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2021 | OriginalPaper | Buchkapitel

SchienenfehlerSchienenfehler der Frühzeit der Eisenbahn

verfasst von: Karl-Otto Edel, Grigori Budnitzki, Thomas Schnitzer

Erschienen in: Schienenfehler 1

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Die ersten Informationen über das Versagen von Gleisanlagen stammen noch aus der Zeit vor der eigentlichen Eisenbahn. Als in den englischen Bergwerken erstmals eiserne Schienen verwendet wurden, waren es gusseiserne Schienen. Gusseisen ist ein relativ sprödes Material, das Überlastungen nicht durch plastische Verformungen abbauen kann. Dementsprechend verwundert es aus heutiger Sicht nicht, dass die gusseisernen Schienen der Voreisenbahnzeit – und auch noch der Anfangszeit des Eisenbahnverkehrs – häufig zu Bruch gingen. Mit derartigen Versagensfällen wurde der englische Techniker Richard Trevithick konfrontiert, als seine erste Dampflokomotive die gusseisernen Schienen des Pennydarran-Hüttenwerkes in Merthyr Tydfil in Südwales zerstörte [1.1]. Einer der spektakulärsten Versagensfälle der Voreisenbahnzeit ereignete sich 1808, als Richard Trevithick seine Lokomotive „Catch me who can“ in London einer breiten Öffentlichkeit vorstellte, indem er sie mit einem angehängten Wagen auf einer Kreisbahn fahren ließ. Bei der Vorführung brach eine Schiene, die Lokomotive überschlug sich und die Vorführung dieser neuen Technik war damit vorerst beendet [1.3]. Auch die Verwendung von Fischbauchschienen mit einem der Beanspruchung angepaßten Querschnitt (Abb. 1.2) anstelle der Winkelschienen (Abb. 1.1) schloß den Bruch der Schienen nicht generell aus, wie es Birkinshaw in seiner Patentschrift dokumentierte (Abb. 1.3).

Metadaten
Titel
SchienenfehlerSchienenfehler der Frühzeit der Eisenbahn
verfasst von
Karl-Otto Edel
Grigori Budnitzki
Thomas Schnitzer
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-58660-0_1