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Über dieses Buch

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit dem Management von Risiken bei öffentlichen Infrastrukturinvestitionen , insbesondere bei öffentlich-privaten Partnerschaften (Public Private Partnerships/PPPs). Bestehende Verfahren werden auf den Prüfstand gestellt und konkrete praktische Beispiele für Verfahrensinnovationen gegeben. Dem Leser wird die Fähigkeit vermittelt, mittels eines ganzen Bündels alternativer Verfahren die Risikoidentifikation und -bewertung und das Risikomanagement im Investitionsprozess durchzuführen. Neu sind dabei die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus der Investition, die intensive Auseinandersetzung mit dem Verfahren der simulativen Risikoanalyse sowie die Auslotung der Möglichkeiten und Grenzen des Handels mit Projektrisiken am Kapitalmarkt. Die Autoren legen großen Wert auf die hohe Verständlichkeit und den Anwendungsnutzen in konkreten Projektsituationen. Das Buch richtet sich vornehmlich an Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung sowie an Projektmanager im PPP-Geschäft.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Eine grundsätzliche Orientierung

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
Public Private Partnerships haben sich in den letzten Jahren in Deutschland vom Schlagwort zum Konzept entwickelt. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hat die Beschaffungspraxis der öffentlichen Hand, die dazu geführt hat, dass die Anzahl an PPP-Projekten in Deutschland sprunghaft angestiegen ist. Dem Naturell schnell wachsender Märkte entsprechend waren die Ressourcen der Akteure vor allem in der operativen Durchführung der Projekte gebunden. Dabei sind umfangreiche Erfahrungen gesammelt worden, die vor allem die Stärken und Schwächen des PPP-Konzepts sowie dessen noch brach liegende Potenziale und Entwicklungsbedarfe umfassen. Während auf der leistungswirtschaftlichen Seite des Planens, Bauens und Betreibens das PPP-Konzept bereits recht ausgereift ist, zeigen die Projekterfahrungen auf der finanzwirtschaftlichen Seite der Projekte noch erhebliches Entwicklungspotenzial. Besondere Bedeutung einer effektiven Finanzierung öffentlicher Infrastrukturinvestitionen kommt der Identifikation, Bewertung und Allokation der Investitionsrisiken zu. Öffentliche Infrastrukturinvestitionen bergen aufgrund ihrer langen Laufzeit und ihres hohen Kapitaleinsatzes immer auch ein erhebliches finanzielles Risiko für den Projektträger. PPP-Konzepte bieten neben der Selbsterstellung im öffentlichen Sektor und dem Fremdbezug der Leistungen eine dritte Beschaffungsvariante, deren wesentliches Potenzial auch im flexiblen Umgang mit den Risiken und damit im effektiveren Management finanzieller Risiken liegt. Ein Abgleich des Entwicklungsstands von Risikoteilung und Risikotransfer in deutschen PPP–Projekten mit anderen, vordringlich kapitalmarktnahen Finanzierungsformen zeigt, dass das Potenzial im Risikotransfer vielfach noch nicht richtig erkannt und ausgenutzt wird. Derzeit bieten vor allem die Risikobewertung, die Wege zur Risikoteilung zwischen den Projektbeteiligten und die Einbeziehung von Akteuren des Kapitalmarkts als Träger von Risiken maßgebliches Potenzial zur weiteren Steigerung des Risikomanagements bei öffentlichen Infrastrukturinvestitionen in Deutschland. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, diese Potenziale zu identifizieren und die Möglichkeiten und Grenzen der Weiterentwicklung der PPP-Modelle zur Umsetzung deutscher Infrastrukturinvestitionen aufzuzeigen.
Andreas Pfnür, Christoph Schetter, Henning Schöbener

Kapitel 2. Begriffliche Grundlagen

Zusammenfassung
Der Begriff Risiko hat in der Umgangssprache wie auch in der wissenschaftlichen Literatur vielfältige Bedeutungen erlangt. Umgangssprachlich wird mit dem Begriff Risiko automatisch die negativ belegte Furcht verbunden, einen Verlust zu erleiden oder ein angestrebtes Ziel nicht zu erreichen.
Andreas Pfnür, Christoph Schetter, Henning Schöbener

Kapitel 3. Grundverständnis des Risikomanagements bei öffentlichen Investitionen in Deutschland

Zusammenfassung
Ökonomische Risiken resultieren aus unsicheren Erwartungen über die zukünftige Entwicklung im Rahmen von Planungs- und Entscheidungsprozessen. Die Determinanten des Risikos sind erstens die Wahrscheinlichkeit, mit der Abweichungen von einem Plan eintreten, sowie zweitens die Höhe des daraus resultierenden Schadens. Vice versa gelten auf der Kehrseite der Medaille diese Zusammenhänge auch für die ökonomischen Chancen. Im Folgenden konzentrieren sich die Ausführungen auf die negative Seite der Risiken.
Andreas Pfnür, Christoph Schetter, Henning Schöbener

Der Status Quo

Frontmatter

Kapitel 4. Methoden und Instrumente des Risikomanagements bei PPP-Projekten

Zusammenfassung
Im Folgenden soll in einem ersten Schritt aufgezeigt werden, welche Aufgaben das Risikomanagement erfüllt und wie der Risikomanagementprozess aussieht. Daran anschließend wird erörtert, in welchen Phasen des Beschaffungsprozesses das Risikomanagement zu erfolgen hat. Die Darstellung orientiert sich dabei an den Ausführungen der vorliegenden PPP-Leitfäden des Bundesministeriums für Verkehrs-, Bau- und Wohnungswesen und der Finanzministerkonferenz der Länder.
Andreas Pfnür, Christoph Schetter, Henning Schöbener

Optimierungen und Weiterenwicklungen

Frontmatter

Kapitel 5. Optimierungspotenziale in den Informationsgrundlagen bei Entscheidungen im PPP-Prozess

Zusammenfassung
Entscheidungen im Investitionsprozess der öffentlichen Hand können generell nur so gut sein, wie die ihnen zu Grunde liegenden Informationsgrundlagen. Wie in der Information und Kommunikation ganz allgemein gilt bei Investitionsentscheidungen im Besonderen das alte IBM Mantra von George Fuechsel „Garbage in, Garbage out“. Begrenzende Faktoren für die Ergebnisqualität von Wirtschaftlichkeitsrechnungen und Risikobewertungen sind einerseits die richtigen Analyseverfahren und andererseits eine hohe Abbildungsgenauigkeit der Realität im Informationsstand . Grundsätzlich muss eine gewisse Symmetrie zwischen Entwicklungsstand der Analyseverfahren und dem betriebenen Analyseaufwand auf der einen Seite und dem Informationsstand auf der anderen Seite herrschen. Der größte Analyseaufwand nützt nichts, wenn er nicht durch einen entsprechend hohen Informationsstand zu rechtfertigen ist und vice versa.
Andreas Pfnür, Christoph Schetter, Henning Schöbener

Kapitel 6. Entwicklungspotenziale der Methoden zur monetären Bewertung von Risiken im PPP-Prozess

Zusammenfassung
Zur monetären Bewertung der Projektrisiken und der anschließenden Analyse der Risikosituation einer Investition stehen verschiedene Verfahren der Investitionsrechnung zur Verfügung, die hinsichtlich der Qualität und Aussagekraft der Ergebnisse differieren. Die derzeit in der Praxis regelmäßig eingesetzten Verfahren zur Bewertung des Risikos gelten unter Fachleuten der Investitionsrechnung als einfache, relativ ungenaue Verfahren. Nachfolgend ist zu untersuchen, ob und in welchem Maße die Anwendung dieser Verfahren der komplexen Entscheidungssituation im Rahmen von PPP-Projekten gerecht wird. Im Folgenden sollen daher zunächst die Anforderungen der Akteure an die Risikobewertung aufgezeigt werden, bevor eine kritische Auseinandersetzung mit dem derzeit in der Praxis favorisierten Zuschlagverfahren erfolgt. Im Anschluss werden weitere Verfahren und Instrumente der Risikobewertung und -analyse aufgezeigt, die zu einer Verbesserung der Informationslage über die monetären Auswirkungen der Risiken führen.
Andreas Pfnür, Christoph Schetter, Henning Schöbener

Kapitel 7. Entwicklungspotenziale im Risikocontrolling zur Gewährleistung eines nachhaltigen Risikotransfers

Zusammenfassung
Das Risikocontrolling ist als Subsystem des Risikomanagements zu sehen und hat dieses mit Informationen, Methoden und Instrumenten zu unterstützen. Diese Funktion des Risikocontrollings gilt für alle Phasen des Beschaffungsprozesses und somit in besonderem Maße gerade für die Betriebsphase. Das Ziel des Risikocontrollings nach Vertragsschluss besteht darin, die Gesamtrisikoposition des Projektes weiterhin zu minimieren, sodass die im Vertragswerk angepeilten Effizienzvorteile einer PPP-Realisierung nachhaltig gewahrt bleiben.
Andreas Pfnür, Christoph Schetter, Henning Schöbener

Kapitel 8. Möglichkeiten und Grenzen der Übertragung von PPP-Risiken auf Dritte

Zusammenfassung
Ein Risikoeintritt, d. h. eine Abweichung von einem geplanten ökonomischen Wert, bewirkt unbedingt eine Veränderung monetärer Größen. So stellt z. B. eine Terminüberschreitung letztlich nur dann ein wirtschaftliches Risiko dar, wenn mit ihr finanzielle Auswirkungen wie etwa Vertragsstrafen, Einnahmenausfälle, zwischenzeitliche Preissteigerungen oder Zahlungsverzüge verknüpft sind. Deswegen ist der Risikotransfer ein finanzwirtschaftliches Geschäft und die Kapitalgeber schultern die mit einer unternehmerischen Investition übernommenen Risiken. Hierüber gelangt man zu Finanzierungsfragestellungen im Zusammenhang mit PPPs, für die Risikokapital benötigt wird. Risikokapital besitzt allgemein die folgenden Eigenschaften: Es besteht keine Rückzahlungsverpflichtung, kein Kündigungsrecht des Kapitalgebers, kein fester Zinsanspruch und es geht im Konkursfall verloren.
Andreas Pfnür, Christoph Schetter, Henning Schöbener

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