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"Neue Geschäftsmodelle gehören zur besten Gefahrenabwehr"

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Auf neue Geschäftsmodelle zu setzen und für eine solide Unternehmensfinanzierung zu sorgen, ist gerade in Krisen essentiell. Die Zeitschrift "return" sprach dazu mit Martin Huber, geschäftsführender Gesellschafter der Huber Group Holding SE.

Martin Huber, Gründer der Huber Fahrzeugtechnik, ist heute CEO der Huber Group Holding SE und Vorstand der Huber Automotive AG. In seiner aktuellen Funktion hat er die erste Unternehmensanleihe auf den Markt gebracht. 


return: Herr Huber, Ihr Geschäftsbereich Health Care hat eine digitale Corona-Schnelltest-Lösung mit App für Unternehmen entwickelt. Brummt das Geschäft profitabel? 

Martin Huber: Wir betreiben im Auftrag des Landratsamtes auch drei Impfzentren, in denen bis zu 2.500 Menschen pro Tag geimpft werden können, und sind mit mobilen Teams in Altenheimen unterwegs. Die Nachfrage bezüglich unserer App wächst stark. Von Unternehmen liegen in Summe derzeit Anfragen für 500.000 Testungen und Impfungen vor. Was davon zu Verträgen führt, wird sich zeigen. Wir haben eine hohe sechsstellige Summe in die IT-Entwicklung investiert, was wir beim Bewerten der Profitabilität berücksichtigen müssen.

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Das kommt auf die Testvariante an. Unsere IT-Plattform berücksichtigt alle Verfahren, die via Web-Zugang und App zu verarbeiten sind. Bei der einfachsten Variante bekommen Mitarbeiter einen Schnelltest mit nach Hause, den sie selbst anwenden und das Ergebnis via App eingeben, damit der Arbeitgeber anonymisiert Auswertungen erhalten kann. Auch Antigen-PCR-Tests sind mit dem System komfortabel abzuwickeln. Neben Unternehmen, die zusätzlich zur allgemeinen Testpflicht auch für Auslandsreisen die Nachweise benötigen, gehören Kommunen, Schulen, Gastronomen und Einzelhändler zu unseren Kunden. Die Kosten belaufen sich je nach Volumen und Variante auf einen zweistelligen Cent-Betrag pro Test inklusive der kompletten Auswertung.

Ihre Unternehmensgruppe hat vier Geschäftsfelder. Hilft die Diversifizierung als Versicherung gegen Krisen?

Definitiv. Das Entwickeln neuer und das Anpassen bestehender Geschäftsmodelle gehören grundsätzlich zur besten Gefahrenabwehr, um große Schwankungen wie in Automotive abzufangen. Wir haben auch Teile unserer Gewerbeflächen fremdvermietet, was stabilisierend gegen Krisen wirkt. Unser Branchenmix aus Automotive, Electronics, Health Care und Immobilien ist ausgleichend und befruchtend. Unsere IT-Plattform zu Corona entstand als logische Konsequenz auf Basis anderer Digitalisierungsprozesse in
unseren anderen Geschäftsfeldern.

Branchenexperten bemängeln, viele Unternehmen hätten den Wandel etwa zur Elektromobilität zu spät eingeleitet, und nennen Corona als Vorwand für Krisen. Sie auch?

Generalkritik dieser Art äußere ich nicht, sondern empfehle, jeden Einzelfall zu betrachten. Wir sind über ein Förderprojekt in die E-Mobilität eingestiegen, weil wir früh das Potenzial gesehen haben. Sicher, wir haben uns spätestens ab 2017 gewundert, dass einige in unserer Branche den Durchbruch für E-Mobilität erst ab 2030 erwartet haben. Diese Einschätzung war ein Irrtum. Wir sollten bei Insolvenzen aber nicht vergessen, dass die Autoindustrie dauerhaft unter Druck steht, weil durch Rabatte im Fahrzeugvertrieb permanent die Kosten runter müssen.

Das vollständige Interview mit Martin Huber können Sie in "return - Magazin für Transformation und Turnaround", Ausgabe 4/2021, lesen.

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    Bildnachweise
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