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Über dieses Buch

Anna Wagner geht in diesem Buch der Frage nach, wie Menschen unter Bedingungen der Digitalisierung über, in und durch mediale Satire kommunizieren. Satire ist mit der Emergenz und Verbreitung digitaler Medien populärer geworden und liegt heute in vielfach ausdifferenzierter medialer Form vor. Gleichzeitig sind auch die Lebenswelten von Menschen mit (digitalen) Medien durchdrungen und die Kommunikation mit anderen durch diese geprägt. Anna Wagner widmet sich im Buch diesen Entwicklungen und plädiert dafür, bei der Analyse der zwischenmenschlichen Kommunikation zu Satire unter Digitalisierungsbedingungen die überdauernden kommunikativen Strukturen und sozialen Beziehungen stärker zu berücksichtigen. Hierzu schlägt sie zur Bearbeitung der Fragestellung eine lebensweltlich-kontextualisierende Perspektive auf das Phänomen vor und erarbeitet das Konzept der Alltagskommunikation mit vier spezifischen Analyselinsen. In zwei empirischen Studien analysiert die Autorin unter Anwendung des Konzepts schließlich die thematisch vielfältige zwischenmenschliche Kommunikation rund um mediale Satire und nimmt dabei die lebensweltlichen Kontexte, kommunikativen Konstellationen und Funktionen der Kommunikation in den Blick.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Theoretische Verortung

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Satire, so hört und liest man oft, sei das Vergnügen der intellektuellen Feingeister. Der abendliche Kabarett-Besuch, die Politsatire-Sendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder die Karikatur im Feuilleton der überregionalen Tageszeitung sei den Bildungsbürger:innen vorbehalten, die auch beim Lachen nicht auch auf einen gewissen Anspruch verzichten möchten. Dieses zugegebenermaßen etwas überspitzte Bild ist, wenn es je wahr gewesen ist, längst ein überkommenes.
Anna Wagner

Kapitel 2. Satire und satirische Medieninhalte: Definition und Verortung

Zusammenfassung
Um mediale Satire in ihrer gesellschaftlichen wie individuellen Bedeutung erforschen zu können und zu analysieren, wie sich die zwischenmenschliche Kommunikation von Menschen rund um satirische Medieninhalte gestaltet, muss zunächst einmal bestimmt werden, was unter Satire überhaupt zu verstehen ist. Den Begriff der Satire zu definieren, gestaltet sich jedoch in besonderem Maße herausfordernd. Denn trotz oder vielleicht auch wegen ihrer bis ins 3.
Anna Wagner

Kapitel 3. Satireforschung in der Kommunikations- und Medienwissenschaft

Zusammenfassung
In Kapitel 2 ist bereits deutlich geworden, wie vielfältig sich das Phänomen der Satire im Laufe der Jahrhunderte entwickelte und wie divers sich die wissenschaftlichen Perspektiven auf und Definitionen von Satire gestalten. Während die Auseinandersetzung mit satirischen Inhalten lange besonders intensiv im Bereich der Literatur- und bisweilen in der Geschichtswissenschaft stattfand und nur vereinzelt in der Kommunikations- und Medienwissenschaft behandelt wurde, rückte Satire mit der gesteigerten Relevanz von Medien für ihre Produktion und Verbreitung stärker in den Fokus des Faches. Derzeit trifft Satire, die „zu einem wichtigen Bestandteil der politischen Öffentlichkeit avanciert“ ist, ins Herz kommunikationswissenschaftlicher Fragestellungen und wird insbesondere in Zusammenhang mit einer (vermeintlichen) Vertrauenskrise des traditionellen Journalismus, mit Blick auf ihre generelle Rolle in postmodernen Mediengesellschaften und deren Öffentlichkeiten sowie hinsichtlich ihrer demokratiefördernden und -schädigenden Potenziale diskutiert.
Anna Wagner

Kapitel 4. Satire in Gesellschaft und Öffentlichkeit: Rolle, Funktionen und (digitale) Transformationsprozesse

Zusammenfassung
Satire ist ein „wichtiges Element der politischen Medienöffentlichkeit moderner Gesellschaften“ und integraler Bestandteil der „kommunikativen Infrastruktur heutiger politischer Systeme“. Sichtbar wird die gesellschaftliche und öffentliche Relevanz von Satire anhand mehrerer Aspekte. So sind nicht nur, aber auch, insbesondere politikbezogene satirische Medieninhalte Gegenstand journalistischer Berichterstattung und damit medialer Anschlusskommunikation; satirische Beiträge können massenmediale Berichterstattung zu bestimmten Themen also beeinflussen oder anstoßen.
Anna Wagner

Kapitel 5. Satirische Medieninhalte in der Alltagskommunikation

Zusammenfassung
Wie Menschen zu satirischen Medieninhalten kommunizieren und welche Bedeutung medialer Satire und der mit ihr verbundenen Kommunikation in den Alltagswelten von Menschen zukommt, steht als Frage im Zentrum dieses Buches. Satire, so lautet die grundlegende Annahme, welche in diesem Kapitel schrittweise weiterentwickelt wird, ist nicht nur ein Phänomen, das auf Öffentlichkeitsebene wichtig ist, Aussagen über die Verfasstheit des Mediensystems, der Politik und des Journalismus zulässt oder Fragen nach Funktionen für Gesellschaft und Demokratie aufwirft. Satire ist vielmehr auch – und eng damit verknüpft – ein Phänomen, welches in den alltäglichen Lebenswelten von Menschen, im Zuge ihrer Mediennutzung auftaucht, welches sie weiterleiten oder wegklicken, über das sie lachen, diskutieren oder sich aufregen, welches sie zum zum stillen Nachdenken oder zum Austausch im Alltag anregt.
Anna Wagner

Empirische Untersuchungen

Frontmatter

Kapitel 6. Empirische Studien zu Satire und Alltagskommunikation: Forschungsfragen und Methode

Zusammenfassung
Bevor die zwischenmenschliche Kommunikation zu Satire aus einer lebensweltlich-kontextualisierenden Perspektive heraus empirisch beforscht wird, werden in diesem Kapitel zunächst die theoretischen Vorannahmen zusammengeführt und zu einzelnen Forschungsfragen verdichtet. Anschließend werden die zwei zur Kommunikation zu satirischen Medieninhalten durchgeführten empirischen Studien in ihrer Zielsetzung und ihrem methodischen Vorgehen beschrieben.
Anna Wagner

Kapitel 7. Empirische Studien zu Satire und Alltagskommunikation: Ergebnisse

Zusammenfassung
Im Folgenden werden nun die empirischen Ergebnisse beider Studien referiert und dargestellt, wie sich die Alltagskommunikation rund um satirische Medieninhalten unter Bedingungen der Mediatisierung und Digitalisierung gestaltet. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Kontexten dieser Alltagskommunikation, den Konstellationen, in denen sie stattfindet, sowie den Funktionen, die die an der Kommunikation beteiligten Menschen dieser zuweisen bzw. die sie für sie erfüllt. Hierzu werden zunächst einige wenige Vorbemerkungen referiert, die helfen sollen, die Ergebnisse einzuordnen und den Interpretationsrahmen für die nachfolgenden Kernergebnisse aufzuspannen.
Anna Wagner

Kapitel 8. Gesamtreflexion der theoretischen und empirischen Erkenntnisse: Satire und Alltagskommunikation

Zusammenfassung
Mediale Satire, so kann nun am Ende dieses Buches festgehalten werden, bietet in (tiefgreifend) mediatisierten Gesellschaften in ihren vielfältigen Erscheinungsformen – ob zum Beispiel als Meme, Zeitungskarikatur oder YouTube-Video – zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Kommunikation mit anderen und wird auf ganz unterschiedliche Weise in die Alltagskommunikation von Menschen eingebunden. Im Rahmen dieses Buches wurde die frei nach bunte weite Welt der sich rund um satirische Medieninhalte entfaltenden Kommunikation in den Blick genommen und die Kontexte, Konstellationen und Funktionen der Kommunikation zu Satire in den alltäglichen Lebenswelten von Menschen ein wenig stärker ausgeleuchtet. Ziel war es dabei, den bis dato eher spärlichen Forschungsstand zur zwischenmenschlichen Kommunikation zu Satire zu erweitern und dabei insbesondere in den Blick zu nehmen, wie sich die Kommunikation konkret gestaltet, welche Themen sie behandelt, unter welchen Bedingungen sie vorkommt, in welchen sozialen Kontexten und kommunikativen Konstellationen sie stattfindet, auf welche Medien- und Kommunikationskanäle dabei zurückgegriffen wird und welche Funktionen sie im sozialen Miteinander übernehmen kann.
Anna Wagner

Backmatter

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