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25.01.2023 | Schwere Lkw | Nachricht | Online-Artikel

Megawattladen für E-Lkw über Oberleitungs-Ladeabschnitte

verfasst von: Patrick Schäfer

1:30 Min. Lesedauer
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Hofer Powertrain hat ein neues Megawatt-Ladekonzept vorgestellt. Das Konzept für schwere E-Lkw besteht aus kurzen Megawatt-Oberleitungs-Ladeabschnitten, die auf Autobahnen- und Schnellstraßen installiert werden.

Der Engineering-Partner Hofer Powertrain hat ein neues Megawatt-Ladekonzept präsentiert, mit dem E-Lkw langstreckentauglicher werden. Beim Multisektor-Oberleitungsladekonzept werden die Fahrzeuge über die Oberleitung des Autobahnen- und Schnellstraßennetzwerks aufgeladen. Im Gegensatz zu herkömmlichen durchgehenden Oberleitungskonzepten besteht das neue Konzept aus kurzen Megawatt Oberleitungs-Ladeabschnitten. Die Oberleitungsladung wird über externe DC/DC-Lader hergestellt, welche den Strom beim Fahren auf der Autobahn auf das Fahrzeug überträgt. Mithilfe der Over-the-Air-Voranmeldung des jeweiligen Fahrzeugsystems, werden Fahrzeuge, noch bevor sie den Ladeabschnitt erreichen, optimal auf den Ladevorgang vorbereitet.

Dabei sollen alle Fahrzeuge, die in einem Oberleitungsabschnitt fahren, gleichzeitig Laden und die elektrische Leistung zum Fahrantrieb aufnehmen können. Fahrzeuge können auch nur die elektrische Leistung zum Fahrantrieb aufnehmen, wobei die E-Motorleistung von circa 200 bis 500 kW für reinen EV-Betrieb sorgen soll. Die Oberleitungsspannung variiert von 600 V bis zu 1.250 V und ist abhängig vom Ladezustand der Fahrzeugbatterie. Auch die Länge der Oberleitungsstrecke variiert und hängt von der benötigten Ladeenergie pro Fahrzeug und der zu ladenden Fahrzeuganzahl ab. Die Ladeleistung kann nach den letzten Berechnungen des Batterieteams von Hofer bis zu 3.000 A beziehungsweise 3,75 MW reichen. Die Experten schätzen, dass sich die Ladezeiten für Nutzfahrzeuge auf Autobahnen um bis zu 90 % reduziert lassen. Zudem bietet das Konzept eine zweite Lademöglichkeit mit einem standardisierten, kompatiblen CCS- oder MCS-Ladestecker-System. So können die Fahrzeuge auch an den Ladeparks auf den Rasthöfen und in Logistikzentren oder an den Logistikbereichen der Kunden aufgeladen werden.

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