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Über dieses Buch

Korrosionsvorgänge sind in der Natur allgegenwärtig. Die zunehmende Umweltbelastung, vor allem durch Verbrennungsgase, ist maßgeblich an äußeren Korrosionsschäden an Metallbauwerken beteiligt. Das Buch stellt die umfangreichen Möglichkeiten nachträglicher Behandlung von Metallbauteilen vor. Die verschiedenen Baustoffe und Materialien für die Sanierung sind ausführlich erklärt. Ziel ist die Darstellung der wichtigsten Technologien und verwendbaren Materialien. Das Autorenteam beschreibt die Wirkprinzipien einzelner Verfahren und berät den Leser zu rechtlichen Aspekten unter Einbeziehung von "Fallstricken", die vom Bauleistungsangebot bis zur Bauabnahme auftreten können. Eine juristische Vorbildung wird dabei nicht vorausgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Begriff – Ursachen – Vorgänge der Korrosion

Zusammenfassung
Die Metalle sind am Bauwerk verschiedenen Einflüssen ausgesetzt. So wirkt die atmosphärische Luft auf die Metalle ein. Sie enthält Wasserdampf, Sauerstoff, Verbrennungsgase wie Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Schwefeldioxid sowie verdünnte Säuren und Laugen (Abb. 1.1). Auch Wasser gelangt durch Bodenfeuchtigkeit, Schwitzwasserbildung, Regen, Schnee und Eis an die Metalle. Außerdem können Frisch- und Festmörtel sowie Frisch- und Festbeton die Oberfläche bestimmter Metalle angreifen. Oft werden die Metalle von der Oberfläche aus fortschreitend zerstört, der Prozess der Korrosion findet statt.
Michael Stahr, Klaus-Peter Radermacher

2. Fehler und Gefährdungen

Zusammenfassung
Wie eingangs aufgezeigt, wird ein Schwerpunkt der Sanierung metallischer Bauteile auf dem Ersatz und Neuaufbau liegen. Daher besteht die Gefahr, dass ähnliche korrosionsbegünstigende Fehler in Projektierung, Konstruktion und Werkstoffauswahl auftreten können. Wesentliche technische Mängel und Schäden an Korrosionsschutzsystemen mit soweit zurzeit vorhandenen Normen sind in Tab. 2.1 aufgeführt.
Michael Stahr, Klaus-Peter Radermacher

3. Werkstoffe

Zusammenfassung
Metalle haben als Werkstoff für die Sanierung von Bauteilen große Bedeutung. Auch die erforderlichen Werkzeuge und Maschinen bestehen überwiegend aus Metallen. Man unterscheidet Eisenwerkstoffe und Nichteisenwerkstoffe (Abb. 3.1). Das Anforderungsprofil des Werkstücks bedingt die physikalischen und chemischen Gebrauchseigenschaften, die zusammen mit den technologischen und Umwelteigenschaften ein wirtschaftliches Optimum ergeben sollten (Abb. 3.2). Werkstoffe für niedrig beanspruchte Werkstücke und Massenteile sind vor allem nach Material- und Verarbeitungskosten, Werkstoffe für hochbeanspruchte Teile nach den Gebrauchseigenschaften auszuwählen.
Michael Stahr, Klaus-Peter Radermacher

4. Schutz metallischer Konstruktionen

Zusammenfassung
Guter Schutz vor Korrosion muss bei der Formgebung der Stahlbauteile beginnen (Abb. 4.1). Es sollte so konstruiert werden, dass sich keine Wassersäcke und größere Schmutzablagerungen bilden können. Alle Stahlteile müssen zugänglich sein oder so geschlossen werden, dass kein Luftaustausch stattfinden kann. Bei zusammengesetzten Profilen sind der Profilhöhe entsprechend Mindestabstände einzuhalten.
Michael Stahr, Klaus-Peter Radermacher

5. Sanierungsbeispiele metallischer Konstruktionen

Zusammenfassung
Wie bei jeder Entscheidung für eine Sanierungsmaßnahme gehört neben der Konstruktion auch die Auswahl des Werkstoffs dazu. Das kann aus historischer und denkmalgerechter Sicht das gleiche „alte“ Material oder auch neuzeitliches sein. Neben technischwirtschaftlichen und denkmalpflegerischen Aspekten spielen auch strukturelle (gliedern, profilieren, teilen) und assoziative (Vorstellung, Visionen) Faktoren eine Rolle. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass keiner dieser Gesichtspunkte allein ausschlaggebend sein kann, wenn es um die Entscheidung für einen Werkstoff geht. Sie überlagern und beeinflussen sich in der Praxis.
Michael Stahr, Klaus-Peter Radermacher

6. Entwicklung von Kunstschlosserarbeiten und Metallberufen

Zusammenfassung
Vor etwa 30 Jahren hat eine starke Rückbesinnung auf alle dieser metallischen Kunstschmiedearbeiten begonnen. Dabei ist man bemüht, viele Teile im Original zu erhalten und zu sanieren. Über moderne Möglichkeiten wurde in den vorangegangen Kapiteln informiert. Aber auch neue Formen sind wieder aktuell.
Michael Stahr, Klaus-Peter Radermacher

7. Rechtliche Grundlagen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die rechtlichen Grundlagen, die bei der Durchführung einer Baumaßnahme, insbesondere einer Sanierung zu beachten sind, dargestellt. Der Schwerpunkt liegt bei dem sog. privaten Baurecht, also dem Werkvertragsrecht, wobei die Darstellung dem üblichen Verlauf einer Baumaßnahme, also vom Angebot über den Vertragsschluss, die Bauabwicklung inkl. Vergütungsfragen, die Abnahme bis hin zur Gewährleistung/ Mängelansprüche, folgt. Hiermit zusammenhängende Themenbereiche wie die Vergabe, das Architektenrecht, das öffentliche Baurecht und das Bauproduktenrecht werden ebenfalls angesprochen.
Michael Stahr, Klaus-Peter Radermacher

Backmatter

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