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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Pflanzenphysiologische Aspekte der Waldschäden

Zusammenfassung
In der Diskussion über die Waldschäden herrscht vielfach der Eindruck vor, die Wissenschaft stünde den Phänomenen bemitleidenswert hilflos gegenüber und ihre Unfähigkeit zu einer eindeutigen Kausalanalyse verhindere eine gezielte und wirksame Therapie. Hier ist anzumerken, daß zumindest von Laien (aber wer betrachtet sich in Deutschland als Laie, wenn vom Wald die Rede ist!) alle möglichen Schadsymptome unter den handsamen Begriff „Waldsterben“ eingeordnet werden (ähnlich wie oft alle Luftverunreinigungen als „Saurer Regen“ deklariert werden). Es gibt eine Reihe von Waldschäden, bei denen wir die Ursachen genau kennen und die Möglichkeiten oder auch die Aussichtslosigkeit zur Abhilfe abschätzen können, und solche, die uns noch große Rätsel aufgeben.
Hubert Ziegler

Globale Aspekte der atmosphärischen Chemie: Natürliche und anthropogene Einflüsse

Zusammenfassung
Die Zusammensetzung der Atmosphäre wird zu einem beträchtlichen Teil durch biologische Prozesse bestimmt. Dies gilt auch für die am häufigsten vorkommenden atmosphärischen Gase, N2 und O2, deren Volumenmischungsverhältnisse etwa 78% und 21% betragen. Da die jährliche Netto-Aufnahme und Abgabe dieser Gase an der Erdoberfläche viel kleiner ist als deren atmosphärisches Reservoir, betragen die Lebenszeiten beider Gase einige 10000 Jahre. Demzufolge sind innerhalb der Zeitspanne von Jahrzehnten oder Jahrhunderten keine nennenswerten Änderungen der Mischungsverhältnisse dieser Gase zu erwarten. Da photochemische Prozesse, die N2 und O2 angreifen, in den untersten 100 km der Atmosphäre vergleichsweise langsam ablaufen, sind diese Gase in der gesamten Atmosphäre bis zu einer Höhe von etwa 100 km gleichmäßig durchmischt. In diesem Artikel werden wir uns hauptsächlich auf Gase mit viel kürzeren Lebenszeiten konzentrieren, und N2 und O2 als konstante „Background“-Gase ansehen. Zwei in geringen Mengen auftretende Reaktionsprodukte von N2 und O2, nämlich das NO und das O3, sind für die atmosphärische Chemie von großer Bedeutung.
Paul J. Crutzen

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