Systemzwängen unterworfen ist, dass nur ausgewählte Inhalte angesprochen werden konnten. -
Backmatter
- Titel
- Ressourcenmanagement in Militärorganisationen
- Verfasst von
-
Andreas H. Glas
Jürgen Schnell
- Copyright-Jahr
- 2023
- Electronic ISBN
- 978-3-658-40296-9
- Print ISBN
- 978-3-658-40295-2
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-40296-9
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