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16.06.2017 | Sicherheit fahrbezogener Daten | Nachricht | Onlineartikel

IBM arbeitet mit BMW Car Data an neuen Mobilitätsservices

Autor:
Christiane Köllner

IBM bindet seine Cloud-Plattform Bluemix an BMW Car Data an. Dadurch lassen sich Fahrzeugdaten mithilfe der Fähigkeiten von IBM Watson IoT auswerten und neue Services anbieten.

IBM hat angekündigt, eine Pilot-Partnerschaft mit BMW Car Data einzugehen. Wie der Automobilhersteller erst kürzlich bekannt gegeben hat, werde mit BMW Car Data eine Plattform für digitale Services rund um das Auto zur Verfügung gestellt. Die Plattform soll bis zu 8,5 Millionen BMW-Kunden weltweit einen Zugang zu Dienstleistungen von Drittanbietern ermöglichen. 

"BMW ist damit der erste Automobilhersteller, der eine offene Daten-Plattform anbietet und es den BMW-Connected Drive-Kunden erlaubt, die Telematik-Daten ihrer Fahrzeuge mit Dritten zu teilen", erläutert IBM. Als Pilot-Partner von BMW habe IBM nun ihre Cloud-Plattform Bluemix an BMW Car Data angebunden. Dadurch werde es möglich, Fahrzeugdaten mithilfe der kognitiven und analytischen Fähigkeiten von IBM Watson IoT auszuwerten und zu nutzen. Drittanbieter, wie etwa Werkstätten oder Versicherer, könnten damit ihren Kunden neue Services anbieten. 

IBM-Cloud-Plattform Bluemix

Die IBM-Cloud-Plattform Bluemix gibt Entwicklern Zugang zu einem Service-Katalog, der Leistungen sowohl von IBM als auch ihrem Partner-Ökosystem bietet, mit dessen Hilfe sich neue Anwendungen bauen und betreiben lassen. Um diese Services zu nutzen, müssten Kunden sich jedoch aktiv bereiterklären, ihre verschlüsselten Telematik-Daten mit den Serviceanbietern zu teilen. 

Darüber hinaus werde IBM als neutrale Server-Instanz für den erweiterten Daten-Zugang fungieren. Dies erlaube die Sammlung von Daten aus BMW-Fahrzeugen ebenso wie von anderen Herstellern.

"Das Konzept einer neutralen Server-Instanz fördert Innovation durch die Bereitstellung eines einzigen Zugangs für unterschiedliche Partner, die damit auf Fahrzeugdaten verschiedener Hersteller zugreifen können. Dadurch reduzieren sich die Kosten für die Daten-Integration, was wiederum zu einem fairen Wettbewerb beiträgt", sagt Dirk Wollschläger, General Manager IBM Global Automotive, Aerospace and Defense. 

Erste konkrete Angebote und Kundenservices erwarte man bereits für Herbst 2017.

So funktioniert BMW Car Data

Um BMW Car Data nutzen zu können, ist ein BMW mit eingebauter SIM-Karte erforderlich. Derzeit erfüllen rund 8,5 Millionen BMW-Fahrzeuge diese Voraussetzung. Ferner muss sich der Fahrer im Connected Drive-Portal registrieren. Die entsprechenden Fahrzeuge selbst erzeugen beim Gebrauch ständig Daten wie etwa Kilometerstand oder nutzungsbasierte Daten wie Kraftstoffverbrauch oder Ereignis-Daten wie ein automatischer Service-Call.

Ein Teil davon wird in Form von sogenannten Telematik-Daten verschlüsselt über die fest eingebaute SIM-Karte ausschließlich an BMW-Server übertragen. Von dort aus können Service-Anbieter nach Einwilligung des Kunden diejenigen Daten verschlüsselt beziehen, die sie für bestimmte Dienstleistungen benötigen. 

Als Vorteil durch BMW Car Data für den Kunden, nennt BMW unter anderem individualisierte Versicherungstarife, mit denen dieser Geld sparen könne, zum Beispiel auf Basis der tatsächlich gefahrenen Kilometer.

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