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Über dieses Buch

Lernen Sie in diesem anschaulichen Lehrbuch die Grundlagen und Techniken einer besonderen Form der Gesprächsführung kennen: der Moderation. Erfahren Sie, wie Moderation die Kommunikation und Zusammenarbeit in Gruppen unterstützt und die in der Gruppe vorhandenen Potenziale freisetzt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Beginnen wir mit einer guten Nachricht: Die Grundlagen zur menschlichen Kommunikation, die Sie beispielsweise in den Büchern „Was wir uns wie sagen und zeigen. Menschliche Kommunikation.“ (Lubienetzki und Schüler-Lubienetzki 2020b) und „Lass uns miteinander sprechen. Gesprächsführung.“ (Lubienetzki und Schüler-Lubienetzki 2020a) über menschliche Kommunikation kennenlernen können, gelten auch dann, wenn mehr als zwei Menschen, also Gruppen, miteinander kommunizieren. Etwas Wasser müssen wir aber dennoch in den Wein gießen, denn mit einer steigenden Anzahl von Menschen steigt auch die Komplexität der Kommunikation. Lassen wir sämtliche anderen Faktoren weg, so zeigt allein schon die Überlegung, dass jedes Gruppenmitglied zu jedem anderen Gruppenmitglied eine spezifische Beziehung besitzt, das Ausmaß der Komplexität. Bei fünf Menschen gibt es bereits zehn Beziehungskombinationen und bei zehn Menschen sind es 45 Kombinationen – natürlich vorausgesetzt, dass die in Beziehung stehenden Menschen ihre Beziehung gleich definieren. Damit Gruppen erfolgreich kommunizieren können, gibt es verschiedene Möglichkeiten die Kommunikation zu unterstützen.
Ulf Lubienetzki, Heidrun Schüler-Lubienetzki

2. Moderation?! Was ist das?

Begriffsabgrenzung, Ziele und Grenzen der Moderation
Zusammenfassung
Bereits wenn zwei Menschen miteinander kommunizieren, kann es sehr komplex zugehen. Kommuniziert eine Gruppe von Menschen, steigt die Komplexität noch einmal deutlich an. Gerade in professionellen Zusammenhängen ist es alltäglich, dass Gruppen zielgerichtet zusammenarbeiten müssen. Die Spanne der in Unternehmen anzutreffenden Gruppen reicht dabei von strikt in Arbeitsprozessen reglementierten Arbeitsbeziehungen bis hin zu sehr freien Expertengruppen, die gemeinsam ein Problem lösen sollen. Je weniger Regeln dabei für die Zusammenarbeit aufgestellt sind, desto höher sind der Kommunikationsbedarf und die Komplexität der Zusammenarbeit. Die Moderation eröffnet die Chance, Gruppen zu unterstützen und zu befähigen, zielgerichtet zusammenzuarbeiten und die kommunikative Komplexität zu beherrschen. Was genau unter Moderation zu verstehen ist, unter welchen Umständen Moderation zielführend ist und welche Probleme im Moderationsprozess auftreten, möchten wir in diesem Kapitel behandeln.
Ulf Lubienetzki, Heidrun Schüler-Lubienetzki

3. Am Moderationsprozess sind mehr als zwei Menschen beteiligt

Rollen im Moderationsprozess
Zusammenfassung
Zum Moderationsprozess gehören drei Rollen bzw. Beteiligte. Kurz gesagt: eine Person definiert den Auftrag (die Auftraggeberin/der Auftraggeber), eine andere moderiert (die Moderatorin/der Moderator), und die Gruppe leistet die inhaltliche Arbeit. In diesem Kapitel gehen wir genauer auf die einzelnen Beteiligten ein und beschreiben, welche Aspekte die Auftraggeberin/der Auftraggeber bei ihrer/seiner Entscheidung für eine Moderation berücksichtigen sollte, welche Aufgaben die Moderatorin/der Moderator im Einzelnen übernimmt und wie sie/er sich darauf vorbereitet, sowie anhand welcher Gesichtspunkte sich eine Arbeitsgruppe mit ihren Mitgliedern spezifizieren lässt. Dabei widmen wir uns dem Konzept der Themenzentrierten Interaktion nach Ruth Cohn (1980) und erklären, inwiefern dieses eine Orientierung für die Haltung und das Verhalten der Moderatorin/des Moderators und der Gruppenmitglieder bietet.
Ulf Lubienetzki, Heidrun Schüler-Lubienetzki

4. Immer ein Schritt nach dem anderen

Der Moderationsprozess
Zusammenfassung
Moderation beginnt deutlich vor der eigentlichen Gruppenarbeit und endet erst, nachdem die Gruppe auseinandergegangen ist. Die Moderatorin bzw. der Moderator ist durchgängig an allen Schritten beteiligt. Bei der Auftraggeberin/dem Auftraggeber und der Gruppe muss dies nicht zwangsläufig so sein. Die Auftraggeberin/der Auftraggeber arbeitet hauptsächlich während der Vertragsklärung mit der Moderatorin/dem Moderator zusammen. Diese/dieser bereitet sich daraufhin strukturiert auf die moderierte Gruppenarbeit vor. Die eigentliche Gruppenarbeit lässt sich in den von der Moderatorin/vom Moderator gestalteten Einstieg und Abschluss sowie die inhaltliche Arbeit unterteilen. Während die Gruppe inhaltlich arbeitet, unterstützt die Moderatorin/der Moderator den Prozess aktiv mit Vorschlägen, sichert Ergebnisse, kümmert sich um Störungen und erhält die Arbeitsfähigkeit der Gruppe. Schließlich hält sie/er die Ergebnisse der Zusammenarbeit in einem Protokoll fest.
Ulf Lubienetzki, Heidrun Schüler-Lubienetzki

5. Besondere Settings und Herausforderungen der Moderation

Außergewöhnliche Gruppen und immer wiederkehrende Fallstricke
Zusammenfassung
Bestimmte Gruppen und Situationen stellen mitunter besondere An- und Herausforderungen an die Moderation. So gibt es Gruppengrößen, die zusätzlich zur Arbeit der Moderatorin/des Moderators nur durch besondere Settings und Formen der Zusammenarbeit zielgerichtet unterstützt werden können. In diesem Kapitel werden wir uns mit zwei solcher besonderen Verfahren für große Gruppen genauer befassen: dem sogenanntem World Café und dem Open Space-Verfahren. Für die Moderation gilt außerdem: Alles kann passieren. Das macht sie einerseits so interessant und herausfordernd und andererseits lohnt es sich daher, auf immer wieder auftretende Herausforderungen vorbereitet zu sein. Solche Herausforderungen können unter anderem in gruppendynamischen Effekten oder Widerständen bestehen und fordern von der Moderatorin/vom Moderator ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsbereitschaft.
Ulf Lubienetzki, Heidrun Schüler-Lubienetzki

6. Gesamtzusammenfassung in Schlagworten

Zusammenfassung
Wir fassen zusammen, was wir in diesem Buch behandelt haben.
Ulf Lubienetzki, Heidrun Schüler-Lubienetzki

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