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03.05.2021 | Risikoanalyse | Nachricht | Onlineartikel

Gebremste Aufwärtsdynamik an den Aktienmärkten

Autor:
Swantje Francke
2 Min. Lesedauer

Den Aktienmärkten bietet der Konjunkturaufschwung und die Erholung der Unternehmensgewinne ein günstiges Umfeld. Doch auch, wenn Experten die Indexentwicklung weiter positiv bewerten, verlangsamt sich die Aufwärtsdynamik.

An den Aktienmärkten ist in den kommenden zwölf Monaten mit einer abflachenden Aufwärtsdynamik zu rechnen. Dieser Ansicht sind die Aktienexperten der Mitgliedinstitute des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB).

Aufwärtstrend bestätigt

Es sei mit einer leicht positiven Entwicklung zu rechnen, da viele der positiven Effekte in den vergangenen Wochen bereits vorweggenommen wurden, so die Einschätzung. Temporäre Kurskorrekturen ließen sich jedoch nicht ausschließen. Während die Helaba eine leicht negative Entwicklung mit dennoch positiver Tendenz im ersten Quartal 2022 prognostiziert, geht die Dekabank weiterhin von einer deutlich positiveren Indexentwicklung aus.

Die Aussichten der Aktienexperten Manfred Bucher (BayernLB), Joachim Schallmayer (DekaBank), Markus Reinwand (Helaba), Frank Klumpp (LBBW) und Volker Sack (NORD/LB) für den DAX rangieren zwischen 14.300 und 16.300, was einem Mittel von 15.540 entspricht. Für den Eurostoxx sagen die fünf Strategen ein durchschnittliches Jahresmittel von 4.008 Punkten voraus, dem Dow Jones einen Kurs zwischen 32.000 und 35.000 Punkten.

Konjunkturerholung entfaltet 2022 volle Kraft

"Der aktuelle Konjunkturaufschwung und die über den Erwartungen liegende positive Berichtssaison der Unternehmen sorgen weiterhin für ein stabiles Umfeld auf den Aktienmärkten. Voraussetzung für eine günstige Entwicklung ist jedoch, dass die Corona-Pandemie eingedämmt wird und die Impfkampagnen weltweit weiter an Fahrt aufnehmen", sind sich die VÖB-Aktienmarktkenner einig.

Für Deutschland sehen sie eine leicht verzögerte Konjunkturerholung voraus, die vor allem im kommenden Jahr ihre Wirkung entfaltet. Für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liegen die Prognosen für 2022 zwischen 3,4 und 4,3 Prozent. Die konjunkturelle Dynamik im Euroraum und in den USA hingegen wird sich nach einem Hoch in diesem Jahr (Euroraum: 3,9 bis 4,4 Prozent; USA: 4,7 bis 7,5 Prozent) wieder leicht abschwächen. Für den Euroraum sehen die Experten dann ein Wachstum von 3,4 bis 4,5 Prozent, für die USA zwischen 3,0 und 4,5 Prozentpunkten.

Weitere Unterstützung für die Aktienmärkte ist von der Geldpolitik der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank EZB zu erwarten. Die VÖB-Aktienexperten sind sich sicher: "Solange die Notenbanken ihre extrem lockere Geldpolitik fortsetzen, bleibt auch für die Aktienbörsen das insgesamt positive Umfeld intakt."

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