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Über dieses Buch

Die IT-Landschaften im Gesundheitswesen sind geprägt durch heterogene Strukturen und Medienbrüche. Zur Erreichung der Vision eines "Seamless Healthcare" müssen alle an den Prozessen beteiligten IT-Systeme integriert werden. Unberücksichtigt bleiben hierbei meist medizinische Geräte, die jedoch ein wichtiger Datenlieferant sowie wesentlicher Bestandteil medizinischer Prozesse sind. Der Autor greift das Konzept der serviceorientierten Geräteintegration auf und realisiert auf Basis existierender SOA Design Patterns sowie neuer Patternkandidaten ein konzeptionelles Design sowie eine prototypische Umsetzung eines Frameworks auf Basis des Devices Profile for Web Services (DPWS). Die Tragfähigkeit des Konzepts wird durch fünf realitätsnahe Szenarios belegt.​

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Die IT-Landschaften im Gesundheitswesen sind geprägt durch heterogene Strukturen und Medienbrüche. Dies betrifft sowohl die IT-Unterstützung institutionsübergreifender als auch institutionsinterner Prozesse (Schweiger et al. 2007, 693). Dem entgegen steht die Vision des Seamless Healthcare, bei der es vertikal und horizontal durchgängige Prozesse, Daten und Informationstechnologien ermöglichen, dass jeder Akteur die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in der richtigen Qualität und Quantität erhält (Schweiger et al. 2007, 693-694). Zur Erreichung dieser Vision müssen alle an den Prozessen beteiligten ITSysteme integriert werden. Aufgrund der vorherrschenden heterogenen IT-Strukturen in Krankenhäusern ist die Realisierung einer solchen Gesamtintegration jedoch sehr komplex (Sunyaev et al. 2006).
Christian Mauro

2. Grundlagen der serviceorientierten Integration medizinischer Geräte

Ziel von Abschnitt 2 ist die Vermittlung der zum Verständnis der Arbeit notwendigen Grundlagen (Abbildung 2-1). Dies beinhaltet in Abschnitt 2.1 die Darstellung zentraler Herausforderungen bei der Konzeption von IT-Architekturen im Krankenhaus sowie mögliche Lösungen und existierende Standards in diesem Umfeld. Anschließend wird in Abschnitt 2.2 der Begriff des medizinischen Geräts definiert und es werden die im Rahmen der prototypischen Implementierung verwendeten Geräte aus medizinfachlicher Sicht beschrieben. Darüber hinaus werden die Integration medizinischer Geräte sowie wichtige hierbei verwendete Standards dargestellt. Abschnitt 2.3 vermittelt die Grundlagen serviceorientierter Architekturen.
Christian Mauro

3. Herausforderungen bei der Konzeption und Nutzung von Geräteservices

Ziel von Abschnitt 3 ist die Erarbeitung der wesentlichen Unterschiede bei der Konzeption und Nutzung von Geräteservices im Vergleich zu Softwareservices im medizinischen Umfeld (Abbildung 3-1). Darüber hinaus werden betrachtenswerte Anwendungsbeispiele identifiziert, die die Basis der Evaluation sind. Zur Umsetzung dieser Ziele wurden drei Fallstudien durchgeführt, deren Design in Abschnitt 3.1 erläutert wird. Anschließend werden in Abschnitt 3.2 die rechtlichen Rahmenbedingungen beschrieben, die bei der Integration medizinischer Geräte zu beachten sind. Die Abschnitte 3.3 bis 3.5 beinhalten die Ergebnisse der einzelnen Fallstudien, welche in Abschnitt 3.6 zu einer konsolidierten Liste von Charakteristika medizinischer Geräte subsumiert werden.
Christian Mauro

4. Konzeptionelles Design eines Frameworks zur serviceorientierten Integration medizinischer Geräte

In Abschnitt 4 wird das konzeptionelle Design des Frameworks erarbeitet (Abbildung 4-1). Dieses soll unabhängig von konkreten Technologien sein, um eine Realisierung auf unterschiedlichen technischen Plattformen zu ermöglichen. Für die Konzeption des Framework-Designs wird ein patternorientierter Ansatz verfolgt. Dieser sieht vor, in einem ersten Schritt die Designprobleme aufzuzeigen, die sich aufgrund der Anforderungen ergeben (Abschnitt 4.1). Anschließend werden in Abschnitt 4.2 existierende SOA Design Patterns hinsichtlich ihrer Eignung untersucht, zur Erfüllung einer oder mehrerer der identifizierten Anforderungen beizutragen. Für Designprobleme, die mit existierenden Patterns nicht gelöst werden können, werden neue Patternkandidaten entworfen.
Christian Mauro

5. Technische Realisierung des Framework Designs

In Abschnitt 5 wird das konzeptionelle Design des Frameworks prototypisch umgesetzt (Abbildung 5-1). Dies soll die technische Realisierbarkeit des Frameworks demonstrieren und dient zudem als Basis für die Evaluation. Die bislang gezeigten Patterns und Modelle wurden konzeptionell auf hohem Abstraktionsgrad beschrieben. Die technische Realisierung zeigt, wie diese Patterns und Modelle im anwendungsspezifischen Kontext umgesetzt werden können, um zu einem lauffähigen Framework zu gelangen. Auch werden manche Anforderungen (wie Streaming) erst durch die Auswahl geeigneter Technologien erfüllt. Die technische Umsetzung ist somit Voraussetzung, um die Erfüllung der Anforderungen prüfen zu können.
Christian Mauro

6. Bewertung der Ergebnisse

In Abschnitt 6 werden die erarbeiteten Ergebnisse anhand einer strukturierten Evaluation bewertet (Abbildung 6-1). Die Artefaktevaluation ist wesentlicher Bestandteil der gestaltungsorientierten Forschung (vgl. Abschnitt 1.3). Hierzu werden in Abschnitt 6.1 der Evaluationsrahmen sowie die Evaluationskriterien in Form von Evaluationsfragen vorgestellt. Abschnitt 6.2 fasst die Ergebnisse der durchgeführten funktionalen Tests zusammen. In Abschnitt 6.3 werden fünf Szenarios gezeigt, die den praktischen Einsatz von SODA@Med demonstrieren und anhand derer die Tragfähigkeit des Frameworks beurteilt wird. Anschließend werden die erarbeiteten Artefakte bewertet.
Christian Mauro

7. Kritische Würdigung und Ausblick

Abschnitt 7 beinhaltet eine Zusammenfassung der Ergebnisse (Abschnitt 7.1) sowie eine Beschreibung des wissenschaftstheoretischen Beitrags dieser Arbeit (Abschnitt 7.2). Abschließend wird in einem Ausblick weiterer Forschungsbedarf sowie Innovationschancen im Kontext der serviceorientierten Integration medizinischer Geräte aufgezeigt (Abschnitt 7.3).
Christian Mauro

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