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18.08.2015 | Robotik | Im Fokus | Onlineartikel

Roboter werden gesellschaftsfähig

Autor:
Dieter Beste

Sie treten immer häufiger in unser Leben, aber noch ist die Interaktion mit Robotern nicht alltäglich und birgt Klippen und Hürden. Kann es gelingen, ihnen „soziale Kompetenz“ beizubringen?

Roboter sind nicht nur im Arbeitsleben, sondern zunehmend auch in Haushalt und Freizeit allgegenwärtig. Deshalb führt kein Weg daran vorbei: Die Fähigkeiten der Maschinen zur Interaktion gilt es so zu verbessern, dass eine sichere, sinnvolle und intuitive Verständigung zwischen Roboter und Mensch möglich wird.

Eine Forschergruppe aus Barcelona, Berlin, Hamburg, Hannover, Hatfield (UK), Osnabrück und Stockholm, die sich im Rahmen eines von der EU geförderten Projektes zusammengefunden hat, will hier ganz neue Wege beschreiten. „Im Gegensatz zur klassischen Sichtweise sozialer Interaktion als hochkomplexer Prozess des „Gedankenlesens“ der Partner soll im Projekt soziale Wahrnehmung als primär durch Aktionen und deren Effekte vermittelte Funktion betrachtet werden. Dazu sollen menschliches soziales Verständnis und Verhalten untersucht und in Roboter implementiert werden“, erläutert der Osnabrücker Kognitionswissenschaftler Peter König das Vorhaben.

Sozial kompetente Robotertechnologie

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Die Forscher gehen davon aus, dass auch sehr komplexen sozialen Interaktionen einfache sensomotorische Verhaltensmuster zugrunde liegen. Diese Socialising Sensori-Motor Contingencies (socSMCs) sei von essentieller Bedeutung für die Wahrnehmung der Welt. Die Kernhypothese des neuen Projektes besagt nun, dass das Erlernen und Beherrschen von diesen Aktion-Effekt-Zusammenhängen entscheidend ist, um ein effizientes soziales Miteinander-Agieren zu ermöglichen. Peter König: „Das unmittelbare Ziel dieses Projektes ist die Übertragung der gewonnenen Forschungsergebnisse in informationstheoretische und neurowissenschaftliche Computermodelle, um damit einerseits humanoide Roboter für eine bessere soziale Interaktion mit Menschen zu trainieren, aber auch um die Funktionsweise von socSMCs im menschlichen Gehirn besser zu verstehen und damit zum Beispiel Personen mit Autismus einen stärkeren Bezug zur Gesellschaft zu ermöglichen.“ Die ehrgeizige Zukunftsvision der Forscher ist die Entwicklung einer neuen sozial kompetenten Robotertechnologie.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Human-Robot Social Interaction

Quelle:
Sociorobot World

2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Sociorobot Learning

Quelle:
Sociorobot World

2015 | OriginalPaper | Buchkapitel

Evolutionary Humanoid Robotics (EHR)

Quelle:
Evolutionary Humanoid Robotics

2013 | OriginalPaper | Buchkapitel

Ausblick als Motivation

Quelle:
Handbuch Robotik

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