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Rohrleitungen 1

Grundlagen, Rohrwerkstoffe, Rohrherstellung, Komponenten

  • 2024
  • Buch

Über dieses Buch

Als Springer Reference bietet die nunmehr 3. Auflage des Fachbuchs Rohrleitungen 1 und 2 eine anspruchsvolle, wissenschaftlich fundierte Fakten- und Wissenssammlung, die sich auf den kompletten Bereich der Rohrleitungstechnologie erstreckt. Das Buch stellt eine unentbehrliche Hilfe zum konstruktiven Verständnis, zur Funktionsweise und zum Betrieb von Rohrleitungen aller Art dar.

Band 1 versteht sich als Basis zum Band Rohrleitung 2 und dessen Schwerpunkten

zu Einsatzfeldern von Rohrleitungen, deren Bemessung und Berechnung, zu Verlegung und Einbau sowie zur Rehabilitation oder Sanierung von Altleitungen. Der Teil Rohrleitung 1 richtet den Fokus auf die Grundlagen, Rohrwerkstoffe, Rohrherstellung und auf wichtige Rohrleitungskomponenten wie Armaturen, Messeinrichtungen oder Kompensatoren.

Zahlreiche Abbildungen und Diagramme, Tabellen sowie Beispiele runden die

Ausführungen ab.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Frontmatter

  2. Allgemeine Grundlagen zur Rohrleitungstechnik

    1. Frontmatter

    2. 1. Historische Entwicklung der Rohrleitungstechnik

      Harald Roscher, Ulf Helbig
      Dieser Fachbeitrag bietet eine umfassende Darstellung der historischen Entwicklung der Rohrleitungstechnik, die in fünf Perioden unterteilt wird. Beginnend mit den ersten Kanalisationsanlagen in den Großstädten des Altertums, wie Babylon und Rom, wird die Entwicklung bis hin zu den modernen Versorgungssystemen des 20. Jahrhunderts nachgezeichnet. Besondere Aufmerksamkeit wird den Materialien und Technologien geschenkt, die im Laufe der Jahrhunderte verwendet wurden, von Gussrohren über Stahl- und Betonrohre bis hin zu modernen Kunststoffen. Die Entwicklung der Rohrleitungstechnik wird durch die Einführung von Gussrohren im Mittelalter, die zentrale Wasserversorgung während der industriellen Revolution und den Ausbau der städtischen Versorgungssysteme im 20. Jahrhundert geprägt. Der Beitrag hebt auch die Herausforderungen und Lösungen hervor, die mit der Instandhaltung und Modernisierung der bestehenden Infrastrukturen verbunden sind, und bietet damit einen tiefgehenden Einblick in die technische und historische Entwicklung dieses zentralen Bereichs der Ingenieurwissenschaft.
    3. 2. Rohrleitungssysteme – Grundlagen, Begriffe, Kenngrößen und Bestandteile

      Ulf Helbig, Hans-B. Horlacher
      Der Fachbeitrag behandelt die grundlegenden Aspekte von Rohrleitungssystemen, einschließlich der Definitionen, Kenngrößen und Bestandteile. Es wird unterschieden zwischen gasförmigen, flüssigen und feststoffhaltigen Transportmedien, die jeweils spezifische physikalische Eigenschaften und Bemessungskriterien erfordern. Besondere Aufmerksamkeit wird den Newton'schen und Nicht-Newton'schen Fluiden geschenkt, deren Verhalten und Bemessungstechniken detailliert erläutert werden. Zudem werden verschiedene Netzstrukturen wie Verästelungsnetze und vermaschte Netze vorgestellt, sowie deren Vor- und Nachteile diskutiert. Der Beitrag deckt auch Betriebszwecke und Betriebsregime ab, wobei zwischen Produktions- und Transportleitungen unterschieden wird. Die Komplexität und Vielfalt der Rohrleitungssysteme in verschiedenen Industriebranchen wird ebenfalls beleuchtet, wobei spezielle Konstruktionen und Sonderleitungen erwähnt werden.
    4. 3. Rohrleitungsplanung – Grundlagen, Vorschriften, Regelwerke

      Ulf Helbig, Hans-B. Horlacher
      Das Kapitel behandelt die Grundlagen der Rohrleitungsplanung und stellt die wesentlichen Parameter und Leitungscharakteristika vor, die den Vorgang bestimmen. Es wird auf die funktionalen Randbedingungen und die resultierenden Rohrleitungscharakteristika eingegangen, um eine betriebssichere, wirtschaftliche und nachhaltige Planung zu gewährleisten. Die Auslegung und Bemessung von Rohrleitungen erfolgt nach fluiddynamischen, rohrstatischen und festigkeitstechnischen Kriterien, wobei moderne numerische Methoden und Simulationen zum Einsatz kommen. Zudem werden die relevanten Rechtsvorschriften, Technischen Regeln und Regelwerke berücksichtigt, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Der Text bietet eine umfassende Übersicht über die Planungsmittel und -bestandteile, einschließlich Fließbildern und Planunterlagen, und geht auf die spezifischen Anforderungen und Auslegungsmethoden ein.
  3. Gussrohrleitungen

    1. Frontmatter

    2. 4. Werkstoff Gusseisen für Rohrleitungen

      Jürgen Rammelsberg
      Der Beitrag untersucht die Eigenschaften von Gusseisen mit Kugelgrafit für Rohrleitungen und vergleicht es mit Grauguss. Im Fokus stehen die verbesserten mechanischen Eigenschaften wie Dehnbarkeit und Eigenfestigkeit, die durch die kugelige Form des Grafits erreicht werden. Die Normen und technologischen Anforderungen für die Herstellung und Prüfung von duktilem Gusseisen werden detailliert erläutert, ebenso wie die spezifischen Gefügeaufbauten und deren Einfluss auf die Materialeigenschaften. Besondere Aufmerksamkeit wird der Bestimmung von Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Härte gewidmet, wobei auch auf zusätzliche Prüfmethoden wie den Ringfaltversuch eingegangen wird.
    3. 5. Herstellung von Gussrohren und Formstücken

      Jürgen Rammelsberg
      Das Kapitel behandelt die Herstellung von Gussrohren und Formstücken, wobei zunächst auf die traditionellen Methoden der Eisenherstellung im Kupolofen eingegangen wird. Im Fokus steht die Nutzung von Elektro-Induktionsöfen zur Reduktion von CO2-Emissionen. Die Kristallisation des Kohlenstoffs im flüssigen Eisen wird durch die Zugabe von Magnesium zur Schmelze bewirkt, was die typische kugelförmige Grafitausbildung des duktilen Gusseisens ermöglicht. Das Schleudergussverfahren wird detailliert beschrieben, bei dem die Rohrwand durch Zentrifugalkräfte gebildet wird. Formstücke werden hingegen in Sandformen gegossen, wobei die Abkühlgeschwindigkeit so gering ist, dass keine thermische Nachbehandlung erforderlich ist. Nach dem Gießen folgen verschiedene Kontroll- und Prüfverfahren zur Sicherstellung der Produkteigenschaften. Die thermische Nachbehandlung der Rohre und die Beschichtung von Formstücken werden ebenfalls thematisiert, wobei verschiedene Verfahren zur Umhüllung und Auskleidung der Rohre und Formstücke beschrieben werden. Abschließend wird die Qualitätskontrolle und Zertifizierung der Produkte behandelt.
    4. 6. Gussrohre – Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeit

      Jürgen Rammelsberg
      Der Fachbeitrag beleuchtet die Rolle des Qualitätsmanagements als gemeinsame Aufgabe von Herstellern und Anwendern von Gussrohren. Basierend auf der DIN EN ISO 9000 (2015) wird die Bedeutung von Kundenbezug, Prozessorientiertheit und kontinuierlicher Qualitätsverbesserung hervorgehoben. Zudem wird die Nachhaltigkeit von Gussrohrsystemen unter ökonomischen, ökologischen und technischen Gesichtspunkten untersucht. Die ökonomischen Vorteile umfassen hohe Produktivität und Kosteneinsparungen durch den Einsatz von Steckmuffen-Verbindungen. Ökologisch überzeugen Gussrohre durch den Einsatz von recycelten Materialien und geringe Wartungsaufwendungen. Technisch zeichnen sie sich durch hohe Zugfestigkeit und Anwendungsfähigkeit in extremen Bedingungen aus, was sie für Turbinenleitungen und Feuerlöschsysteme prädestiniert.
    5. 7. Ausführung und Kennzeichnung von Gussrohren und Formstücken

      Jürgen Rammelsberg
      Das Kapitel befasst sich umfassend mit der Ausführung und Kennzeichnung von Gussrohren und Formstücken, insbesondere mit der Verwendung von Muffenverbindungen für erdüberdeckte und oberirdische Rohrleitungen. Es werden die verschiedenen Verbindungstypen wie Steckmuffen, Flanschverbindungen und längskraftschlüssige Verbindungen detailliert beschrieben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Berechnung der Wanddicken gemäß den aktuellen Normen und Druckklassen. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung der Gelenkigkeit und Längsbeweglichkeit der Muffenverbindungen, die die auf die Rohrleitungen wirkenden Kräfte erheblich reduzieren. Zudem werden die Anforderungen an die Kennzeichnung von Rohren und Formstücken gemäß den geltenden Normen und Verbandsrichtlinien dargestellt. Das Kapitel bietet praktische Hinweise zur Anwendung dieser Technologien in verschiedenen Einsatzbereichen, von der Trinkwasserversorgung bis hin zu Abwasseranlagen, und zeigt auf, wie durch die Wahl der richtigen Verbindungen und Wanddicken die Lebensdauer und Sicherheit der Rohrleitungssysteme optimiert werden können.
    6. 8. Steckmuffen-Verbindungen und deren Lagesicherung bei Gussrohrleitungen

      Jürgen Rammelsberg
      Das Kapitel behandelt umfassend die Verwendung von Steckmuffen-Verbindungen bei Gussrohrleitungen und deren Lagesicherung. Es werden die technischen und wirtschaftlichen Vorteile dieser Verbindungen im Vergleich zu traditionellen Methoden hervorgehoben. Besonderes Augenmerk liegt auf den Anforderungen der Europäischen Produktnormen DIN EN 545 und DIN EN 598, die spezifische Anforderungen an Abwinkelbarkeit, Längsbeweglichkeit und Druckzustände stellen. Die Dichtfunktion und die hohe Formstabilität der Muffen werden detailliert erläutert, ebenso wie die praktischen Anwendungen in Wasser- und Abwasserleitungen. Zudem werden die Herausforderungen und Lösungen bei der Lagesicherung durch Betonwiderlager behandelt, um die Stabilität der Rohrsysteme zu gewährleisten. Das Kapitel bietet praktische Hinweise und technische Details, die für Fachleute in der Rohrleitungstechnik von großem Interesse sind.
    7. 9. Längskraftschlüssige Verbindungen bei Gussrohrleitungen

      Jürgen Rammelsberg
      Längskraftschlüssige Muffen-Verbindungen sind unerlässlich, um die Kräfte aus dem Innendruck in Gussrohrleitungen sicher zu übertragen. Diese Verbindungen werden insbesondere bei grabenlosen Einbau- und Auswechselungstechniken eingesetzt. Die Prüfung nach DIN EN 545 verlangt einen Prüfdruck von (1,5 × PFA + 5) [bar], um die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. Die Anzahl der zu sichernden Rohrverbindungen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Rohraußendurchmesser und dem Systemprüfdruck. Das Arbeitsblatt DVGW GW 368 fasst die Berechnungen in Tabellen zusammen, was die Planung erleichtert. Für Berechnungen außerhalb der Tabellenwerte steht ein Online-Rechenprogramm zur Verfügung. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Bauarten der längskraftschlüssigen Verbindungen, wie formschlüssige und reibschlüssige Konstruktionen, sowie den Empfehlungen für den Einbau in bindigen Böden im Grundwasser.
    8. 10. Umhüllungen und Auskleidungen von Guss-Rohrsystemen

      Jürgen Rammelsberg
      Das Kapitel umfasst eine detaillierte Analyse der Auswahl und Anwendung von Umhüllungen und Auskleidungen für Guss-Rohrsysteme. Es werden verschiedene Umhüllungssysteme wie Polyethylen, Polyurethan, Epoxidharz und Zementmörtel beschrieben und deren Einsatzbereiche in Abhängigkeit von Bodenparametern wie pH-Wert, Basenkapazität und Lage zum Grundwasser dargestellt. Zudem werden aktive Beschichtungen auf Zinkbasis und deren Ausschlusskriterien erörtert. Das Kapitel beleuchtet auch baustellenseitige Maßnahmen wie korrosionsschutzgerechte Bettungen und den Schutz von Verbindungsbereichen. Darüber hinaus werden verschiedene Auskleidungen für Rohrleitungen und Formstücke, wie Zementmörtel- und Polyurethan-Auskleidungen, sowie deren spezifische Anforderungen und Anwendungsbereiche detailliert beschrieben. Die umfassende Darstellung der verschiedenen Schutzsysteme und deren spezifischen Eigenschaften macht das Kapitel zu einer wertvollen Ressource für Fachleute in der Rohrleitungstechnik.
    9. 11. Einsatzgebiete und technische Regelwerke von Gussrohrleitungen

      Jürgen Rammelsberg
      Das Kapitel beleuchtet die vielfältigen Einsatzgebiete von Gussrohrleitungen, die seit etwa 150 Jahren in der städtischen Versorgungsinfrastruktur für Gas und Trinkwasser eine zentrale Rolle spielen. Es wird auf die klassischen Einsatzfelder wie den Transport von Trink-, Brauch- und Betriebswasser sowie Abwasser eingegangen und die technischen Herausforderungen, denen diese Leitungen ausgesetzt sind, beschrieben. Besondere Aufmerksamkeit wird den technischen Regelwerken und Normen gewidmet, die die Sicherheit und Langlebigkeit der Rohrleitungen gewährleisten. Dazu gehören die Normen DIN EN 545 für Wasserleitungen und DIN EN 598 für Abwasserleitungen. Zudem werden spezielle Anwendungsbereiche wie Löschwasserleitungen, Triebwasserleitungen und Beschneiungsanlagen detailliert erläutert. Die Verwendung von duktilen Gussrohren in diesen speziellen Bereichen wird durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit, Feuerbeständigkeit und robuste Verbindungstechnik begründet. Das Kapitel schließt mit einem Überblick über die technischen Regelwerke und Normen, die für den Bau und die Wartung von Gussrohrleitungen relevant sind.
  4. Stahlrohrleitungen

    1. Frontmatter

    2. 12. Materialeigenschaften von Stahl

      Gerd Mühlenbeck, Ulf Helbig
      Das Kapitel 'Materialeigenschaften von Stahl' behandelt die grundlegenden Eigenschaften und Strukturen von Stahl, beginnend mit der Gefügeausbildung und dem kristallinen Aufbau. Das Eisen, das Hauptbestandteil des Stahls, bildet beim Erstarren aus der Schmelze ein Gefüge mit deutlich sichtbaren Korngrenzen. Diese Korngrenzen werden durch Adhäsionskräfte zusammengehalten, was zu einer quasi-isotropen Verhaltensweise des Materials führt. Die Kristallstruktur des Stahls kann je nach Abkühlungsbedingungen kubisch-raumzentriert oder kubisch-flächenzentriert sein, was zu Volumenänderungen und inneren Spannungen führen kann. Durch die Zugabe von Kohlenstoff und anderen Legierungselementen wie Mangan, Chrom und Nickel werden die mechanischen und chemischen Eigenschaften des Stahls maßgeblich beeinflusst. Das Zustandsschaubild des Eisen-Kohlenstoff-Systems zeigt die Phasenumwandlungen und die Bildung von Gefügebildern wie Austenit und Perlit. Verschiedene Wärmebehandlungsverfahren wie Normalglühen, Spannungsarmglühen und Rekristallisationsglühen werden detailliert beschrieben und deren Einfluss auf die Festigkeits- und Zähigkeitseigenschaften des Stahls analysiert. Zudem werden Werkstoffkennwerte wie Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Kerbschlagzähigkeit erläutert, die für die Bewertung der mechanischen Eigenschaften des Stahls von großer Bedeutung sind. Das Kapitel bietet eine umfassende Darstellung der Materialeigenschaften von Stahl und deren Beeinflussung durch verschiedene Faktoren, was es zu einem wertvollen Nachschlagewerk für Fachleute in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik macht.
    3. 13. Stähle für Rohrleitungen

      Gerd Mühlenbeck, Ulf Helbig
      Der Fachtext behandelt die Auswahl und Eigenschaften von Stählen für Rohrleitungen, die für den Transport von Flüssigkeiten, Dämpfen und Gasen verwendet werden. Die Festigkeitskennwerte allein reichen nicht zur Bewertung eines Stahls aus, da Spannungsspitzen und Zähigkeitseigenschaften berücksichtigt werden müssen. Bei temperaturbeanspruchten Leitungen sind die durch den Zeitfaktor beeinflussten Festigkeitswerte und mögliche Zunderungsvorgänge relevant. Für aggressive Medien sind korrosionsbeständige Stähle notwendig. Weitere Aspekte umfassen die Verarbeitbarkeit, Schweißbarkeit und Prüfvorschriften. Besondere Stahlzusammensetzungen ermöglichen hohe Festigkeitswerte bei gleichzeitig guter Schweißbarkeit. Für extrem hohe Drücke bei großen Rohrdurchmessern sind hochfeste Stähle erforderlich, die spezielle Legierungskombinationen und Wärmebehandlungen benötigen. Auch Stähle für tiefe Temperaturen und kaltzähe Stähle werden behandelt, wobei deren Zähigkeitseigenschaften und Verarbeitung im Fokus stehen. Der Text bietet eine umfassende Übersicht über die verschiedenen Anforderungen und Eigenschaften von Stählen für Rohrleitungen und ist daher besonders wertvoll für Fachleute in der Materialwissenschaft und im Rohrleitungsbau.
    4. 14. Herstellung von Stahlrohren und Formstücken

      Gerd Mühlenbeck, Ulf Helbig
      Das Kapitel beleuchtet die Herstellung von Stahlrohren und Formstücken, wobei ein besonderer Fokus auf nahtlose Stahlrohre gelegt wird. Es werden verschiedene Warmverformungsverfahren detailliert beschrieben, darunter das Pilgerschrittverfahren, das Stiefel-/Stopfwalzenverfahren und das kontinuierliche Rohrwalzenverfahren. Jedes Verfahren wird in seinen spezifischen Schritten und Anwendungen erläutert, wobei auch moderne Technologien wie das Stoßbankverfahren nach Ehrhardt und das Pressverfahren nach Ehrhardt berücksichtigt werden. Die Verfahren werden anhand ihrer spezifischen Merkmale und Anwendungsbereiche verglichen, was dem Leser einen umfassenden Überblick über die aktuellen Methoden der Stahlrohrherstellung bietet. Zudem werden die verschiedenen Nachbehandlungsverfahren und Qualitätsprüfungen beschrieben, die zur Sicherstellung der Produktqualität notwendig sind. Das Kapitel ist besonders relevant für Fachleute in der Stahlindustrie und Metallverarbeitung, die tiefergehende Kenntnisse über die Herstellung und Verarbeitung von Stahlrohren benötigen.
    5. 15. Flanschverbindungen

      Gerd Mühlenbeck, Ulf Helbig
      Der Fachbeitrag behandelt die Grundlagen und Methoden der Flanschverbindungen, die aus Flanschen, Schrauben und Dichtungen bestehen. Es werden die verschiedenen Zustände wie Einbauzustand, Anfahrzustand und Betriebszustand betrachtet und die historischen Entwicklungen sowie aktuellen Normen wie AD-Regelwerk und DIN EN 13445 vorgestellt. Besonders interessant sind die Berechnungsbeispiele, die zeigen, wie durch optimierte Flanschblattdicken und Rohrwandstärken Materialkosten gesenkt werden können. Die Vergleichsspannungshypothesen und die Unterschiede zwischen duktilen und spröden Werkstoffen werden ebenfalls detailliert erläutert. Praktische Beispiele, wie das einer Heißdampfleitung, verdeutlichen die praktische Relevanz der Theorie. Zudem werden die verschiedenen Nachweismethoden wie DBF (Design by Formula) und DBA (Design by Analysis) vorgestellt, wobei die DBA-Methode den rechnerischen Nachweis beliebig geformter Bauteile ermöglicht. Die Auswirkungen auf die Materialeigenschaften und die Vorteile moderner Materialkennwerte werden anhand von Versuchsergebnissen aufgezeigt. Der Beitrag schließt mit Schlussfolgerungen und Konsequenzen für die Flanschauslegung, die sowohl Kosteneinsparungen als auch ökologische Vorteile betonen.
    6. 16. Umhüllung und Auskleidung von Stahlrohren

      Ulf Helbig, Gerd Mühlenbeck
      Das Kapitel behandelt die Umhüllung und Auskleidung von Stahlrohren und deren Bedeutung für den Korrosionsschutz. Es werden verschiedene Umhüllungssysteme vorgestellt, darunter Verzinkung, thermoplastische und duroplastische Kunststoffumhüllungen sowie mechanische Schutzumhüllungen. Jede dieser Methoden hat spezifische Anwendungsbereiche und technische Anforderungen. Besonders interessant ist die Diskussion über die Herausforderungen bei der Nachumhüllung von Stahlrohren unter schwierigen Bedingungen und die Notwendigkeit einer sorgfältigen Auswahl und Kombination der verschiedenen Umhüllungssysteme. Zudem wird auf die Auskleidung von Stahlrohren eingegangen, die den inneren Korrosionsschutz gewährleistet und die hydraulischen Eigenschaften der Rohrleitungen optimiert. Der Text bietet einen umfassenden Überblick über die aktuellen Technologien und Best Practices im Bereich des Korrosionsschutzes für Stahlrohre.
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Titel
Rohrleitungen 1
Herausgegeben von
Hans-Burkhard Horlacher
Ulf Helbig
Copyright-Jahr
2024
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-60802-9
Print ISBN
978-3-662-60801-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-60802-9

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