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13.09.2022 | Schwere Lkw | Nachricht | Online-Artikel

Westport Fuel Systems setzt auf H2-Motor im Schwerlastverkehr

verfasst von: Christiane Köllner

2 Min. Lesedauer
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Wasserstoff-Verbrennung schlägt Brennstoffzelle: Der H2-Motor ist laut Westport Fuel Systems vor der Brennstoffzelle die kostengünstigste Option, um CO2-Emissionen im Straßenfernverkehr zu vermeiden. 

Westport Fuel Systems, ein Spezialist für gasförmige Kraftstoffe, hält Wasserstoff (H2) für eine wichtige Lösung bei der Dekarbonisierung des Transportsektors. Vor allem die direkte Verbrennung von Wasserstoff im Motor sei eine effiziente Lösung, um CO2-Emissionen einzusparen, erklärte David Johnson, CEO des kanadischen Unternehmens, in einer virtuellen Pressekonferenz im Vorfeld der IAA Transportation 2022 in Hannover. Nutzfahrzeuge seien, so Johnson, für rund ein Viertel der CO2-Emissionen des Transportwesens verantwortlich.

Kritisch sieht Johnson die einseitige Fokussierung auf den batterieelektrischen Antrieb. "Die Idee, alles zu elektrifizieren, ist naiv", betonte er. Vielmehr ließen sich mit einem Wasserstoff-Verbrennungsmotor die vom Markt geforderten Leistungs- und Effizienzanforderungen erzielen und gleichzeitig das bestehende Fertigungs- und Motoren-Know-how weiter nutzen. Die Verwendung von Wasserstoff in einem Verbrennungsmotor mit dem HPDI-Kraftstoffsystem von Westport Fuel Systems stelle eine effiziente und wettbewerbsfähige Alternative zu Brennstoffzellen und Diesel für Schwerlastfahrzeuge dar. Dies würden Testergebnisse zeigen. Die High-Pressure Direct Injection (HPDI)-Technologie basierend auf Erdgas, Biomethan oder Wasserstoff habe sich hierbei als besonders effektiv erwiesen.

H2-HPDI-Lkw: kosteneffiziente Option zur CO2-Reduktion

So haben Tests die Verwendung von Wasserstoff in einem Verbrennungsmotor (ICE/Internal Combustion Engine) mit dem HPDI-2.0-Kraftstoffsystem als den kostengünstigsten Weg ermittelt, die CO2-Emissionen im Straßenfernverkehr kurzfristig auf nahe Null zu senken. HPDI 2.0 wird bereits heute in Flotten eingesetzt und soll den CO2-Ausstoß mit fossilem LNG um rund 20 % im Vergleich zum Diesel reduzieren. 

Ein Wasserstoff-ICE-Antriebsstrang (H2-HPDI) konnte laut den Testergebnissen Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge in Bezug auf die Gesamtbetriebskosten schlagen. Gegenüber der Brennstoffzelle ergebe das bei einem Langstrecken-Lkw (Laufzeit 5 Jahre, 580.000 km) eine zwischen 8 und 17 % niedrigere TCO (Total Cost of Ownership). Verglichen mit einem Dieselmotor soll die Leistung des Motors im H2-HPDI-Lkw um 20 % steigen und das maximale Drehmoment um 15 %.

Grund für das niedrigere TCO-Potenzial des H2-HPDI-Antriebsstrangs gegenüber dem Brennstoffzellenfahrzeug sei das Gleichgewicht zwischen Anschaffungs- und Betriebskosten im Langstreckenverkehr. Aufgrund der hohen absoluten CO2-Reduktion von H2-HPDI und des moderaten Anstiegs der Gesamtbetriebskosten im Vergleich zu Dieselantrieben würden die Testergebnisse zeigen, dass künftige H2-HPDI-Lkw die niedrigsten Kosten pro vermiedener Tonne CO2-Abgasemissionen verursachen werden.

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