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09.11.2021 | Rohstoffe | Nachricht | Online-Artikel

Chinas sinkender Export führt zu Magnesium-Metall-Knappheit

verfasst von: Patrick Schäfer

1 Min. Lesedauer
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Aufgrund schrumpfender Exportzahlen aus China bleibt die weltweite Versorgungslage bei Magnesium-Metall mindestens bis zum Jahresende angespannt. Die Rohstoffknappheit betrifft auch die Automobilproduktion.

Nach Einschätzung der Deutschen Rohstoffagentur (Dera) ist die angespannte Lage bei Magnesium auf die zuletzt stark abnehmenden Exportzahlen aus China zurückzuführen. China ist mit einem Anteil von 85 % Weltmarktführer bei der Magnesiumproduktion. Nach Angaben der chinesischen Zollbehörde sind Ausfuhren von Magnesium-Metall im September um 25 % gegenüber dem Vormonat eingebrochen. Von der Rohstoffknappheit sind Wirtschaftszweige betroffen, die Magnesium in Aluminiumlegierungen und Druckgussbauteilen einsetzen – unter anderem auch die Automobilindustrie.

Ausschlaggebend sind vor allem Produktionskürzungen in der Provinz Shaanxi, dem Zentrum der energieintensiven Magnesium-Metallproduktion in China. Dort werden fast 70 % der gesamten Produktion von Magnesium-Metall in China gefertigt. Aufgrund einer allgemein angespannten Versorgungslage im Energiesektor musste die Provinz ihren Stromverbrauch aufgrund staatlicher Vorgaben stark reduzieren. Die daraus resultierenden Knappheit führte zu einem Allzeithoch beim Magnesiumpreis im September 2021, der bei über 10.000 US-$ pro Tonne lag. "Derzeit ist das Produktionsvolumen in China für die nächsten Monate kaum abschätzbar. Inwiefern und wieviel Magnesium-Metall für den Export zur Verfügung stehen wird, bleibt abzuwarten", erklärt die China-Expertin der Dera, Dr. Yun Schüler-Zhou. 

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