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01.06.2018 | Robotik | Im Fokus | Onlineartikel

Selbstlernender humanoider Roboter

Autor:
Dieter Beste

Ein Assistenz-Roboter für die Industrie, der sich den Gebrauch von Werkzeugen bei seinen menschlichen Kollegen abschauen kann, verlässt das Labor des Karlsruher Instituts für Technologie, um auf der Cebit seine Fähigkeiten zu zeigen. 

Roboter erfüllen in Fabrik- und Lagerhallen vielfältige Aufgaben wie Kommissionieren, Schweißen oder Montieren. Doch sind sie meist auf eine ganz spezifische Aufgabe spezialisiert und arbeiten meist noch in Sicherheitskäfigen oder hinter Absperrungen, um Menschen nicht verletzten zu können. Auf der diesjährigen Cebit vom 12. bis 15. Juni in Hannover zeigen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das FZI-Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie bei ihrem gemeinsamen Messeauftritt "Armar-6". Der humanoide Roboter kann direkt mit seinen menschlichen Kollegen zusammenarbeiten. Außerdem ist das jüngste Mitglied der am KIT beheimateten Familie humanoider Roboter nicht auf eine bestimmte Tätigkeit festgelegt, sondern kann durch Beobachtung des Menschen zum Beispiel den Gebrauch neuer Werkzeuge selbst erlernen.

In seiner Umgebung zurecht findet sich die am Institut für Anthropomatik und Robotik des KIT entwickelte Nummer 6 der Armar-Reihe mittels 5 Kameras im Kopf und Lasersensoren in seiner mobilen Plattform. Drehmomentsensoren in den Armgelenken sorgen dafür, dass er seine Kraft, die es ihm ermöglicht, selbst mit ausgestrecktem Arm ein Gewicht von etwa zehn Kilogramm anzuheben, so feinfühlig und sicher einsetzt, dass er nach Institutsangaben gefahrlos mit Menschen zusammenarbeiten kann. Als echter Assistent könne Armar-6 erkennen, wann ein Mensch Hilfe benötige und diese proaktiv anbieten.

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Die „Armar”-Serie der TU Karlsruhe kann in einer Küche typische Haushaltsgegenstände greifen oder entgegennehmen, um diese z. B. in einen Kühlschrank oder eine Spülmaschine zu stellen – wobei der Roboter diese dann auch selbst öffnet. Die Besonderheit liegt darin, dass der Roboter diese Verhaltensweisen von einem menschlichen Trainer durch Demonstrationen erlernen kann.“ Digitale Transformation von Dienstleistungen im Gesundheitswesen III, Seite 272.

Dem Menschen Handgriffe abschauen 

Mit seinen menschlichen Gliedmaßen ähnelnden Armen soll der mobile Service-Roboter Armar-6 auf der Cebit zeigen, wie er mit Hammer oder Bohrmaschine buchstäblich dem Menschen zur Hand gehen, ihnen Gerätschaften anreichen oder auf andere Art assistieren kann. Das, so die Entwickler, funktioniere nicht nur mit wenigen vorprogrammierten Arbeitsgeräten, denn dank künstlicher Intelligenz (KI) sei der Roboter in der Lage, seine Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern: durch Beobachtung, sprachliche Anweisung oder aus eigener Erfahrung. 

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