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07.11.2019 | Robotik | Im Fokus | Onlineartikel

Industrieroboter arbeiten zweihändig

Autor:
Dieter Beste

Damit Roboter mit überschaubarem Programmieraufwand zusammenarbeiten können, entwickelte Maximilian Wagner in seiner Promotionsarbeit ein Verfahren zur flexiblen Aufteilung von Bearbeitungsbahnen auf mehrere Roboterkinematiken.

Die freie Programmierbarkeit von Bewegungen ist kennzeichnend für Industrieroboter: "Durch die Programmierbarkeit können Bewegungen und damit ausgeführte Aufgaben von Robotern allein durch Änderungen in der Software des Roboters angepasst werden", halten die Springer-Autoren Andreas Pott und Thomas Dietz in "Industrielle Robotersysteme" fest (Seite 65). Dies erst mache Roboter zu extrem flexiblen, vielfältig einsetzbaren Betriebsmitteln für die Produktion. Die erfolgreiche Ausführung von Produktionsaufgaben erfordere dabei die genaue und wiederholbare Ausführung von zum Teil komplexen Bewegungen. "Dem Roboter müssen diese Bewegungen durch den Menschen beigebracht werden." In Kapitel 5 ihres Buches beschreiben sie, wie dies mittels Online- oder Offlineprogrammierung geschieht.

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Die freie Programmierbarkeit von BewegungenBewegungsprogrammierung ist definitionsgemäß eine bestimmende Eigenschaft von Robotern. Durch die Programmierbarkeit können BewegungenBewegung und damit ausgeführte Aufgaben von Robotern allein durch …

Um nun die Programmierung moderner Industrieroboter zu erleichtern, gibt es Verfahren, die diesen Prozess automatisieren. Diese Verfahren beziehen sich allerdings in der Regel auf einzelne Roboter. Sollen nun zwei Industrieroboter Hand in Hand arbeiten, ist die Aufgabe komplexer. Hier setzt eine Forschungsarbeit von Maximilian Wagner an. Ziel seiner Promotionsarbeit an der Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Titel "Automatische Bahnplanung für die Aufteilung von Prozessbewegungen in synchrone Werkstück- und Werkzeugbewegungen mittels Multi-Roboter-Systemen" war es, in Kooperation mit dem Bereich Automatisierungstechnik am Nuremberg Campus of Technology (NCT) Methoden zu entwickeln, um aus der Prozessbewegung automatisiert die Bearbeitungsbahnen für die zwei kooperierenden Roboter zu erzeugen und daraus ohne menschliche Eingriffe die Roboterprogramme zu generieren.

"Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Erforschung der Prozess-Aufteilung auf mehrere Robotersysteme, beispielsweise bei technischen Prozessen, wie dem Kleben oder Polieren. Dabei ist es von Vorteil, wenn Werkzeug und Werkstück sehr präzise zueinander ausgerichtet und bewegt werden. Vergleichbar ist dies beim Menschen mit einer zweihändigen Arbeitsweise", erläutert Wagner seine Motivation. In seiner Forschungsarbeit konnte er außerdem nachweisen, dass sich durch die Kooperation von Robotern ein Vorteil für die Erreichbarkeit von Bearbeitungspunkten ergibt. Dadurch werden die Wirtschaftlichkeit und das Anwendungsgebiet von Industrierobotern verbessert und erweitert, heißt es in einer Mitteilung der Technische Hochschule Nürnberg. "Mit den erforschten Methoden wird der Einsatz kooperierender Roboter in der Industrie in Zukunft erheblich vereinfacht", kommentiert Peter Heß von der Fakultät Maschinenbau und Versorgungstechnik.

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Quelle:
Industrielle Robotersysteme

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Quelle:
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