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Über dieses Buch

​Inwieweit können Management und Unternehmensleitung durch den Aufbau von „starken“ Unternehmenskulturen Burnout in ihrem Unternehmen reduzieren? Welche Eigenverantwortung kann jeder Mitarbeiter für sich übernehmen, um den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz wirksam entgegenzutreten? Wie können sich diese beiden Wirkfaktoren gegenseitig stützen und was haben Unternehmen davon, sich aktiv um die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu kümmern? Diesen Fragen geht Erika Schneider auf der Basis theoretischer Grundlagen zu den Themen Burnout, Unternehmenskultur und Organizational Burnout auf den Grund. Die Autorin führt Gespräche mit wieder in Unternehmen tätigen ehemaligen Burnout Betroffenen und Experten zum Thema Firmenkulturprozesse und entwickelt Antworten, die sowohl für Unternehmen als auch mögliche Betroffene hilfreich sind.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Burnout ist ein Phänomen, das in den letzten Jahren zunehmend thematisiert und sowohl in Unternehmen als auch unter Experten kontroversiell diskutiert wird. Vorliegende Studien weisen auf eine rasante Zunahme von psychischen Erkrankungen unter Erwerbstätigen in Österreich und Deutschland und vielen anderen Ländern hin (Gallup, 2012, Karmasin 2009, WIFO, 2011). Burnout nimmt dabei eine relevante Größe ein, wobei keine genauen Zahlen dazu vorliegen. Weiters wird in einer aktuellen Gallup-Studie festgestellt, dass Kosten von bis zu € 124 Mrd. alleine aufgrund von innerer Kündigung in Deutschland in einem Jahr entstehen (Gallup, 2012). Grund genug darüber nachzudenken, inwieweit Unternehmen Instrumente in der Hand haben, um dieses Phänomen in ihrem Unternehmen zu reduzieren.
Erika Schneider

2. Burnout

Zusammenfassung
In der Burnout-Literatur existiert keine einheitliche Definition des Burnout- Begriffes, der von allen mit der Thematik Befassten anerkannt wird.
Das liegt zum Einen daran, dass in der frühen Forschung jeder versuchte, anhand von kurzen Fallbeschreibungen seine eigene Definition zu finden und explizit zu machen, dabei aber nicht versucht wurde, aus den verschiedenen Fallbeschreibungen allgemeine Lehrsätze abzuleiten und anderseits daran, dass von vielen Autoren auf Definitions-versuche von Herbert Freudenberger oder Christina Maslach zurückgegriffen wurde (siehe 2.1.2), die „bemerkenswert wenig übereinstimmten“ (vgl. Burisch 2006, S 14).
Erika Schneider

3. Unternehmenskultur

Zusammenfassung
Unternehmenskultur ist im Gesamtkontext von Kulturen im Allgemeinen zu sehen. Um die Besonderheiten von Unternehmenskultur besser zu verstehen, ist eine Beschreibung des Begriffs „Kultur“ hilfreich. Kultur wird lt.
Erika Schneider

4. Organizational Burnout

Zusammenfassung
Eine Theorie, die die Zusammenhänge zwischen Firmenkultur und Burnout sehr gut aufzeigt, ist die 2010 von Greeve aufgestellte These, dass ganze Organisationen ins Burnout verfallen können. Auch das Harvard Businessmanager Journal widmet diesem Thema in der Ausgabe vom Mai 2010 einen Artikel, wo die Autoren durch Untersuchungen feststellten, dass ganze Unternehmen unter Burnout leiden. Rund 50% der 92 untersuchten Unternehmen waren in unterschiedlicher Weise davon betroffen.
Erika Schneider

5. Zusammenführung von Burnout und Unternehmenskultur

Zusammenfassung
Fritz B. Simon, Psychiater, systemischer Therapeut und Organisationsberater, stellt im Salzburger Nachtstudio vom 23. November 2011 die Überlegung an,
  • „Motivierte Menschen haben Freude an dem, was sie tun […]. Der Sinn ihres Lebens ist Aktivität, Gestalten, Tun. Was aber ist geschehen, wenn Spaß, Ideenreichtum und erst recht die Energie dazu fehlen? Wie kommt es, dass aus engagierten plötzlich demotivierte Mitarbeiter werden?“
Die Antwort, die in der Literatur zu finden ist, soll hier stellvertretend aus Sicht der Burnout-Forschung von Maslach & Leiter (2001, S122 ff) und aus unternehmenskultureller Sicht durch Sackmann (2004, S 94ff) dargestellt werden. Maslach & Leitner sehen als Schlüssel, um die oben gestellte Frage zu beantworten, Identifikation mit dem Unternehmen aufzubauen. Sie schreiben: “Der Prozess des Identifikationsaufbaus mit der Arbeit beginnt mit einem Managementplan und funktioniert durch gemeinsame Projekte in Schlüsselbereichen des Unternehmenslebens.
Erika Schneider

6. Methode

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit ist eine qualitative Studie und soll die Frage klären, inwieweit Management und Unternehmensleitung die Möglichkeit haben, durch Unternehmenskultur Burnout in ihrem Unternehmen zu reduzieren bzw. vorzubeugen.
Erika Schneider

7. Empirische Forschung

Zusammenfassung
Es wurden 6 Interviews durchgeführt, wobei 3 Interviewpartner männlich und 3 weiblich waren, im Alter zwischen 35 und 52 Jahren.
Die Unternehmen, in denen sie tätig sind, waren
  • Ministerium (1 Person)
  • Unterschiedliche Interessensvertretungen (2 Personen)
  • Universität (1 Person)
  • Bank (1 Person)
  • Versicherungsunternehmen (1 Person),
alles große Unternehmen, in denen es unterschiedliche Hierarchieebenen gab und in denen alle Interviewteilnehmer in einer mittleren Ebene angesiedelt waren.
Erika Schneider

8. Diskussion der Ergebnisse und Ausblick

Zusammenfassung
Durch die zusammenfassende inhaltliche Interpretation des methodischen Teils und die Ergebnisse der theoretischen Arbeit werden in der Folge die angeführten Forschungsfragen überprüft.
Erika Schneider

Erratum Zu: Individuelle und unternehmenskulturelle Zusammenhänge

Korrektur der Literaturangabe:
Greve, Gustav (2015): Organizational Burnout. Das versteckte Phänomen ausgebrannter Organisationen. Wiesbaden: Springer Gabler.
Erika Schneider

Backmatter

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