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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die hier vorgelegte empirische Untersuchung befaßt sich mit einem Phänomen, das zwar von eminenter wirtschafts- und sozialpolitischer Bedeutung ist, über dessen empirische Struktur aber — trotz einer Reihe von in letzter Zeit veröffentlichten Arbeiten — nur wenig bekannt ist: die Schattenwirtschaft.
Hans-Joachim Niessen, Rainer Ollmann

Von der traditionellen zur modernen Schattenwirtschaft

2. Von der traditionellen zur modernen Schattenwirtschaft

Anmerkungen zur Entwicklungsgeschichte des informellen Sektors
Zusammenfassung
Legt man — wie in der vorliegenden Untersuchung — eine weite Definition des Begriffs ‘Schattenwirtschaft’ zugrunde, so werden darunter alle Transaktionen, alle Wirtschaftsaktivitäten zusammengefaßt, die sich außerhalb des institutionalisierten Systems der regulären Märkte vollziehen und die in der amtlichen Statistik nicht oder nur unvollständig erfaßt werden. Der Teil des Wirtschaftslebens, der über den Begriff ‘Schattenwirtschaft’ von der offiziellen Ökonomie abgegrenzt wird, umfaßt demnach sehr unterschiedliche informelle Aktivitätsfelder, die von allen Formen legaler Eigenarbeit, Selbst- und Gemeinschaftshilfe auf der einen Seite über die spontane bis hin zur organisierten illegalen Schwarzarbeit auf der anderen Seite reichen.
Hans-Joachim Niessen, Rainer Ollmann

Die Schattenwirtschaft als Gegenstand empirischer Untersuchungen

3. Die Schattenwirtschaft als Gegenstand empirischer Untersuchungen

Zusammenfassung
Bei der Thematisierung des Verhältnisses von Schattenwirtschaft und gesamtgesellschaftlicher Entwicklung wird u.a. von folgenden Überlegungen ausgegangen:
1.
Neben dem Staats- und Marktsektor (staatlich produzierte Kollektivgüter; privat: mit Gewinnabsicht produzierte Marktgüter) existiert ein dritter, “autonomer” Sektor mit einer ausgesprochenen Bedarfsorientierung.
 
R. Ollmann, Mitarbeit M. Ehling

Das theoretische und methodische Konzept der Untersuchung

4. Das theoretische und methodische Konzept der Untersuchung

Zusammenfassung
Das für die empirische Analyse der Struktur und Verteilung schattenwirtschaftlicher Aktivitäten sowie der davon ausgehenden Wohlfahrtseffekte entwickelte Untersuchungskonzept beruht im wesentlichen auf folgenden Überlegungen:
Zum einen hat sich in der bisherigen Forschungspraxis gezeigt, daß makroökonomische Analysen, die mit strukturellen Hypothesen arbeiten und sich weitgehend auf hochaggregierte Daten stützen, zu sehr allgemeinen, wenig differenzierten und eher unpräzisen Aussagen und Erklärungen tendieren. Die Folge ist, daß einzelne “empirische Ableitungen” — etwa derart, daß die Steuermoral der Bürger einen größeren Einfluß auf den Umfang der Schwarzarbeit hat als die Arbeitslosenquote — je nach Anwendungsbezug erst noch interpretiert, d.h. im Hinblick auf bestimmte gegebene Randbedingungen präzisiert werden müssen. Solche strukturellen Aussagen dürften nämlich für unterschiedliche Gruppen von Akteuren — beispielsweise für einzelne Haushaltstypen — einen unterschiedlichen (empirischen) Wahrheitsgehalt aufweisen. Weder das Problem der Konzept- noch das der Indikatorgültigkeit wurde bislang zufriedenstellend gelöst.
Hans-Joachim Niessen, Rainer Ollmann

Die empirischen Befunde

Frontmatter

5. Voraussetzungen für schattenwirtschaftliche Aktivitäten bei den privaten Haushalten

Zusammenfassung
Wichtige Determinanten für das Engagement von Personen in der Schattenwirtschaft sind die objektiven Voraussetzungen und Handlungsmöglichkeiten, über die ein Haushalt im beruflichen und besonders im privaten Alltag verfügt. Auf der einen Seite erzeugen diese eine spezifische Bedarfslage im Hinblick auf die Versorgung mit Gütern sowie Dienstleistungen und diese wiederum einen spezifischen schattenwirtschaftlichen Handlungsbedarf; auf der anderen Seite regulieren sie die verfügbaren materiellen und sozialen Ressourcen des Haushalts, die bei gegebenem Handlungsbedarf spezifische Formen von Schattenarbeit nach sich ziehen.
Hans-Joachim Niessen, Rainer Ollmann

6. Eigenarbeit bei den befragten Haushalten

Zusammenfassung
Der Bereich Eigenarbeit umfaßt legale, in der Regel unbezahlte Arbeitsleistungen, die für den eigenen oder für andere Haushalte erbracht werden.
Hans-Joachim Niessen, Rainer Ollmann

7. Schwarzarbeit bei den befragten Haushalten

Zusammenfassung
Eine eindeutige Abgrenzung legaler informeller Arbeitsleistungen von der illegalen Schwarzarbeit ist für externe Beobachter im Einzelfall — insbesondere im Bereich der Nachbarschaftshilfe — oftmals sehr schwierig. Daß die Anbieter und Nachfrager von Schattenarbeit jedoch genau zwischen legaler Eigenarbeit und Schwarzarbeit zu unterscheiden vermögen, wurde nicht nur in der Pretestphase, sondern auch bei den Leitfadengesprächen der zweiten Datenerhebungsphase deutlich.
Hans-Joachim Niessen, Rainer Ollmann

8. Zur sozialräumlichen Verteilung und zu den Wirkungen schattenwirtschaftlicher Aktivitäten — Ein Fazit

Zusammenfassung
Die empirischen Ergebnisse unserer Untersuchung belegen, daß Schattenarbeit bei den privaten Haushalten in der Bundesrepublik sehr stark verbreitet ist. Nach den Befragungsergebnissen ist davon auszugehen, daß mindestens jeder zweite Haushalt in der Bundesrepublik umfangreichere Eigenleistungen innerhalb der hauswirtschaftlichen Selbstversorgungsökonomie erbringt, die üblicherweise in das Angebotsspektrum offizieller Auftragnehmer fallen. Ähnliches haben PAHL/WALLACE (1985) auch für die informellen wirtschaftlichen Aktivitäten der privaten Haushalte in England festgestellt. Fast jeder dritte Haushalt in der Bundesrepublik profitiert in der einen oder anderen Weise — entweder als Anbieter oder als Nachfrager — von Schwarzarbeit; im ländlichen Raum liegt dieser Anteil sogar bei rund 50 %.
Hans-Joachim Niessen, Rainer Ollmann

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