Skip to main content
main-content

23.04.2019 | Robotik | Nachricht | Onlineartikel

Yaskawa eröffnet neue Produktionsstätte in Slowenien

Autor:
Nadine Winkelmann

Nach rund zweijähriger Bauzeit eröffnete der japanische Technologiekonzern Yaskawa jetzt seine neue Roboterproduktion sowie ein neues europäisches Robotik-Entwicklungszentrum am Standort Kočevje in Slowenien.

Im Rahmen einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung wurde am 8. April die erste europäische Roboterfabrik von Yaskawa am Standort Kočevje/Slowenien offiziell in Betrieb genommen: Bereits seit Ende 2018 werden dort Motoman-Roboter von Yaskawa aus rein europäischer Fertigung hergestellt. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 25 Millionen Euro. Das neue Werk ergänzt die bestehenden Produktionsstätten in Japan und China und soll etwa 80 Prozent des europäischen Bedarfs an Motoman-Robotern decken. Mit der neuen Produktionsstätte reagiert Yaskawa auf die stark wachsende Nachfrage in Europa und in der EMEA-Region: "Unser Ziel ist es, die Lieferketten und die Lieferzeiten zu verkürzen um rascher auf regionale Marktanforderungen sowie Kundenwünsche reagieren zu können – nicht nur mit dem neuen Werk, sondern auch mit einem großen europäischen Robotik-Entwicklungszentrum", erklärte Masahiro Ogawa, Executive Officer Yaskawa electric Corp. und General Manager Robotics Division. Bruno Schnekenburger, CEO & President, Yaskawa Europe ergänzte: "Mit diesem Investment wollen wir die Nähe zu den Kunden in Europa weiter ausbauen und sie noch enger auf dem Weg in die Industrie 4.0 begleiten."

Hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz

Produziert werden in Kočevje zunächst vor allem Roboter der aktuellen Serie Motoman GP mit einer Traglast von 7 bis 225 kg. Die GP-Reihe umfasst kompakte und extrem leistungsfähige Handling-Roboter für besonders schnelle Füge-, Verpackungs- und allgemeine Handhabungsapplikationen. Auf einer Brutto-Gesamtfläche von über 12.000 Quadratmeter, davon 10.000 für die Produktion, bietet das neue Fabrikgebäude aktuell Kapazitäten für die Herstellung von bis zu 10.000 Robotern pro Jahr. Schrittweise sollen zudem bis zu 150 neue Arbeitsplätze entstehen, davon rund 10 Prozent in der Entwicklungsabteilung.

Der von dem slowenischen Architekturbüro Andrej Kalamar entworfene Neubau erfüllt hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz. Die Voraussetzung dafür schaffte bereits in der Planungsphase die softwaregestützte Simulation des Gebäudes in Form eines digitalen Zwillings: Mit der Methode "Building Information Modeling" (BIM) wird das gesamte Gebäude mit allen Gewerken parallel und abgestimmt geplant und noch vor Baubeginn im virtuellen Digitalmodell simuliert, getestet und bei Bedarf korrigiert.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2019 | Buch

Roboter in der Gesellschaft

Technische Möglichkeiten und menschliche Verantwortung

01.08.2018 | Nasslackieren | Ausgabe 9/2018

Familienunternehmen setzt auf Roboterlackierung

Das könnte Sie auch interessieren

23.11.2017 | Holzbau | Im Fokus | Onlineartikel

Roboter für die Holzverarbeitung

Premium Partner

    Marktübersichten

    Die im Laufe eines Jahres in der „adhäsion“ veröffentlichten Marktübersichten helfen Anwendern verschiedenster Branchen, sich einen gezielten Überblick über Lieferantenangebote zu verschaffen. 

    Bildnachweise