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2022 | OriginalPaper | Buchkapitel

16. Sicherheitsarbeit in „schwierigen“ Quartieren

verfasst von: Bernhard Frevel, Verena Schulze

Erschienen in: Proaktive Polizeiarbeit als Führungs- und Managementaufgabe

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Gerade in schwierigen Quartieren ist eine rein reaktive Polizeiarbeit, geprägt durch anlassbezogene, punktuelle Einsätze, kaum in der Lage, nachhaltig Sicherheit zu gewährleisten. Einsätze sind schließlich nur Phänomene der Unsicherheit. Reaktive Einsatzbewältigung kann als Intervention momentane Entlastungen gewähren, aber nicht Sicherheit schaffen. Erforderlich ist eine Sicherheitsarbeit, die konzeptionell breiter aufgestellt ist und neben der Polizei auch andere Akteure einbindet, die mit ihren jeweiligen Kompetenzen mitwirken. In diesem Beitrag werden verschiedene policing-Ansätze diskutiert, die Hinweise geben, warum und wie eine interinstitutionell angelegte proaktive Sicherheitsarbeit in schwierigen Quartieren gestaltet werden kann.

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Fußnoten
1
Im Überblick vgl. http://​www.​popcenter.​org/​about/​?​p=​sara (Lesedatum 29.08.2018).
 
2
Der hier genutzte Kapitalbegriff bezieht sich im Sinne von Bourdieu und Wacquant (1996) nicht nur auf das ökonomische, sondern auch das kulturelle, soziale und symbolische Kapital der Bewohner.
 
3
Im Unterschied zur deutschen „Polizeiphilosophie“ setzt die angelsächsische noch stärker auf Prävention sowie Bürgerorientierung, wie die „Principles“ des Nestors der britischen Polizei, Sir Robert Peel, verdeutlichen: „1. The basic mission for which police exist is to prevent crime and disorder as an alternative to the repression of crime and disorder by military force and severity of legal punishment. […] 7. The police at all times should maintain a relationship with the public that gives reality to the historic tradition that the police are the public and the public are the police; the police are the only members of the public who are paid to give full-time attention to duties which are incumbent on every citizen in the intent of the community welfare. […] 9. The test of police efficiency is the absence of crime and disorder, not the visible evidence of police action in dealing with them“ (https://​www.​durham.​police.​uk/​About-Us/​Documents/​Peels_​Principles_​Of_​Law_​Enforcement.​pdf).
 
4
Hierzu werden gezählt: Automateneinbruch, Bedrohung, Freiheitsberaubung, Keller- und Bodeneinbruch, Körperverletzung/KV in der Öffentlichkeit, Misshandlung von Kindern/Schutzbefohlenen, Nötigung, Raub, Sachbeschädigung an Kfz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Wohnungseinbruch (Polizeipräsident 2014, S. 6).
 
5
Hierauf beziehen sich u. a. die Anomietheorie, ökonomische Kriminalitätstheorien, die Theorie differenzieller Kontakte (vgl. Lüdemann und Ohlemacher 2002).
 
Literatur
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Metadaten
Titel
Sicherheitsarbeit in „schwierigen“ Quartieren
verfasst von
Bernhard Frevel
Verena Schulze
Copyright-Jahr
2022
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-34201-2_16

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