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Sanierung

weitere Buchkapitel

Geld- und Vermögensanlage

Zu A: An der Börse werden notiert: Optionsanleihen mit Optionsschein (Anleihe cum = volle Stücke), Optionsanleihe ohne Optionsschein (Anleihe ex = leere Stücke) und der Optionsschein allein.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kreditsicherheiten

B: Die Produktionsanlage wird zu einem wesentlichen Bestandteil des Grundstücks nach der Montage und haftet somit dem Grundschuldgläubiger.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

1. § 1 Allgemeines Umweltrecht

Der Begriff Umwelt bezeichnet in seiner allgemeinen sprachlichen Bedeutung die umgebende Welt vor allem des Menschen, aber auch anderer Lebewesen. In seiner durch die ökologische Diskussion entwickelten spezifischen Bedeutung versteht man darunter heute die Gesamtheit der äußeren Lebensbedingungen, die auf eine bestimmte Lebenseinheit (Mensch, Tier, Pflanze) einwirken bzw. in einer Wechselwirkung untereinander stehen. In diesem weit verstandenen Sinne gehören zur Umwelt die gesamte belebte und unbelebte Umgebung einschließlich der sozialen Umwelt (auch als Mit-Welt bezeichnet) und ihrer Institutionen.

Winfried Kluth

4. § 4 Wasserrecht

Das Wasser gehört zu den wichtigsten Grundlagen des menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens. Es wird vom Menschen in vielfältigster Weise genutzt. Neben seiner Verwendung als Trink- und Brauchwasser ist es wichtiges Produktionsmittel für Industrie und Handwerk. Es wird zur Stromproduktion in Wasserkraftanlagen benötigt und dient der Kühlung von Kernkraftwerken.

Anne-Barbara Walter

5. § 5 Natur- und Artenschutzschutzrecht

Die historischen Wurzeln des Naturschutzes liegen im Schutz besonders schöner Landschafts-bestandteile. Sie stehen im Zeichen des romantischen Naturerlebens und des Heimatschutzes. Beispielhaft dafür sind die Bemühungen um den Schutz des Drachenfels bei Bonn seit dem Jahr 1836. Sie haben den Grundstein zum Naturdenkmalschutz gelegt. Sie galten in der Folge auch besonders schönen und seltenen Tieren und Pflanzen. Eine besondere Rolle für die Begründung des Artenschutzes spielte hierbei der Vogelschutz. Eine erste gesetzliche Grundlage erhielt der Naturschutz mit dem Reichsnaturschutzgesetz vom 28.06.1935.

Rainer Wolf

Kapitel 11. Verhalten der Kreiselpumpen in Anlagen

Themen in Kapitel 11: Anlagenkennlinien und Arbeitspunkt; Einzelbetrieb, Parallel- und Reihenschaltung; Drossel-, Drehzahl-, Bypass-, Vordrallregelung; Statische und dynamische Stabilität; Anfahren und Abschalten; Ausfall des Antriebes, Druckstoß; Zulässiger Betriebsbereich und Erwärmung des Fluids durch Verluste; Thermometrische Wirkungsgradmessung; der Pumpenzulauf: Zulaufleitungen, Transientes Absinken des Zulaufdrucks, Einlaufbauwerke und Zulauf aus Behältern mit freiem Fluidspiegel; Topfpumpen; Druck- und Heberleitungen.

Johann Friedrich Gülich

Kapitel 4. Auslegung des Begriffes der „am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligten“

Obgleich die Einbindung der am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligten für die Prozesskostenhilfe nach § 116 S. 1 Nr. 1 ZPO das größte Hindernis sowohl für Antragsteller als auch für das Gericht darstellt, wird dem Begriff verhältnismäßig wenig Beachtung geschenkt. In der Literatur erfolgt nicht selten eine unkritische Benennung oder Aufzählung von Einzelfällen, die in der Rechtsprechung entschieden wurden.

Dominik Göttler

2. Wirtschaftsverfassungsrecht

Im Wirtschaftsverfassungsrecht (Kap. 2) werden zunächst diejenigen Verfassungsbereiche behandelt, die ordnend und gestaltend auf wirtschaftliche Prozesse und Aktivitäten einzelner Wirtschaftsteilnehmer einwirken. Dazu zählen neben verfassungsrechtlichen Fragen der Wirtschaftsordnung vor allem die Grundrechte, insbesondere, wenn sie als individuelle Abwehrrechte gegenüber staatlichen Eingriffen wirken. Hinzu treten Staatsziele und staatsorganisationsrechtliche Grundlagen, die die hoheitlichen Kompetenzen gewaltenteilig begründen (Art. 70 ff. GG) sowie Aufgaben und Befugnisse zuweisen (Art. 30, 83 ff. GG). Abgerundet wird das Kapitel durch die Bezüge zwischen der deutschen Verfassungsordnung und dem europäischen wie internationalen Wirtschaftsrecht.

Cornelia Manger-Nestler, Ludwig Gramlich

Die Sanierung des Sonnensegels im Westfalenpark Dortmund: eine frei geformte Dachschale aus Holz

Das von Behnisch und Partner geplante, im Jahr 1969 für die Bundesgartenschau »Euroflor« fertiggestellte Sonnensegel im Dortmunder Westfalenpark war als Demonstrationsobjekt für fortschrittlichen Holzbau konzipiert. Ursprünglich als temporärer Pavillon ausgelegt, mussten nach vier Jahrzehnten Standzeit die frei bewitterten Nadelholz-Stützen mit einer lastabtragenden Stahlverstärkung versehen werden und 2013 kam es dann schließlich zur vollständigen Sperrung des Objekts, da aufgrund der stark geschädigten Substanz eine ausreichende Standsicherheit nicht mehr gegeben war. Nachdem in Auswertung mehrerer Gutachten bereits schon der Abriss des denkmalgeschützten Holzflächentragwerks diskutiert wurde, stellte die von der Wüstenrot Stiftung initiierte und von Knippers Helbig erarbeitete Machbarkeitsstudie (2017) eine grundlegende, denkmalpflegerisch vertretbare Instandsetzung in Aussicht.

Thorsten Helbig, Florian Gauss, Li Jian-Min, Adam Seidel

Energieeffizienzmaßnahmen in der Altbausanierung

In der Regel gibt es bereits zahlreiche Ausführungsmöglichkeiten, um den Altbau fachgerecht zu sanieren. Jedes Gebäude erfordert jedoch eine individuelle Herangehensweise und eigene Lösungsvarianten. Der Altbau zeichnet sich besonders durch zahlreiche Konstruktionsdetails aus, die erst mühsam erfasst und bewertet werden müssen.

Eduard Völker, Peter Strangfeld, Torsten Bark

Barocker Prachtbau – sensible denkmalgerechte Instandsetzung des Stadtmuseums Lindau

Das „Haus zum Cavazzen“ wurde 1730 nach dem Stadtbrand in Lindau errichtet. Mit dem Mansarddach und der opulenten Fassadengestaltung zählt es zu den markantesten barocken Baudenkmalen in der Bodenseeregion. Das Gebäude beherbergt das Stadtmuseum: Für die Ausstellungsräume bestehen höchste klimatische und sicherheitstechnische Anforderungen, die im Spannungsfeld mit der historischen Bausubstanz zu realisieren sind.

Martin Fink, Felix Schlamm, Enrico Deutsch

Nutzen des Klimaschutzpaketes des Bundes – Sanieren mit KfW Mitteln

Eine der dringenden globalen Aufgaben ist der Klimaschutz. Seit Beginn der Industrialisierung ist der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) in die Erdatmosphäre konstant angestiegen. Hauptsächlicher Verursacher sind hierbei die Energieaufwendungen der Länder. So haben sich auf der Weltklimakonferenz 2015 in Paris 197 Staaten verpflichtet, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen und in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts weltweit eine Treibhausgasneutralität zu erreichen. Dazu wurden verbindliche europäische Ziele, daraus abgeleitet nationale Ziele, vereinbart, um den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um mindestens 40 % gegenüber 1990 zu verringern.

Hans-Peter Leimer, Jan Schneider

Innovative Mauerwerksbefestigung und energetische Fassadensanierung

Die Backsteinfassaden der Reichardtblöcke in Hamburg aus den 1929-1932er Jahren sollten aufgrund eines extrem hohen Energieverbrauchs und Feuchtigkeitsproblemen routinemäßig instandgesetzt werden. Eine Bestandsaufnahme offenbarte jedoch gravierende bauliche Mängel bei den zweischalig konstruierten Außenwänden auf der Westseite der Gebäude. Vorsatzschale und Tragmauerwerk waren nicht mehr verankert, der Mörtel der Vorsatzschale praktisch nicht mehr vorhanden. Folglich war die Standsicherheit der drei- bis viergeschossigen Fassaden nicht mehr gewährleistet.

Kerstin Paschko, Arnold Drewer

Rathaus Burgkunstadt – Sanierung eines Kulturdenkmals

„Ein Denkmal kann erfolgreich energetisch modernisiert werden, ohne seine historische Prägung zu beeinflussen“. Mit dem 1689/90 durch Zimmermeister Jörg Hofmann aus Zeil am Main errichteten Oberbau gilt das Rathaus Burgkunstadt als eines der bedeutendsten Fachwerkbauten in Franken. Nach ausführlichen Voruntersuchungen des Einzeldenkmals wurde 2007-2009 die mit erheblichen Schäden aus früheren Sanierungen vorhandene Bausubstanz umgebaut und modernisiert.

Reinhold Huth, Matthias Huth

Fassadensanierung am ehemaligen Amerikanischen Generalkonsulat in Düsseldorf

Das ehemalige Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika an der Cecilienallee 5 in Düsseldorf-Golzheim wurde 1953 nach Plänen von Skidmore Owings & Merrill (SOM) im International Style der 1950er Jahre erbaut. Das Gebäude löst sich von der traditionellen Baukunst bzw. organischen Architektur der Nachkriegszeit. Architekturgeschichtlich ist der Bau dem Internationalen Stil zuzuordnen und gehört neben dem Dreischeibenhaus zu den architektonisch bedeutenden Beispielen der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf.

Jürgen Einck

Denkmalgerechte Sanierung Gasometer Oberhausen

Der Gasometer Oberhausen, 1929 errichtet vom MAN Werk Gustavsburg in „MAN-Bauweise", ist ein Industriedenkmal in Oberhausen und seit 1994 die höchste Ausstellungs- und Veranstaltungshalle Europas. Lindner Lohse Architekten wurde mit der denkmalgerechten Komplettsanierung betraut. Verortet ist der Gasometer in der Neuen Mitte – unmittelbar am Rhein-Herne Kanal.

Harald Lindner, David Auerbach, Dirk Böttger

„Vom Speicher zur Wohnung“ – Innerstädtische Nachverdichtung im Denkmal

Das Mansarddach des fünfgeschossigen Kulturdenkmals war schadhaft, ungedämmt und sollte im Zuge der Sanierung zu einer Wohnung ausgebaut werden. Das gründerzeitliche Mehrfamilienhaus in Kassel unweit zum Weltkulturerbe, dem Bergpark Wilhelmshöhe, wurde 1895 errichtet. Im vormals als Speicher genutzten Dachboden entstand eine neue, zeitgemäße Wohnung mit Dachterrasse.

Gerhard Greiner, Johannes Hegger

Denkmalsanierung authentisch und energieeffizient – Möglichkeiten und Chancen mit mundgeblasenem Glas als Isolierglas

Sanierungsmaßnahmen zur energetischen Ertüchtigung historischer Gebäude und Altbauten gehen oft einher mit Veränderungen an Fenstern und Verglasung. Der Einsatz von Isoliergläsern ist dabei gängige Praxis, hat aber häufig den Verlust der historischen Fenstergläser zugunsten industriell hergestellter Flachgläser zur Folge. Dass aber modernste technische Anforderungen an Energieeffizienz den Einsatz traditionell gefertigter Flachgläser nicht zwangsläufig ausschließen müssen, soll folgender Artikel zeigen.

Michael Brückner

Die energetische Sanierung des HVB-Tower – Technische Revitalisierung eines denkmalgeschützten Wahrzeichens Münchens

Ein urbanes Wahrzeichen, ein Pionierprojekt für deutsche Hochhausarchitektur der 1980er Jahre und ein innovatives Büroraumkonzept: All diese Merkmale vereint der HypoVereinsbank-Tower, kurz HVB-Tower, in München. Der HVB-Tower ist eine Skulptur, ein Unikat mit einer bis heute faszinierenden Konstruktion und Anmutung. Das ikonische und denkmalgeschützte Gebäude der Architekten Walther und Bea Betz wurde 2015 von HENN einer energetischen Sanierung sowie einer völligen Neugestaltung seiner Innenräume unterzogen.

Gunter Henn

Sanierung und Umbau eines Wohnhauses der 1930er Jahre

Das Wohnhaus Wieckestraße Nr. 10 in Dresden ist fast 100 Jahre alt und eines der letzten original erhaltenen Gebäude in der Doppelhaus-Siedlung in Leubnitz-Neuostra. Es steht nicht unter Denkmalschutz. Anliegen ist es, möglichst viel originale Substanz zu erhalten und das Gebäude nachhaltig, ökologisch und der Substanz angemessen zu sanieren und umzubauen.

Katrin Schweiker, Stefan Dirlich

Das wachsende Haus – Wohngebäude der 50er und 60er Jahre

Die Idee, ein mit steigenden Ansprüchen „wachsendes Haus“ zu bauen, reicht weit in das vorige Jahrhundert zurück. Gegenstand der Überlegungen war und ist es noch immer, Einfamilienhäuser den jeweils gegebenen Umständen anpassungsfähig zu planen. Einige der ersten Überlegungen diesbezüglich stammen beispielsweise von Max Taut, dem Bruder von Bruno Taut.

Astrid Holz

Schutz und Behaglichkeit: Von der energetischen Sanierung mit Flächenheizung profitieren Gebäude und Bewohner

Denkmäler, schützenswerte Bausubstanz, erhaltenswerte Altbauten – all das sind Synonyme für die Geschichte und die Identität einer Region. Eine Voraussetzung für die Erhaltung dieser Gebäude ist die Anpassung des Wohnstandards an heutige Bedürfnisse, ohne die Ansicht zu verändern und der Substanz der Gebäude zu schaden. Das Augenmerk wird meist auf geeignete Dämmstoffe und Dämmmaßnahmen gelegt, doch erst in Verbindung mit einer effizienten Anlagentechnik kann ein funktionierendes Energiekonzept erstellt werden.

Alexandra Schmitt

Kapitel 7. Lokale Wohnungspolitik im Kontext sozioökonomischer Herausforderung und diskursiver Problemdeutung: Ein Städtevergleich

Noch vor 15 Jahren galt die verbreitete Annahme, die dringendsten Fragen der deutschen Wohnungspolitik seien gelöst. Eine dem Zeitgeist entsprechende Abkehr von der staatlichen wohnungspolitischen Steuerung hin zur ökonomischen Selbstregulierung des Wohnungsmarkes hatte sich durchgesetzt. Dieser politische Rückzug erweist sich angesichts rasant steigender Miet- und Immobilienpreise und den damit verbundenen Folgekosten wie soziale Segregation, Armutsgefährdung und eine erheblich eingeschränkte Vermögensbildung der sogenannten Mittelschicht als problematisch.

Heike Böhler, Max Kayser

Kapitel 5. Die ewig neue Wohnungsfrage! Auf den Spuren bundesdeutscher Debatten zur sozialen Wohnraumversorgung

Der Beitrag geht zurück zu den Debatten einer kritischen Wohnungsforschung der 1970er und 80er Jahre, um daraus eine Agenda für eine gesellschaftheoretisch inspirierte Wohnungsforschung der Gegenwart zu entwickeln. Diese Auffrischung des fachlichen Gedächtnisses soll künftige Wohnungsforschung informieren, „die die Wohnungsfrage als wesentliche gesellschaftliche Frage ins Zentrum stellt“. Dabei stehen drei Debatten im Mittelpunkt: Erstens, die gesellschaftstheoretische (Selbst-)Verortung von Wohnungsforschung, zweitens die Diskussionen um die Rolle des sozialen Wohnungsbaus und drittens um Möglichkeiten des nicht-profitorientierten Wohnungsbaus durch staatliche sowie zivilgesellschaftliche Akteure. In allen drei miteinander verwobenen Feldern wird klar, dass viele der heutigen Fragen – wenn auch durch andere theoretische Perspektiven – vor bereits gut 40 Jahren lokale Politik- und Wohnungsforschung beschäftigt hatten. Die AutorInnen entwickeln daraus eine Agenda einer stärker zu institutionalisierenden Wohnungsforschung.

Sebastian Schipper, Barbara Schönig

Kapitel 4. Zielkonflikte und Steuerungsmöglichkeiten der Kommunen bei der Anerkennung von Unterkunftsbedarfen im Rahmen der Grundsicherung

Max-Christopher Krapp, Christian von Malottki

§ 5 WiStG Miepreisüberhöhung

Beiler, Zum Einfluß der Mangellage auf das Verbot des § 5 Abs. 2 WiStG, ZMR 1998, 480; Besenthal, Mietwucher als Problem der Strafgesetzgebung, 1971; Beuermann, Mietpreisüberhöhung bei ausgebauten Dachgeschoßwohnungen?, GE 1996, 10; ders., Mietpreisüberhöhung durch nachträglich sinkendes Mietniveau?, GE 1997, 582; ders., Rechtswidrig überhöhte Mieten bei Wohn- und Gewerberaum, GE 1997, 652; ders., Die Darlegung der Ausnutzung eines geringen Angebots, GE 1997, 1081; ders., Geringes Angebot im Sinne des § 5 WiStG und Teilmärkte, GE 1998, 1124; ders., Abzug der Erträge von laufenden Aufwendungen bei § 5 WiStG?, GE 1998, 711; ders. Wird bei Neuvermietung in Berlin die vereinbarte Miete durch § 5 Wirtschaftsstrafgesetz begrenzt?, GE 2013, 1112, Boeken, Mietpreisüberhöhung im Sinne von § 5 WiStG und ihre Folgen für die Wirksamkeit von Mietzinsvereinbarungen, WuM 1997, 145; Börstinghaus, Zivilgericht und Mietspiegelakzeptanz, WuM 1997, 421; Bohnert, Ordnungswidrige Mietpreisüberhöhung, 2. Aufl. 1996; Bub, Mietwucher bei der Wohnraummiete, PiG 46, 191; Buchmann, Nochmals – Berücksichtigung von Änderungen des ortsüblichen Vergleichsmietzinses bei Rückforderungen von überhöhtem Mietzins, WuM 1995, 427; ders., Rückzahlungsanspruch wegen nach § 5 WiStG überhöhten Mietzinses – Berücksichtigung von Veränderungen des ortsüblichen Vergleichsmietzinses?, WuM 1995, 86; Eisenhardt, Das geringe Wohnungsangebot, seine Ausnutzung und das Unbehagen an § 5 WiStG, WuM 1998, 259; Eisenschmid, Sittenwidrigkeit, Miet- und Sozialwucher, PiG 55, 55; Fleindl, § 5 WiStG – Ein Fall für den Papierkorb?, WuM 2013, 703; Gericke, Strafrechtliche Sanktionen für Fehlverhalten von Mietvertragsparteien, NJW 2013, 1633; Hentschel, Gibt es in Berlin ein geringes Wohnungsangebot im Sinne des § 5 WiStG?, MM 1998, 439; Hofacker, Preisvorschriften für sogenannten preisfreien Wohnraum, 2000; Keckemeti, Mietwucher bei Gewerbemieträumen, NZM 2000, 598; Keller, Zivilrechtliche Mietpreiskontrolle, 1996; Kinne, Mietpreisüberhöhung (§ 5 WiStG) – alte Fragen, neue Antworten?, ZMR 1998, 473; ders., Neue Entwicklungen bei den überhöhten Miete, GE 2000, 30; Kohte, Die Rechtsfolgen der Mietpreisüberhöhung, NJW 1982, 2803; Lammel, Theorie und Praxis der Mietpreisüberhöhung nach § 5 WiStrG (Frankfurt a. M.), NZM 1999, 989; Langenberg, Zur Anwendung des § 5 WiStG auf Sonderobjekte, ZMR 2005, 97; Lenhard, Erbe oder Wirtschaftstraftäter?, ZMR 1996, 7; Mersson, Der neue alte § 5 WiStG, seine Voraussetzungen und die Darlegungslast im Mietrückforderungsprozeß, DWW 2002, 220; Miggel, Zulässige Wohnraummiete von über 150 % des Mietspiegelbetrages?, GE 1995, 1100; Mock, Mietwucher. Eine empirische Untersuchung über Mietpreiskontrolle nach § 5 WiStG, 1994 (mit Besprechung durch Börstinghaus, in: ZMR 1995, 231); Neuhaus, Mietpreisüberhöhung nach § 4 WiStG in der gewerblichen Miete, NZM 2009, 646; Pellegrino, Die angemessene Eigenkapitalrendite des Vermieters als Kriterium der Mietüberhöhung nach § 5 WiStG, NZM 1998, 889; Rohr, Rückforderung von Mietzins bei ausgeglichenem Wohnungsmarkt, HambGE 1999, 139; ders., Mietpreisüberhöhung auch bei Luxuswohnungen?, HambGE 1999, 258; Scholl, Kölner Praxis; Mangellage unter § 5 WiStG, NZM 1999, 396; Steger, Der überhöhte Mietzins am Beispiel des modernisierten Altbaus, HambGE 1994, 2; Steike, Aufwandsdeckende Miete und Mietpreisüberhöhung bei Altbauwohnungen, DWW 1995, 136; Steins, Die Reichweite des Bestandsschutzprivilegs bei Mietpreisüberhöhung im Altbaubereich, WuM 2001, 223; van de Loo, Das geringe Angebot an Wohnraum als Tatbestandsmerkmal i. S. des § 5 WiStG am Beispiel Frankfurt a. M., WuM 1996, 131; Velten, Zur Darlegungslast im Rahmen des „geringen Angebots“ nach § 5 Abs. 2 WiStG, WuM 1997, 535; Weyhe, Aktuelle Entwicklung im Mietrecht, MDR 2000, 742; Weyland, Mietvertrag mit einer juristischen Person zwecks Untervermietung an den Geschäftsführer, HambGE 2000, 104.

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

§ 556f Ausnahmen

Beck/Blümmel, Das Mietrechtsnovellierungsgesetz und die Rechtsfolgen: So wirkt sich die Mietpreisbremse beim Abschluss von Mietverträgen auf die Miete aus, GE 2015, S. 492; Blank, Die Regelungen zur Mietpreisbremse im Entwurf zum Mietrechtsnovellierungsgesetz, WuM 2014, S. 641; Börstinghaus, Begrenzung der Wiedervermietungsmiete für Wohnraum, NJW 2015, S. 1553; Börstinghaus, Eine erste Stellungnahme zum mietrechtlichen Teil des Referentenentwurfs eines Mietrechtsnovellierungsgesetzes, DWW 2014, 202; Börstinghaus, Mietpreisbremse: Die geplante Beschränkung der Neuvertragsmiete, IMR 2014, S. 449; Börstinghaus, Synopse zum Mietrechtsanpassungsgesetz vom 18.12.2018, NZM 2019, 25; Flatow, Die höchst zulässige Miete, WuM 2015, S. 191; Hinz, Die „Mietpreisbremse“ – erste Überlegungen aus dem Blickwinkel der gerichtlichen Praxis, ZMR 2014, S. 593; Lehmann-Richter, Mietpreisbremse: Die Ausnahmen „Neubau“ und „umfassende Modernisierung“, NZM 2017, S. 497; Winkler, Keine Anwendung der Mietpreisbremse bei der erstmaligen Vermietung einer umfassend sanierten, bislang eigengenutzten Immobilie, ZfIR 2016, 121.

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

§ 559 Mieterhöhung nach Modernisierungsmaßnahmen

Artz, Kappungsgrenzenberechnung nach Modernisierungszuschlagsabrede, NZM 2004, 609; Artz/Börstinghaus, Das am 01.01.2019 in Kraft getretene Mietrechtsanpassungsgesetz, NZM 2019, 12; Dötsch, E-Mobilität, ZMR 2018, 477; Fleindl, Modernisierung von Wohnraum und Mieterhöhung, NZM 2016, 65; Gsell/Siegmund, Mietrecht in Zeiten des Wohnungsmangels-Modernisierungsmieterhöhung und Abwehrrechte des Mieters, NZM 2019, 489; Harz/Ormanschick, Vertragsstörungen im Wohnraummietrecht, 2. Aufl. (2018); Haepp, Barrierefreies Bauen, WuM 2018, 1; Hinz, Praktische Sicht auf das Mietrechtsanpassungsgesetz, ZMR 2019, 557; 2019, 645; Hinz, Minderungsausschluss und Modernisierungsmieterhöhung nach der Mietrechtsänderung, NZM 2013, 209; Horst, Altersgerechter Umbau als Modernisierungsmaßnahme, WuM 2014, 454; Lehmann-Richter, Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung des Härtegrundes „zu erwartende Mieterhöhung“ nach § 559 Abs. 4 BGB, WuM 2013, 511; Lützenkirchen, Die Mietrechtsanpassung 2019, MietRB 2019, 86; 2019, 116; MüKoBGB, Schuldrecht, Besonderer Teil II, Band 4, 7. Aufl. (2016); Prütting/Wegen/Weinreich, BGB, 13. Aufl. (2018); Schmidt-Futterer, Mietrecht, 14. Aufl. (2019); Selk, Das Mietrechtsanpassungsgesetz, NJW 2019, 329; Serwe, Rauchwarnmelder – Neuerungen bezüglich der DIN 14676 und der Landesbauordnungen in Hessen und Nordrhein-Westfalen, ZMR 2019, 6; Staudinger, BGB, 17. Aufl. (Neubearbeitung 2018); Weitemeyer, Das Mieterhöhungsverfahren nach künftigem Recht, WuM 2001, 171

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

§ 573 Ordentliche KündigungKündigung des Vermieters

Blank, Der Wegfall des Eigenbedarfs nach Ablauf der Kündigungsfrist, NJW 2006, 739; ders., Zahlungsrückstandskündigung bei „schleppender“ Zahlungsweise, NZM 2009, 113; Drasdo, Die Zukunft der Abrisskündigung, NZM 2007, 305; Feuerlein, Die Kündigung des Mietvertrags und Zeitmietverträge nach neuem Recht, GE 2001, 970; Flatow, Typische Fehler bei der Kündigungserklärung, NZM 2004, 281; Harke, Eigenbedarf bei Personengesellschaften?, ZMR 2002, 405; Häublein, Alternativwohnungen im Eigenbedarfsrecht – Zeitlicher Umfang nachwirkender Vermieterpflichten, NZM 2003, 970; Hinz, Abrisskündigung – Bedarf für eine gesetzliche Regelung?, NZM 2005, 321; Kappus, Alternativwohnungen im Eigenbedarfsrecht – Fass zu, Fass auf?, NZM 2003, 657; Kinne, Schadensersatz wegen unberechtigter Eigenbedarfskündigung, GE 1995, 523; ders., Kündigung nur wegen unwirtschaftlicher Verwertung möglich, GE 2006, 1146; Lammel, Mietrechtsreform – Zurück zum BGB?!, ZMR 2000, 133; Lützenkirchen, Das Kündigungsrecht der Wohnungsgenossenschaft nach § 564b Abs. 1 BGB, WuM 1994, 5; Ostermann, Vorgetäuschter Eigenbedarf – Zum Mißbrauch des Kündigungsrechts nach § 564b Abs. 2 Nr. 2 BGB, WuM 1992, 342; Reuter, Die sog. Verwertungskündigung des Vermieters, GS Sonnenschein, S. 329; Roth, Beendigung des genossenschaftlichen Nutzungsverhältnisses wegen Aufgabe der Mitgliedschaft – ein Tabubruch?, NZM 2000, 743; ders., Genossenschaftsausschluss als berechtigtes Kündigungsinteresse – wohnbedarfsabhängig?, NZM 2004, 129; Schikedanz, Schadensersatz wegen Vorspiegelung von Eigenbedarf?, ZMR 1975, 196; Schumacher, Zum Begründungsstil aktueller BGH-Entscheidungen im Wohnraummietrecht, WuM 2004, 507; Simon, Das Mietrechtsreformgesetz als Beispiel kodifikatorischer Gesetzgebung, NZM 2001, 2; Sonnenschein, Beendigung und Fortsetzung des Mietverhältnisses über Wohnraum in der Mietrechtsreform, WuM 2000, 387; Taubenek, Verwertungskündigung bei Abriss von Wohngebäuden und anderen Stadtumbaumaßnahmen, ZMR 2003, 633; Timme, Vermieters Reaktionspflichten nach Wegfall des Eigenbedarfs, NZM 2006, 249; Weßel, Eigenbedarfskündigung zur Nutzung als Zweitwohnung, WuM 2004, 581; Wiek, Anbietpflicht des Vermieters gegenüber einem wegen Eigenbedarfs gekündigten Mieter, DWW 2003, 297; Winkler, Zum Erfordernis des kündigungsrelevanten Zahlungsverzuges im Zeitpunkt des Zugangs der Kündigungserklärung, ZMR 2006, 420.

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

Steuerecht

Beck, Hans-Joachim, Das neue BMF-Schreiben vom 26.10.2007 zu haushaltsnahen Dienstleistungen, in: GE 2007, 1540; ders., Anschaffungsnahe Aufwendungen bei einheitlichen Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, in: GE 2010, 192; ders., Mehr Sicherheit bei den haushaltsnahen Dienstleistungen, in: GE 2010, 316; ders., Die Option zur Umsatzsteuer bei der Vermietung von Gewerberäumen braucht zusätzliche Vereinbarungen, in: GE 2014, 42; Beuermann, Rudolf, Unterlassene Schönheitsreparaturen – Keine Mehrwertsteuer bei Kostenvoranschlag, in: GE 2006, 1020; ders., Verpflichtung zur Erstellung einer Jahresbescheinigung, in: GE 2006, 1600; Binner, Mark, Die Behandlung der Mehrwertsteuer im Baurecht, in: BrBp 2005, 185; Bub, Wolf-Rüdiger, Gewerberaummietvertrag und AGB-Gesetz, in: NZM 1998, 789; Diebold, Axel, Haftung für den Bausteuerabzug, in: DStR 2002, 1336; Drasdo, Michael, Anmerkung zu BGH, Urteil vom 28.07.2004, Az.: XII ZR 292/02, in: NJW-Spezial 2004, 294; Eder, Ulrich, Die Behandlung der Umsatzsteuer im Grundstückskaufvertrag, in: ZIP 1994, 1669; Eisenschmid, Norbert, Anmerkung zu BGH, Urteil vom 28.07.2004, Az.: XII ZR 292/02, in: MietPrax-AK, § 535 Nr. 8; Ernst, Götz-Christian, Verzugszinsen auch aus dem Mehrwertsteuerbetrag?, in: NJW 1986, 362; Ernst/Gsell, Kritisches zum Stand der Schuldrechtsmodernisierung, in: ZIP 2001, 1389; Först, in: NZM 2011, 267; Forster, Eduard, Abfindungen aus Mietverhältnissen – Argumente zur Einordnung als nicht steuerbare bzw. steuerbefreite Umsätze, in: UStB 2000, 36; ders., Berichtigung des Vorsteuerabzugs nach § 15a UStG, in: UStB 2006, 12; Fritz, Jürgen, Umsatzsteuer auf Entschädigungszahlungen des Mieters für unterlassene Instandhaltung, Anmerkung zum Urteil FG Köln vom 13.01.2010, 9 K 4447/08, in: DStR 2010, 1826; Gast, Hans-Peter, Umsatzsteuerpflichtige Vermietung von Grundstücken – Einschränkung der Optionsmöglichkeit durch § 9 Abs. 2 UStG, in: DB 1994, 1208; Gross, Michael, Umsatzsteuer auf Mietgarantie, in: NZM 2003, 227; Haase, Florian, Umsatzsteuer auf Nebenleistungen bei gewerblicher Miete? – Probleme mit der Tiefgarage, in: ZMR 2004, 795; Hartmann, Peter, Rechnung ohne Steuernummer – rechtlich folgenschwer?, in: NJW 2002, 1851; Heinrichs, Helmut, EG-Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr und Reform des Verzugsrechts nach dem Entwurf eines Schuldrechtsmodernisierungsgesetzes, in: BB 2001, 157; Herrlein, Jürgen, Die Umsatzsteueroption im Geschäftsraummietvertrag, in: ZMR 1996, 306; ders., Umsatzsteuer in Mietvertrag und Mietprozess, in: NZM 2005, 648; Herrlein/Kandelhard , Mietrecht (Praxiskommentar), Recklinghausen, 4. Aufl. 2010; Heuermann, Bernd, Vermietung auf bestimmte Zeit, Überschußerzielungsabsicht und in die Prognose einzubeziehende Besteuerungsmerkmale, in: DB 2002, 2011; Hoffmann, Jochen, Umsatzsteuer: kein Vorsteuerabzug bei steuerschädlicher Nutzung durch Endmieter (Bespr. v. OLG Rostock, Urt. v. 10.07.2006), in: MietRB 2007, 64; Holdorf, Britta, Frage der Verfassungsmäßigkeit der Verlustabzugsbeschränkung nach § 2 Abs. 3 EStG, in: BB 2001, 2085; Jungen/Theile, Vorteilhafte Umsatzsteueroptionen bei Vermietungsumsätzen, in: DStR 1994, 561; Kahlen, Hermann, Erweiterter Vorsteuerabzug in Mischnutzungsfällen – Chancen und Risiken, in: ZMR 2006, 667; Kleine Arndt, Heinrich, Der Betriebskostenkatalog nach § 2 BetrKV und die haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen nach § 35 a EStG, in: NZM 2010, 267;

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

§ 536 Mietminderung bei Sach- und Rechtsmängeln

Artz, Ökologische Modernisierung des Wohnungsbestandes, WuM 2008, 259; Bausch, Minderungsbedingte Rückzahlungsansprüche wegen Renovierungsarbeiten im Mietshaus, NZM 2008, 874; Bieber, Mängel und Mietminderung in der Gewerbe- und Wohnraummiete, NZM 2006, 683; ders., Der vertragsgemäße Zustand der Mietsache, MDR 2009, 181; Börstinghaus, Stellungnahme aus amtsrichterlicher Sicht zum Entwurf eines Mietrechtsänderungsgesetzes, NZM 2012, 697; ders., Das Mietrechtsreformgesetz – Eine erste Stellungnahme aus der (gerichtlichen) Praxis, NZM 2000, 583; Busse, Klimaanlage par ordre du mufti?, NJW 2004, 1982; Derleder, Die Struktur halbzwingender Normen – Eine Untersuchung am Beispiel des Mietrechts in: GS Sonnenschein, S. 97; ders., Mängelrechte des Wohnraummieters nach Miet- und Schuldrechtsreform, NZM 2002, 676; ders., Mietrechtsreform im Rechtsausschuss, NZM 2001, 170; Derleder/Pellegrino, Die Anbahnung des Mietverhältnisses, NZM 1998, 550; Dietrich, Das Mietrechtsänderungsgesetz – Überblick zum Referentenentwurf vom 15.10.2011, ZMR 2012, 241; Eisenschmid, Mietrechtsverhältnisse nach der Jahrhundertflut im Osten, NZM 2002, 889; ders., Die Mietminderung nach der Bruttomiete, WuM 2005, 491; Elshorst, Mietminderung wegen hoher Raumtemperaturen, NZM 2002, 902; Emmerich, Neues Mietrecht und Schuldrechtsmodernisierung, NZM 2002, 362; Frank, Umweltlärm und Mietzinsminderung, WuM 1986, 75; Franke, Problemorientierte Fragen zur Mietzins-Minderung, ZMR 1996, 297; Friers, Die Bedeutung der Energiesparverordnung (EnEV) für das Mietverhältnis, WuM 2008, 255; Fritz, Umwelt- und Umfeldmängel im Gewerbemietraumrecht, NZM 2008, 825; Harms, Mechanische Kühlung als Hitzschutz für gewerbliche Mieter?, NZM 2005, 441; Hau, Schuldrechtsmodernisierung 2001/2002 – Reformiertes Mietrecht und modernisiertes Schuldrecht, JuS 2003, 130; Herlitz, Mietrechtsreform muss interessengerechte Ausgleich schaffen, ZMR 2012, 762; Hertel, Energieausweis für Bestandsgebäude, DNotZ, 2007, 486; Hilger, Haftung des Vermieters wegen Unvermögens bei nachträglichen Rechtsmängeln?, ZMR 1988, 41; Hinz, Referentenentwurf eines Mietrechtsänderungsgesetzes, ZMR 2012, 153; ders., Im Überblick: Einstweiliger Rechtsschutz im Mietprozess, NZM 2005, 841; ders., Mietrechtsreform im Rechtsausschuss, NZM 2001, 264; Hitpaß, UMTS-Dachantennen – Rechtliche Chancen und Risiken für Vermieter und Mieter, ZMR 2002, 572; Horst, Wohnungs- und nachbarrechtliche Folgefragen des Energiepasses, NZM 2008, 145; Leo/Ghassemi-Tabar, Konkurrenzschutz in der Gewerberaummiete, NZM 2009, 337; Kamphausen, Expertenhaftung für mangelhafte Energieausweise nach der neuen EnEV 2006, BauR 2006, 1208; ders., Mietminderung und Begutachtung durch Sachverständige, ZMR 1994, 445; Kandelhard, Haftung für Flächenabweichungen bei der Wohn- und Gewerberaummiete, NZM 2008, 468; Kluth/Grün, Mieterrechte bei Doppelvermietung, NZM 2002, 473; Kniep/Hohmut, Einfluss von Mobilsendeanlagen auf Miete und Kauf von Immobilien, WuM 2003, 312; Kohler, Doppelvermietung – Ein Glücksspiel für die Mieter?, NZM 2008, 545; Kraemer, Zur Gewährleistung im Mietrecht, WuM 2000, 515; ders., Mietfläche und Mietpreis, NZM 2000, 1121; ders., Mietraumfläche – Auswirkungen auf Mietpreis, Gewährleistung und Nebenkosten, NZM 1999, 156; Lames, Technische Standards und die Sollbeschaffenheit der Mietsache, NZM 2007, 465; Lehmann, Zum Anspruch des nichtbesitzenden auf Herausgabe der durch die Doppelvermietung eines Gewerbeobjekts erzielten Miete, JZ 2007, 525; Leo/Schmitz, Die Durchführung der Mietminderung im Gewerberaummietrecht auf der Grundlage der neueren BGH-Rechtsprechung, NZM 2005, 858; Martens/Appelbaum, Rechtliche Vorgaben für Errichtung, Änderung und Betrieb von Mobilfunkstationen, NZM 2002, 642; Paschke, Rauchverbote im Mietverhältnis, NZM 2008, 265; Pauly, Wohnflächenabweichung – Mangel bei Flächenunterschreitung von weniger als 10 %?, ZMR 2006, 665; Scheffler, Flächenabweichungen des Gewerbeobjekts als wichtiger Kündigungsgrund, NZM 2003, 17; Scheidacker, Wasser abstellen erlaubt?, NZM 2005, 281; Schläger, Wohnraummietrecht und Umweltschutz, ZMR 2007, 830; Schneider, Die Suche nach den Substantiierungsanforderungen bei Mietminderung, WuM 2013, 209; Schröder, Mietminderung bei „nicht zu vertretenden“ Mängeln, ZMR 1988, 414; Speiser, Mietzinsminderung bei Wohnbeeinträchtigung durch Straßenlärm, NJW 1978, 19; Stange, Der Energieausweis nach EnEV 2007 – mietrechtliche Aspekte, ZMR 2008, 14; Sternel, Der Einfluss der Mietrechtsreform auf Minderung und Zurückbehaltung der Miete durch den Mieter, in: GS Sonnenschein, S. 293; ders., Minderung und Zurückbehaltung der Miete – Durchsetzung und Ausschluss im bestehenden Mietverhältnis, WuM 2002, 244; ders., Energiepass und Gewährleistung, NZM 2006, 495; Streyl, Doppelvermietung- Eine Erwiderung auf Kohler NZM 2008, 545, NZM 2008, 878; Thole, Die zivilrechtlichen Folgen einer Vorenthaltung des neuen „Wärme-Passes“ – Offene Fragen und Lösungsansätze, ZflR 2008, 278; Törnig, Minderungs- und Aufrechnungsverbots-AGB im Gewerbemietraumvertrag, NZM 2009, 847; Ulrici, Einstweiliges Überlassungsverbot bei Doppelvermietung, ZMR 2002, 881; Von Seldeneck, Betriebskostenregelung der Mietrechtsreform, NZM 2001, 64; Wackerstedt, § 285 BGB und die Lehre vom effizienten Vertragsbruch, ZGS 2006, 369; Wichert, Einstweilige Verfügung bei Doppelvermietung – zugleich Besprechung des Urteils des OLG Frankfurt vom 28.08.1996 – 17 W 22/96, ZMR 1997, 16; Wiese, Die Abweichung der tatsächlichen von der vertraglich bezeichneten Mietflächengröße, ZMR 1990, 82; Zehelein, Das Mietrechtsänderungsrecht in der gerichtlichen Praxis, WuM 2013, 133.

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

§ 555c Ankündigung von Modernisierungsmaßnahmen

Abramenko, Modernisierungsankündigung und Duldungspflicht, ZMR 2014, 343;

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

§ 555f Vereinbarungen über Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen

Abramenko, Erhaltungs- und Modernisierungsvereinbarungen – Die gesetzliche Regelung des § 555f BGB zu Inhalt und Wirksamkeit, MietRB 2013, 278; ders., Modernisierungsvereinbarungen – Voraussetzungen, Inhalt, Folgen, MietRB 2014, 307; Dietrich, Das Mietrechtsänderungsgesetz – Überblick zum Referentenentwurf vom 25.10.2011, ZMR 2012, 241; ders., Das Mietrechtsänderungsgesetz – Überblick zum Referentenentwurf vom 25.10.2011, ZMR 2012, 325; Harsch, Auswirkungen der Mietrechtsänderung bei Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen (§§ 555a–555f BGB), WuM 2013, 514 u. 578; Hinz, Referentenentwurf eines Mietrechtsänderungsgesetzes, ZMR 2012, 153; Neuhaus, Mietrechtsänderungsgesetz 2013 und Gewerberaummiete, ZMR 2013, 686;

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

§ 547 Erstattung von im Voraus entrichteter Miete

Dedek, Zum Anwendungsbereich des § 574 BGB, ZMR 1998, 679; Kraemer, Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts als Partei gewerblicher Mietverträge, NZM 2002, 465; Wunner, Baukostenzuschuss und Bereicherungsrecht, NJW 1966, 2285.

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

§ 555d Duldung von Modernisierungsmaßnahmen, Ausschlussfrist

Abramenko, Der Härteeinwand gegen die Modernisierung, MietRB 2018, 178; Beuermann, Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen durch einstweilige Verfügung unterbrochen, GE 2015, 235; Börstinghaus, Fristen bei der Modernisierung von Wohnraum nach dem Mietrechtsänderungsgesetz 2013, 449; Dietrich, Das Mietrechtsänderungsgesetz – Überblick zum Referentenentwurf vom 25.10.2011, ZMR 2012, 241; ders., Das Mietrechtsänderungsgesetz – Überblick zum Referentenentwurf vom 25.10.2011, ZMR 2012, 325; Eisenschmid, Smart Home – sind die Vorschriften zur Duldungspflicht des Mieters zukunftsfähig? WuM 2017, 440; Emmerich, Auswirkungen der Mietrechtsänderung auf Kündigungen, WuM 2013, 323; Fischer, „Mietrechtsänderung“ und Prozessrechtsreform, DGVZ 2012, 151; Fleindl, Modernisierung von Wohnraum und Mieterhöhung, NZM 2016, 65; Harsch, Auswirkungen der Mietrechtsänderung bei Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen (§§ 555a–555f BGB), WuM 2013, 514 u. 578; Hau, Mieterrechte bei Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, NZM 2014, 809; Hinz, Referentenentwurf eines Mietrechtsänderungsgesetzes, ZMR 2012, 153; ders., Minderungsausschluss und Modernisierungsmieterhöhung nach der Mietrechtsänderung, NZM 2013, 209; Jablonski, Modernisierung: Wenn der Untermieter nicht duldet, GE 2015, 234; Klimesch, Ungeklärte Rechtsfragen bei Umgestaltung, Erhaltung und Verbesserung der Mietsache, ZMR 2014, 346; Lehmann-Richter, Besitzschutzansprüche des Mieters, MietRB 2015, 220; ders., Die Auswirkungen der Zeit auf die Duldung einer Modernisierungsmaßnahme, WuM 2017, 1; ders., Klageanträge und Vollstreckung bei Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, MietRB 2017, 272; Neuhaus, Mietrechtsänderungsgesetz 2013 und Gewerberaummiete, ZMR 2013, 686; Oppermann/Steege, Duldungspflichten des Mieters – eine zivilrechtliche Analyse, WuM 2017, 361; Selk, Zu den Folgen der Veränderung der vertragsgemäßen Beschaffenheit einer Mietsache, ZMR 2017, 16; Sternel, Veränderungen im Mietverhältnis nach (energetischer) Modernisierung, NZM 2015, 873.

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

§ 575 Zeitmietvertrag

Bamberger/Roth, BGB Kommentar, 1. Band, 3. Aufl. 2012; Blank/Börstinghaus, Miete, 5. Aufl. 2017; Derleder, NZM 2001, 649; Erman, BGB Kommentar; 15. Aufl. 2017; Feuerlein, GE 2001, 970; Feuerlein, WuM 2001, 371; Gather, DWW 2001, 192; Gather, NZM 2001, 57; Häublein, ZMR 2004, 1; Hinz, NZM 2003, 662; Hinz/Ormanschick/Riecke/Scheff, Das neue Mietrecht, 2001; Jauernig, BGB Kommentar, 17. Aufl. 2018; Lammel, Wohnraummietrecht, 3. Aufl. 2007; Münchener Kommentar, BGB Kommentar, 7. Aufl. 2016; Palandt, BGB Kommentar, 78. Aufl. 2019; Schmidt-Futterer, Mietrecht, 14. Aufl. 2019; Soergel, BGB Kommentar, Band 8, 13. Aufl. 2007; Staudinger, Kommentar zum BGB, §§ 535–555 f, 2014

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

§ 549 Auf Wohnraummietverhältnisse anwendbare Vorschriften

Bamberger/Roth, BGB Kommentar, Band 2, 3. Aufl. 2012; Blank/Börstinghaus, Miete, 5. Aufl. 2017; Emmerich, Dissonante Begleitmusik zum In-Kraft-Treten des neuen Mietrechts, NZM 2001, 777; Ermann, BGB Kommentar; 15. Aufl. 2017; Hinz, Mietrechtsreform im Rechtsausschuss, NZM 2001, 264; Gather, Die Neuregelungen des Wohnungsbau-Erleichterungsgesetzes, DWW 1990, 190; Grundmann, Die Mietrechtsreform, NJW 2001, 2497; Jauernig, BGB Kommentar, 17. Aufl. 2018; Kinne, Die ordentliche Kündigung nach dem Mietrechtsreformgesetz (Teil II), ZMR 2001, 599; Lammel, Wohnraummietrecht, 3. Aufl. 2007; Lechner, Studenten sind auch Mieter, WuM 1983, 71; Münchener Kommentar, BGB Kommentar, 7. Aufl. 2016; Nies, Mietrechtsreform im Rechtsausschuss, NZM 2001, 176; Otto, Die Gemeinden als Zwischenmieter nach dem Wohnungsbauerleichterungsgesetz, DWW 1990, 162; Palandt, BGB Kommentar, 78. Aufl. 2019; Schmidt-Futterer, Mietrecht, 14. Aufl. 2019; Schilling, Neue Wohnungen durch neues Mietrecht – Zu Art 3 und 4 des Wohnungsbau-Erleichterungsgesetzes vom 17-05-1990 – WoBauErlG – (BGBl I S 926), ZMR 1990, 281; Schopp, Das Zweite Wohnraumkündigungsschutzgesetz, ZMR 1975, 97; Soergel, BGB Kommentar, Band 8, 13. Aufl. 2007; Sprau, Mietrechtsreform im Rechtsausschuss, NZM 2001, 220; Staudinger, Kommentar zum BGB, §§ 535–555 f, 2014; Weimar, Rechtsfragen zu Heimverträgen, ZMR 1979, 136; Zimmermann, Kündigungsschutz für Zweitwohnungen und Wochenendhäuser, WuM 1989, 1

Jürgen Herrlein, Kai-Oliver Knops, Lea Spiegelberg

10. Besondere Probleme des Schadensrechts, Produkthaftung, Umwelthaftung, Schmerzensgeld, Haftung für Hilfspersonen

Produktgefahren drohen in allen Lebensbereichen und verursachen enorme Schäden an Leib, Leben und Sachen. Produktgefahren drohen im Straßenverkehr, insbesondere durch Kraftfahrzeuge, aber auch durch Fahrräder und andere Fahrzeuge, im Haushalt durch technische Geräte wie durch einfache Produkte, in Arbeit und Beruf, ebenso in Freizeit und Hobbytätigkeit und im alltäglichen Leben durch Nahrung oder Arzneimittel.

Hans-Bernd Schäfer, Claus Ott

20. Zwangstransaktion durch Enteignung und Inhaltsbestimmung des Eigentums

Wie schon dargelegt wurde, können Handlungsrechte dadurch geschützt werden, dass ihre Übertragung an den Willen des Rechtsinhabers gebunden ist (Property Rule) oder aber durch Entschädigungsansprüche, wenn das Recht gegen den Willen des Rechtsinhabers beeinträchtigt wurde (Liability Rule). Ein Anwendungsfall dieser Regel stellt die Enteignung dar, durch die die Übertragung von Rechten im Interesse des Gemeinwohls gegen den Willen des Rechtsinhabers ermöglicht wird. Der Rechtsinhaber wird in diesem Fall für den ihm entstandenen Wertverlust entschädigt (Art. 14 GG). Die Enteignung ist ein staatliches Zwangsinstrument, das der Verwirklichung bestimmter, im öffentlichen Interesse liegender Zwecke dient. Die Enteignung im verfassungsmäßigen Sinn ist auf die vollständige oder teilweise Entziehung konkreter subjektiver Rechtspositionen, die durch Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG geschützt werden, gerichtet. Eine Entschädigungspflicht wird auch ausgelöst, wenn durch Maßnahmen der öffentlichen Hand rechtswidrig in private Rechte eingegriffen wird, die hoheitliche Maßnahme also unmittelbar eine Beeinträchtigung des Eigentums herbeiführt, und dem Berechtigten dadurch ein besonderes, anderen nicht zugemutetes Opfer für die Allgemeinheit auferlegt wird.

Hans-Bernd Schäfer, Claus Ott

21. Insolvenz und kollidierende Sicherungsinteressen von Gläubigern

Eine Form der Nutzung von Ressourcen stellt ihre Verwendung zur Sicherung von Krediten dar. Grundsätzlich kann ein Gläubiger wegen seiner fälligen Forderungen auf das Vermögen des Schuldners im Wege der Zwangsvollstreckung zugreifen, um dadurch Befriedigung zu erlangen. Dem Zugriff der Gläubiger unterliegen nach geltendem Recht grundsätzlich alle materiellen Vermögenswerte des Schuldners, soweit nicht ausnahmsweise besondere Beschränkungen eingreifen. Diese Rechtsregel dient dazu, opportunistisches Verhalten des Kreditnehmers nach Aufnahme des Kredits unmöglich zu machen. Könnten Ansprüche auf Bedienung von Krediten nicht durch Zugriff auf das Vermögen des Schuldners effektiv durchgesetzt werden, so würden Kredite nur noch in folgenden Fällen gegeben werden:

Hans-Bernd Schäfer, Claus Ott

Open Access

Kapitel 6. Fallstudien

Kapitel 6 zeigt konkrete Vorgehensweisen für die Zielmarktanalyse für eine Industrie (Kapitel 6.1) und unterschiedliche Internationalisierungsmuster von Unternehmen (Kapitel 6.2). In Kapitel 6.1 wird eine eigenständig entwickelte Methode für eine Zielmarktanalyse in einer Querschnittsindustrie wie der Umwelttechnikindustrie vorgestellt. Dabei wird auf die ersten drei Bausteine des ISA-Modells eingegangen. Kapitel 6.2 stellt die Internationalisierungsmuster von zehn Unternehmen vor, dabei wird auf alle Bausteine des ISA-Modells eingegangen. Die Fallstudien in Kapitel 6.2 sind so ausgewählt, dass möglichst unterschiedliche Markteintrittsstrategien und deren Implementierung beschrieben werden können (siehe auch Abb. 6–9).

Simone Reber geb. Wiesenauer

4. Umparken im Kopf!

Auch wenn oder vielleicht gerade, weil die Fachpresse die Automobilkampagne „Umparken im Kopf“ als gescheitert ansieht (vgl. z. B. o. V. 2017a), erscheint die Metapher hilfreich, den Kulturwandel zu beschreiben, in dem sich die Gesellschaft und die Wirtschaft befinden. Umparken im Kopf wurde zudem mit einem Ausrufezeichen versehen, um die Notwendigkeit zu unterstreichen, den (gesamt)gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten, die Untersuchungen im Kulturkapitel (Kap. 1 ) unterstreichen dies nochmals. Die Suche nach neuen Lebensmodellen, der Wunsch nach einem neuen Arbeiten und vieles mehr lassen hoffen, dass ein Umdenkprozess nicht nur gewünscht, sondern auch aktiv angegangen wird. Die hierzu notwendigen Determinanten werden weiter unten zu diskutieren sein.

Torsten Ambs, Kathrin Pipahl

3. erlebnisRAUM Stadt

Jeder Mensch hat eine eigene Vorstellung von seiner Traumstadt. Bestimmte Assoziationen werden zu Städten gebildet, die als Wiedererkennungswert fungieren können. Der Assoziationsraum Stadt setzt sich aus vielen Elementen zusammen. München ist nicht nur das Oktoberfest und Nürnberg nicht gleich Bratwurst. Der Assoziationsraum wird aus Wahrnehmungen, Personen, Landschaften, Gebäuden und Erlebnissen gebildet. Die einzelnen Faktoren stehen nicht in linearen Beziehungen zueinander, gleichwohl muss man sie als einzelne Stellschrauben kennen, um die Marke Stadt aufbauen zu können. Im Zeitalter eines War of Talents muss der Markenaufbau als zentrale Aufgabe angesehen werden. Im Gegensatz zur Metaebene Assoziationsraum ist der erlebnisRAUM ein subjektiv wahrgenommenes Konstrukt, das sich zusammensetzt aus den einzelnen innerstädtischen Angeboten wie Handel, Gastronomie oder Freizeit. Die daraus ableitbaren Lebensmodelle runden das Gesamtangebot einer Stadt ab.

Torsten Ambs, Kathrin Pipahl

Kapitel 6. In-situ- und Vor-Ort-Sanierungsmaßnahmen

Im sechsten Kapitel des Buchs werden in-situ und vor-Ort-Methoden zur Behandlung von Grubenwasser dargelegt. Es ist eine Sammlung verschiedenster Verfahren, die sich nicht als klassische End-of-the-pipe-Methoden bezeichnen lassen, sondern die direkt am Grubenwasser selbst ansetzen oder noch bevor kontaminiertes Grubenwasser entsteht. Schwerpunkt bildet dabei die Sanierung von Oberflächengewässern, allen voran versauerte Restseen. Weiterhin enthält das Kapitel einen Abschnitt dazu, was mit den Reststoffen der Grubenwasserreinigung angestellt werden kann und wie Sie die Entstehung von kontaminiertem Grubenwasser verhindern können. Außerdem erfahren Sie, wieso es problematisch sein kann, ein Bergwerk vollständig zu verschließen. Ziel des Kapitels ist es, Ihnen Reinigungsmethoden vorzustellen, die in keine der vorherigen Kapitel passen, da sie das Grubenwasser oder die Bergwerksabfälle an Ort-und-Stelle behandeln. Am Ende des Kapitels können Siedie verschiedensten in-situ- oder vor-Ort Methoden zur Vermeidung und Behandlung von Grubenwasser beurteilen.

Christian Wolkersdorfer

Chapter 3. Aktive Methoden zur Behandlung von Grubenwasser

Zwölf aktive Methoden zur Reinigung von Grubenwasser bilden den Kern des Kap. 3. Sie folgen keiner speziellen Ordnung, außer das am Anfang das derzeit häufigste Verfahren steht, gleich danach das, was künftig hoffentlich häufiger zu sehen sein wird und am Ende die meines Erachtens interessanteste Methode. Ich habe bei jeder Methode möglichst viel zusammengetragen, um die einzelnen Schritte nachvollziehen zu können.Interessant ist,wo es in der Vergangenheit zu Problemen kam oder wo es noch Entwicklungspotenzial gibt. Bei einzelnen Methoden finden Sie ausführlich die Probleme dargestellt und warum sie derzeit möglicherweise wenig geeignet sind. Ziel des Kapitels ist es, Ihnen einen Überblick über die derzeit angewendeten aktiven Grubenwasserreingungsmethoden zu geben und Ihnen zu ermöglichen, weiter in der Literatur nachzulesen. Sie sollten nach diesem Kapitel in der Lage sein, die derzeit häufigsten Methoden zur aktiven Reinigung von Grubenwasser zu verstehen.

Christian Wolkersdorfer

Kapitel 5. Alternative Methoden zum Management von Grubenwasser

Kapitel 5 beschreibt unterschiedliche Methoden, die nicht generell als aktiv oder passiv bezeichnet werden können. Sie lassen sich vor allem dann anwenden, wenn ganz spezielle Verhältnisse vorliegen oder wenn schon vor dem Anlegen eines neuen Bergwerks an dessen Ende gedacht wird. Drei Methoden werden vorgestellt: natürliche Selbstreinigung, Änderung der Abbaumethoden und biologische Methoden zur Metallgewinnung, die sich jedoch keinesfalls gegenseitig ausschließen. Ziel des Kapitels ist es, diese Methoden zu beschreiben und in welchen Situationen sie sich jeweils verwenden lassen. Am Kapitelende werden Sie verstehen, worum es sich bei natürlicher Selbstreinigung handelt und wann diese Methode angebracht ist. Sie werden verstehen, zu welchem Zeitpunkt Sie über eine Änderung der Abbaumethoden nachdenken sollten und worum es sich bei den derzeit verwendeten und zu erforschenden biologischen Methoden zur Metallgewinnung handelt.

Christian Wolkersdorfer

Kapitel 4. Passive Methoden zur Behandlung von Grubenwasser

Kapitel 4 stellt Ihnen acht bekannte passive Methoden vor, mit denen Sie Grubenwasser reinigen können. Sie erfahren, worum es sich bei passiver Grubenwasserreinigung handelt. Zudem finden Sie ein Ablaufschema, mit dem Sie entscheiden können, welche passive Grubenwasserreinigung für ein bestimmtes Grubenwasser geeignet sein könnte. Anhand zahlreicher Literaturbeispiele wird jede Methode erläutert, und Sie erfahren deren Vor- und Nachteile. Besonderes Augenmerk liegt auf einer klaren Definition von „Wetlands“ und folglich der Abgrenzung von aeroben und anaeroben konstruierten Feuchtgebieten. Ziel des Kapitels ist es, Ihnen einen weitreichenden Überblick über alle derzeit für Grubenwasser angewendeten passiven Methoden zu geben. Dabei entsprechen die Reihenfolge und Länge der Abschnitte in etwa der Bedeutung der Methode. Am Ende des Kapitels sind Sie in der Lage, jede passive Reinigungsmethode und deren Einsatzmöglichkeiten zu verstehen. Ihnen ist zudem möglich, anhand einer Grubenwasseranalyse zu entscheiden, welche passive Methode für welches Wasser geeignet ist.

Christian Wolkersdorfer

Kapitel 7. Restnutzung der Sanierungsobjekte oder Aufbereitungsrückstände

Was Sie tun können, wenn Sie Ihr Grubenwasser eines Tages ausreichend gereinigt haben oder was, wenn Ihr Bergwerk saniert ist, beschreibt Kap. 7. Am Ende bleiben Ihnen das ehemalige Bergwerksgelände und die Abfallstoffe einer Grubenwasserreinigung. Welche Optionen Sie haben, Ihr Bergwerk oder das Bergwerksgelände einer Nachnutzung zuzuführen ist Kernpunkt des ersten Teils in diesem Kapitel, das Ihnen eine Auswahl an tatsächlich existierenden Objekten vorstellt.Am interessantesten ist vielleicht das Hotel im Steinbruch in Shanghai. Abschließend erfahren Sie, wie wir künftig die Abfallstoffe der Grubenwasserreinigung verwenden können. Wesentliches Ziel des Kapitels ist es darzulegen, dass im Bergbau eine teilweise Nachhaltigkeit sensu v. Carlowitz möglich ist. Am Ende des Kapitelshabe Sie das Wissen überNachnutzungsoptionen eines Bergwerksgeländes oder für die Reststoffe der Grubenwasserreinigung.

Christian Wolkersdorfer

Neuausrichtung des Multichanneling

Rettungsanker für den stationären Handel?

Zunehmend haben Online-Shops ihren Ursprung im stationären Handel, obwohl deren Marktanteil im Online-Handel immer noch bei weniger als 13 Prozent liegt (Heinemann 2019; bevh 2020). Sofern der Online-Shop unter gleicher Store Brand wie die Ladenlokale an den Start geht, handelt es sich im Ergebnis um einen typischen Multi-Channel-Händler, für den synonym auch der Begriff Omni-Channel-Handel Verwendung findet. Grundvoraussetzung ist dabei in jedem Fall die Kombination von stationärem Format und Online-Shop. Bei kombiniertem Katalogversand und Online-Shop handelt es sich demnach nicht um Multi-Channeling, sondern um hybriden Online-Handel. Derzeit erfolgt eine starke Polarisierung des Multi-Channel-Handels in einige sehr erfolgreiche Händler einerseits sowie viele weniger erfolgreiche Vertreter andererseits. Deswegen spalten sich die Meinungen in entweder „Omni-Channel ist gescheitert“ (Kolbrück 2017) oder aber „Multi-Channel-Händler sind auf dem Vormarsch und erzielen ein Viertel ihrer Umsätze online“ (Wiltscheck 2017). Ursache dieser Entwicklung ist zweifelsohne auch der unterschiedliche Umgang mit neuen digitalen Devices, denn der Mobile-Anteil am E-Commerce-Umsatz ist bereits auf annähernd 50 Prozent gestiegen, wobei die App-Umsätze überproportional anziehen (Criteo 2019). Vor allem die Smartphones ermöglichen eine neue Form der Kundenorientierung. So erwarten immer mehr Kunden, ihre stationären Einkäufe in Form des ROPO („research online and purchase offline“) unterwegs „anytime und everywhere“ vorbereiten zu können. Zugleich verzichten sie zunehmend auf persönliche Beratung in den Läden, die sie verstärkt als inkompetent erleben (kaufDA 2018). Insbesondere die Smartphones machen ein völlig neues Einkaufserlebnis möglich, das die Anbieter sich zunutze machen können, indem sie beispielsweise Konsumenten gezielt mit mobilen Werbeformen in ihre Geschäfte locken. Nur so ist zu verstehen, dass E-Commerce-Experten sagen: „Die Zukunft von online ist offline.“ Diesen Trend sehen insbesondere auch die Pure-Online-Händler. Diese bemerken, dass ihre Chancen deutlich steigen, wenn sie ihren Kanal um stationäre Geschäften oder Outlets ergänzen und damit ebenfalls zu Multi-Channel-Händlern werden. Da nun einmal im stationären Handel nach wie vor die meisten Kunden anzutreffen sind, ist zu erwarten, dass einige der reinen Online-Händler über kurz oder lang zusätzlich offline gehen und den Trend zum integrierten Multi-Channel-System zusätzlich befeuern werden. Die Kombination von Online-Handel und stationärem Handel, also die echten Multi-Channel-Systeme, können aufgrund sehr verschiedener Kompetenz- und Fähigkeitsanforderungen zweifelsohne als komplexeste Form des Einzelhandels angesehen werden.

Gerrit Heinemann

Kapitel 5. Das genügsame Haus

Die Behauptung: „Ein großer Teil unserer Primärenergie wird für das Heizen von Gebäuden aufgewendet. Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, muss der Gebäudesektor schnell dekarbonisiert werden. Hierzu müssen wir Energieeffizienzstandards von Gebäuden verschärfen und die Sanierungsrate von Häusern anheben. Energiesuffizienz – die freiwillige Begrenzung des Energiebedarfs – sollte neben Effizienzmaßnahmen als zusätzliches Klimaschutzinstrument von der Politik gezielt gefördert werden.“

Prof. Dr. André D. Thess

Kapitel 15. Gestaltungsprinzipien

Übergeordnete Prinzipien zur zweckmäßigen Gestaltung sind in der Literatur mehrfach formuliert worden. Kesselring (1954) stellte die Prinzipien der minimalen Herstellkosten, des minimalen Raumbedarfs, des minimalen Gewichts, der minimalen Verluste und der günstigsten Handhabung auf. Leyer spricht u. a. vom Prinzip des Leichtbaus (Leyer 1974) und vom Prinzip der gleichen Wanddicke (Leyer 1963–1978). Es ist einsichtig, dass nicht alle Prinzipien zugleich in einer technischen Lösung verwirklicht werden können oder sollen. Eines der genannten Prinzipien kann wichtig und maßgebend sein, andere wünschenswert. Welches im Einzelnen maßgebend sein soll, lässt sich immer nur aus dem Wesenskern der Aufgabe und aus dem Fertigungshintergrund ableiten. Ihre übergeordnete Bedeutung ist damit gegenüber den Grundregeln in Kap. 11, die immer gelten, eingeschränkt. Durch methodisches Vorgehen und Aufstellen einer Anforderungsliste und durch einen Abstraktionsvorgang zum Erkennen des Wesenskerns der Aufgabe sowie durch Befolgen der Leitlinie werden die o. g. Prinzipien von Kesselring und Leyer in der Regel ohnehin in konkrete, zur Aufgabe in Relation stehende Gestaltungen umgesetzt. Durch die geklärte Aufgabenstellung werden nämlich maximal zulässige Herstellkosten, größter Raumbedarf, zulässiges Gewicht usw. im Allgemeinen angegeben und festgelegt.

Gerhard Pahl, Wolfgang Beitz

4. Kranbahnen

Kranbahnträger als fest verbundener Bestandteil einer baulichen Anlage (Halle, Freianlage …) sind die Fahrwege von Kranen und unterliegen daher den bauaufsichtlich eingeführten Bestimmungen (z. B. Landesbauordnung – LBO), d. h. den einschlägigen DIN-Vorschriften und sonstiger Richtlinien. Die Krananlage selbst dient zum Heben und Fördern von Lasten (Fördertechnik) und ist nicht baugenehmigungspflichtig. Ihre „Abnahme“ fällt in den Zuständigkeitsbereich der hierfür anerkannten Sachverständigen, welche durch die Berufsgenossenschaften (Unfallverhütungsvorschriften) oder die Technischen Überwachungsvereine (TÜV) bestellt werden. Siehe hierzu auch [24].Bereits hier wird erkennbar, dass die Kranbahnträger wegen der unterschiedlichen Zuständigkeiten eine Sonderstellung einnehmen im allgemeinen Trägerbau.Da bei der Planung der baulichen Anlage sehr häufig zuverlässige Daten über die letztendlich eingesetzten (herstellerspezifischen) Krane noch nicht vorhanden sind, ist eine frühzeitige Abstimmung der notwendigen „Annahmen“ dringend erforderlich. Dies trifft insbesondere für ein- oder mehrschiffige Hallen zu, bei denen gleichzeitig mehrere Krane betrieblich genutzt werden sollen. Für Regelfälle können Angaben der maßgebenden Norm (aktuell DIN EN 1993-6 [5] und DIN EN 1991-3 [1], früher DIN 4132 [11] in Kombination mit DIN 15018 [12]) entnommen werden; aber auch diese Regelungen bedürfen einer sorgfältigen Überprüfung auf der Grundlage betrieblicher Bedingungen, die der Betreiber der Krananlage festlegen muss.

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf

7. Dynamik von Organisation

Die organisationalen Strukturen sozio-technischer Systeme unterliegen zahlreichen Einflüssen bezüglich der Anpassung im Zeitablauf. Solche Einflüsse können aus personellen Intentionen, sachlichen Erfordernissen, rationalen Kalkülen oder faktischem Geschehen resultieren. Für das damit angesprochene Phänomen der Dynamik von Organisation finden sich in der einschlägigen Fachliteratur und in der betrieblichen Praxis vielfältige begriffliche Kategorien (vgl. dazu beispielsweise Hoffmann und Roock 2018, S. 64 ff.; Hönl 2017, S. 239 ff.; Schiersmann und Thiel 2009, S. 11 ff.; Schreyögg und Geiger 2016, S. 357 ff.; Scherm und Pietsch 2007, S. 229; Pieler 2003; Bräuer 2003; Hammer und Champy 2001; Kirsch 1997, S. 39 ff.; Bennis 1984, S. 62 ff.; Kirsch et al. 1979). Einige besonders markante Kategorien zwecks Charakterisierung der Organisationsdynamik seien nachstehend exemplarisch aufgeführt: Reorganisation, Organisatorischer Wandel, Organisationsentwicklung, Change Management, Reengineering, Process Redesign, Planned Organizational Change, Krisenmanagement, Geplante Evolution, Restrukturierung, Organisationales Lernen, Ungeplanter Wandel, Wissensmanagement, Lernende Organisation, Agiles Unternehmen. Diese Liste begrifflicher Kategorien, die jeweils ein spezifisches Konzept der Organisationsdynamik signalisieren, verdeutlicht die Komplexität von Prozessen der Anpassung organisationaler Strukturen.

Georg Siedenbiedel

Kapitel 15. Eine Million Jahre Endlager: Zur Ethik technischer Ewigkeiten

Der Beitrag umreist zunächst die Dimensionen der Zeitspanne von einer Million Jahren, dem Zeitraum der sicheren Endlagerung von radioaktiven Abfällen. Hierzu wird ein anthropologischer Rückblick gegeben und die Entwicklungsgeschichte des homo sapiens, des „denkenden Menschen“ im Vergleich zur Endlagerzeit gesetzt. Nach einem kurzen Überblick zur Technologie der Kernenergie wird auf die Entstehung und Lagerung von Kernabfällen eingegangen. Verschiedene Endlagerkonzepte werden vorgestellt, ihre Anforderungen definiert und kritisch reflektiert. Schließlich wird auf das Spannungsfeld zwischen Risiko und Ethik eingegangen, das abschließend vor dem Hintergrund der Endlagerung bewertet wird.

Dieter D. Genske

Kapitel 12. Gibt es eine ethische Stadtplanung?

Der Beitrag beleuchtet ethische Fragen in der Bautechnik und Architektur. Nach einem historischen Rückblick werden die aktuellen Ansprüche an Wohngebäude vorgestellt, insbesondere der zunehmende Raumbedarf. Vor diesem Hintergrund werden Zielstellungen und Entscheidungen zu Neu- und Umbaumaßnahmen diskutiert und problematisiert, insbesondere mit Blick auf die Dimensionen der Nachhaltigkeit und das Problem der Gentrifizierung. Darauf aufbauend werden sieben Kriterien des nachhaltigen Bauens postuliert. Nach einem Blick auf das autochthone Bauen und möglichen Lowtech-Strategien schließ der Beitrag mit der Forderung, ethische Ansprüche bereits in der Planung von Neu- und Umbaumaßnahmen zu berücksichtigen.

Christoph Breuer

Spurensuche

Christoph Zöpel und die Verkehrspolitik – genutzte und verpasste Chancen

Die nachfolgenden Beobachtungen beruhen im Wesentlichen auf meinen Erfahrungen, die ich in meinen zehn Jahren im Verkehrs- und Städtebauministerium NRW als Referatsleiter für Stadtverkehr und Verkehrsberuhigung sammeln konnte. Hinzu kam die Kooperation bei der gemeinsamen Herausgabe des Sammelbandes Raum für Zukunft (2008 [1997]) mit vielen Fachbeiträgen zur nachhaltigen Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik und ihrer praktischen Umsetzung in NRW.

Heiner Monheim

1970 bis 2020: Ein unvollständiger Bilderbogen verpasster Chancen sozialer Wohnungspolitik

Viel einfacher lassen sich Essentials für politisches Handeln kaum finden. Denn fragt man ganz banal, worauf ein Mensch überhaupt nicht verzichten könne, kommt ein jeder ohne übertriebene intellektuelle Kraftanstrengung zum richtigen Ergebnis: auf Essen, Trinken und Schlaf. Und mit dieser Antwort definiert sich ein wohl unstrittiger Auftrag der Politik. Denn mehr Grundbedürfnis geht kaum.

Klaus Bussfeld

Entwicklungs- und Konfliktlinien des Bildungssektors im deutschen Föderalismus Neue Dynamik durch Digitalisierung in Zeiten des Coronavirus?

Die Entwicklung eines leistungs- und international wettbewerbsfähigen Bildungs- und Wissenschaftssystems ist für Deutschland – zumal als rohstoffarmes Land – eine unverzichtbare Voraussetzung, um dauerhaft die Lebensqualität seiner Bürgerinnen und Bürger, die internationale Konkurrenz- und Innovationsfähigkeit seiner Wirtschaft und somit seine Zukunftsfähigkeit insgesamt zu sichern. Vor diesem Hintergrund liegt es nahe, dem vorliegenden Band, der um das Thema der „Herausforderungen für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert“ kreist, einen Beitrag beizusteuern, der von der Entwicklung, dem Potenzial und den Perspektiven des Bildungssektors handelt. Im Gefolge der Coronapandemie, die seit März 2020 auch Deutschland erreicht hat, gewinnt diese Frage erhöhte Dringlichkeit.

Hellmut Wollmann

Herausforderungen und Chancen einer polyzentrischen Agglomeration Ruhr

Regionen, die sich aus einer Vielzahl von einzelnen Städten und Ortschaften zusammensetzen, sind kein Sonderfall. Dennoch steht das Ruhrgebiet im deutschsprachigen Raum nahezu paradigmatisch für den Typus einer polyzentrischen Agglomeration. Welche besonderen Herausforderungen und Chancen stellen sich in einer Agglomeration? Wie lässt sich eine solche großräumige Städtelandschaften nachhaltig planen und gestalten? Nach welchen Prinzipien und mit welchen Mitteln kann und sollte Städtebau im regionalen Maßstab stattfinden? Das Ruhrgebiet ist für derartige Fragen besonders prädestiniert, nicht zuletzt weil derzeit der Blick verstärkt auf die Formate der Stadt- und Regionalentwicklung fällt, die in den letzten 30 Jahren seit der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park die Agglomeration Ruhr geprägt und im Hinblick auf die Gestaltbarkeit regionaler Stadträume neue Wege erprobt haben.

Christa Reicher

Die Zukunft des Ruhrgebietes

Auf dem Weg zur ökologischen Wissensregion

In den letzten Jahren gab es einige Einschätzungen zur Situation und Zukunft des Ruhrgebietes (Bogumil et al. 2012; Bogumil & Heinze 2019; BMR 2020; Kempermann et al. 2020; Roters et al. 2019). Die Einschätzungen schwanken dabei zwischen Skepsis, Hoffnung und Zuversicht. Christoph Zöpel gehört seit Jahrzehnten eher zu den Personen mit Hoffnung und Zuversicht bezogen auf das Ruhrgebiet.

Jörg Bogumil

Kapitel 8. Rohstoffgewinnung und Umwelt

Jede Rohstoffgewinnung ist mit einem Eingriff in die Umwelt verbunden. Die Standortgebundenheit der Rohstoffvorkommen und der gesetzliche Auftrag der Daseinsvorsorge erfordern eine landesplanerische Rohstoffsicherung. Im Rahmen der Abbaugenehmigungen erfolgen zumindest in Deutschland auch Festlegungen zur Rekultivierung und Renaturierung ehemaliger Rohstoffgewinnungsflächen. Durch vorausschauende Planung lassen sich die negativen Folgen des Rohstoffabbaus minimieren. Renaturierte Abbauflächen können in erheblichem Maße zur Biodiversität einer Landschaft beitragen. Der Bergbau hat bedeutende Kulturgüter bis hin zu Welterbestätten geschaffen und trägt zur Schaffung von Infrastruktur und Wirtschaftsentwicklung bei. Fehlentwicklungen im sozialen Bereich und beim Umweltschutz sind weniger bergbauspezifisch als vielmehr ein Abbild der jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Systeme, unter denen der Bergbau betrieben wird.

Volker Wrede

Open Access

12. Nationale Verpflichtungen auf Grundlage des Pariser Klimaabkommens

Kap. 11 hat gezeigt, dass es derzeit noch große Unsicherheiten darüber gibt, wie hoch tatsächlich der Beitrag des Tourismus zu den nationalen und internationalen Treibhausgasemissionen ist. Es ist jedoch gewiss, dass der Anteil bedeutend ist und, in Zusammenhang mit dem prognostizierten Wachstum des weltweiten Tourismus, wahrscheinlich weiter steigen wird. Daher stellt sich die Frage, wie die Emissionen der touristischen Aktivitäten gesenkt werden könnten. Im vorliegenden Kapitel wird berichtet, welche Verpflichtungen und Strategien es dazu aktuell auf politischer Ebene gibt, beginnend mit internationalen Verträgen, insbesondere dem Pariser Klimaschutzabkommen, und Vorgaben der Europäischen Union, bei denen Österreich sich verpflichtet hat, teilzunehmen. In weiterer Folge richtet sich das Augenmerk auf eine detaillierte Betrachtung und Bewertung der Klimaschutz‑, Klimawandelanpassungs- und Tourismusstrategien auf Bundesebene und in den einzelnen Bundesländern. Im Anschluss daran werden allgemein mögliche Maßnahmen und Potenziale besprochen. Schließlich wird unter dem Schlagwort „Paris Lifestyle“ diskutiert, welche Maßnahmen notwendig sind, um auf individueller Ebene zum Ziel eines CO2-armen bzw. -neutralen Tourismus beitragen zu können. Dazu werden auch Beispiele innovativer, emissionsarmer Angebote von Tourismusbetrieben und Destinationen vorgestellt.

Franz Prettenthaler, Andrea Damm, Stefan Gössling, Christoph Neger, Stephan Schwarzinger, Willi Haas

Open Access

7. Outdooraktivitäten und damit zusammenhängende Einrichtungen im Sommer und in den Übergangszeiten

Der Sommertourismus in Österreich trägt wesentlich zu der großen Bedeutung des Tourismus insgesamt bei. So hat die Zahl der Nächtigungen in den Sommermonaten in Österreich 2018 erneut einen Höchstwert erreicht. Mit bisher 68,67 Mio. Nächtigungen liegt die Sommersaison 2018 (Mai bis September) um 2,2 % über dem Vorjahresniveau. Auch die Zahl der Ankünfte stieg in der vergangenen Sommersaison um 2,9 % auf 21,70 Mio. (Statistik Austria 2018). Mehr Nächtigungen wurden auch im September 2018, also außerhalb der eigentlichen Sommersaison festgestellt. Im September 2018 nahm die Zahl der Gäste um 2,0 % auf 3,86 Mio. zu, Gästenächtigungen stiegen um 1,4 % auf 11,24 Mio. Zu diesem Ergebnis trugen die ausländischen Herkunftsmärkte mit einem Plus von 1,6 % auf 7,86 Mio. bei. Die Nächtigungszahlen wichtiger Herkunftsländer, wie Deutschland (+1,2 %), Schweiz und Liechtenstein (+3,5 %) sowie der Niederlande (+2,1 %), erhöhten sich weiter. Die Zahl der inländischen Gästenächtigungen stieg ebenfalls um 0,9 % auf 3,38 Mio. (Statistik Austria 2018).

Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider, Claudia Hödl, Kathrin Ginner, Martin Falk, Florian Borgwardt, Herbert Formayer, Marc Olefs, Kai Illing

Open Access

2. Klimawandel – Auswirkungen mit Blick auf den Tourismus

Das Klimasystem der Erde besteht aus dem komplexen Zusammenspiel der verschiedenen Sphären, bei dem Energieund Stoffströme zwischen den Weltmeeren, den Landmassen und der Atmosphäre ausgetauscht werden. Dieser Austausch wird durch die Energie der Sonne angetrieben, wobei die Energieumsetzung noch zusätzlich durch Wechselwirkungen mit der Erdoberfläche (z. B. Eis, Schnee und Wasser) sowie den Lebewesen modifiziert wird. Grundsätzlich versucht das Klimasystem ein Gleichgewicht – sowohl über Zeit als auch Raum – der Energieverteilung auf der Erde herzustellen. Durch die unterschiedlichen Reaktionszeiten der verschiedenen Sphären kommt es jedoch zu Überlagerungen von verschiedenen Prozessen und periodischen Schwankungen (Stephenson et al. 2004).

Marc Olefs, Herbert Formayer, Andreas Gobiet, Thomas Marke, Wolfgang Schöner, Andrea Fischer, Günther Aigner

Kapitel 12. Was geschah mit den Flüssen?

Ein Fluss kann sich in den Untergrund einschneiden oder Sedimente aufschütten. Die Frage, ob ein Fluss von der Erosion zur Akkumulation übergeht, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: von der Abflussmenge (Klima) und vom Gefälle (Tektonik). In den Flussablagerungen sind die Veränderungen der Erdgeschichte dokumentiert, und unter günstigen Bedingungen lässt sich die komplizierte Entwicklung großer Flussläufe wie der Elbe oder des Rheins bis ins Detail rekontruieren.

Juergen Ehlers

Die Wertegesellschaft: Hinführung

Werte sind die Kerne von Kompetenzen, die als Ordner das selbstorganisierte Handeln von Einzelnen oder Gruppen von Menschen bestimmen oder zumindest stark beeinflussen. Ohne Werte können wir nicht kompetent handeln, wären die Menschen nur wissensgesteuerte Automaten. Werte „überbrücken“ dabei oft fehlendes Sachwissen und machen damit ein Handeln überhaupt erst möglich.Nur wenn wir sie verinnerlicht haben, schließen sie die Lücke zwischen Wissen und Handeln.Für unser Handeln sind letztlich immer verinnerlichte Wertungen, Werte der persönlichen, menschlichen, sozialen, kulturellen, religiösen, politischen, weltanschaulichen Situation entscheidend, in der wir handeln. Deshalb bedarf es einer Wertegesellschaft, die der Wissensgesellschaft zur Seite steht. Wir leben in einer Wertegesellschaft, in der wir auch weiterleben wollen. Wir müssen verstehen, wie die Wertegesellschaft die Wissensgesellschaft oft aushebelt, überrollt und zuweilen ins Absurde abdrängt – zugleich aber für alle menschliche Zukunft die gesellschaftlich dominierende Kraft ist.

John Erpenbeck, Werner Sauter

Chapter 12. Die Zombifizierung oder das Zerstören von Ordnung

Zombies, also „untote“ Unternehmen sind eine Gefahr für gesunde Unternehmen, was im zwölften Kapitel gezeigt wird. Denn sie sind, finanziert über die Zentralbanken mit ihrer Niedrigzinspolitik, die die Kapitalknappheit aufgelöst und damit die Selbstreinigungskräfte der Märkte durch Insolvenzen abgeschafft hat, in der Lage, die Kapitalbasis solider Unternehmen über den normalen Wettbewerbsprozess zu erodieren. Das wird für Europa am Beispiel des Draghiats als Herrschaft der Zentralbank gezeigt.

Ulrich Blum

Abwassertechnik

Die Behandlung und Ableitung von Abwässern leistet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz, insbesondere im Bereich der Verbesserung der Gewässergüte. Im vorliegenden Werk werden zunächst rechtliche Regelungen und Abwasserinhaltsstoffe skizziert. Schwerpunkt bildet die Zusammenstellung der Bemessungsgrundlagen verschiedener Verfahren zur Abwasserreinigung nach Regelwerken der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA). Hierzu gehören neben naturnahen Behandlungsverfahren, Teichkläranlagen, Festbett-, Rotationstauchkörper- und Tropfkörperverfahren auch mechanische Reinigungsverfahren wie Rechen, Absatzbecken und Sandfänge. Besonderes Augenmerk wird auf die Bemessung von einstufigen Belebungsanlagen nach Arbeitsblatt DWA-A 131 (2016) gelegt, das anhand eines Berechnungsbeispiels angewendet wird. Zur Siedlungsentwässerung werden verschiedene Entwässerungsfahren, bspw. Misch- und Trennkanalisation, erläutert sowie der jeweils maßgebende Abwasseranfall ermittelt. Für zur Kanalnetzberechnung erforderlichen Tabellen sind den übrigen Bemessungsgrundlagen beigefügt. Des Weiteren wird die zur Dimensionierung der Kanäle erforderliche Regendauer und -häufig betrachtet. Sonderbauwerke zur Misch- und Regenwasserbehandlung werden erläutert und deren wesentliche Bemessungsansätze dargelegt. Abschließend werden Strategien zum Erhalt von Entwässerungsanlagen dargelegt.

Markus Engelhart, Martin Wagner, Justus Behnisch, Tobias Blach, Maximilian Schwarz

Wasserbau

Die Kerndisziplinen des Wasserbaus sind die Stauanlagen, wie Wehre bzw. Flusssperren und Talsperren, aber auch Wasserkraftanlagen sowie der Flussbau. Dazu kommen der Hochwasserschutz, die Sanierung bestehender wasserbaulicher Anlagen und heute verstärkt auch Aspekte der Ökologie bei der Planung neuer Anlagen und bei der Renaturierung im Zuge der Modernisierung von Wasserbauten und bei der Neugestaltung flussbaulicher Anlagen.

Franz Zunic, Theodor Strobl

38. Klimatechnik

Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schädlich

Kapitel 7. Methoden – Planen

Jeder rational handelnde Mensch plant. Dabei handelt es sich um einen kreativen Vorgang vor dem Hintergrund realer Gegebenheiten. Diese Gegebenheiten, Zustände und Zusammenhänge erkennen wir auf dem Wege der zuvor beschriebenen Analyse. Insofern stellt die Planung im Sinne einer Synthese, also eines schöpferischen Vorgangs, das Gegenstück zur Analyse dar. Sobald man sich der Gegebenheiten bewusst ist, kann man sie sich zu Nutze machen.

Alexander Dietzel

G

Florian Langenscheidt, Peter May

M

Florian Langenscheidt, Peter May

N

Florian Langenscheidt, Peter May

K

Florian Langenscheidt, Peter May

S

Florian Langenscheidt, Peter May

B

Florian Langenscheidt, Peter May

H

Florian Langenscheidt, Peter May

A

Florian Langenscheidt, Peter May

A. Amtshaftung

Der gesetzliche Tatbestand des § 839 BGB sowie der des Art. 34 S. 1 GG ist abstrakt weit und zugleich komplex. Dies und die historische Entwicklung bringen es mit sich, dass die Anwendung dieses Haftungsrechts nicht zuletzt vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und damit einhergehender Änderungen im gesetzten Recht außerordentlich erschwert ist.

Peter Itzel, Karin Schwall

A. Hauptfallgruppen der Amts- und Staatshaftung

Die Verletzung von Verkehrssicherungspflichten beschäftigt wohl am häufigsten die mit Amtshaftungsansprüchen und sonstigen Ersatzansprüchen gegen die „öffentliche Hand“ Befaßten, seien es Rechtsanwälte, Verwaltungsjuristen, Richter oder Juristen der Kommunalversicherer. In diesem Bereich liegt sicherlich ein Schwerpunkt der im Wege einer zumindest aufgrund physikalischer Kausalität von Handeln oder Unterlassen der Verwaltungen verursachten Schäden bei dem Bürger. Damit einher geht auch – bedauerlicherweise – oft der – leider häufig negativ besetzte – Erstkontakt Bürger – öffentliche Hand. Dabei darf nicht verkannt werden, dass dieses Aufeinandertreffen widerstreitender Interessen sich nicht nur in seinen Wirkungen auf den unmittelbar Geschädigten auswirkt sondern oft weit in andere gesellschaftliche Gruppen hineinreicht (über lokale Presse, Gemeinderat usw.). Umso mehr muß gerade bei der Abwicklung dieser gemeldeten Schäden Sensibilität auf Seiten der Verwaltungen und Versicherungen gezeigt werden, denn nicht jede Schadensmeldung beruht auf reinen Bereicherungsgedanken eines geschädigten Bürgers. In diesen Fallkonstellationen kann viel für ein positives Verhältnis Staat – Bürger geleistet, aber auch viel insoweit ge- und zerstört werden. In diesen Fällen erscheint der Aufbau eines neutralen Schlichtungsverfahrens (wegen Strukturgemeinsamkeiten event. nach dem Vorbild im Medizinbereich, bei behaupteten ärztlichen Fehlern) grundsätzlich angezeigt.

Peter Itzel, Karin Schwall

Kapitel 4. Präventive Maßnahmen bei möglichen Lieferanteninsolvenzen

Eine Vielzahl präventiver Maßnahmen sind ganz grundlegend und unabhängig von einem konkreten Insolvenzfall zu ergreifen, damit das beschaffende Unternehmen für den Fall der Fälle gut vorbereitet ist. Insbesondere erstrecken sich diese Maßnahmen von Ansätzen zur Identifikation von Insolvenzrisiken, über die Unterstützung von Lieferanten während Unternehmenskrisen, vertragliche Vorkehrungen, die Etablierung von Prozessen und Checklisten sowie die Weiterentwicklung der eigenen Organisation bis hin zur Vorauswahl von alternativen Lieferanten.

Elmar Holschbach, Jörg H. Grimm

Kapitel 2. Ablauf eines Insolvenzverfahrens aus Sicht des beschaffenden Unternehmens

Für einen Einkäufer sind im Falle einer Lieferanteninsolvenz daher insbesondere Fragen zum Umgang mit bereits getätigten Bestellungen, fälligen Zahlungen, im Besitz des Lieferanten befindlicher Werkzeuge sowie möglichen Gewährleistungsansprüchen zu beantworten. Zur besseren Vorbereitung des Einkaufs auf Lieferanteninsolvenzen gehört somit auch, sich mit den Grundzügen des Insolvenzrechts auseinanderzusetzen. Daher werden im folgenden Kapitel die für Einkäufer wesentlichsten Punkte des deutschen Insolvenzrechts aus Einkaufssicht prägnant beschrieben.

Elmar Holschbach, Jörg H. Grimm

Kapitel 2. Grundlagen von nachhaltigen und verantwortungsvollen Geschäften

In diesem Kapitel wird die historische Entwicklung der Nachhaltigkeit anhand wichtiger Meilensteine dargestellt. Es werden die drei Komponenten der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales, der Unterschied zwischen Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung sowie die Haupttypen der Nachhaltigkeitsmodelle und deren Anwendbarkeit vorgestellt. Der zweite Abschnitt der Arbeit widmet sich der Thematik Verantwortlichkeit und hier im Speziellen der sozialen Verantwortung von Unternehmen. Dazu werden die Prinzipien der Verantwortung im Hinblick auf das Wer, gegenüber Wem und Wofür untersucht sowie die historische Entwicklung der sozialen Verantwortlichkeit (CSR) und ihre verschiedenen Ausprägungen. Der letzten Teil des Kapitels bietet einen Überblick über das Thema Green Economy und damit verbundene Konzepte. Hier werden die Charakteristiken, internationale Initiativen und Strategien im Kontext der Green Economy und das Zusammenspiel zwischen Nachhaltigkeit und Konzep-ten zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erläutert. Im Detail wird das Konzept der Kreislaufwirtschaft, welches sich in den letzten Jahren einer steigenden Popularität in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erfreut, eingehender untersucht und erörtert welche Auswirkungen es auf die nachhaltige und verantwortungsvolle Entwicklung hat. Abschließend werden die Archetypen aktueller und zukünftiger Geschäftsmodelle vorgestellt und die Bedeutung der Business Model Innovation im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Verantwortlichkeit untersucht.

Katrin Marquardt

Flurförderzeuge für ein interaktives Zusammenspiel von Mensch und Maschine

Anhand von Produkten und Forschungsprojekten werden die Entwicklungsschritte aufgezeigt, die zu autonomen Transportfahrzeugen führen. Dabei wird auf der einen Seite von einer zunehmenden computerbasierten Assistenz der Bediener von Flurförderzeugen ausgegangen und auf der anderen Seite von den heute bekannten automatisierten Fahrerlosen Transportfahrzeugen. Die Bedeutung der Schlüsseltechnologie Funkkommunikation für die Umsetzung von Industrie 4.0 wird ausführlich behandelt.

Joachim Tödter, Bengt Abel, Ralf König, Dennis Schüthe

Kapitel 3. Institutionell-strategische Analyse des europäischen Profifußballs

Das dritte Kapitel bezieht den Untersuchungsgegenstand Fußball in Form einer institutionell-strategischen Analyse in die vorliegende Arbeit ein. Wie Abbildung 13 veranschaulicht, steht der Fußball im Mittelpunkt einer Vielzahl von Determinanten und Einflussgrößen.

Florian Hösl

3. Strukturen der Bauwirtschaft

Gebäude und bauliche Anlagen weisen in Bezug auf ihre Produkteigenschaften und auf die mit ihrer Erstellung verbundenen Prozesse einige besondere Merkmale auf, die spezifische Organisationen und Vorgehensweisen erfordern und die sich damit von anderen Produkten ganz wesentlich unterscheiden.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

Kapitel 3. Determinanten der steuerlichen Bewegungskonsequenzen von SBV

Werden Beteiligungen an Personengesellschaften, deren Betrieb oder Teilbetriebe gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten auf eine andere Personen- oder Kapitalgesellschaft übertragen, so handelt es sich um eine Einbringung gem. den §§ 20, 24 UmwStG. Einbringungsgegenstand können nach deren klarem Gesetzeswortlaut nur die bezeichneten Sachgesamtheiten sein, einzelne Wirtschaftsgüter, die nicht diese Eigenschaft erfüllen, sind dementsprechend nicht erfasst. Für sie gelten die allgemeinen ertragsteuerlichen Regelungen.

Felix Werthebach

Kapitel 9. Prüfungskatalog

Dieser Katalog soll den Prüferinnen und Prüfern als Hilfestellung bei der Vorbereitung, der Durchführung und der Nachbereitung der Prüfungshandlungen dienen. Die Prüfungsschritte sind in der Erfassungsdatei des hfp Prüfungsmanagers so verfasst worden, dass Prüferinnen und Prüfer damit auch vor Ort bei den Prüfungen arbeiten können. Gleichzeitig kann die damit gewährleistete Dokumentation der RPA-Leitung die Planung, das Controlling und den Nachweis von Prüfungsleistungen erleichtern.

Berta Diekhaus

Der Fremdvergleichsgrundsatz im Spannungsfeld des Country-by-Country Reporting

Wie bereits im Kapitel zur innerstaatlichen Umsetzung des Country-by-Country Reporting und automatischen Informationsaustauschs aufgezeigt wurde, besteht aufgrund der inhaltlichen Ausgestaltung des länderbezogenen Berichts das Risiko für Fehlinterpretationen seitens der Finanzverwaltung. Solche Fehlinterpretationen erhöhen die Gefahr von ungerechtfertigten – nicht mit dem Fremdvergleichsgrundsatz im Einklang stehenden – Einkünftekorrekturen. Das Potenzial für Fehlinterpretationen wird durch die von der Finanzverwaltung angestrebte Ausweitung der automatischen Risikobewertung verstärkt, z.B. im Rahmen von Kennzahlenanalysen auf Basis des CbCR.

Christian Heider

§ 23. Grundeigentum

Der Inhalt des Eigentums findet seine Grenze dort, wo die Eigentumsschranken beginnen; Inhaltsbestimmung und Schrankenbestimmung sind daher identisch, nur der Blickwinkel ist verschieden (vgl. oben § 8 Rn. 2 ff., 8 ff.).

Professor em. Dr. Dr. h.c. Hans Josef Wieling, Professor Dr. Thomas Finkenauer

Engagementpolitik: Engagement und Gesundheit in einer solidarischen Bürgergesellschaft

Der Beitrag skizziert das Politikfeld des bürgerschaftlichen Engagements und formuliert Anforderungen an eine partizipative Ausgestaltung des Gesundheitssystems vor dem Hintergrund der Idee einer solidarischen Bürgergesellschaft. Zugleich warnen die Autoren vor einer Instrumentalisierung des Engagements als Ausfallbürge für einen sich aus seiner Verantwortung für die öffentliche Daseinsvorsorge zurückziehenden Sozialstaat. Ohne bürgerschaftliches Engagement und Bürgerbeteiligung kann – so die These – ein auf Prävention ausgerichtetes Gesundheitssystem letztlich nicht funktionieren.

Serge Embacher, Ansgar Klein

Fachplan Gesundheit und Leitfaden Gesunde Stadt – Instrumente für eine gesundheitsorientierte kommunale Planung in Nordrhein-Westfalen

Durch die Einführung des Präventionsgesetzes und im Zuge eines veränderten Umgangs mit Gesundheit in kommunalen Planungen bietet sich für den Öffentlichen Gesundheitsdienst die Chance, sich als Partner einer strategischen, gesundheitsorientierten Planung zu etablieren und im Hinblick auf Health in All Policies einen großen Schritt weiter zu kommen. In Nordrhein-Westfalen wurden Instrumente und Vorgehensweisen entwickelt und erprobt, die diesen Prozess unterstützen können.

Thomas Claßen, Odile Mekel

Das Stadtteilmanagement als Koordinierungsinstanz für einen gesundheitsförderlichen Stadtteil

Seit 1999 ist der Stadtteil Stadtsee der Hansestadt Stendal ein Fördergebiet des Bundesprogrammes „Soziale Stadt“. Mithilfe einer integrierten und ressortübergreifenden Strategie sollen bauliche Maßnahmen mit der Stärkung des sozialen Zusammenhaltes im Stadtteil verknüpft werden. Das Stadtteilmanagement Stendal-Stadtsee übernimmt hierbei die bedeutende Rolle der Koordinierungsinstanz zwischen Politik, Verwaltung, den Akteuren sowie Bewohner*innen des Stadtteils. Mithilfe des ganzheitlichen gesundheitsförderlichen Ansatzes sollen gleichermaßen das Gesundheitsverhalten und die Gesundheitsverhältnisse Berücksichtigung finden. Durch eine verstärkte ressortübergreifende Vernetzung, die Beteiligung der Bewohnerschaft und den Einsatz von Multiplikator*innen soll gemeinsam ein gesundheitsförderlicher Stadtteil gestaltet und somit Wohlbefinden und Gesundheit aller verbessert werden. Die Herangehensweise und verwendeten Methoden des Stadtteilmanagements Stendal-Stadtsee werden u. a. anhand von Beispielen in diesem Beitrag dargelegt.

Carolin Genz, Susanne Borkowski, Benjamin Ollendorf

Kapitel 2. Theoretischer Bezugsrahmen

Der theoretische Bezugsrahmen vermittelt die zur Entwicklung eines strategischen Risikomanagementmodells für Verteilnetzbetreiber erforderlichen energiewirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Wesentliche Inhalte sind die Aufarbeitung der Historie der Energieversorgung sowie die Erläuterung der Spezifika, Marktrollen und der besonderen Art der Verteilnetzbetreiber-Lieferanten-Beziehung in der Kette der liberalisierten Stromversorgung. Darauf aufbauend wird das durch den diskriminierungsfreien Netzzugang entstandene Risiko der Marktpartner im Kontext der Supply Chain detailliert betrachtet und für die Verteilnetzbetreiber spezifiziert. Als Rahmen zum bewussten Umgang mit Risiken wird das in der Betriebswirtschaft etablierte Konzept des Risikomanagements vorgestellt sowie die Berechtigung und Zielsetzung eines strategischen Risikomanagements auf der Stufe der Verteilnetzbetreiber begründet.

Kerstin R. Eiselbrecher

8. Nutzung von Umgebungswärme

Unter dem Begriff „Umgebungswärme“ wird der Energieinhalt der Umgebungsluft, des oberflächennahen Erdreichs, von Grundwässern (Aquiferen) oder auch von fließenden oder stehenden Oberflächengewässern verstanden. Diese in unserer unmittelbaren Umgebung enthaltene thermische Energie ist im Sinne der Energietechnik und nach menschlichen Maßstäben erneuerbar und damit unerschöpflich; d.h. es ist regenerative, klimaneutrale Energie. Aufgrund des typischerweise geringen Temperaturniveaus ist aber diese thermische Energie nicht unmittelbar zur Deckung der Wärmenachfrage für den Menschen nutzbar; zur technisch sinnvollen Nutzbarmachung wird deshalb i. Allg. eine weitere Systemkomponente, eine sogenannte Wärmepumpe, benötigt.

Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, M.Sc. Lucas Sens, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Wolfgang Streicher, Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler

4. Solarthermische Wärmenutzung

Ein Teil der von der Sonne eingestrahlten Strahlungsenergie kann mit Hilfe von Absorbern in Wärme umgewandelt werden. Zusammen mit anderen notwendigen Komponenten bilden diese Absorber die thermische Solaranlage. Thermische Solaranlagen sind damit also Anlagen, die Solarstrahlung in Wärme wandeln und sie dadurch für eine Vielzahl unterschiedlichster Anwendungen nutzbar machen (z. B. Schwimmbadwassererwärmung, Trinkwarmwasserbereitung, Raumwärmenachfragedeckung, Prozesswärmebereitstellung, Verfügbarmachung von Antriebswärme für solare Kühlung). Im Folgenden werden die dafür wesentlichen physikalischen Grundlagen der Energiewandlung dargestellt.

Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, Prof. Dr. Agis Papadopoulos, M.Sc. Lucas Sens, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Wolfgang Streicher

23. Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung

Mit der Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung schützen sich Unternehmen gegen Haftpflichtansprüche Dritter wegen Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Bei der Ausgestaltung des Versicherungsschutzes für ihre branchentypischen und individuellen Risiken sind Ein- und Ausschlüsse in den AVB, Kriterien für die Wahl der Versicherungssummen sowie Abgrenzungen zu speziellen Haftpflichtdeckungen ebenso zu beachten wie rechtliche, technologische und wirtschaftliche Weiterentwicklungen.

Georg Klinkhammer, Harald Kurtze

5. Klassische Risiken im Überblick

Die Risikolandschaft in der Industrie ist vielfältig und befindet sich stetig im Wandel. Aufgrund der Digitalisierung sowie der zunehmenden Globalisierung, verändern sich die Risikoprofile der klassischen Risiken wie Feuer, Naturkatastrophen, Haftungsschäden oder Betriebsunterbrechungen rasant. Daneben entstehen aber auch neue Risiken wie Cyberkriminalität oder Datenschutzverstöße. Global betrachtet herrschen zwischen den Risikolandschaften der einzelnen Länder viele Gemeinsamkeiten, dennoch sind signifikante Unterschiede festzustellen. Die Industrieversicherung steht vor großen Herausforderungen. Zum einen kämpft sie in einzelnen Sparten mit der Profitabilität des Marktes und befindet sich mittlerweile auf der Schwelle zur Marktverhärtung. Der intensive Wettbewerb verhindert jedoch zumeist flächendeckende Preissteigerungen. Eine weitere Aufgabe liegt in der Reduzierung der weltweiten Deckungslücke, welche nicht nur in den sogenannten Emerging Markets zu finden ist, sondern auch in Regionen mit einer hohen Versicherungsdurchdringung.

Daniel Aschoff, Julian Heitmann

2. Risikoidentifizierung und -klassifizierung

In diesem Kapitel wird der erste Schritt des Risikomanagementprozesses erläutert. Bei der Risikoidentifizierung geht es darum, unter Beachtung der Vollständigkeit, Wirtschaftlichkeit, Zukunftsbezogenheit, Aktualität und Konsistenz, diejenigen Entwicklungen oder Ereignisse zu bestimmen, die zu einer für ein Unternehmen negativen Prognose- oder Zielabweichung führen können. Dabei kann ein Unternehmen aus verschiedenen Perspektiven an die Identifizierung herangehen und aus einer Vielzahl an Risikoidentifizierungsmethoden wählen. Wurden alle relevanten Risiken identifiziert, findet dann die Risikoklassifizierung statt. Hierbei werden die zuvor identifizierten Risiken den unternehmensindividuell gebildeten Klassen zugeordnet. Innerhalb der Risikoklassen hat ein Unternehmen die Möglichkeit noch weitere Systematisierungen der Risiken vorzunehmen. Sind Risikoidentifizierung und -klassifizierung abgeschlossen, werden die Ergebnisse strukturiert dargestellt.

Wolfgang Knauf, Jessica Bender

Chapter 4. Phase 3: Führung gegenüber anderen

Am Ende dieses Kapitels werden Sie verstanden haben, inwiefern die Fähigkeit zur Selbstführung für Ihre Führung gegenüber anderen Menschen besonders wichtig und hilfreich ist. Sie spüren, welche Wirkungen und Vorteile dies für Sie hat: als Unternehmer, als Führungskraft, als Teamplayer und als führender, inspirierender Mensch. Dieses Kapitel wird Sie einladen, darüber zu reflektieren, was Führung ist, worauf sie sich bezieht, was sie bewirken soll, und wie Sie selbst führen möchten. Sie werden die tiefen Voraussetzungen für wirksame Führung im Kontakt mit anderen Menschen kennen. Sie werden anschließend zuversichtlich sein und das Bewusstsein haben, über neue Grundlagen Ihres Handelns zu verfügen. Die Erfahrungen und Einsichten aus der Zen-Meditation können Sie klar als Basis für Ihre eigene Klarheit, Kraft, Mut und Selbstwirksamkeit in ihrem geschäftlichen Führungsalltag erkennen.

Joachim Nickelsen

Kapitel 11. Beendet die Digitalisierung das deutsche Jobwunder?

Der deutsche Arbeitsmarkt zeichnet sich durch hohe Beschäftigung und niedrige Arbeitslosigkeit aus. Doch in den nächsten Jahren werden sowohl die Demografie als auch die Digitalisierung zwei wesentliche strukturelle Herausforderungen sein, die es zu bewältigen gilt. In diesem Beitrag werden nach einer wirtschaftshistorischen Einordnung der Digitalisierung die Ergebnisse der wichtigsten Studien zu den Wirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt zusammengefasst. Daraus wird eine Vielzahl an Politikvorschlägen im Bereich der Wachstums-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik abgeleitet. Ohne entsprechende Anpassungen der bestehenden ökonomischen Institutionen wird die Digitalisierung das deutsche Jobwunder beenden.

Alexander Spermann

Kapitel 2. Synopsis der Biosphere Reserves in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die UNESCO Biosphere Reserves (BR) in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz unterliegen den UNESCO-Kriterien, die zur Antragsstellung, zur Anerkennung und zur Evaluierung herangezogen werden. Darauf aufbauend haben Deutschland und Österreich Kriterienkataloge entwickelt. Diese Kriterienkataloge werden vorgestellt und die Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich behandelt. Die Kriterien sind nicht nur zur Antragsstellung, sondern auch bei der 10-jährigen Evaluierung von Bedeutung. Anhand ausgewählter Beispiele aus öffentlich zugänglichen Evaluierungsberichten werden Maßnahmen dargestellt, die zur Umsetzung der drei miteinander verbundenen Funktionen zur Erhaltung der Biodiversität, zur ökologischen, sozial nachhaltigen und kulturellen Entwicklung sowie zur logistischen Unterstützung eingesetzt werden. Die Umsetzung in jedem BR ist abhängig von den naturräumlichen Gegebenheiten wie von den ökonomischen, sozialen und kulturellen Aspekten, die jeweils unterschiedliche Managementmaßnahmen erfordern.

Valerie Braun, Adelheid Humer-Gruber, Kati Heinrich, Hubert Job

Kapitel 13. Quo vadis? – Versuch eines Ausblicks

Vergleicht man die Statistiken einschlägiger Wirtschaftsverbände, Analysen führender Unternehmensberatungen sowie die Schlagzeilen der Wirtschaftszeitungen zur Situation der pharmazeutischen Industrie, so sind die Meinungen über die Zukunft dieses Industriezweiges immer wieder geteilt. Während die Einen die neu eingeführten Medikamente der forschenden Pharma-Unternehmen loben und die Innovationsbilanz herausstellen, malen andere ein eher düsteres Szenario. In ihrem Buch The Truth About Drug Companies beschreibt (Angell M. 2004), dass die Industrie darauf wartet, dass sie von außen gefüttert wird. Sie tritt auf der Stelle und hofft darauf, dass Universitäten und Biotechnologiefirmen eine Fülle neuer Ideen publizieren.

Dagmar Fischer, Jörg Breitenbach

Kapitel 5. Darstellungsformen und mehrmodale Formate

Welche onlinetypischen Darstellungsformen und Formate gibt es? Das Kapitel unterscheidet informationsorientierte, erzählende, meinungsorientierte und serviceorientierte.

Gabriele Hooffacker

Kapitel 1. Einleitung

In den vergangenen Jahrzehnten ließ sich innerhalb der Europäischen Union (EU) eine rasche und stetige Konvergenz der wirtschaftlichen Lebensverhältnisse beobachten, was ihr den Beinamen der „Konvergenzmaschine“ eingebracht hat, die primär durch die Vollendung des gemeinsamen Binnenmarktes und der Errichtung einer gemeinsamen Währung erreicht wurde. Beides hat zu einem beispiellosen Wirtschaftswachstum und Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens innerhalb der EU beigetragen. Während die Vollendung des gemeinsamen Binnenmarkts und die Errichtung der Währungsunion die wirtschaftliche Integration der europäischen Mitgliedsstaaten deutlich vorangetrieben haben, waren die europäischen Arbeitsmärkte hingegen zum größten Teil nationalstaatlich reguliert – dies gilt in besonderem Maße für die Lohnpolitik.

Sven Broschinski

Kapitel 4. Die Auswirkungen der Eurokrise(n) auf die europäischen Arbeitsmärkte

Im vorherigen Kapitel wurde diskutiert, wie Unternehmen ihren Arbeitseinsatz und ihre Personalkosten an sich verändernde wirtschaftliche Umstände anpassen können, wie diese Anpassungsstrategien durch den institutionellen Kontext geprägt werden und welche Auswirkungen diese Entscheidungen sodann auf die Lohnungleichheiten haben. Im Folgenden sollen diese theoretischen Überlegungen auf den Fall der Eurokrise angewandt werden, die seit 2008 die europäischen Volkswirtschaften und insbesondere deren Arbeitsmärkte unter einen enormen Anpassungs- und Veränderungsdruck setzt. Das Ziel dieses Kapitels ist, zu zeigen, mit welchen unterschiedlichen Herausforderungen die Unternehmen und Arbeitnehmer in den einzelnen Mitgliedsstaaten konfrontiert sind und wie sich der rechtlich-institutionelle Handlungsrahmen der Unternehmen im Zuge von Arbeitsmarktreformen im Verlauf der Krise verändert hat.

Sven Broschinski

Kapitel 2. Unternehmenskonzept

Ohne eine Vorstellung davon zu haben, was gemanaged werden soll, kann nicht sinnvoll gemanaged werden. Management macht nur Sinn in Bezug auf sein Objekt, das Unternehmen, so wie die Medizin nur Sinn macht mit Bezug auf ihr Objekt, die Menschen. Das Wesen der Tätigkeit „Management“ erhellt sich primär aus dem Wesen des Unternehmens.

Christian Erk, Sascha Spoun

12. Kanada, die Vereinigten Staaten und die Eurozone: Auswirkungen auf die US-Reformen

In diesem Kapitel werden ausgewählte sozialpolitische Maßnahmen in Kanada und der Eurozone betrachtet und mit den USA verglichen. Daraus lassen sich mehrere Politikoptionen für US-Reformen ableiten. Darüber hinaus können Schlussfolgerungen in Bezug auf die Handels- und Wirtschaftspolitik der USA gezogen werden. Es wird betont, wie wichtig die Reform der EU27 – post-BREXIT – ist, da sonst die Weltwirtschaft durch die Dominanz der USA und Chinas geprägt wird; und keine signifikanten externen Impulse für eine soziale Marktwirtschaft in den USA eine Rolle spielen würden. Die Gefahr eines strukturellen US-Populismus wird betont. Ohne institutionelle Stabilisierung in der westlichen Welt wird die Weltwirtschaft in ein neues Großmächteregime zurückfallen, das an das 19. Jahrhundert erinnert – mit den USA und China an der Spitze.

Paul J. J. Welfens

8. Vorbereitende Abschlussbuchungen und Hauptabschlussübersicht

In Kapitel 4 haben wir uns bereits mit den planmäßigen Abschreibungen auf das abnutzbare Anlagevermögen beschäftigt. Nun kann der Fall eintreten, dass zusätzlich zu den im Abschreibungsplan erfassten Wertminderungen unerwartete außerplanmäßige Wertminderungen zu verzeichnen sind.

Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

5. Bürogebäude

In Bürogebäuden sind die Klimaanlagen das dominierende Thema. Es werden die in der Praxis vertretenen Klimaanlagen strukturiert und systematisch dargestellt. Man erhält damit einen Überblick über die relevanten Grundsysteme. Weiterhin werden verschiedene Technologien für die Kältebereitstellung gezeigt und es wird auf Beleuchtungssysteme eingegangen.Steuer- und Regelungsaufgaben für die Heizung, die Klimatisierung und die Beleuchtung werden herausgearbeitet.Im Rahmen der Planung der Gebäudetechnik und Gebäudeautomation von Bürogebäuden werden in den Bilanzierungsverfahren so genannte Effizienzklassen der Gebäudeautomation definiert. An Hand eines Beispiels wird der Einfluss der Gebäudeautomation auf die Energieeffizienz abgeschätzt.

Gunter Lauckner, Jörn Krimmling

3. Unternehmensbewertung

Wenn Sie jetzt die nächsten Seiten lesen und auch dabei die Quellenangaben ein wenig im Auge behalten, dann wird ihnen auffallen, dass diese Quellen fast alle recht alt sind.Die Unternehmensbewertung ist nichts Neues, auch wenn noch viele Bücher dazu erscheinen. Die „Vorarbeiten“ wurden aber alle von den im folgenden Kapitel zitierten Klassikern geleistet, und die haben ihre Erkenntnisse in den 90er‐Jahren des letzten Jahrhunderts schwerpunktmäßig publiziert.Die neuen Bücher gehen aus meiner Erfahrung immer stärker in Richtung von Detailfragen wie die steuerliche Handhabung und die richtige Berechnung von Cash Flows nach Steuern aus verschiedenen Blickwinkeln. In der eigentlichen Bewertung hat sich aber nichts Neues mehr getan.Deshalb bin ich auch einerseits eher ein „Fan“ dieser Klassiker, die ich hier auch fast ausschließlich anführe. Das erachte ich nur als fair, denn die neueren Werke basieren in ihren Ausführungen auch darauf, und dann zitiere ich doch lieber das Original.Steuerliche Detailbetrachtungen lasse ich ganz außen vor – mir geht es um den Überblick und nicht um Details. Dafür gibt es aber auch genügend aktuelle Literatur, die aber leider aufgrund des sich so schnell ändernden Steuerrechts nur begrenzte zeitliche Aktualität aufweist.

Bernd Heesen

5. Die Energiewende im Spannungsfeld von Gesellschaft und Politik

Um besser zu verstehen, warum Deutschland trotz seiner Wirtschafts- und Innovationskraft bislang erst einen sehr kleinen Teil der Energiewende geschafft hat, greift dieses Kapitel die wichtigsten grundlegenden Barrieren der Klimaschutzpolitik auf.Weiterhin wird beschrieben, wie Greta Thunberg, die Fridays-for-Future-Bewegung oder der Youtuber Rezo es schaffen konnten, mit ihrer hohen medialen Präsenz das Thema Klimaschutz stärker in den Fokus der Politik zu rücken.Schließlich wird auf die Grundsatzfrage eingegangen, inwieweit man als einzelner Bürger überhaupt wesentlich zum Klimaschutz beitragen kann bzw. soll oder ob es in der Verantwortung der Politik liegt, dass die vereinbarten Klimaziele erreicht werden. Zudem wird dargelegt, welche der vielen üblichen Ratschläge, seinen Klimafußabdruck zu verringern, wirklich etwas bringen und welche eher der eigenen Gewissensberuhigung dienen.

Andreas Luczak

Kapitel 5. Vorbereitung auf die Zukunft – 25 Abfragen zur (betriebswirtschaftlichen) Unternehmensführung

Dieses Kapitel ist gewissermaßen der Mittelpunkt dieses essentials. Dargestellt wird das komplette betriebswirtschaftliche Spektrum, von den Perspektiven bis zu den Chancen und Risiken. Dazwischen werden die wichtigsten Maßnahmen angesprochen. Und auch damit soll noch einmal deutlich gemacht werden, dass Betriebswirtschaft nicht nur der Preisfindung dient.

Dietmar Goldammer

Kapitel 1. Fragen und Aufgaben

Wovon hängt die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes ab?

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker, Alexandra Wagner

Kapitel 2. Antworten und Lösungen

Die Wärmeleitung in einem Baustoff resultiert aus der Wärmeleitung über den Feststoffanteil sowie aus Wärmeleitung, Konvektion und Strahlungsaustausch im Porenraum. Die primäre Einflussgröße ist somit die Rohdichte bzw. der Porenanteil. Folglich dämmen Baustoffe mit geringer Rohdichte besser als Baustoffe mit hoher Rohdichte.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker, Alexandra Wagner

Kapitel 5. Erläuterung der Wohlbefindlichkeitsfaktoren

Um die Anwendung der Matrix zu erleichtern, wird die Soll-Matrix nachfolgend umfassend beschrieben und erklärt. Dies ermöglicht es den Anwendern, die Faktoren besser zu verstehen und nachvollziehbare und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. An dieser Stelle sei jedoch auch erwähnt, dass die Anwendung eines Faktors weitgehend Auslegungssache ist, beispielsweise kann in der Hotellerie statt Hintergrundmusik auch eine andere akustische Beschallung wie Vogelgezwitscher angewendet werden.

Werner Seiferlein

2. Ziele- und Wertesystem

Die Ökonomik ist eine Sozialwissenschaft, d. h., sie beschäftigt sich mit den Aktivitäten des seinen Lebensraum gestaltenden Menschen. Im Gegensatz zur Medizin, die heute überwiegend naturwissenschaftlich ausgerichtet ist, existieren in der Ökonomik deshalb keine unumstößlichen Naturgesetze. Vielmehr analysiert sie die Regelhaftigkeit im Verhalten der Menschen, die in ihrer Zeit und Kultur mit Knappheit umgehen. Menschen sind geprägt durch ihre Kultur, durch die mentale Programmierung, die sie von klein auf erlebt haben. Sie haben Werte, die ihre täglichen Handlungen bestimmen, selbst wenn sie sich dessen nicht immer bewusst sind. Das Wertemuster einer Bevölkerung determiniert die Art und Weise der Knappheitsreduktion. Beispielsweise ist die Verminderung der Knappheit an tierischem Protein in islamischen Staaten durch die Zucht von Schweinen aus religiösen, d. h. kulturellen Gründen ausgeschlossen.

Steffen Fleßa, Wolfgang Greiner

„Nachhaltigkeit“ als Querschnittsaufgabe einer integrierten Stadtentwicklung am Beispiel der Landeshauptstadt Hannover

Städte sind ein Kumulationspunkt nachhaltiger Anforderungen und Entwicklungen. Ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte sind hier gleichzeitig Gestaltungsfelder. Durch städtisches Nachhaltigkeitsengagement wird die damit verbundene globale Verantwortung lokal verortet. Sie wird erfahrbar für den Adressaten Bürger∗innen, der sich selbst dabei auch als Akteur versteht. Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) ist schon relativ früh auf diesem Feld politisch-gestalterisch aktiv geworden und verfügt mittlerweile über ein breites Spektrum an nachhaltigen Maßnahmen und Aktivitäten. Die Etablierung eines integrierten Nachhaltigkeitsmanagements wird dabei als ein zentrales Aufgabenfeld verstanden.

Susanne Wildermann, Friedel Ahlers, Kristin Butzer-Strothmann

Technologien als Impulsgeber für eine integrierte nachhaltige Unternehmensführung

Der Einsatz von Technologie wird immer mehr als eine der zentralen Stellschrauben diskutiert, um zu mehr Nachhaltigkeit zu gelangen. Technologien eröffnen ökonomische, ökologische und soziale Potenziale. Es gilt, sie entsprechend zu nutzen.Das St. Gallener Konzept der integrierten Unternehmensführung bietet einen geeigneten Rahmen, um Technologien für mehr Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung zu berücksichtigen. In Zeiten großen technologischen Wandels erfordert die gestiegene Komplexität in der Unternehmensführung einmal mehr ganzheitliches und mehrdimensionales Denken. Unter diesen Rahmenbedingungen müssen Technologien normativ zur Nachhaltigkeitsorientierung mitgedacht, strategisch eingeplant und operativ in der Umsetzung zum Einsatz kommen.Der folgende Buchbeitrag befasst sich mit der Inkludierung von Technologien in das St. Gallener Managementmodell und bietet praktische Anwendungsbeispiele, wie Technologien zur nachhaltigen integrierten Unternehmensführung beitragen können.

Daniela Beyer, Annette Braun, Meike Schiek, Marion Weissenberger-Eibl

Kapitel 6. Bewertungen

Während das vorherige Kapitel im Schwerpunkt die implizierten Perspektiven der Ordensleute auf die Ziele fokussierte, rückt in diesem Kapitel der reflektierte Blick der Ordensleute auf das Thema in das Zentrum der Analyse. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Bewertungen mit der Glokalisierung der Ziele einhergehen. Es treten bei der Analyse explizierter Bewertungen des Ziels und seiner Entwicklung gemeinsame Wissensbestände sehr deutlich hervor. Die Kontrastierung von Bewertungsperspektiven zur Bedeutung der Ziele und ihrer Entwicklung zeigt, dass zur Konstruktion des Ziels als Ordensziel die explizite Integration in etablierte Sinnstrukturen zur Identität der Gemeinschaften vonnöten ist. Trotz der unterschiedlichen Diagnosen sehen viele Ordensleute die Ziele mit Verweis auf Tradition und Charisma des Ordens als integrale Ordensziele an. In Bezug auf die Bewertung des Ziels zeigt sich die Gemeinsamkeit von Ordensleuten mit unterschiedlichen handlungsleitenden Orientierungen also gerade in den Bewertungsmaßstäben und den Bezügen zu geteilten Sinnstrukturen mit Blick auf die Bedeutung des Ziels für den Orden, weniger in den Bewertungen hinsichtlich deren Umsetzung und Entwicklung.

Jiska Gojowczyk

Kapitel 3. Feuchteschutz

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

4. Vertragscontrolling für Öffentlich-Private Partnerschaften

Kommunale Schulträger stehen vor enormen Herausforderungen beim Bau und beim Unterhalt von Schulgebäuden. Einige Kommunen nutzen daher Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPPs) als Alternative zur konventionellen Beschaffung, um durch eine stärkere und langfristig angelegte vertragliche Einbindung des privaten Bausektors Einsparungen zu realisieren. Allerdings zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass die in der Planungsphase von ÖPPs berechneten Effizienzrenditen nur erzielt werden können, wenn die Kommune die Partnerschaft auch in den anschließenden Lebenszyklusphasen durch ein engmaschiges Vertragscontrolling begleitet. Dieser Beitrag illustriert die wesentlichen Aufgaben des kommunalen Vertragscontrollings in der Betriebsphase. Der Schwerpunkt liegt auf den Aufgaben in der Leistungsbewertung, Abrechnungsprüfung sowie im laufenden Risikomanagement. Die Aufgaben werden beispielhaft anhand zweier Schulprojekte der Stadt Witten illustriert.

Antje-Silja Tetzlaff

Moral an die Börse?

Finanzskandale, feindliche Übernahmen und großzügige Zahlungen an Manager in Finanzinstitutionen haben in der Öffentlichkeit Empörung hervorgerufen. Funktionsdefizite der Finanzmärkte können jedoch nur durch politische Regulierung, ethische Strukturierung der globalen Finanzmärkte und durch die beiden zentralen Prinzipien Stabilität und Partizipation beseitigt werden.

Friedhelm Hengsbach

2. Immissionsschutzrecht

Zweck dieses Gesetzes ist es, Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen. Soweit es sich um genehmigungsbedürftige Anlagen handelt, dient dieses Gesetz auch

Gabi Förtsch, Heinz Meinholz

Kapitel 2. Grundlagen der Wirtschaftspolitik

Was folgt warum?Das erste Kapitel wird Ihnen als Einführung einen Eindruck von den Grundproblemen der anwendungsorientierten Disziplin Wirtschaftspolitik vermitteln und das wirtschaftspolitisch angestrebte Allokationsoptimum darstellen. Lernziele Sie sollen die Grundlagen der Wirtschaftspolitik, insbesondere das Allokationsmodell mit eigenen Worten beschreiben können.

Prof. Dr. Christian A. Conrad

Kapitel 2. Die Umweltgeschichte in Schlüsseldaten

Wie wandelten sich die Kenntnisse zu unserer Umwelt, zu unseren Wirkungen auf die Umwelt und zu den Wirkungen der Umwelt auf uns in den vergangenen zwei Jahrtausenden? Wie gingen Menschen und Institutionen mit dem sich ändernden Wissen um? Welche Umweltveränderungen traten auf? Im zweiten Kapitel werden diese Fragen für 260 Umweltgeschichten gestellt und chronologisch beantwortet. Die Intensität der Umweltveränderungen nimmt vom frühen Mittelalter bis in das frühe 14. Jahrhundert zu. Die kombinierte Wirkung von menschlichen Eingriffen in die Natur und Extremereignissen führt dann zu einer Folge von Katastrophen, die in der großen Pestpandemie Mitte des 14. Jh. kulminieren. Nach einer kurzen Phase, in der sich die Natur teilweise erholt, wachsen die Eingriffe von Menschen wieder. Sie erreichen im 20. und im 21. Jh. geradezu beängstigende Ausmaße. Der massive Klimawandel, die Zerstörung von Lebensräumen und das dramatische Artensterben resultieren.

Hans-Rudolf Bork

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Das Kapitel beschreibt anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN die Herausforderungen und Fortschritte auf dem Weg in eine nachhaltige Welt. Jedes Nachhaltigkeitsziel wird in einem eigenen Abschnitt betrachtet, mit Ursachen, Folgen und Zusammenhängen – jeweils sowohl auf globaler Ebene als auch bezogen auf Deutschland. Jeder dieser Abschnitte beginnt mit einer wahren Geschichte, die in das Thema einführt. Wo es sich anbietet wird zu jedem der Themen gezeigt, was wir im Alltag tun können, um das jeweilige Nachhaltigkeitsziel zu unterstützen.

Matthias Medert

Privates Baurecht

Inhalte des Kapitels Privates Baurecht sind das Bauvertragsrecht mit den seit dem 01. Januar 2018 geltenden Bestimmungen der §§ 650a-v BGB, die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen (VOB/B), die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen (VOB/C), das Vergaberecht für öffentliche Aufträge nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), der Vergabeverordnung (VgV), den Allgemeinen Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen (VOB/A) und der Verordnung über die Vergabe von öffentlichen Aufträgen im Bereich des Verkehrs, der Trinkwasserversorgung und der Energieversorgung (Sektorenverordnung – SektVO), Leistungsbilder und Honorare für Architekten und Ingenieure nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure 2013, und der Schriftenreihe, Hefte 1 bis 37, des Ausschusses der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e. V. (AHO) sowie die außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Horst Franke, Claus Jürgen Diederichs, Michael Peine, Matthias Sundermeier

Kapitel 4. Biologische Wirkung von Laserstrahlung

Laser können wesentlich höhere Bestrahlungsstärken erzeugen als normale Lichtquellen. Daher ist das Arbeiten mit Lasern mit besonderen Gefährdungen verbunden, die zu ernsten Unfällen und Gesundheitsschädigungen führen können. In diesem Kapitel geht es um die Frage, wie optische Strahlung, insbesondere von Lasern, auf Gewebe wirkt und schädigen kann.

Claudia Schneeweiss, Jürgen Eichler, Martin Brose, Daniela Weiskopf

Kapitel 5. Die Besteuerung der gGmbH

Das Steuerrecht hat die weitestgehende Bedeutung für gemeinnützigkeitsrechtliche Fragestellungen der gGmbH. Die Grundzüge setzen sich aus den Regelungen zur Besteuerung aller sonstigen gemeinnützigen Körperschaften im deutschen Steuerrecht und den Besteuerungsreglungen für Kapitalgesellschaften zusammen. Die Darstellung verfolgt das Ziel, die Besteuerung im Lebenszyklus der gGmbH nachzuzeichnen, um eine schnelle Orientierung in der jeweils zu beurteilenden Situation zu ermöglichen. Auch werden die wesentlichen steuerlichen Themengebiete mit der gebotenen Ausführlichkeit behandelt. Unterschieden werden muss zwischen den steuerlichen Konsequenzen des Eintritts in die Gemeinnützigkeit, der laufenden Besteuerung und der steuerlichen Behandlung bei einer Beendigung des gemeinnützigen Engagements. Ebenfalls zu unterscheiden sind die jeweiligen Steuerfolgen auf Ebene der Gesellschaft und auf Ebene des übergeordneten Trägers, wobei dort wiederum zu unterscheiden ist, ob die Trägerschaft von einer oder mehreren Privatpersonen, von einer nicht gemeinnützigen Kapitalgesellschaft oder von einer gemeinnützigen Organisation (Stiftung, Verein, gGmbH) ausgeübt wird.

Christina Weidmann, Ralf Kohlhepp

Kapitel 3. Rechtsnachfolge, gesellschaftsrechtliche Anforderungen des Einstiegs und des Ausstiegs aus der Gemeinnützigkeit und der Beendigung

Die Übertragung von Geschäftsanteilen erfolgt schuldrechtlich durch Kauf, Schenkung oder Treuhandvertrag; dinglich im Wege der Abtretung. Beides, schuldrechtliches und dingliches Geschäft, bedürfen der notariellen Beurkundung, § 15 Abs. 3 und 4 GmbHG. Die Beurkundungspflicht bildet die erste (gesetzliche) Einschränkung des Grundsatzes der freien Verfügung über Geschäftsanteile. Geschäftsanteile können aber auch von Todes wegen übergehen. Insoweit bedürfen die Verträge zur Gründung einer gGmbH einer Regelung zur Nachfolge in die Geschäftsanteile, zumal das Erbrecht hier dem Gesellschaftsrecht folgt. Satzungsänderungen können zum Fortfall der Gemeinnützigkeit führen, sie können aber auch eine nicht gemeinnützige GmbH in eine gemeinnützige GmbH „umwandeln“. Schließlich sind auch die Folgen des Endes der gemeinnützigen GmbH zu bedenken.

Christina Weidmann, Ralf Kohlhepp

5. Idealtypischer Ablauf einer Sonderprüfung

Der zeitliche Ablauf einer Sonderprüfung kann je nach Prüfer, Inhalt und auch je nach Intensität abweichen. Trotzdem finden sich die einzelnen, in Abb. 5.1 dargestellten Phasen in jeder und die zeitliche Verteilung in den meisten Sonderprüfungen. Nach einer Darstellung der typischen Prozessschritte einer Sonderprüfung zu Beginn dieses Kapitels werden in den Kapiteln 5.5. bis 5.7. häufige Prüfungsschwerpunkte aus den Bereichen MaRisk, Geldwäscheprävention und IT dargestellt, ehe in Kapitel 5.8. ausgewählte MaRisk-Fokusbereiche umfassender behandelt werden.

Christian Glaser

12. Bedeutung des Wohneigentums für die Altersvorsorge

Altersvorsorge ist eine langfristige Vermögensanlage, die im Laufe des Erwerbslebens aufgebaut und im Ruhestand aufgegessen wird – ohne vorzeitig zur Neige zu gehen. Will man die Bedeutung des Wohneigentums für die Altersvorsorge beurteilen, müssen daher Fragen hinsichtlich des Umfangs der erforderlichen Vorsorge und des sinnvolen Anteils von Wohneigentum, der Effektivität und Effizienz von Wohneigentum als Altersvorsorge, der Rolle von Erbschaften und des staatlichen Einflusses beim Wohneigentum sowie der Motive der Wohneigentumsbildung diskutiert werden.

Reiner Braun

Kapitel 10. Dach

Steildächer von Einfamilienwohnhäusern werden oft als Kehlbalkendach ausgeführt. Im vorliegenden Fall wurde der Dachraum nicht ausgebaut und ist nur über eine Einschubtreppe zugänglich. Die Wohnungsdecke, also die Kehlbalkendecke, wurde mit Mineralwolle gedämmt und erhielt raumseitig eine Dampfsperre.

Joachim Schulz

Kapitel 3. Treppen

Feuchtigkeitsschäden an Rauminnenseiten im Keller oder stehendes Wasser in Kellerräumen sind Erscheinungsbilder, die im Zusammenhang mit Kelleraußentreppen auftreten.

Joachim Schulz

Kapitel 4. Keller

Der Neubaukeller eines Einfamilienhauses sollte – wie es heutzutage üblich ist – „ausgebaut“ werden.

Joachim Schulz

Kapitel 2. Terrassen, Balkone, Loggien

Terrasse lateinische Begriff „Terra“ für Boden. Die Terrasse ein ebenerdiger „Freisitz“, d. h. eine befestigte Plattform auf Bodenniveau, die an ein Gebäude anschließt.

Joachim Schulz

Kapitel 13. Schwimmbäder, Pool

In den 90er Jahren wurde eine moderne Villa mit Poolanlage errichtet. Die Abmessungen des Pools betrugen 6,00 × 12,00 m mit einer Tiefe von fast 3,00 m, d. h. mit einem Fassungsvolumen von 216.000 Litern Wasser.

Joachim Schulz

Kapitel 6. Fassade

An einem Gesimsputz kam es im Traufbereich des Daches zu Farb- und Putzabplatzungen. Nachdem die Fassade eingerüstet war, wurde festgestellt, dass es sich bei den Putzabplatzungen um Gipsputz handelte.

Joachim Schulz

Kapitel 9. Risse

„Risse“ können trotz fachgerechter Planung und Ausführung nicht „absolut“ verhindert werden.

Joachim Schulz

Kapitel 8. Innenausbau

Konstruktionsarten bei Estrichen:

Joachim Schulz

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

In diesem Kapitel werden der Stand der Forschung vorgestellt und wichtige Begriffe definiert. Zudem werden die unterschiedlichen Perspektiven auf die Anpassungs- und Umnutzungsfähigkeit von Produktionshallen dargestellt und die aktuelle Marktlage analysiert.

Anne Harzdorf

Kapitel 25. Bodenwertentwicklungen in Wachstumspolen Ostdeutschlands. Eine Untersuchung am Beispiel der Städte Dresden, Erfurt und Jena

Dieser Beitrag gibt einen vertieften Einblick in die Prozesse und Ergebnisse der Ermittlung von Bodenwerten in ostdeutschen Städten. Ziel dieser Praxis der Lagebewertung ist die Herstellung einer größeren Transparenz auf den Grundstücksmärkten. Anhand ausgewählter Stadtviertel in Dresden, Erfurt und Jena wird gezeigt, dass die Entwicklung von Bodenwerten stark mit der vorhandenen Bautätigkeit und Investitionen in die Attraktivität der betreffenden Stadtviertel abhängt. Mithilfe dieser Einsichten lassen sich Förderinstrumente städtebaulicher Entwicklung effektiver einsetzen.

Andreas Ortner, Jasmin Uttner, Robert Krägenbring, Alexandra Weitkamp

Kapitel 27. Städtische Protestbewegungen in Leipzig. Orientierungsversuche innerhalb einer veränderten Marktrealität

Die Umbruchs- und Transformationsphase der 1990er-Jahre stellt einen zentralen Ausgangspunkt der kritischen Auseinandersetzung mit ostdeutschen städtischen Protestbewegungen dar. Deren Auswirkungen strukturieren bis heute sowohl die Reaktionen bürgerlicher Eliten auf aktuelle Entwicklungen am Immobilien- und Mietmarkt als auch den Zugang und die Strategien stadtpolitischer Akteur*innen. In diesem Beitrag zeige ich auf, dass die Leipziger Schrumpfungserfahrungen einen Schlüsselmoment für die Konstituierung, Artikulation und Positionsbestimmung städtischer Protestbewegungen darstellen. Dies betrifft einerseits die Perspektive der alternativen Subkulturen auf die Stadt selbst, andererseits deren Reaktion auf neoliberale Einhegungsstrategien. Darauf aufbauend begreife ich die politischen Rationalitäten der Protestbewegung als Ergebnis und Terrain einer spezifischen urbanen Ordnung, um aufzuzeigen, wie diese wesentlich das Verständnis der Leipziger Konfliktarenen prägt. Der Beitrag thematisiert städtische Bewegungen als Akteur*innen einer ostdeutschen Regionalentwicklung und wirft einen kritischen Blick auf die Praxis und Wirkung dieser Bewegungen.

Rico Rokitte

Kapitel 36. Sanierung alter Industrieregionen in Ostdeutschland

Eine Betrachtung der Regionalentwicklung in Ostdeutschland wäre ohne die Berücksichtigung der Umweltsanierung unvollständig, denn die Umweltsituation war dort um 1989 als dramatisch einzuschätzen. In den Industrie- und Bergbauregionen hatten sich Umweltschäden vor allem im Bereich von Produktionsanlagen, Gebäuden, Böden und Grundwasser akkumuliert. Mit dem starken Rückgang der Industrieproduktion und der Modernisierung von Betrieben nach der Wiedervereinigung verringerte sich die Umweltbelastung – auf teils ungewollte Weise – erheblich. Die bereits akkumulierten Schäden bedurften dennoch der Sanierung. Auf der Grundlage der „Umweltunion“ und des Einigungsvertrags unternahmen Bund und Länder ab 1990 große Anstrengungen, diese Schäden zu beseitigen. Ziel war es, die Einheitlichkeit der ökologischen Lebensverhältnisse in Deutschland zu fördern und zugleich die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen. Zurückgreifend auf eine Reihe früherer Forschungsarbeiten geben die Autoren einen Überblick zu den verschiedenen, insbesondere regional bedeutsamen Ansätzen der Umweltsanierung und vertiefen die Analyse am Beispiel des touristischen Lausitzer Seenlands, das aus mehreren stillgelegten und sanierten Braunkohlegruben entwickelt wurde.

Gerd Lintz, Peter Wirth

Kapitel 35. Ostdeutsche Kulturlandschaften im Wandel

Die Kulturlandschaftsdebatte in der deutschen Raumentwicklung führte in den 1990er-Jahren weg von einer ausschließlichen Orientierung auf den Schutz einzelner Landschaften hin zu einer Orientierung auf die Entwicklung aller Landschaften. Dies war auch durch die Notwendigkeit zu erklären, Ostdeutschland über Impulse der Regionalentwicklung zu stärken. Die Strukturbrüche der 1990er-Jahre führten in den neuen Bundesländern dazu, Kulturlandschaften als Potenziale für regionale Entwicklungsstrategien zu erschließen. Im Sinne des gewandelten raumplanerischen Anspruches, nicht nur formelle Raumordnung, sondern auch informelle Raumentwicklung zu betreiben, stand der Terminus „Kulturlandschaften“ nun auch für regionale Kooperations- und Handlungsräume. Der Beitrag stellt den Begriff der „Kulturlandschaft“ vor und diskutiert die Spezifika der Transformation ostdeutscher Kulturlandschaften sowie die Aussichten ihrer künftigen Entwicklung.

Ludger Gailing

Kapitel 34. Verkehrspolitik und Mobilitätsentwicklung in Ostdeutschland

Dieser Beitrag diskutiert die Entwicklung der Verkehrsinfrastrukturen und des Mobilitätsverhaltens in den 30 Jahren seit der Wiedervereinigung. Die Ergebnisse verweisen auf eine differenzierte Entwicklung als Spiegel der Ausrichtung der Verkehrspolitik seit den 1990er-Jahren: Die Autobahnerreichbarkeiten haben sich flächendeckend verbessert, während das Flächennetz im Schienenverkehr gegenüber den Fernverkehrsverbindungen zwischen den Zentren eingeschränkt wurde. In den Städten wurde insbesondere der Straßenbahnverkehr erhalten und ausgebaut. In der Mobilitätspraxis zeigen sich persistente Strukturen bei den Tagesabläufen, eine hohe Bedeutung des Pendelverkehrs über größere Distanzen, Fragen des Zugangs zu Verkehrsmitteln, aber auch eine Annäherung des Modal Split zwischen Ost- und Westdeutschland.

Matthias Gather, Barbara Lenz

Kapitel 17. Migrationsgeschichte Ostdeutschlands I. Von der Zeit der DDR bis in die 1990er-Jahre

Ausgehend von der Beobachtung, dass das Wissen über die GeschichteMigrationMigrationsgeschichte, ostdeutsche der Migration in der DDR bis heute marginal ist, zielt dieser Beitrag darauf ab, Informationslücken in Bezug auf die Migrationsgeschichte Ostdeutschlands zu schließen, die Spezifik von internationaler Migration in die DDR und während der 1990er-Jahre nachzuzeichnen und vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung Ostdeutschlands während dieser Zeit zu reflektieren. Damit wird eine Basis geschaffen für die Untersuchung und Einordnung jüngerer Diskurse um Migration in Ostdeutschland.

Birgit Glorius

Open Access

Das italienische, europäische und internationale Markenrecht und Markenprozessrecht

Die heute im Immaterialgüterrecht bekannten Marken sind keine Erfindung der Moderne, sondern lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen. Das Markenrecht hat in der Folgezeit – vor allem seit dem 19. Jahrhundert – im nationalen und internationalen Handels- und Wirtschaftsrecht einen festen Platz eingenommen.Die Informationsgesellschaft und die Globalisierung geben dem Markenrecht eine wachsende Bedeutung. Die praktische Folge davon ist, dass Unternehmen in den letzten Jahrzehnten weit mehr in ihre Marken investiert haben und diese bei Mergers and Acquisitions (M&A) immer höhere Preise erzielen. Aus rechtlicher Sicht lässt sich erkennen, dass seit einigen Jahrzehnten das Markenrecht stark europäisiert und internationalisiert wurde, während es historisch von der nationalen Territorialität geprägt war.In diesem Beitrag wird das italienische Markenrecht prägnant und systematisch dargestellt, wobei besonders darauf Bedacht genommen wurde, die unionsrechtlichen Bestimmungen, aber auch Institute, die auf internationale Markenübereinkünfte zurückgehen, dazustellen und einzubauen.

Christoph Perathoner

2. Rechtliche Grundlagen zur Dokumentation

Die Dokumentation ist aus rechtlicher Sicht mehrfach bedeutungsvoll.

Klaus H. Weber, Frank Mattukat, Manfred Schüßler

Open Access

Kapitel 4. Modellvariationen

Nun ist ein Modell aufgestellt, mit dem eine Eigentumswohnung unter Berücksichtigung ertragsteuerlicher Aspekte bewertet werden kann. Auf seinem Fundament ist die Entwicklung von Varianten möglich. Diese dienen der Modellintegration verschiedener Spezialfälle, welche für Investitionen in Eigentumswohnungen typisch sind.

Stephan Walochnik

20. Digitalisierung in der Bauzulieferbranche – Ein Strategieframework

Wie kann die Digitalisierung in der Bauzulieferbranche erfolgreich gemeistert werden? Die Fülle und Komplexität der Fragen dazu lassen sich auf zwei zentrale Kernfragen reduzieren: Was sind die richtigen Inhalte und wesentlichen Werttreiber der Digitalisierung? Und wie muss zukünftig mit der steigenden Informationsflut, der rasant wachsenden Komplexität und der abnehmenden Planbarkeit umgegangen werden?In diesem Beitrag wird ein Framework vorgestellt, das Bauzulieferern hilft, ihr digitales Zielbild mit seinen Werttreibern systematisch aus dem Kundennutzen abzuleiten. Das Framework berücksichtigt die Besonderheiten der Bauzulieferindustrie, kann aber mit leichten Anpassungen auch auf andere Branchen angewendet werden. Aufbauend auf dem Zielbild können Unternehmen definieren, welche technischen, personellen und organisatorischen Veränderungen für dessen Umsetzung erforderlich sind. Um flexibel mit den dynamischen Veränderungen in ihrem Ökosystem und kulturellen Herausforderungen umgehen zu können, werden zudem fünf Einflussgrößen identifiziert, die Unternehmen bei der Entwicklung der dafür benötigten Evolutionskompetenz berücksichtigen müssen.

Tobias Schütz, Stephan W. Schusser

5. Zur Sicherheit deutscher Lebensversicherer

Die klassische Lebensversicherung im Spannungsfeld zwischen Garantieversprechen, Niedrigzinsphase und Regulatorik

In Zeiten historisch niedriger Zinsen stehen Lebensversicherer vor der Herausforderung, die in klassischen Policen zugesagten Garantien dauerhaft am Kapitalmarkt zu erwirtschaften. Trotz bestehender handelsbilanzieller Sicherungsmechanismen könnten einzelne Unternehmen im Extremfall in eine existenzielle Schieflage geraten. Insofern zielt das vorausschauende und risikoorientierte Aufsichtsregime Solvency II darauf ab, Missstände möglichst frühzeitig zu erkennen und von den Versicherern ausreichende Kapitalpuffer und ein sorgfältiges Risikomanagement einzufordern. Sollte trotzdem der Fall eintreten, dass ein Unternehmen seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, können die Kunden auf ein engmaschiges Aufsichtssystem vertrauen. Mit der Einrichtung des Sicherungsfonds hat der Gesetzgeber eine Auffanglösung für notleidende Bestände geschaffen. Einzelne Anbieter reagieren auf die Zinsmisere, indem sie ihre Bestände ganz oder teilweise in den Run-off schicken und kein Neugeschäft mehr zeichnen.

Lars Heermann, Stefanie Post

4. Nachhaltige Wirtschaftsförderung in der Agenda 2030 der Stadt Eltville am Rhein: Zielgruppengerechte Dialogformate und innovative Angebote für den Mittelstand und den Einzelhandel

Eltville am Rhein ist eine traditionsreiche Stadt im südöstlichen Teil des Rheingau-Taunus-Kreises. Eingebettet in einer der bekanntesten deutschen Weinbaulandschaften, den Rheingau, bietet die Stadt ihren rund 17.600 Einwohnern eine außerordentlich hohe Wohn- und Lebensqualität. Begünstigt durch die Nähe zu den Rhein-Main-Zentren Wiesbaden und Frankfurt am Main zählt Eltville zu den attraktivsten Wirtschafts- und Dienstleistungsstandorten in der Region. Trotz der ständig wachsenden baulichen Entwicklung hat sich die Stadt ihren historischen Charme bewahrt, nicht zuletzt durch die malerische Altstadt und die reizvollen dörflichen Strukturen der Stadtteile Erbach, Hattenheim, Martinsthal und Rauenthal. Eltville hat neben vielen kulturellen Einrichtungen wie die Kurfürstliche Burg ergänzende Funktionen, beispielsweise für die Bereiche Bildung die größte Mediathek im Rheingau, ein Mehrgenerationenhaus mit drei Standorten und engagierte Bürger-Stiftungen.

Barbara Lilje

11. InnovationsQuartier – Eine Anleitung für das Überleben ländlicher Räume in Zeiten der digitalen Transformation

Dieser Beitrag beschreibt den Weg hin zu einem InnovationsQuartier. Einem Ort und einem Instrument, der es Gemeinden im ländlichen Raum ermöglicht, die Zukunft nicht ohnmächtig und handlungsunfähig über sich ergehen lassen zu müssen, sondern Bürgermeister∗innen und kommunalen Mitarbeiter∗innen einen Werkzeugkasten in die Hand gibt, die Zukunft zu beeinflussen und zu gestalten. Aber dafür müssen sie sich mit den Themen Digitalisierung und demografischer Wandel endlich ersthaft auseinandersetzen.

Jan-Ulrich Bittlinger

Kapitel 6. Wie täuschen Manager sich und andere?

Manager, die offensichtlich Fehler begehen, werden früher oder später infrage gestellt, von eigenen Mitarbeitern, Kollegen, Vorgesetzten und bisweilen auch von der eigenen Person. All dies ist Sand im Getriebe einer erfolgreichen Karriere. Wer ihn beseitigen will, muss gleichermaßen Selbstzweifel und die Zweifel der anderen an der eigenen Person bekämpfen. Wie gut, dass einem jeden von uns zahlreichen Strategien zur Verfügung stehen, um sich selbst und andere erfolgreich zu täuschen.

Uwe Peter Kanning

Kapitel 1. Worum geht es?

Managementfehler treten vor allem dann für eine breite Öffentlichkeit sichtbar zu Tage, wenn es um Milliardenverluste geht, viele Menschen betroffen sind oder prominente Spitzenmanager ihren Hut nehmen müssen. Der Zusammenbruch von Leman Brothers, der Dieselskandal oder der Bau des Flughafens in Berlin sind hierfür eindrucksvolle Beispiele. Dabei ist dies nur die Spitze des Eisbergs. Managementfehler sind ein alltägliches Phänomen. Nicht selten sind sie das Ergebnis eines unglücklichen Zusammenspiels von Inkompetenz, Ignoranz und Selbstüberschätzung.

Uwe Peter Kanning

Kapitel 9. Warum werden sie nicht frühzeitig gestoppt?

Eigentlich könnte alles so einfach sein: Nachdem ein Manager ohne hinreichende Eignung in seine Position gehievt wurde und hier Fehler begeht, müsste sein unmittelbares Umfeld schon nach wenigen Monaten erkennen, dass er mit seinen Aufgaben überfordert ist und könnte Gegenmaßnahmen ergreifen. Doch dies ist viel zu selten der Fall.

Prof. Dr. Uwe Peter Kanning

Der Konzernumbau in den zwanziger Jahren

Die Presse berichtete von umfangreichen Arbeiterentlassungen bei Auer, besonders in den Gasmasken erzeugenden Abteilungen. Woraufhin die Geschäftsleitung erklärte, dass sie die Kriegsaufträge erledigt und ihre damit befassten Betriebe geschlossen habe. Der Kurs schwankte bis April um 330 – mit kurzem Einbruch während der Berliner Märzkämpfe. Im Mai und Juni notierte das Papier etwas schwächer, stieg dann bis Ende August auf 370 und zog in der letzten Septemberwoche kräftig an. Zwischen dem 26. und 27. wurde es sensationell: Der amtliche Kurs sprang von 387 auf 460, und im freien Verkehr wurde bis 490 gehandelt. Die Presse reagierte lebhaft, in den Wirtschaftsteilen war es die Story des Tages, wenn auch in unterschiedlichen Stimmungsfarben geschrieben.

Hans H. Lembke

Kapitel 6. Beobachtungen in der Gemeinschaft

In den folgenden vier Kapiteln wird die Situation während der Feldforschung beschrieben und analysiert. Es handelt sich dabei um Konflikte und Ereignisse während der Forschungszeit. Sie versuchen Rückschlüsse und Verbindungen zu theoretischen Richtungen zu ziehen.

Anne-Kathrin Schwab

Kapitel 6. FB-Eigenschaften

Der Baustoff Faserbeton besteht aus zwei unterschiedlichen Materialien, dem Beton und der Faser. Zusammen sind sie ein Verbundbaustoff, dessen Eigenschaften sich aus den beiden Grundmaterialien zusammensetzt.

Bernhard Wietek

11. Strategischer Aufbau der Europäischen Union

Die europäische Union ist als großer Markt und als Friedensprojekt für Europa sehr erfolgreich. Sie nimmt die ihr ursprünglich zugewiesenen Zuständigkeiten wahr. Leider aber werden ihr durch Einzelverträge beinahe wahllos immer weitere Aufgaben zugewiesen, wobei eine Strategie fehlt, welche Aufgaben auf die supranationale Ebene gehören und welche nicht. Zwar enthält der EU-Vertrag das Prinzip der Subsidiarität. Ob es aber beachtet wird? Jedenfalls entsteht der Eindruck einer überbordenden Bürokratie in Brüssel. Zur Ineffizienz trägt auch bei, dass Aufgaben nicht der supranationalen Ebene übertragen wurden, die eigentlich dorthin gehören, wie die Außenpolitik und die Verteidigung. Beides zu zentralisieren würde nicht nur die EU, sondern auch die ihr angehörenden Nationen stärken. Schließlich ist die faktische Versozialisierung der Schulden und als Folge die Niedrigzinspolitik für die strukturelle Entwicklung der Länder kaum hilfreich.

Max Meyer

18. Konvertergas-Entstaubung

Das Staubabscheiden zählt in dem weiten Spektrum der verfahrenstechnischen Disziplinen zu den Trennverfahren. In diesem Fall besteht die Aufgabe darin, feste (Staub) oder flüssige (Tropfen) Partikel aus dem Trägergas soweit wie möglich abzutrennen.

Karl-Rudolf Hegemann, Ralf Guder

Kapitel 4. Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse: Das Lateinamerika-Bild in der Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, tageszeitung und Der Spiegel von 2000 bis 2014

Im Mittelpunkt der vorliegenden Inhaltsanalyse steht die Darstellung der Konstruktion des Lateinamerika-Bildes in den vier ausgewählten Presseorganen (SZ, FAZ, taz und Der Spiegel) von 2000 bis 2014 mithilfe der zuvor erhobenen quantitativen Daten. Der Zweck ist, eine empirisch belegte Untersuchung des Lateinamerikabildes bzw. eine „Re-Rekonstruktion“ der Medienrealität zu gewährleisten. Für eine auf dem „Rekonstruktion-Dekonstruktion-Ansatz“ basierende Analyse sind drei Qualifikationen notwendig: inhaltsanalytische, gegenstandsanalytische und medientheoretische Fähigkeiten (vgl. Methodenauseinandersetzungen). Für das Verständnis der Entstehungsbedingungen und des Wirkungsprozesses der Berichterstattung sind die Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse allerdings begrenzt.

Regina Cazzamatta

Kapitel 1. Einleitung

In Publizistik und Wissenschaft wurden Öffentlich-Private Partnerschaften über lange Zeit nahezu ausnahmslos auf vertraglich basierte Kooperationen für den Bau und Betrieb von Infrastrukturprojekten reduziert. Diese Form der Zusammenarbeit wurde in Deutschland und Europa zu Beginn der 1990er Jahre begründet und erlebte im Kontext der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 eine deutliche Abschwächung. Das Miteinander von öffentlich und privat darf aber nicht auf diese Vertrags-ÖPP reduziert werden. Die Realität ist komplexer und vielfältiger. Das spiegelt die neue ÖPP-Definition (2019) eines der Autoren für das Gabler Wirtschaftslexikon. Dort findet sich auch die Gattung der ÖPP-Unternehmen in der Daseinsvorsorge, zentraler Gegenstand dieses Essentials. Für die Autoren ist das die höchste und wichtigste Form öffentlich-privater Kooperation.

Michael Schäfer, Ludger Rethmann

Kapitel 3. Gemischtwirtschaftliche Unternehmen als höchste Form öffentlich-privater Partnerschaften

Hergeleitet und begründet wird die herausgehobene Bedeutung gemischtwirtschaftlicher Unternehmen in der kommunalen Daseinsvorsorge. Aus dieser Perspektive werden Anforderungen für Partner aus der Privatwirtschaft entwickelt. Dargelegt wird ferner, warum ÖPP-Unternehmen in nationalen Netzwerken besonders große Potenziale für die Erbringung von Leistungen unter höchsten Effizienzanforderungen entfalten. Gezeigt wird dies für die beiden hinsichtlich ihrer Größe wichtigsten Daseinsvorsorgenetzwerke in Deutschland, mit der kommunalen Thüga bzw. der privaten Remondis als Beteiligungspartner. Wegen ihres Beitrages bei der Entwicklung stabiler kommunaler Wertschöpfungsstrukturen in Ostdeutschland sind die dortigen ÖPP-Unternehmen auch strukturpolitisch von erheblicher Relevanz, und zwar für den Standort Deutschland in Gänze.

Michael Schäfer, Ludger Rethmann

Kapitel 17. Forschung und Entwicklung

Die technische Weiterentwicklung im Bereich Straßenbaumaschinen ist seit der Jahrtausendwende maßgeblich durch schrittweise Verschärfung der Abgasnormen getrieben gewesen. Maßgeblich ist die Richtlinie 97/68/EG aus dem Jahr 1997 für mobile Arbeitsmaschinen, welche die Emissionen von $$CO/NO_{x}/PM/HC$$ reglementiertAbgasnorm Abgasstufen Stufe Dieselpartikelfilter. Seit 1999 verfügen Motoren in der EU über eine Typgenehmigungsnummer (European Approval No.) mit Angabe der Emissionsstufe.

Marc Kappel

Kapitel 22. Regelwerke und Normen

Die veröffentlichten Regelwerke bilden meist die Grundlage der Bauaufträge. Nachfolgend sind die wichtigsten Regelwerke thematisch sortiert aufgelistet. Eine vollständige Zusammenstellung wird in regelmäßigen Abständen vom Deutschern Asphaltverband e. V. (DAV) herausgegeben.

Marc Kappel

Kapitel 5. Überarbeitung einer Landstraße (Binderschicht)

Der Neubau von Landstraßen ist in Deutschland mittlerweile eher selten geworden. Die Erschließung neuer Gebiete hat stets auch eine Zunahme der Flächenversiegelung durch die Straßen zur Folge. Zudem tragen neue Straßen dazu bei, dass Flächen zerschnitten und fragmentiert werden und so für Tiere mit einem großen Bewegungsradius nicht mehr nutzbar sind.

Marc Kappel

Kapitel 16. Sonderdecken

Eine halbstarre Deckschicht, auch als halbstarrer Belag bezeichnet, ist eine mit Mörtel verstärkte Asphaltdecke. Eingesetzt werden diese speziellen Beläge, wenn herkömmlicher Asphalt nicht mehr den Lastanforderungen genügt oder Fugen in Betondecken stören würden. Mit der halbstarren Deckschicht wird versucht, die fugenlose Bauweise des Asphaltes mit der guten Tragfähigkeit von Beton zu kombinieren.

Marc Kappel

Kapitel 6. Erdwärmesonden

Die Nutzung oberfächennaher GeothermieGeothermieoberflächennahe ist insbesondere unter dem Aspekt der niedrigen, zur Verfügung stehenden Temperaturen zu betrachten. Um oberflächennahe Geothermie zur Beheizung von Gebäuden nutzen zu können, ist daher der Einsatz einer WärmepumpeWärmepumpe unerlässlich, denn aus dem Untergrund können nur einige wenige Grad Celsius Temperatur gewonnen, bzw. nur eine geringe Wärmemenge entzogen werden. Die höchsten mit oberflächennahen geothermischen Nutzungen durch Erdwärmesonden gewinnbaren Temperaturen liegen in Anhängigkeit von der Sondentiefe und den natürlichen Gegebenheiten in der Größenordnung von etwa 10–12 °C. Die Temperaturanhebung auf die gewünschten Heiztemperaturen besorgt dann die Wärmepumpe.

Ingrid Stober, Kurt Bucher

Chapter 3. Grundzüge von Unternehmenskrisen und Frühwarnsystemen

In der internationalen Literatur sind zwar zahlreiche Begriffserklärungen für den Themenkomplex der Unternehmenskrise vorzufinden, jedoch existiert keine verbindliche Definition. Betriebswirtschaftlich haben sich in Deutschland Begriffserläuterungen nach Müller (1986), Krystek (1987) sowie Gless und Schwalbach (1993) etabliert. Unternehmenskrisen stellen demnach ungeplante und ungewollte Prozesse von vergleichsweise kurzen Zeitabschnitten und begrenzter Beeinflussbarkeit dar.

Thomas Dücker

Chapter 4. Charakteristiken von Unternehmenssanierung und Unternehmensinsolvenz

Sowohl in der rechtlichen als auch in der betriebswirtschaftlichen Forschung gibt es zahlreiche verschiedene Begriffsbezeichnungen für die unterschiedlichen Szenarien und Handlungsalternativen der Krisenbewältigung. Im betriebswirtschaftlichen Sinne und im allgemeinen Sprachgebrauch werden im Wesentlichen neben dem Begriff der Sanierung auch die Bezeichnungen Restrukturierung und Turnaround verwendet. Von ihrer Grundbedeutung und Kernaussage unterscheiden sich die drei Begriffe lediglich geringfügig. Die in der Literatur fehlenden einheitlichen Begriffsdefinitionen sind auf das nicht eindeutig abzugrenzende Bezugsobjekt der Unternehmenskrise zurückzuführen.

Thomas Dücker

Kapitel 5. Forschungsstand und theoretische Erklärungsansätze

Kapitel 2 verdeutlicht für den Wirtschaftsstandort Deutschland, dass sich Familienunternehmen in vielen wichtigen Merkmalen von Nicht-Familienunternehmen unterscheiden. Diese Merkmale sind besonders relevant für den Leistungsvergleich zwischen beiden Gruppen. Im Allgemeinen haben die Familienmitglieder genügend Kontrolle und Macht, um die Geschäfte des Unternehmens in einer Weise zu führen, die ihren Zielen und Überzeugungen entspricht.

Thomas Dücker

Kapitel 6. Experteninterviews als qualitatives Untersuchungsdesign

Aufbauend auf der Durchführung der systematischen Literaturübersicht im vorherigen Kapitel 5 soll eine qualitative Studie zur Validierung und Vertiefung der gewonnenen Erkenntnisse durchgeführt werden. Hinsichtlich der Eigentümerstruktur gilt es erneut zwischen Familien- und Nicht-Familienunternehmen zu differenzieren. Die Unterscheidung wird zunächst auf der Grundlage der Eigentumsverhältnisse vorgenommen.

Thomas Dücker

Chapter 1. Einleitung und Aufbau der Untersuchung

Globale Finanzmärkte, stetig fortschreitende Technologien und eine zunehmende Dynamik der wirtschaftlichen Veränderungen bedingen eine erhöhte Komplexität von Managemententscheidungen. Insbesondere fehlerhafte Entscheidungen der Unternehmensleitung, Marktkrisen und Finanzierungslücken können bei Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen und Branchenzugehörigkeiten eine Bestandsgefährdung nach sich ziehen. Gelingt es nicht, das Unternehmen in einer Notsituation weiterzuführen und ist einer der Tatbestände Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung erfüllt, folgt zwangsläufig das Insolvenzverfahren.

Thomas Dücker

Eine Rekonstruktion des Wohlstands- und Wachstumsbegriffs der deutschen Bundesregierung anhand der Jahreswirtschaftsberichte von 2006 und 2016

Das Ziel der vorliegenden Studie war es, den Wandel der Wachstumsausrichtung und des Wohlstandsverständnisses der deutschen Bundesregierung zwischen 2006 und 2016 zu rekonstruieren. Besonders seit der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 nahm die Kritik am uneingeschränkten Streben nach Wirtschaftswachstum stark zu. Diesbezüglich entstand auch die Forderung, soziale und ökologische Aspekte von Wohlstand stärker in der Ausgestaltung der Politik zu berücksichtigen. Der bisherige Wohlstandsindikator BIP sei diesbezüglich zu eindimensional. Kurz darauf räumte die Bundesregierung öffentlich ein, über einen neuen Wohlstandsindikator, anstelle des BIPs, nachzudenken und präsentierte schließlich ein neues Indikatorensystem. Das Erkenntnisinteresse der Arbeit lag darauf aufbauend darin, zu untersuchen, inwiefern sich in der Folge dieser Ereignisse der Stellenwert von Wirtschaftswachstum und den verschiedenen Wohlstandsdimensionen in der Ausgestaltung der deutschen Politik gewandelt hat. Hierzu wurden die Jahreswirtschaftsberichte der Bundesregierung von 2006 und 2016 unter Rückgriff auf die Grounded Theory Methodologie untersucht. Die Analyse ergab, dass das Wachstumsverständnis in diesem Zeitraum weitgehend gleichgeblieben ist und elementar zur deutschen Wirtschaftspolitik gehört. Allerdings betonte die Bundesregierung 2016 neben der Höhe des Wachstums auch dessen Qualität stärker berücksichtigen zu wollen. In Bezug auf den Wohlstandsbegriff zeigte die Analyse, dass die Bundesregierung 2016 ein deutlich ausdifferenzierteres und weniger materiell fixiertes Wohlstandsverständnis kommunizierte. Von einer umfassenden sozial-ökologischen Transformation kann aber trotzdem nicht gesprochen werden.

Manuel Tobias Eberhardt

Bauordnungsrecht

Das Bauordnungsrecht dient dem Schutz von Leben und Gesundheit bei Errichtung und Nutzung baulicher Anlagen. Es werden Anforderungen gestellt u. a. an die Erreichbarkeit baulicher Anlagen durch Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge, an die Belichtung und Belüftung der Gebäude durch das Abstandsflächenrecht, an den Brandschutz, z. B. durch die Verwendung feuerwiderstandsfähiger Baustoffe und an die Standsicherheit. Das Bauordnungsrecht wurde um soziale Anliegen ergänzt, etwa um die Barrierefreiheit. Im Baugenehmigungsverfahren wird die Einhaltung dieser Anforderungen geprüft. Bei Verstößen können die Behörden Maßnahmen anordnen, um diese abzustellen.

Christian-W. Otto

Städtebaurecht

Das öffentliche Baurecht umfasst die Gesamtheit der Rechtsvorschriften, die die Zulässigkeit und die Grenzen, die Ordnung und die Förderung der baulichen Nutzung des Bodens betreffen, insbesondere durch Errichtung, bestimmungsgemäße Nutzung, wesentliche Veränderung und Beseitigung baulicher Anlagen. Die Gesetzgebungskompetenz für das öffentliche Baurecht ist nach dem Grundgesetz zwischen dem Bund und den Ländern aufgeteilt.

Michael Krautzberger

Raum- und Stadtentwicklung

Raumentwicklung dient der räumlichen Organisation von anthropogenen Nutzungen der Erdoberfläche. Raumentwicklung muss hinsichtlich Flächennutzungen, Freiraumstrukturen, Naturräumen und Infrastrukturen den Zielen der Nachhaltigkeit folgen. Sie unterliegt der staatlichen Verantwortung, d. h. sie wird hierarchisch von EU, Bund, Ländern, Regionen und Kommunen geplant und umgesetzt. Aufbauend auf Abschätzungen des Bedarfs an Anlagen und Flächen sowie auf Analysen der Raumstrukturen folgen sie raumbezogenen Leitbildern und räumlichen Ordnungsprinzipien wie Siedlungsachsen und Zentrale-Orte-Systemen.Stadtentwicklungsplanung dient dementsprechend der Organisation räumlicher Strukturen von baulichen Nutzungen und von Bebauung, von Infrastrukturanlagen und Freiräumen auf der Ebene von Städten und Gemeinden. Dazu werden strategische Konzepte und rechtlich wirksame Pläne wie Flächennutzungspläne für das Gemeindegebiet und Bebauungspläne für Gemeindeteile verknüpft und in Arbeits- sowie Entscheidungsprozessen unter Beteiligung von Fachplanern, Bürgerschaft, Wirtschaft aufgestellt und durch die legitimierten politischen Gremien („Räte“) beschlossen. Die Städte entwickeln sich, aufbauend auf ihren historischen Grundlagen, unter veränderten Anforderungen ständig weiter und folgen dabei den Leitbildern der Stadtentwicklung. Stadtentwicklungsplanung dient der Versorgung der Bewohner und der Wirtschaft mit Infrastruktureinrichtungen und -leistungen.

Klaus J. Beckmann

Arbeitsbeziehungen

Das zum Lebensunterhalt notwendige Einkommen muss durch Erwerbsarbeit erzielt werden. Erwerbsarbeit ist seit Beginn der industriellen Revolution und der Ausbreitung kapitalistischer Produktionsverhältnisse durch den Typus der abhängigen Beschäftigung gekennzeichnet. Die weit überwiegende Zahl der Menschen arbeitet auf der Grundlage eines Arbeitsvertrags für einen Arbeitgeber, der über den Arbeitseinsatz, den Arbeitsinhalt und die Arbeitsbedingungen bestimmt.

Gerhard Bäcker, Gerhard Naegele, Reinhard Bispinck

Kapitel 2. Aufgaben des Anlagenmanagements

Zur Erfüllung der in Abschn. 1.6 aufgeführten Ziele, die im Anlagenmanagement zu erreichen sind, können die unterschiedlichen Aufgaben definiert werden. In diesem Zusammenhang sind die Entwicklung der Strategie und die zu deren Umsetzung notwendigen Ressourcen von wesentlicher Bedeutung. In diesem Abschnitt werden die verschiedenen Aufgaben ausführlich dargestellt.

Prof. Dr. Gerd Balzer, Christian Schorn

Kapitel 7. Zustandsfeststellung

Im Folgenden werden ausführliche Listen zur Zustandsbeurteilung von Betriebsmitteln und Anlagen aufgeführt, wie sie vor einiger Zeit gesammelt worden sind. Diese Listen sind als Beispiel anzusehen und können aufgrund der eigenen Erfahrungen erweitert oder auch gekürzt werden. Neben den einzelnen Bewertungskriterien sind bei Bedarf zusätzlich Erläuterungen aufgeführt, wenn sie als notwendig angesehen werden.

Prof. Dr. Gerd Balzer, Christian Schorn

4. Die schlanke und wandlungsfähige Fabrik

Die physische Realisierung des mit dem Wertstromdesign konzipierten Produktionsablaufes in der Fabrik bedarf auch der räumlichen Anordnung der den Produktionsprozessen zugeordneten Ressourcen. Bei der wertstromorientierten Layoutplanung werden für Wertströme und unterstützende Aufgaben zunächst in der Flächenanalyse jeweils Flächenart, Flächenqualität und Wandlungsbefähigung ermittelt. Als methodische Ergänzung werden zwei Gestaltungsrichtlinien eingeführt. Die erste empfiehlt für die Flächenplanung eine strikte räumliche Trennung von Produktionsprozess und Materialfluss auf dem Shop Floor, da dies die Konzentration der Mitarbeiterproduktivität auf wertschöpfende Prozesse erleichtert. Charakteristisch ist hierbei das U-Layout von Fließfertigungen. Die Mikrostruktur der räumlichen Trennung ist im Fabriklayout erkennbar. Die zweite betrifft die übergeordnete materialflussgerechte Anordnungsplanung nach den wesentlichen Materialflussstrukturen sowie unter Berücksichtigung der Beziehungsmatrix der indirekten Funktionen. Die modulare Auslegung aller Flächenelemente sowie die explizite Berücksichtigung von Fixpunkten – den ‚Monumenten‘ – ermöglicht zusätzlich die Gestaltung wandlungsfähiger Fabriken. Eine zweidimensionale Nutzwertanalyse für die entwickelten Reallayout-Varianten schließt die Konzeptplanung ab.

Klaus Erlach

1. Biotechnology

Biotechnology derives from the Greek words – bios – life, technos – technology and logos – language, proof – that is biotechnology deals with the technical usage of living organisms for various purposes such as food, medicine, pharmaceuticals, recycling. Nowadays we deal with various colours or categories namely 10 introduced (red, blue, green, white, grey, yellow, brown, violet, dark and gold biotechnology) by Dr. Rita R. Colwell in 2003 and presented in this book. Other categories are also in use, the division into plant biotechnology, animal biotechnology, biotechnology of microorganisms and its colonies, cell culture biotechnologies, biotechnology of subcellular systems. The word ‘biotechnology’ was used for the first time by the director of the cattle utilization cooperative and Hungarian great land owner Karl Ereky and latter Hungarian Food minister. He published a book with the title: “Biotechnology of the meat, fat and milk production in agricultural large concerns for scientific sophisticated farmers” in 1919 in Berlin. His idea was to produce consumer goods with the use of living organisms called biotechnology. That was nothing new, but the word was new.

Ursula Steiner

Kapitel 3. Strukturmodell zur Integration von FM-Daten in ein digitales Gebäudemodell auf Basis von Property Sets

Mit der Nutzung von Building Information Modeling im Facility Management werden vielfältige Vorteile für die Nutzungsphase verbunden. Insbesondere die Übergabe von Bestandsdaten an das Facility Management wird als wesentlicher Vorzug für das FM dargestellt. BIM ist damit ein wesentlicher Bestandteil der Möglichkeiten zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Produktivität im Facility Management.

Niels Bartels

Kapitel 2. Umwelt und Wohnen

Bereits in früheren Jahren haben sich die Wohnumstände von Menschen Aufgrund der bestehenden sozioökonomischen Verhältnisse erheblich voneinander unterschieden. Das betraf nicht nur die Wohnungsqualität sondern auch die Wohnqualität und Quartiersqualität – ein Zustand, der sich derzeit noch immer in vielen Städten Europas und der Welt deutlich abbildet. Als Beispiel sei in diesem Zusammenhang auf die gründerzeitlichen Quartiere in den deutschen Städten hingewiesen. Während in der Gründerzeit im Zuge der Industrialisierung prunkvolle Vorderhäuser für einkommensstarke Bewohner in den Städten entstanden, lebten in den sogenannten Hinterhöfen die weniger Einkommensstarken.

Regine Grafe

Kapitel 3. Aktuelle und zukünftige Herausforderung

Eine wachsende Bevölkerung generiert sowohl steigende Wohn- als auch steigende Energiebedarfe. Das bedeutet, dass mehr Wohnraum geschaffen und mehr Energie bereitgestellt werden muss, um die Menschen zu versorgen. Infolge dessen erfahren die natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Luft eine erhebliche Belastung – Auswirkungen auf Mikro- und Makroklima eingeschlossen.

Regine Grafe

Kapitel 4. Instrumente und Handlungsansätze für ein energiegerechtes Wohnen – Nachhaltigkeitsansatz

Zahlreiche Städte sind auf die Herausforderungen eines verstärkten Zuzugs von Wohnbevölkerung nicht ausreichend vorbereitet, zumal dieser Trend auch neue Segregations- und Aggregationsprozesse provoziert Abschn. 3.1. Da im Kostengeflecht von Wohnen neben den Mieten inkl. Warmmiete noch Transportenergiekosten zum Tragen kommen, die häufig nicht unerheblich sind, wird Arbeiten und Wohnen in den Ballungszentren und Mittel- und Großstädten immer teurer. Der Ausweg, energieineffiziente Wohnung mit geringerem Mietzins mit den anfallenden haushaltsbezogenen Energie- und Transportkosten für die geforderte oder gewünschte Mobilität zu kompensieren, rechnet sich nur in sehr seltenen Fällen.

Regine Grafe

Kapitel 10. Energiestandards im Bausektor

Der energetische Mindeststandard für Neubauten wurde im Kap. 5 ausführlich erläutert, dennoch steht es dem Bauherren offen, höhere Standards für sich zu wählen. Am Markt ist eine große Bandbreite an Bezeichnungen für die Energieeffizienzhäuser zu finden.

Nicolei Beckmann

Kapitel 11. Die Gebäudehülle

Sehr beliebte Themen der Bauherren sind die Gebäudeform und die geografische Ausrichtung des Gebäudes. Während ästhetische Aspekte sofort offensichtlich sind und für stundenlagen Diskussionsstoff sorgen können, bleibt der enorme Einfluss dieser beiden Parameter auf die Gebäudeeffizienz manchmal im Verborgenen.

Nicolei Beckmann

Die soziale Verantwortung von Energieunternehmen in der öffentlichen Grundversorgung. Ein Vergleich privatwirtschaftlicher und kommunaler Energieunternehmen im Umgang mit einkommensarmen Haushalten

Mit der Liberalisierung des Energiemarktes haben sich die Bedingungen der Grundversorgung mit Strom als öffentlichem Gut grundlegend verändert. Energieunternehmen sind – nunmehr unter Wettbewerbsbedingungen – zur Grundversorgung vulnerabler Haushalte verpflichtet. Vor diesem Hintergrund geht der vorliegende Beitrag anhand ausgewählter empirischer Befunde einer thematisch breiter angelegten Studie der Frage nach, ob und inwiefern sich die Wahrnehmungen, Deutungen und Handlungspraxen von privatwirtschaftlichen und kommunalen Unternehmen in der Energiegrundversorgung vulnerabler Haushalte unterscheiden.

Martin Gibson-Kunze, Holger Backhaus-Maul, Johanna Mierendorff

2. Die Entstehung des Managements und der Managementlehre

Kapitel 2 informiert zum einen über die Entstehung des Managements in der Praxis und zum anderen über die parallel dazu laufende Herausbildung der Managementlehre. Die Entstehung eines Managements und die Ausdifferenzierung verschiedener Managementfunktionen wird in engem Zusammenhang mit dem Unternehmenswachstum gestellt und der im Zuge dessen immer komplexer werdenden Koordinationsaufgabe. Diese Entwicklung führte schließlich dazu, dass die Unternehmensführung nicht mehr nur in einer Hand liegen konnte, sondern eines größeren Führungsapparates bedurfte, basierend auf entsprechenden Methoden. Das Management als Profession Management wurde im Laufe der Zeit immer mehr professionalisiert in Form systematisierter Methoden und Praktiken. Diese Entwicklung führte schließlich zur Gründung von Wirtschaftshochschulen, die eine professionalisierte Ausbildung von Nachwuchskräften sicherstellen.Mit Gründung der Wirtschaftshochschulen (Business Schools) setzte auch die Entwicklung eines eigenständigen Faches innerhalb der Betriebswirtschaftslehre, nämlich der Managementlehre ein, die parallel zu den Sachfunktionen, wie etwa Fertigung, Absatz oder Finanzierung, die ausdifferenzierten Steuerungsfunktionen zum Gegenstand hat. Die Managementlehre hat sich nach zögerlichen Anfängen zu einem breiten und tiefen Wissensgebiet entwickelt, das Theorien zu den Funktionen Planung, Organisation, Personaleinsatz, Führung und Kontrolle umfasst. Darüber hinaus gehört hierzu institutionelles Wissen, das den Kontext unternehmerischen Handelns beleuchtet: der rechtliche Rahmen, die Marktdynamiken (einschließlich des Arbeitsmarktes) oder gesellschaftspolitische Entwicklungen. Die Managementlehre stellt sich heute nicht als fest geschlossener Block dar; sie hat sich aus unterschiedlichen, teils widersprüchlicher Strömungen entwickelt und muss auch heute eher als Konglomerat verschiedener Teile angesehen werden. Die Entwicklung der Managementlehre verläuft nach wie vor sehr dynamisch, die wissenschaftlichen Vereinigungen wachsen stetig; ihre globale Vernetzung ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die weltweit bedeutsamste Assoziation, die Academy of Management (Sitz in New York) zählt heute mehr als 19.000 Mitglieder, die aus ca. 120 Ländern kommen. Sie gibt auch bedeutsame Zeitschriften heraus, die den Stand des Faches widerspiegeln.

Georg Schreyögg, Jochen Koch

12. Unternehmenskultur

In Kap. 12 wird das Konzept der Unternehmenskultur vorgestellt und in seiner Bedeutung diskutiert. Im Zentrum steht der Verweis darauf, dass Unternehmenskulturen zunächst einmal in der alltäglichen Interaktion entstehen und nicht das Ergebnis bewusst getroffener Entscheidungen sind. Unternehmenskulturen repräsentieren die Unternehmensidentität Unternehmensidentität, gehen aber weit über eine bloß kognitive Orientierung hinaus. Zur Unternehmenskultur gehören Rituale, Artefakte, Emotionen und vieles mehr. Es handelt sich also um einen Komplex von Merkmalen. In dem Kapitel werden neben den theoretischen Grundlagen – hier vor allem das Schein’sche 3 Ebenen-Modell – die Wirkungen von Unternehmenskulturen aufgezeigt. Dabei zeigt sich, dass Unternehmenskulturen neben positiven Aspekten, auch sehr problematische Seiten haben können, die sich zu einer Wandelbarriere verdichten können. Eine besondere Aufmerksamkeit ist dem kulturellen Wandel gewidmet, also den Möglichkeiten eine Kultur gezielt zu verändern. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf eine „Kurskorrektur“ gelenkt, d.h. ein „Reframing“ gibt den Impuls zu einer neuen Entwicklung, wobei das Endresultat aufgrund der Komplexität des Prozesses nicht ohne weiteres vorhergesagt werden kann. Abschließend wird die Situation in internationalen Unternehmen beleuchtet, dabei werden international diverse Unternehmenskulturen kohärenten Kulturen im Sinne eines „global mindset“ gegenübergesellt.

Georg Schreyögg, Jochen Koch

Kapitel 10. Sicherheit und Umwelt

Wie jede Laborumgebung birgt auch ein Motorenprüfstand offensichtliche und latente Risiken für Personen, die sich im Prüfstand oder in dessen Nähe aufhalten und auch für die hohen installierten Sachwerte. Daneben führen an industriellen Prüfständen Schäden zu Ausfallzeiten und gefährden so den Terminplan von Entwicklungsprojekten mit entsprechenden Folgekosten. Auch Beeinträchtigungen für die Umwelt sind zu berücksichtigen. Unterschieden werden muss zwischen strikt zu vermeidenden Unfallereignissen, die z. B. zum Versickern von Betriebsstoffen ins Erdreich führen, und im Betrieb unvermeidbaren Beeinträchtigungen wie z. B. Lärm, die lediglich auf ein angemessenes Maß zu reduzieren sind. Die Angemessenheit definiert sich aus dem geltenden Recht und der Unternehmenspolitik auf der einen Seite sowie aus ökonomischen Erwägungen auf der anderen Seite. Beim Umweltschutz ist das Immissionsrecht berührt (Geräusche und Abgase) sowie das Wasser- und Bodenrecht (Leckagen).

Kai Borgeest

Gesellschaftliche Transformation durch Partizipation – eine kommunale Praxis mit Bevölkerung und Betroffenen

Der Alltag in unseren Kommunen wird zunehmend komplexer, undurchschaubarer und dabei notgedrungen auch vieldeutiger. Politik und Verwaltung, die verantwortlich sind für die Bewältigung der vielfältigen Alltagsaufgaben – wie Digitalisierung, Beschleunigung, Diversity, Umwelt, Demographie, Mobilität –, geraten dabei oft in Konflikte zwischen bürokratischen Regelungslogiken, politisch motivierten Vorgaben, im Alltag machtvoll vorgetragenen Erwartungen von Interessengruppen sowie sozialen, kulturellen, ökonomischen, verkehrlichen u. a. Bedarfen in der Allgemeinheit der BürgerInnen. Konflikte können, wenn sie nicht bearbeitet und gelöst werden, zur Erstarrung in der Struktur und zur Verhärtung von Konfliktfronten führen. Folge davon ist oft ein selbst erzeugter Erneuerungs- und Investitionsstau nicht nur bei investiven, sondern v. a. bei nicht-investiven Aufgaben. Wir im Schäuble Institut haben mit der Entwicklung von passgenauen Dialog-Prozessen sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn mit ihnen die zum Erliegen gekommene Kommunikation erneut angeschoben, ein tragfähiges, respektvolles Miteinander gemeinsam entwickelt wird und Resilienz der Kommune bei Ambiguitätstoleranz hergestellt wird. Innovative kommunale Strukturen, andere Organisationsformen und zielführende Veränderungsprozesse sind unverzichtbar. Aufbau und Gliederung: Schilderung der Blockaden in kommunalen Entwicklungen, Reflexionen zu dialogischen Lösungswegen, günstige und ungünstige Rahmenbedingungen, Schlussfolgerung für praktisch Tätige aus Kommunalpolitik und -verwaltung, innovationsfreudige Betroffene, ModeratorInnen/MediatorInnen. Zum Innovationspotential: Wir verwenden die positiven Potentiale der rationalen sowie emotionalen Intelligenz und fördern die mentale Offenheit, aus deren wacher Kombination Resilienz und zukunftsfähige, nachhaltige Innovationen möglich werden.

Ingegerd Schäuble, Oranna Erb

Kapitel 6. Anhang

Die hier abgedruckten Lösungsvorschläge beziehen sich auf einen kleineren Teil der im Verlauf des Buches genannten Übungsfälle. Aus Platzgründen wurde darauf verzichtet, zu jedem Übungsfall im Buch selbst einen Lösungsvorschlag zu präsentieren. Deshalb findet sich ein Link zu den Lösungsvorschlägen für die anderen Übungsfälle auf der Produktseite des Buches auf www.springer.com/ 978-3-642-55043-0Der Grund sind auch didaktische Überlegungen. Es ist erwünscht, dass sich die Studierenden zunächst selbst Gedanken über eine Lösung zu den Fällen machen und nicht gleich an dieser Stelle des Buches nach dem Lösungsvorschlag des Verfassers suchen. Auch deshalb wird der „Medienbruch“ in Kauf genommen.Im Folgenden sind jeweils zu den ersten beiden Fällen jedes Kapitels Lösungsvorschläge abgedruckt.

Klaus Sakowski

Kapitel 5. Analyse von stationären/portablen Anwendungen mit grünem Wasserstoff

Es gibt eine Vielzahl von H2-Energiewandlern für stationäre und portable Anwendungen auf dem Markt. Unter einem stationären System werden Systeme verstanden, die fest an einen Ort gebunden sind. Daneben gibt es portable Systeme, die mithilfe von Fahrzeugen an unterschiedliche Orte transportiert werden können.

Robert Staiger, Adrian Tanțǎu

Kapitel 10. Das Smartphone als Exkursionsführer – mit „Digital Guides“ unterwegs flexibel lernen

Ein „Digital Guide“, also Material, das online zur Verfügung gestellt wird und auf mobilen Geräten abrufbar ist, ermöglicht es Studierenden, Exkursionen unabhängig von Gruppenterminen selbstständig durchzuführen. Das erlaubt ihnen die Selbstbestimmung nicht nur in der Wahl des Zeitpunktes, sondern auch bzgl. der Schwerpunkte der Exkursion, mit denen sie sich intensiver auseinandersetzen möchten. Auch aus Lehrendenperspektive kann dieses – mit einem hohen Vorbereitungsaufwand verbundene – Angebot sinnvoll sein, wenn einige Bedingungen erfüllt sind. So sollten z. B. die Lernziele mit der Vermittlung deklarativen Wissens vereinbar sein und die Veranstaltung öfter wiederholt werden. Die inhaltliche Aufbereitung des Themas erfolgt durch kurze Bausteine, die aus Text, Audio- oder Videodateien, Fragen oder Gaming-Elementen bestehen können. Dementsprechende technische Ressourcen müssen zur Verfügung stehen. Erfahrungen über einige Jahre hinweg haben gezeigt, dass ein Teil der Studierenden diese Form der Exkursion begrüßt, während andere den persönlichen Kontakt mit Studierenden und Lehrenden vor Ort präferieren. In jedem Fall sollte das Angebot in ein Blended Learning-Konzept eingebunden sein.

Astrid Seckelmann
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