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Über dieses Buch

Jeder Wirtschaftsraum steht in einem Stoffaustausch mit der Umwelt. Auf der Input-Seite werden Rohmaterialien entnommen und auf der Output-Seite werden Emissionen und Abfälle abgegeben. Die Ressourcennutzung macht dabei nicht an politischen Grenzen halt. Hier wird erstmals ausführlich beschrieben, wie der globale Materialaufwand industrialisierter Regionen bestimmt werden kann. Der Autor stellt die Möglichkeiten vor, wie die physische Basis von Wirtschaftsräumen aggregiert und detailiert ermittelt und bewertet werden kann. Erläutert wird dies anhand von Beispielen für Deutschland und anderen Industrieländern sowie Ergebnissen sektoraler und regionaler Analysen (z.B. Baubereich bzw. Ruhrgebiet). Auch werden Analysen für die Planung von Infrastrukturanlagen (Energie/Wasser/Verkehr) vorgestellt, mit deren Hilfe eine nachhaltigere stofflich-energetische Versorgung lokal umgesetzt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Will man das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung umsetzen, so verlangt dies nicht nur, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, sondern auch die unterschiedlichen ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Belange miteinander in Einklang zu bringen. Zu den materiellen Grundlagen des Lebens und Arbeitens gehört auch die physische Basis des Wirtschaftens durch die Versorgung mit Stoffen und Energie und die Entsorgung von Abfällen und Emissionen. Für die nachhaltige Gestaltung dieser physischen Basis und die Koordination von ökologischen und insbesondere ökonomischen Belangen bedarf es geeigneter Informationen über den Umfang und die Struktur des Stoffwechsels des jeweiligen Wirtschaftsraumes mit der Umwelt.
Stefan Bringezu

2. Zur Methodik von Stoffflußanalysen für die Unterstützung einer nachhaltigen Raumentwicklung

Zusammenfassung
So wie das Ziel den Weg bestimmt, sind die inhaltlichen Anforderungen Ausgangspunkt für die Entwicklung jeder Methodik. Hier geht es um die Unterstützung von Entscheidungsträgern auf verschiedenen Ebenen, die hinreichende Informationen über stoffflußrelevante Aspekte einer unter ökologischen Gesichtspunkten nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaftsräumen benötigen.
Stefan Bringezu

3. Empirische Beispiele für Stoffflußanalysen

Zusammenfassung
Mit der intraregionalen Stoffstrombilanz soll die Stoffentnahme aus der inländischen Umwelt der Stoffabgabe an die Umwelt gegenübergestellt und zusammen mit der physischen Menge an Importen und Exporten eine bilanzmäßige Übersicht der stofflichen Inputs und Outputs des — in diesem Falle nationalen — Wirtschaftsraumes ergeben.
Stefan Bringezu

4. Resümee und Schlußfolgerungen

Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund der umweltpolitischen Aspekte des Ziels einer nachhaltigen Entwicklung waren zunächst methodische Anforderungen für Stoffflußanalysen abgeleitet worden, die der zukunftsfähigen Gestaltung und ökologischen Konsolidierung der physischen Basis der Wirtschaft dienen sollen. Anhand ausgewählter empirisch erarbeiteter Beispiele wurde ein deskriptiv-analytisches Instrumentarium vorgestellt, das es erlaubt, die mit den Aktivitäten in verschieden großen Wirtschaftsräumen verbundenen Stoffflüsse umfassend zu erheben, die damit verbundenen Umweltbelastungen zu bewerten, die Prioritätensetzung für Verbesserungsmaßnahmen zu unterstützen und die Planung auf lokaler Ebene darauf abzustimmen.
Stefan Bringezu

5. Aufgaben für die weitere Forschung und Entwicklung

Zusammenfassung
Generell steht die Erforschung des Metabolismus der Anthroposphäre immer noch am Anfang. Die Biochemie und die Physiologie haben den Stoffwechsel von Zellen und Organismen bereits in seiner vollen Tiefe erforscht und grundlegende Mechanismen seiner Regulation entdeckt. Die Ökosystemforschung untersucht seit Jahrzehnten die Stoffumsätze und die sie bestimmenden Faktoren in natürlichen Populationen und Ökosystemen. Verglichen damit steckt die Erforschung der Strukturen, Funktionen und Regulationsmechanismen des Stoffhaushaltes des vom Menschen bestimmten Systems noch in den Kinderschuhen. Dies heißt nicht, daß nicht schon eine ganze Reihe von diesbezüglichen Erkenntnissen gesammelt worden wäre, oder daß noch weitere Forschung notwendig sei, bevor umweltpolitische Ziele vereinbart und wirksame Maßnahmen zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs eingeleitet werden könnten. Auch mit dem vorliegenden Beitrag wird die Erkenntnis über den Stoffwechsel der Anthroposphäre erweitert. Und im Bereich der Umwelt-, Ingenieur-, Planungs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wird täglich eine Fülle von Wissen angewandt, mit dessen Hilfe Einfluß auf diesen Stoffwechsel genommen wird. Gleichwohl gilt es für die künftige Arbeit, auf der Basis des heutigen Erkenntnisstandes aus der Fülle jener Informationen die für die Diagnose und Therapie des Metabolismus der Anthroposphäre entscheidenden Informationen auszufiltern, zu systematisieren und in Deutungs- und Handlungsmuster umzusetzen.
Stefan Bringezu

Backmatter

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