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01.03.2014 | Abhandlung | Ausgabe 1/2014

Berliner Journal für Soziologie 1/2014

Schönheitschirurgie-Patientinnen als „ugly dopes“? Zur Medialität der Entscheidungsfindung für plastisch-chirurgische Eingriffe

Zeitschrift:
Berliner Journal für Soziologie > Ausgabe 1/2014
Autor:
Elke Wagner

Zusammenfassung

Der massenmediale Blick auf die aktuellen Praktiken der ästhetischen Chirurgie wird in den Sozialwissenschaften häufig im Mantel der Ideologiekritik verhandelt: Die massenmediale Kulturindustrie würde insbesondere weibliche Konsumenten zu chirurgischen Eingriffen veranlassen, um ihren Körper zu optimieren, und sie so zu einer besseren Vermarktung ihrer Selbst (ihres unternehmerischen Selbst) anleiten. Dieser Prozess würde von den Patientinnen und Patienten nicht ausreichend reflektiert werden; sie mutieren im sozialwissenschaftlichen Diskurs zu „ugly dopes“, die sich den Bedingungen ihrer Entscheidung für eine körperliche Optimierung nicht wirklich bewusst sind. Der vorliegende Beitrag schlägt auf der Basis einer empirischen Analyse von Interviews mit Patientinnen der ästhetischen Chirurgie eine alternative Lesart der Medialität von Schönheitsoperationen vor. Medien spielen zwar als Träger von Formatvorlagen für Körperbilder eine entscheidende Rolle, sie erfahren aber in den jeweiligen praktischen Kontexten eine Übersetzung. Es gibt kein Kontinuum zwischen den medialen Körperbildern und deren individueller Aneignung. Die medialen Formatvorlagen müssen aktiv in die konflikthaften Alltagskontexte der Entscheidungsfindung eingearbeitet werden. Der Effekt der Medien liegt in ihrer lebensweltlichen Anschlussfähigkeit begründet und hat eine permanente Dauerirritation über Körperbilder zur Folge.

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