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19.07.2023 | Rohstoffe | Infografik | Online-Artikel

Ausgaben für Lithiumexploration steigen am stärksten

verfasst von: Thomas Siebel

1:30 Min. Lesedauer

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Die Ausgaben für die Erkundung neuer Rohstoffvorkommen sind 2022 im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen – bei Lithium sogar um 87 %. Vor allem kleine Bergbauunternehmen treiben die Entwicklung.

Insgesamt 13 Milliarden US-Dollar haben Bergbauunternehmen im Jahr 2022 für die Exploration neuer Rohstoffvorkommen investiert – 16 % mehr als im Jahr 2021. Das berichtet die Deutsche Rohstoffagentur mit Verweis auf den Finanz- und Industriedatenanbieter S&P Global Market Intelligence. Mit 7 Milliarden US-Dollar wurden dabei die meisten Mittel für die Erkundung neuer Goldvorkommen investiert. Die nächstgrößeren Sektoren sind Kupfer, Diamanten und Nickel mit 2,8, 0,9 und 0,6 Milliarden US-Dollar.

Interessant ist allerdings auch Blick auf die Sektoren mit dem größten Wachstum. So sind die Ausgaben für die Erkundung neuer Lithiumvorkommen im Vorjahresvergleich um 87 % gestiegen, womit sich der Trend seit dem Jahr 2016 mit durchschnittlichen Wachstumsraten von über 50 % für dieses Metall noch einmal verstärkt hat. Auch für die Erkundung von Nickel, Seltenen Erde und Kupfer steigen die Ausgaben deutlich.

Dabei ist die Förderung von Lithium insbesondere für kleine Bergbauunternehmen interessant, was sich auch in der Verteilung der Investitionen niederschläft: Etwa 70 % der Ausgaben für die Lithiumexploration leisten kleine Unternehmen, während der Anteil großer Unternehmen bei 14 % liegt. Im Durchschnitt über alle Rohstoffe sind die Investitionsanteile von kleineren und großen Bergbauunternehmen mit 43 und 45 % gleichverteilt.

Grund für den hohen Anteil kleinerer Unternehmen ist, dass der Lithiummarkt noch relativ klein und weniger konsolidiert ist als beispielsweise der Kupfermarkt. Um sich zu finanzieren, sind kleine Unternehmen darauf angewiesen, Investoren oder Kreditgeber zu finden. Steigende Zinsen verteuern dabei die Kapitalbeschaffung, was dazu führen kann, dass die Explorationstätigkeit wieder abnimmt. Beobachten ließ sich das laut dem Bericht bereits im zweiten Halbjahr 2022, in dem die Zahl der weltweiten Explorationsbohrungen bereits abgenommen hat.

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