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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Kreditwirtschaft ist von der negativen Entwicklung der ansteigenden Insolvenzhäufigkeit als Kreditgeber stark betroffen. Die Anzahl der Insolvenzen (bezogen auf 10.000 Unternehmen) in Deutschland wuchs in den vergangenen Jahren von 92 im Jahre 1999, auf 97 im Jahre 2000 und schließlich auf III Unternehmen im Jahre 2001.1 Dieses entspricht einer Steigerung in den Jahren von 1999 bis 2001 um 19 Unternehmen bzw. ca. 20%. Für das Kalenderjahr 2002 ist mit einer noch größeren Entwicklung zu rechnen. Im ersten Halbjahr 2002 wurden laut statistischem Bundesamt 18.500 Unternehmensinsolvenzen registriert. Im Jahr 2002 sind damit (bei unterstellter gleicher Entwicklung im zweiten Halbjahr) ca. 37.000 Insolvenzen zu erwarten. Im Jahre 1999 waren es 26.476 Unternehmen, im Jahre 2000 28.235 und im Jahre 2001 gingen 32.278 Unternehmen insolvent. Es folgt hieraus eine Steigerung der Anzahl der Insolvenzen von 1999 bis 2002 um knapp 40%.
Andreas Oelerich

Kapitel 2. Grundlagen finanzwirtschaftlicher Ratings

Zusammenfassung
Ratings nehmen in Deutschland seit langem eine immer bedeutendere Stellung in der betrieblichen Finanzwirtschaft ein. Dieses zeigt sich durch die vielen Publikationen, die sich mit dem Phänomen Rating befassen, durch die Entstehung nationaler Ratingagenturen, die das Klassifizieren als Dienstleistung anbieten (bzw. die wachsende Präsenz international etablierter Ratingagenturen) und letztendlich durch den Markt selbst, der eine steigende Nachfrage nach Ratings zeigt.1
Andreas Oelerich

Kapitel 3. Ratings in der Kreditwirtschaft

Zusammenfassung
Die Bankenkrise von 1931 führte zu einer allgemeinen Bankenaufsicht in Deutschland, aus der 1962 das „Gesetz über das Kreditwesen“ (KWG) hervorging.1 Dieses Gesetz stellt die wichtigste rechtliche Grundlage für die Beaufsichtigung von Bankgeschäften und Finanzdienstleistungen in Deutschland dar. Die Ausübung der Bankenaufsicht obliegt der „Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht“ (BAFin) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank.2 Die Deutsche Bundesbank übt dabei die operative Aufsicht aus und das BAFin trägt die Verantwortung für alle hoheitlichen Maßnahmen.3 Deren Eingriffsbefiignisse reichen von Fristsetzungen zur Normerfüllung, über Erlasse von Straf- und Bußgeldern bis hin zur Schließung eines Kreditinstitutes.4
Andreas Oelerich

Kapitel 4. Methodische Probleme bei quantitativen Ratingverfahren

Zusammenfassung
In der Kreditwirtschaft werden quantitative Verfahren zur Insolvenz- und Ratingprognose von Unternehmen verwendet. Die zum Einsatz kommenden Verfahren müssen dabei höchst komplexe betriebswirtschaftliche Zusammenhänge abbilden können. Gleichzeitig liegen in der Kreditwirtschaft zum Teil nur sehr kleine Stichprobenumfänge vor.1
Andreas Oelerich

Kapitel 5. Verallgemeinerte lineare Modelle

Zusammenfassung
Die Nutzung statistischer Verfahren in den Wirtschaftswissenschaften hat eine lange Tradition. Sie wird geprägt durch die Bestimmung eines funktionalen Zusammenhangs zwischen unterschiedlichen Größen. In der Finanzwirtschaft werden beispielsweise parametrische Single/Multi-Index Modelle verwendet.1 Dabei werden nicht selten die Zusammenhänge mittels der linearen Regression untersucht. Unter der Annahme normalverteilter Daten ermöglicht dieses Verfahren auch die Überprüfung geeigneter Hypothesen mit einem Signifikanztest.2 Auch andere finanzwirtschaftliche Untersuchungen nutzen Regressionsmodelle. In der Insolvenzforschimg wird, wie bereits weiter oben ausführlich erläutert, die logistische Regression als geeignetes Verfahren identifiziert und auch eingesetzt.3 Der Hauptgrund für die Nutzung dieser Verfahren ist deren einfache Anwendbarkeit und weite Verbreitung. Am Beispiel der linearen Regression lassen sich auch recht einfach die Vorzüge parametrischer Verfahren darlegen: Nimmt man an, dass die untersuchten Variablen einer Normalverteilung genügen, vereinfacht sich die mathematische Herleitung entsprechender Hypothesentests entscheidend und es lassen sich auch qualitativ hochwertige Schätzer und Hypothesentests konstruieren. Da durch das lineare Modell der Erwartungswert (als unbekannter Parameter einer gegebenen Familie von Verteilungen) der abhängigen Zufallsvariablen in eine Linearkombination der unabhängigen Variablen zerlegt wird, spricht man von parametrischen Verfahren. Der Erwartungswert der abhängigen Zufallsvariablen wird durch die unabhängigen Variablen parametrisiert. Parametrische Verfahren haben dabei den entscheidenen Vorteil, dass sie unter ihren speziellen Voraussetzungen sehr mächtig sind und eine hohe Schätz- und Testqualität aufweisen. Aus diesem Grund ist der Einsatz parametrischer Verfahren oft auch sinnvoll und gerechtfertigt.4
Andreas Oelerich

Kapitel 6. Nichtparametrische statistische Methoden

Zusammenfassung
Für die Assetallokation und die Kreditrisikoanalyse sind sowohl quantitative (wie z.B. Jahresabschlussdaten und makroökonomische Daten) als auch qualitative Informationen bedeutend.1 Qualitative Daten sind z.B. Branchenzugehörigkeit, Segmentzugehörigkeit oder verwendete Rechnungslegungsnormen bei der Jahresabschlusserstellung (soweit zulässig).
Andreas Oelerich

Kapitel 7. Integriertes Rating Simulationssystem

Zusammenfassung
Quantitative Ratingverfahren haben in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung hinzugewonnen und werden durch die Ausrichtung zu einer quantitativen Risikosteuerung in der Bankwirtschaft nochmals an Relevanz gewinnen.1 Gegenstand dieses Kapitels ist die Evaluierung quantitativer Kreditratingverfahren.2
Andreas Oelerich

Kapitel 8. Schlussbetrachtungen

Zusammenfassung
Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit war die Beobachtung, dass Banken durch steigenden Wettbewerb und steigende Kreditausfälle zur Verbesserung ihres Risikomanagements gezwungen werden, welches durch die neuen Eigenkapitalrichtlinien (Basel II) verstärkt wird. Quantitative Ratingverfahren erhalten hierin eine wachsende Bedeutung, da die standardisierte und objektive Risikobeurteilung durch Basel II verlangt wird. Sie waren Gegenstand einer systematischen Untersuchung dieser Arbeit.
Andreas Oelerich

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