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Über dieses Buch

Sharing-Economy-Netzwerke sind spezielle Managementobjekte, deren Komplexität eine eingehende Untersuchung ihrer Funktionsweise und Grundprobleme erfordert. Maximilian Lukesch entwickelt für das Beispiel eines Online-Mitfahrdiensts ein umfangreiches Managementkonzept, das die Steuerung seiner „eigenwilligen“ Nutzer in den Mittelpunkt rückt. Als Analysewerkzeug dienen Austausch- und Netzwerktheorie: Sie decken die Vorgänge in der einzelnen Fahrgemeinschaftsbeziehung und im Mitfahrnetzwerk als Gesamtes auf. Dieses Verständnis erlaubt es, Handlungsanweisungen zur Erleichterung der Partnerfindung, der Sicherstellung beidseitiger Zufriedenheit und der Bekämpfung von Schattennetzwerken abzuleiten. Es zeigt sich, dass sich die Ergebnisse in breiter Weise auch auf andere Sharing-Netzwerke anwenden lassen.
​Der Autor:Dr. Maximilian Lukesch, MBA, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Controlling und Logistik, an der Universität Regensburg. Er lehrt Logistik, Produktion und Supply Chain Management. In seiner Forschung widmet er sich dem Management logistischer Netzwerke im Rahmen der Sharing Economy.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Ableitung der Ziele eines Konzepts für Online-Mitfahrdienste

Zusammenfassung
Die Sharing Economy ist en vogue. Presse, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beschäftigen sich mit ihr. Seit den frühen 2010er-Jahren ist das Interesse an ihr stark gewachsen (vgl. Abb. 1). Beschreibungen, Essays, Meinungen und Urteile über sie gibt es in verschiedensten Färbungen. Die Sharing Economy ist wahlweise Ausdruck und Lebensweise einer Generation, wirtschaftshistorische Zäsur, attraktives Geschäftsfeld, spannendes Forschungs- und Betätigungsfeld, systematisiertes Ausbeutungsschema, Brutkasten für rechtliche Probleme, Symptom einer vereinsamenden Gesellschaft, eine dem „Technopopulismus“ (sic!) entsprungene und letztlich enttäuschende Utopie, sprachlicher Widerspruch oder – schlicht – Unsinn.
Maximilian Lukesch

Kapitel 2. Vorbereitung der Analyse: Aufbau einer Argumentationsstruktur

Zusammenfassung
Die Forschungsfrage wird durch die Erstellung eines normativ-präskriptiven Konzepts zur Nutzersteuerung beantwortet, dessen inhaltliche Ausrichtung auf einer positiven Analyse beruht (vgl. Kap. 1.4). „Gebiet“ und „Terrain“ des Argumentationsfelds wurden durch die Arbeitsthese vorgegeben. Trotz dieser Eingrenzung ist es nach wie vor weit.
Maximilian Lukesch

Kapitel 3. Durchführung der Analyse: Deduktion der Konzeptelemente

Zusammenfassung
Fahrgemeinschaftsbeziehungen stellen das Erlösobjekt eines Online-Mitfahrdiensts dar. Grundsätzlich gilt für ihn somit das Ziel, ceteris paribus die Anzahl aufgenommener Fahrgemeinschaftsbeziehungen unter seinen Nutzern zu maximieren. Für die zu jedem beliebigem Zeitpunkt gegebene Menge an partnersuchenden Nutzern im Mitfahrnetzwerk bedeutet dies, die Wahrscheinlichkeit auf Bildung eines Matches (vgl. Kap. 2.3.2) zu steigern. Dies soll gemäß Arbeitsthese durch Nutzersteuerung erreicht werden.
Maximilian Lukesch

Kapitel 4. Konzeption: Zusammenstellung der Konzeptelemente

Zusammenfassung
Mit dem Abschluss des vorangegangenen Analyseteils und der dadurch gewonnenen Distanz zur Forschungsfrage ist es sinnvoll, einen Rückblick vorzunehmen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein Konzept zu erzeugen, das die Forschungsfrage „Wie sollte ein Online-Mitfahrdienst seine Nutzer steuern?“ beantwortet. Aufgrund der für betriebswirtschaftliche Forschungsarbeiten typischen Maßgabe der Anwendungsorientiertheit – typisch: Wie kann der Erfolg des Unternehmens gemehrt werden? –, rückte die Deduktion einer konkreten Zielrichtung sowie von Elementen einer geeigneten Steuerungsmethodik in den Mittelpunkt der Arbeit.
Maximilian Lukesch

Kapitel 5. Reflexion und Diskussion: Ein Beitrag zum Management von Sharing-Economy-Netzwerken

Zusammenfassung
Mit der Erstellung des theoriebasierten Konzepts zur Steuerung von Nutzern in Mitfahrnetzwerken wurde das intendierte Ziel der Arbeit erreicht. Wissenschaftlern und Praktikern mag sie als methodische Wegmarkierung und inhaltlicher Ausblickspunkt in einem Themengelände dienen, das trotz der in Kap. 1.1 dargestellten Relevanz der Sharing Economy noch nicht in ausreichender Weise behandelt wurde. Die Rezeption der vorliegenden Arbeit in Theorie und Praxis wird zeigen, ob der gefundene Ausblickspunkt – in positiver Lesart – attraktiv genug ist, um den verfolgten Weg in zukünftigen Beiträgen und Anwendungssituationen erneut aufzunehmen, ihn eventuell auszubauen und fortzuführen, oder ob er – in negativer Lesart – als Nährboden oder Gegenbeispiel für die Konzeption alternativer Ideen verwendet werden kann.
Maximilian Lukesch

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