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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Vorwort

Vorwort

Schreiben fürs Netz — Aspekte der Zielfindung, Planung, Steuerung und Kontrolle
Zusammenfassung
Berufliches Schreiben am Arbeitsplatz ist meist Schreiben am Bildschirm — und immer öfter Schreiben zum Lesen und Nutzen am Bildschirm. Der vorliegende Band stellt dieses Schreiben zur Diskussion:
  • Was tun Profis in Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie oder Verwaltung genau, wenn sie am Computer und/oder für Nutzerinnen und Nutzer am Computer schreiben — und was wollen sie tun? Kommt dabei heraus, was sie sich vorgenommen haben und was die Nutzer brauchen? Was lässt sich verbessern, und wie?
Daniel Perrin, Helga Kessler

Zielfindung

Frontmatter

„Rahmen“ und „Inhalte“

Was Entscheider vom Intraneteinsatz erwarten
Zusammenfassung
Unternehmen, Institutionen und Organisationen setzen zunehmend auf elektronische Kommunikation (1). Vor diesem Hintergrund legt der Artikel erste Ergebnisse einer Pilotstudie zum sozialen und technischen Umfeld der Text- und Medienproduktion in dänischen Organisationen vor. Kommunikations- und Informationschefs sowie Kommunikationsberater wurden befragt zu: Kommunikations-strategie, Nutzung digitaler Kommunikationsformen und gewünschte Mitarbeiter-qualifikationen (2, 3). Die wichtigsten Ergebnisse lauten: Das Intranet soll besser strukturiert und vereinfacht werden, außerdem soll es vermehrt als Forum für den Dialog genutzt werden. Bei der Nutzung digitaler Kom-munikationsformen dominiert die Email. Andere Medien wie Homepages oder TV/Film werden, je nachdem, ob sie der internen oder der externen Kommunikation dienen, als unterschiedlich bedeutsam gewertet. Bei den Mitarbeiterqualifikationen stehen persönliche und soziale Kompetenzen sowie Vermittlungsfáhigkeiten und -fertigkeiten im Vordergrund, nicht technisches Spezialistentum. Handwerkliches Können bei der Produktion von Texten und anderen Kommunikationsinhalten sowie generelles Wissen über Vor- und Nachteile der einzelnen Medien werden als wichtige Voraussetzungen für das Meistern zunehmend strategisch geprägter Aufgaben angesehen (4). Da sich die Studie auf dänische Organisationen beschränkt, wären vergleichbare Untersuchungen in anderen Ländern wünschenswert (5).
Karl-Heinz Pogner

Telefon, Email oder Fax?

Medienkommunikation in Unternehmen
Zusammenfassung
Kommunikationsprozesse am Arbeitsplatz verlaufen zunehmend medial vermittelt. Der Einsatz neuer Technologien bringt Nutzen wie Kosten mit sich. Anzahl und Funktionsumfang der Medien wie auch der Trend zu Medienverschmelzung und Multichanneling bedingen durchdachte Nutzungskonzepte (1). Ihre Entwicklung setzt Wissen über die Mediennutzung im Berufsalltag voraus (2). Der Beitrag stellt eine empirische Studie zu diesem Thema vor (3). Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahl wie auch die Nutzung von Kommunikationsmitteln wesentlich von der Organisation der Arbeit, den zu lösenden Aufgaben sowie dem Status und den Beziehungen der Interagierenden abhängen (4). In der Email-Kommunikation sind spezifische Probleme zu bewältigen, die eine engere Zusammenarbeit von Linguistinnen, Arbeitswissenschaftlerlnnen und Informatikerinnen erfordern (5).
Eva-Maria Jakobs

Hypermedia-Lerntext gestalten

Lehrmitteldesign im Schnittfeld von Didaktik und Linguistik
Zusammenfassung
Wie ist ein Hypermedia-Lerntext (HL) zu gestalten, damit er optimal funktioniert? — Dieser Beitrag schlägt ein didaktisch problemorientiertes und textwissenschaftlich basiertes Vorgehen vor. Wie dieser Vorschlag umsetzbar ist, illustriert das Beispiel einer HL-gestützten Einführung in die Medienlinguistik (1). Der Beitrag verankert den HL zuerst als Lehrmittel in einer didaktisch ausgerichteten Umwelt (2). Dann bestimmt er ihn funktional als multimedialen Hypertext mit potenziellem didaktischem Mehrwert (3). Daraus leitet er Grundsätze für die Gestaltung der pragmatischen, semantischen und syntaktischen Struktur eines HL ab (4). Fazit: Wer Hypermedia-Lerntext produziert, hat sich nicht an der Programmiertechnik auszurichten, sondern an Überlegungen zum Lehren/Lernen und zum Zeichengebrauch — in der Produktionspraxis keine Selbstverständlichkeit (5).
Daniel Perrin, Roman Dörig, Petronella Vervoort

Planung

Frontmatter

Linear oder nicht?

Über die Produktion wissenschaftlicher Hypertexte
Zusammenfassung
Anders als herkömmliche Texte gelten Hypertexte als nichtlinear und gerade wegen dieser Eigenschaft als besser für den Wissenstransfer geeignet. Verfasser wissenschaftlicher Texte müssten folglich ganz andere Strategien zur Textoptimierung verfolgen, je nachdem, ob das Endprodukt ein linearer Text oder ein nichtlinearer Hypertext sein soll. An diese Überlegungen knüpft der Beitrag an. Seine zentrale These ist, dass Linearität bzw. Nichtlinearität kein verlässliches Kriterium zur Unterscheidung von Texten und Hypertexten ist. — Nach einer kurzen Einführung in den Themenbereich (1) wird ein Überblick darüber gegeben, welche Aussagen in der einschlägigen Fachliteratur über die vermeintliche Nichtlinearität von Hypertexten und deren Folgen für die Hypertextproduktion und -rezeption zu finden sind (2). Anschließend werden zentrale Begriffe der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Hypertexten problematisiert und präzisiert, darunter — in Zusammenhang mit der heiklen Frage der Text- vs. Hypertextgrenzen — der Begriff Hypertext selbst sowie Linearität und informationelle Einheit (3). Darauf aufbauend sind in Kapitel (4) einige Empfehlungen für die Ausgestaltung argumentativ aufgebauter wissenschaftlicher Hypertexte formuliert. Der Beitrag endet mit Überlegungen zur Gegenwart und Zukunft des Hypermediums (5).
Andrea Lehr

Die User führen

Analytisches Konzept für den Relaunch einer Website
Zusammenfassung
Der Beitrag erläutert exemplarisch, welche Überlegungen die Neukonzipierung der Website der Zürcher Hochschule Winterthur www.zhwin.ch geleitet haben (1). Ausgehend von einer Analyse des externen Kommunikationskontextes (2) wurden die Bedingungen fur den Makrokontext (3) der Website definiert und die Informationsarchitektur und -Vernetzung im Mikrokontext (4) bis ins kleinste Detail darauf ausgerichtet. Es zeigte sich, dass ein analytisch strukturiertes Vorgehen doppelt erfolgreich war: bezüglich der Akzeptanz innerhalb der Hochschule und bezüglich der Benutzerfreundlichkeit und Kommunikationsqualität der neuen Website (5).
Ursula Hasler

Die Logik der Reihenfolge

Hypertexte argumentieren anders
Zusammenfassung
Der Beitrag geht der Frage nach, wie aus einem Text ein sinnvoller Hypertext entsteht. Da es an plausiblen Antworten auf diese Frage mangelt, probieren wir es mit einem Trick: Wir drehen die Frage um. Dann lautet sie: Wie kann man aus Hypertexten wieder sinnvolle Texte machen? Oder anders gefragt: Was leistet der Leser von Hypertexten? (1) Am Beispiel eines Hyperbuchs wird gezeigt, wie der Autor von Hypertexten die Reihenfolge der Textelemente bewusst so gestalten kann, dass er dem Leser seine Argumentation mitteilt (2). Drei Verfahren werden vorgestellt: ein intuitives, ein vom Drama gesteuertes, ein formales (3). Hypertexte eignen sich, so der abschließende Befund, für Fakten (4). Hyperbücher leisten mehr: Sie sind bewusst gemachte Prosa (5).
Rolf Todesco

Steuerung

Frontmatter

Laufend weiter konzipieren

Computergestützte wissenschaftliche Text(re)produktion
Zusammenfassung
Neuere Konzepte der Informatik sollten in die Modelle der Erforschung von Textproduktionsprozessen integriert werden. In diesem Beitrag wird gezeigt, wie Dokumente repräsentiert sein müssen, damit sie sämtliche Informationen behalten, die beim Schreiben eingeflossen sind. Das erweitert nicht nur im konkreten Fall die Möglichkeiten von Textkonzeption und -reproduktion, sondern ist Teil eines Informationsmanagements, das die Wissenschaftlerinnen bei ihrer Arbeit langfristig unterstützt. Ausgehend von der wissenschaftlichen Textproduktion (1) werden existierende Forschungsansätze zur optimierten Textproduktion am Computer diskutiert (2). Basierend auf den Anforderungen an das Arbeitsmedium wird ein integratives Rahmenmodell entwickelt (3). Anhand der Rolle von Strukturen bei der Produktion von Texten wird dieses konkretisiert und ein darauf aufbauendes Werkzeug kurz illustriert (4). Eine Diskussion und ein Ausblick schließen den Beitrag ab (5).
Carsten Hausdorf, Herbert Stoyan

Schreibend diskutieren

Gruppenarbeit in virtuellen Arbeitsräumen
Zusammenfassung
Sind Lernprozesse durch neue Medien zu stimulieren? — Dieser Beitrag wertet Erfahrungen aus, die in einem didaktischen Medienprojekt gemacht wurden. Gymnasiastinnen, Lehramtsstudierende und angehende Germanistinnen erarbeiteten das Thema „Dialoge in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Texten” in gemischten Gruppen, doch aus je eigenem Blickwinkel, und hatten die Aufgabe, sich über eine Gruppenarbeitsplattform regelmäßig auszutauschen (1). Zur Diskussion standen der potenzielle didaktische Mehrwert des Mediums und der Lernkonstellation (2). Ausgewertet wurden die gruppeninternen schriftlichen Interaktionen, die von den einzelnen Projektteilnehmenden hergestellten Prepapers und schließlich eine Befragung zum gesamten Projekt (3). Dabei zeigt sich, dass eine via E-Plattform erfolgende verschriftete mündliche Kommunikation Lernprozesse befördern, aber auch beeinträchtigen kann (4). Hohe Gesprächskompetenz und eine spontan zugängliche, zuverlässig funktionierende Technik sind indes unabdingbare Voraussetzungen für fruchtbares Lernen im virtuellen Raum (5).
Antonie Hornung

Email-Management

Internet als Redaktionswerkzeug
Zusammenfassung
Bing, bing, bing! „Sie haben Post!“ Journalistinnen — und überhaupt alle, die Emails professionell einsetzen — bekommen zum Teil hundert oder mehr Mails am Tag. Wie sollen sie dieser Mengen Herr werden (1)? Bisher gibt es keine Studien, die diese Frage beantworten (2). Der vorliegende Beitrag schildert die Ergebnisse einer explorativen Umfrage an Journalistinnen (3). Danach bekommt etwa jeder dritte Journalist zwischen 20 und 50 Mails am Tag — eher häufig sind diese privaten Inhalts. Jeder Zweite liest die Mails regelmäßig, und mindestens jeder Dritte beantwortet sie nach spätestens zwei Stunden. Immerhin zwei Drittel der betragten Journalistinnen nutzen Mails zur Recherche. Und ein Viertel findet, dass Email und Internet den Zeitdruck im Arbeitsalltag erhöht haben (4). Beim Management von Mails zeigen sich Defizite sowohl bei den Benutzern als auch bei den Programmen (5).
Ulrich Hoffmann

Kontrolle

Frontmatter

Der bessere Auftritt

Websites mit Checklisten optimieren
Zusammenfassung
Wie lässt sich die Qualität eines Internetauftritts messen und steigern? Diese Frage beschäftigt die Betreiber von Websites seit einiger Zeit viel stärker als noch zu Ende der neunziger Jahre (1). Der Beitrag erläutert, wie es zu diesem neuen Qualitätsbewusstsein kam und welche Methoden dabei zur Anwendung kommen (2). Steht die schnelle und kostengünstige Abwicklung eines Optimierungsprojekts im Vordergrund, sind neben den herkömmlichen Methoden der Qualitätsmessung auch Checklisten ein geeignetes Verfahren (3). Doch welche Anforderungen sind an eine solche Checkliste zu stellen, an wen richtet sich dieses Instrument, und wie sollte es aufgebaut sein? Wir favorisieren ein Modell, das den Arbeitsablauf bei der Erstellung von Websites steuert (4). Generell sind Checklisten ein relativ einfaches Analyseinstrument, das sich für viele Anwendungen eignet (5).
Markus Nickl

Schreiben zum Lernen

Analyse des Leseverhaltens als Basis für das Textdesign
Zusammenfassung
In diesem Beitrag berichten wir über eine experimentelle Untersuchung, in der 56 Probanden in einem Lernsetting zwei verschiedene Texte auf dem Computer-bildschirm lasen (1). Mit dem Experiment wollten wir einen Einblick in die Charakteristika dieser speziellen Art des Lesens gewinnen und so zu einer profunden Basis für das Design von Hypertexten für das L2-Lernen gelangen (2). Wir untersuchten, ob elektronische glossarartige Erklärungen für die Optimierung des Lesens in einer Fremdsprache notwendig sind und folglich in Hypertexten enthalten sein sollten (3). Falls dies der Fall ist, erhält die Wahl einer angemessenen — nicht störenden, aber anregenden — Markierung eine zentrale Bedeutung. Die Ergebnisse zeigen, dass elektronische Erklärungen das Sprachenlernen fordern (4). Die Markierung aber brachte keine zusätzliche Verbesserung (5).
Isabelle De Ridder, Gert Rijlaarsdam, Luuk Van Waes

Lehrtext übersetzen

Ein neues Medium nutzen
Zusammenfassung
Welche Entscheidungen müssen getroffen werden, wenn schriftliche Lehrtexte ins Hypertextformat umgesetzt werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich Studentinnen der Studienrichtung „Communication Studies“in Groningen regelmäßig — und scheitern häufig daran. Als reichlich komplex erleben sie, die inhaltlichen und formalen Elemente des Ausgangstextes an die neuen medialen Bedingungen konsequent anzupassen, und zwar unter dem Gesichtspunkt der Funktionalität, womit die Unterstützung der Leseaufgabe gemeint ist (1). Die Bezugswissenschaften lassen die Studierenden hier teilweise im Stich (2). In diesem Beitrag werden Lösungsmöglichkeiten der Studierenden diskutiert. Als Material dienen Hausarbeiten. Drei Gesichtspunkte stehen im Vordergrund: (A) neue Lösungen fur Darstellungsprobleme, (B) kompensatorische Maßnahmen, (C) medienspezifisches Design (3). Die Vorschläge münden in einen Text-Begriff, der ein Minimum an Layout systematisch als Teil des gesamten Textes und damit der Funktionalität betrachtet. Wahrnehmungsprozesse müssen in adäquater Weise reflektiert werden, damit sie Eingang in die Gestaltung im neuen Medium finden können (4). Der Beitrag stellt die angesprochenen Fragen in einen funktionalen medientheoretischen Zusammenhang. Ziel der Übertragung von Lehrtexten in ein neues Medium ist die Überwindung der Konversion zugunsten der Transformation (5).
Christoph Sauer

Quick Tour

Frontmatter

Das Bemühen der Produzenten

Wie erreicht und testet man Usability?
Zusammenfassung
Neue Technologien setzen sich dann durch, wenn der Nutzwert für die Rezipienten hoch ist (1). In diesem Beitrag geht es um die Frage, wie Produzentinnen von Websites die so genannte Usability überprüfen können. Ein Testszenario wird im Detail beschrieben (3). Daraus leiten sich Empfehlungen für die Konzeption eines tauglichen Informationsdesigns ab (4). Abschließend nennt der Beitrag die wichtigsten Regeln für ein erfolgreiches Schreiben im Netz (5).
René Pfammatter

Backmatter

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